SaschaHa schrieb:
Ich kann ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen, warum jetzt auf einmal der gesamte Formfaktor infrage gestellt wird, der sich seit vielen Jahren bewährt hat und sich einer großen und steigenden Beliebtheit erfreut.
Ich stelle nicht den Formfaktor in Frage. Ich habe gefragt, warum es Mini-ITX sein muss wenn man so oder so eine große Grafikkarte einbauen will.
SaschaHa schrieb:
Das gilt es ja zu ändern. Erst durch diese neuen Standards ist die modulare Verwendung von LPDDR-RAM in Desktop-Systemen ja überhaupt erst möglich geworden. Wenn man diese Standards mit all ihren Vorteilen etablieren möchte, wird man kaum drumherum kommen, bei zukünftigen CPU-Generationen auch eine entsprechende Unterstützung dafür zu gewährleisten. Alles andere wäre aus meiner Sicht sehr schade.
Es hat gründe warum LPDDR SDRAM in der Regel verlötet wird. LPDDR SDRAM so mit der Annahme designed, dass er möglichst nah am Prozessor sitzt. Idealerweise sitzt LPDDR SDRAM im Package des Prozessors. Direkt direkt neben oder auf dem Prozessor.
Der niedrige Verbrauch der Macs liegt auch dran, dass der Hauptspeicher im Package sitzt.
Die extrem schleppende Einführung von LPCAMM2 und die verschobene Einführung von SOCAMM zeigen, dass LPDDR auf Module so packen, nicht trivial ist.
Außerdem hat LPDDR SDRAM eine schlechtere Latenz als DDR SDRAM.
peru3232 schrieb:
ja klar, das schreibe ich ja
Nein. DRAM auf Modulen hat nichts mit dem Preisverfall von DRAM zu tun. Und der Nutzen für Kunden ist heute auch sehr theoretisch.
Ich hätte nur bei meinem ersten PC den Speicher aufrüsten müssen, habe ihn aber ohnehin ausgemustert, weil ich einen GHz Athlon haben wollte. Alle folgenden PCs habe ich mit ausreichend Speicher gekauft. Der Grund die folgenden PCs abzugeben war nie, einen neuen PC zu brauchen, weil die Leistung knapp wird. Ich bin nie in die Situation gekommen über das Aufrüsten des Speichers nachzudenken. Allerdings konnte ich mit den alten Speicher auch nie für den neuen PC verwenden, da er inkompatibel war.
peru3232 schrieb:
- aber durch die jetzige Situation, tritt der gleiche Effekt wieder ein. Also die Möglichkeit, dass in 3,4 Jahren der Preis auf "normales" Niveau sinken kann oder tiefer und damit geviertelt
Es ist doch ganz einfach. Die PC-Anwender außerhalb der Computer-Base-Blase kaufen keine PCs, wenn diese zu teuer sind. Deshalb wird der PC-Absatz einbrechen. Was den Preisanstieg dämpfen wird.
Der Grund, warum es Speicher auf Modulen gibt und PC OEMs LPCAMM2 zur JEDEC gebracht haben, ist, dass nachrüstbare DRAM-Module die Konfiguration der PCs vereinfachen, für die OEMs, für die Großkunden.
peru3232 schrieb:
Also mein erster PC (nach C64 und Amiga) hatte 8MB EDO-RAM den ich kurz später mit zusätzlichem 8MB und als Krönung noch 2x32 dazusteckte für unglaubliche 80MB RAM - dass war etwa Mitte der 90iger.
In dieser Phase sind die Anforderungen der Anwendungen dank Windows auch explodiert.
Ein Studienkollege hat sich ein PC gekauft, weil Studenten einen PC haben. Den PC aber nie verwendet. Als er ihn endlich 3 Jahre später gebraucht hat, war die Krücke, die er sich aufschwatzen ließ, viel zu langsam, ...
Als Windows 95/98 durch, war kamen speicherhungrige Java-Applikationen, ...
Ich bin erst 1997 auf den PC gegangen. Wie viel DRAM ich hatte weiß ich nicht mehr. Aber es gab da eine Java-Anwendung der ging der Speicher aus und ich konnte ihr zusehen, wie die die Boxen gezeichnet hat. Auf einem anderen Rechner mit ähnlichem Prozessor aber mehr Speicher war alles OK.
2001 habe ich meinen ersten PC weitergeben (mit dem dringenden Rat zusätzlichen Speicher zu besorgen) und mir einen Athlon geholt.
Die Spiele, die ich spiele fordern die GPU nicht sonderlich. Deshalb habe ich meine PCs im Schnitt ca. 6 Jahre. Meine aktuelle Kiste habe ich 6 Jahre.