Sondierungs- und Koalitionsgespräche Wahl 2021

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@mo schrieb:
Die Umfrage ist von INSA! Kannst also vergessen! Billigmüll! YouGov dasselbe in Grün!
Abwarten, was ARD und ZDF sowie mit Abstrichen Forsa veröffentlichen.
Also bei den letzten Hochrechnungen und tatsächlichen Ergebnissen der Grünen 2017 hatte INSA die geringste Abweichung aller Institute...
 
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henpara schrieb:
Es wäre dodch jetzt mal an der Zeit, dass die vielen Menschen, die rein "taktisch" wählen mal ihre Wunschpartei wählen würden. Ich bin mir sicher, da kämen einige Parteien über die 5% Hürde.
Ich denke, es wählen tatsächlich relativ viele Menschen koalitionstaktisch. Man wählt also nicht zwingend nur das kleinere Übel einer Partei, sondern auch das kleinere Übel einer möglichen Koalition.
Eventuell gibt es ja auch eine der kleinen Parteien, wo ich noch mehr Berührungspunkte hätte, aber da diese ja sehr wahrscheinlich nicht über 5% kommt, wähle ich eben so, dass das größte Übel verhindert wird.
 
BOBderBAGGER schrieb:
Wäre nur schön wenn man hier mal was anders als " die Grünen sind doof " lesen würde.
Das lese ich hier zumindest nicht nur deren Inkompetenz kommt zum Vorschein.
BOBderBAGGER schrieb:
Wie gedenken die denn die neuen ehrgeizigeren CO2 Ziele zu erreichen und zu finanzieren ?
Durch moderne Technik die sich weltweit durchsetzt und nicht mit Verbote für die heimische Bevölkerung.
Thane schrieb:
Darunter fällt fällt für mich auch, dass man Hartz 4 nicht deutlich erhöht und die Sanktionen bei unwilligen Arbeitslosen auch durchsetzt.
Das besteht kein Problem da das Geld nicht aus Deutschland abfließt besser sparen kann man wenn man das Kindergeld nur in Deutschland lebenden Kindern auszahlt und nicht denen die im Ausland leben.
Thane schrieb:
Das zusammen mit einer fallenden EEG-Umlage ist schon mal ein gewisser Anreiz pro Elektroauto.
Der Anreiz mag bestehen nur versuche mal ein vollwertiges Elektroauto zu finden welches unter 7500 € kostet damit sich H4ler ebenfalls eines kaufen dürfen.
Buttkiss schrieb:
Leute die 4-6 mal im Jahr in den Urlaub fliegen sollten kein Grün wählen.
Gerade die wählen aber grün um ihr Gewissen zu beruhigen. Grün sollte man aber wegen des Umweltschutzes nicht wählen weil denen die Umwelt egal ist.
3252 schrieb:
"Welche Partei kann ich wählen, die einen großen Teil der Bevölkerung und unserem Wohlstand (Wirtschaft) einen Mehrwert bringt?"
Gute Frage wenn du darauf eine brauchbare und beweisbare Antwort gefunden hast wäre ich dir dankbar diese zu erfahren da ich ebenfalls noch aktiv danach suche.
kabralo schrieb:
Das ist nicht die CDU! Das ist die Partei nach 15 Jahren Merkel.
Wenn Merkel mit ihren Jüngern weg ist wird es hoffentlich wieder so wie vor Merkel damit die CDU wieder für brauchbare Werte steht.
Mustis schrieb:
Ist ja nicht so, dass Frau Merkel diktatorisch die CDU bestimmt hat.
Warum wurde dann alle Merkel Kritiker entweder aus ihrem Amt entfernt oder in der Partei mundtot gemacht. An der Basis hat man Kritiker mvon Merkel sogar aus der Partei geekelt.
 
@Iconoclast
Wenn, sollte man doch Umfragewerte von 2017 nehmen, die damals so weit von der Wahl entfernt waren, wie die aktuellen Umfragewerte zur nächsten Wahl. Das wären dann eher die Werte.


DatumCDUSPDLinkeGrüneFDPAfDSonstige
29.05.1735,5261061093,5
06.06.173823117984
Wahl32,920,59,28,910,712,65,0

Bei Wikipedia (und sicherlich ein paar andere Seiten), kann man sich auch die Werte der anderen Umfrageinstitute ansehen. INSA war aber in dem Zeitraum mit ihren Grünen-Werten am weitesten mit den Wahlwerten entfernt.

Aber letztlich liegen alle Institute im Durchschnitt innerhalb der Toleranzen und jetzt schon zu sagen, dass irgend ein Institut besser ist, da es mal an Tag X zu Wahl Y bei Partei Z eine Punktladung machte, ist quatsch.

Gegenwertig kann man allgemein sagen, dass die Grüne mit großer Wahrscheinlichkeit zweitstärkste Partei werden wird und es unwahrscheinlich ist, dass eine Regierung ohne sie gebildet wird.

CDU/SPD/FDP wäre nach Umfrage bei vielen möglich, aber so wie ich es mitbekam, sind die SPD nicht so wild nochmals bei einer Regierung unter CDU Führung mitzumachen, während es bei der Ampel wahrscheinlich dann an der FDP scheitern könnte.

Meine Prognose nach Wahrscheinlich, bis weniger Wahrscheinlich

CDU/Grüne
Ampel
GRR
CDU/SPD/FDP

Natürlich davon ausgehen, dass sich Umfragewerte nicht doch noch stark verschieben.
 
Iconoclast schrieb:
Also bei den letzten Hochrechnungen und tatsächlichen Ergebnissen der Grünen 2017 hatte INSA die geringste Abweichung aller Institute...
Gut gewürfel (ohne mir das näher angeschaut zu haben)!

Methodisch hat das nichts mit seriöser Umfrageforschung zu tun. Simples Online Panel. Und keinerlei Kontrollmöglichkeit für Auftraggeber, die das aber eh nicht hinterfragen, Hauptsache billige Schlagzeile.
 
henpara schrieb:
Es wäre dodch jetzt mal an der Zeit, dass die vielen Menschen, die rein "taktisch" wählen mal ihre Wunschpartei wählen würden. Ich bin mir sicher, da kämen einige Parteien über die 5% Hürde.
Außer den FWGs wüßte ich keinen, der da auch nur ansatzweise in Frage käme. Und die sind halt ziemlich inhomogen, auch wenn sie in der Summe eher dem bürgerlich konservativen Spektrum zuzuordnen sind. Auf kommunaler Ebene finde ich das auch recht gut, auf Bundesebene eher nicht!
 
Buttkiss schrieb:
Aber ich denke das viele, vor allem der jungen Generation es doch verstanden haben. Wir Älteren tun uns halt schwer mit Veränderungen, gelle?
Wir älteren können wenigstens rechnen und wissen, dass bei einer Rohstoffverteuerung auch die Transportkosten und damit quasi alle Güterpreise steigen. Dass das den Vorstadtgrünen, der mit seinem 3000€-EBike zur Arbeit fährt, nicht stört, ist mir klar.
Ich glaube auch nicht daran, dass ein Großteil der Bürger einen SUV fährt (und damit zum Bäcker), geschweige denn einen eigenen Pool vor der Haus hat. Jemanden, der 4-6 x in den Urlaub fliegt, kenne ich auch nicht. Vielleicht die oberen 2% der Gehaltskette.
 
Bin gespannt auf die Wahl in Sachsen Anhalt.
Für die Union könnte das zu einer Zerreißprobe führen. Im besten Fall können sie die derzeitige Koalition fortsetzen oder die Grünen durch die FDP ersetzen. Schlechter wäre schon eine 4er Koalition. Wer will das schon?
Bis zu dem Punkt aber alles akzeptabel für die Gesamtpartei. Wird aber eine Koalition oder Duldung durch die AfD in Erwägung gezogen, gibt es Zoff. Dann wird Laschet versuchen irgendeine Notbremse zu ziehen, da es für einen Großteil der Wähler im Westen den Sündenfall erster Klasse am Band darstellt und die Union Stimmen kosten wird, die dann vielleicht bei der Regierungsbeteiligung fehlen.

Irgendwer hat Mal zur Bundestagswahl gesagt, im Osten kann man zwar keine Wahl gewinnen, aber man kann sie verlieren. Er/Sie hatte vermutlich recht.....!?
 
@mo schrieb:
Mit deinen Kenntnissen der neueren deutschen Geschichte scheint es nicht zum Besten zu stehen.

Dann nenne mir doch ein paar erfolgreiche Trabbi-Händler. Oder führst den den Erfolg darauf zurück, dass die Wartezeit viele Jahre betrug?

@mo schrieb:
Das ist doch schön für dich!
Die Leute, die durch die Vermögenswerte verschachernde Treuhand unnötig arbeitslos geworden sind, fanden es vermutlich weniger lustig. Aber schön wenn wir Besserwessies uns amüsieren können.

Warum glaubst du, ich wäre ein Wessi?

@mo schrieb:
Fakt ist, die Kohl Administration hat bis zu einem bestimmten Zeitpunkt alles richtig gemacht, und ab einem bestimmten Zeitpunkt alles verkehrt gemacht, bzw. war es ihr scheissegal, nachdem die Ernte eingefahren war. Die Folgen davon, kannst du u.a. in diesem Thread täglich nachlesen.

Ja, genau. Wer jetzt arbeitslos ist, der ist das, weil die grandiose DDR-Wirtschaft nicht nur die DDR nicht am Laufen halten konnte, sondern sich auch in der Bundesrepublik nicht so richtig etabliert hat.
 
ModellbahnerTT schrieb:
Gerade die wählen aber grün um ihr Gewissen zu beruhigen. Grün sollte man aber wegen des Umweltschutzes nicht wählen weil denen die Umwelt egal ist.
Das allerdings halte ich für eine grob falsche Behauptung, bezweifle allerdings das wir hier auf einen Nenner kommen werden. Und komm jetzt bitte nicht mit solchen Beispielen wie der eine Typ mit den langen Haaren ist aber 2014 mit einem suv zum Parteitag gefahren, ich habs genau gesehen....
Aus Deinen Kommentaren lese ich eine grosse Poltitikverdrossenheit, kann das sein?
downforze schrieb:
Wir älteren können wenigstens rechnen und wissen, dass bei einer Rohstoffverteuerung auch die Transportkosten und damit quasi alle Güterpreise steigen. Dass das den Vorstadtgrünen, der mit seinem 3000€-EBike zur Arbeit fährt, nicht stört, ist mir klar.
Ich glaube auch nicht daran, dass ein Großteil der Bürger einen SUV fährt (und damit zum Bäcker), geschweige denn einen eigenen Pool vor der Haus hat. Jemanden, der 4-6 x in den Urlaub fliegt, kenne ich auch nicht. Vielleicht die oberen 2% der Gehaltskette.
Man kann ja auch mal versuchen sich die positiven Effekte anzuschauen (z.B. Stärkung der lokalen Wirtschaft und Händler) aber jeder schaut nur auf seine eigenen persönlichen Vor- und Nachteile. Das drum herum, die Effekte die unser in der Regel wohlhabender Lebensstil hat wird leider zu gerne ausgeblendet. Eine Verteuerung der Rohstoffe muss auch immer mit technischen und sozialen Änderung und Erleichterungen einhergehen. Das wird auch nicht von heute auf morgen passieren. Ich meine, es nicht ja nicht so als wenn wir da groß eine Wahl hätten. Dir Rohstoffe müssen! verteuert werden oder es müssen Alternativen gefunden werden. Der Verbrauch muss irgendwie runter. So weitermachen wir bisher geht ja wohl nicht.
Ich kann verstehen das diejenigen die weit mit dem Auto zur Arbeit fahren und vielleicht nicht viel verdienen Angst vor Veränderungen in diese Richtung bekommen aber irgendwas müssen wir machen. Die cdu/csu hat hier leider in den vergangenen Jahrzehnten durch Ignoranz und persönliche Vorteilsnahmen geglänzt. Hauptsache der Laden brummt, Wachstum, Wachstum, Wachstum ... funktioniert halt nicht ewig.
Iconoclast kennt anscheinend Studenten die 4-6 mal im Jahr an den Strand fliegen, daher habe ich sein Beispiel aufgegriffen. Ich persönlich kenne solche Leute auch nicht. Der Anteil der Leute mit suv und eigenem Pool wird aber immer größer.
Man merkt vielleicht das der Schutz der Umwelt für mich das zentrale Thema ist...
 
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CCIBS schrieb:
Aber letztlich liegen alle Institute im Durchschnitt innerhalb der Toleranzen und jetzt schon zu sagen, dass irgend ein Institut besser ist, da es mal an Tag X zu Wahl Y bei Partei Z eine Punktladung machte, ist quatsch.
Die Crux dabei ist halt, wie die Zahlen entstehen.
Methodisch/Qualitativ gesehen liefern Institute wie INSA oder Yougov nur Schrott. Sie haben auch keine empirische Datenbasis oder Historie wie FGW oder ID. Die Daten zur Sonntagsfrage erhebt INSA noch nicht mal selbst, sondern bezieht die Daten aus dem Online Panel von Yougov.
Problematisch ist zudem, dass der GF von INSA Berater von Höcke und AfD war und aktuell Mitglied der Werteunion in der CDU ist.
Da kommt also alles zusammen, was besser nicht zusammen kommen sollte um auch nur ansatzweise Vertrauen in diese Umfrageergebnisse zu haben.
Dass die Zahlen trotzdem keine großen Ausreißer aufzeigen ist nicht weiter verwunderlich, da sich nahezu jeder in der Branche scheut, entsprechendes zu publizieren, bzw. nur der, der eine überzeugende Datenbasis hat und das haben sie nicht. Im Zweifelsfall wird eben so lange gewichtet, bis es halbwegs passt.

Deine Einschätzung, dass die SPD keinen Bock mehr auf Koalition mit der Union hat teile ich. Zumindest wenn sie deutlich unter 20 bleibt und danach schaut es aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Idon schrieb:
Dann nenne mir doch ein paar erfolgreiche Trabbi-Händler. Oder führst den den Erfolg darauf zurück, dass die Wartezeit viele Jahre betrug?
Sorry, aber wenn du denkst, du kannst die wirtschaftliche Situation in der Nachwendezeit mit einem dümmlichen Trabbi Vergleich beschreiben, solltest du besser nichts zu dem Thema schreiben. Für jemanden, der hier ständig auf seine wirtschaftliche Kompetenz verweist, peinlich!


Idon schrieb:
Warum glaubst du, ich wäre ein Wessi?
Du beschreibst hier doch ständig deine Süddeutschland Kompetenz!


Idon schrieb:
Ja, genau. Wer jetzt arbeitslos ist, der ist das, weil die grandiose DDR-Wirtschaft nicht nur die DDR nicht am Laufen halten konnte, sondern sich auch in der Bundesrepublik nicht so richtig etabliert hat.
Siehe oben!
Beschäftige dich einfach mit der jüngeren deutschen (Wirtschafts-) Historie, dann passieren solche Faux Pas nicht!
Kannst ja Mal mit den Wikipedia Artikeln zu Treuhand anfangen. Ich zitiere Mal einen Absatz als Einstieg:

Der politische Wille zur Zerschlagung der überladenen und ineffizienten Großunternehmen und Kombinate war groß, so dass man ohne gründliche Strukturanalysen die Großbetriebe in kleinere Einheiten aufspaltete. Dabei lauteten die Vorgaben gar nicht auf Aufspaltung. Durch die Zerschlagung der Kombinate wurde vielen Unternehmen die wirtschaftliche Basis entzogen und vorhandene Lieferketten in Ostdeutschland zerschnitten.[62] Damit waren die Reste oft nicht überlebensfähig. So wurden die kleinen Betriebe dann des Öfteren mit ungenügender Kapitaldecke und unzureichender Marktausrichtung verkauft. Darüber hinaus war für viele Investoren der Marktzugang der entscheidende Investitionsgrund, weshalb zentrale Unternehmensbereiche wie Forschung und Entwicklung meist an den Stammort des Investors verlagert wurden. Da zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung auch im „Westen“ Überkapazitäten bestanden, blieben für die ostdeutschen Betriebe oft in erster Linie distributive Aufgaben.

Der Fehler, wenn man so will, war dass die große Mehrheit der DDR Bürger denen ihr Vertrauen geschenkt hatten, die ihnen die Freiheit gebracht haben. Unerfahren mit den Mechanismen der (westdeutschen) Demokratie, haben sie das Versprechen der blühenden Landschaften geglaubt, während jeder Wessie bei einem solchen Versprechen sich vorsorglich Unkrautvernichtungsmittel gekauft hätte.
Die Mahner und Warner wollte keiner hören. Dass hier insbesondere die eigene Bürgerbewegung, die sich besonders vor der Wende engagiert hatte, und für Erhalt einsetzte, auf der Strecke blieb, war bezeichnend dafür, wie blind man den neuen Machthabern vertraute, bzw. vertraute man ihnen nicht, lieber die PDS, als Nachfolge der PDS wählte.

Der Vertrauensvorschuss den Genscher und Kohl hatten, hat in der Folge aber eben dazu geführt, dass die gesamte Volkswirtschaft dem Diktat der Treuhand und der Investoren ausgeliefert wurde. Als die 98 gehen mussten, war der Kohl gegessen, die Wirtschaft am Arsch und der Exodus, der zu einem Verlust von einem Viertel der Bevölkerung führte nicht mehr zu stoppen.
Dabei kann man noch froh sein, dass die Chinesen damals noch nicht so potent waren, sonst wäre der Osten heute eine ihrer Provinzen.

Und nun erzähle mir bitte niemand, dass das bis heute nicht nachwirkt. Selbst Leute, die vorwiegend in der BRD sozialisiert wurden, haben ggf. ihre Kindheit lang eingeimpft bekommen, die haben uns alle über den Tisch gezogen etc. Das ist wie wenn man in einer sehr religiösen Familie aufwächst. Da wird man mit 18 nicht zum Atheisten.
Der Erfolg der AfD im Osten, als Protestpartei, kommt nicht von ungefähr und ist derzeit das erfolgreichste Sprachrohr der Unzufriedenen mit regionaler Identität. Bei der FDP erinnert man sich gerne an ihre Rolle bei der Wiedervereinigung, ignoriert aber ihre Rolle beim wirtschaftlichen Niedergang. Die Grünen habe im Osten überhaupt keinen Schaden angerichtet, verkörpern aber für viele alles, was vielen Ostbürgern am Westen bis heute fremd geblieben ist, sowie umgekehrt im Westen von sehr vielen die AfD als Ostpartei betrachtet wird.

Die unausgegorene Einheit wirkt also bis heute nach. Daran hat auch der Soli nichts geändert. Eher im Gegenteil!
 
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CCIBS schrieb:
CDU/SPD/FDP wäre nach Umfrage bei vielen möglich, aber so wie ich es mitbekam, sind die SPD nicht so wild nochmals bei einer Regierung unter CDU Führung mitzumachen, während es bei der Ampel wahrscheinlich dann an der FDP scheitern könnte.
Ich kann mir das schon vorstellen, dass CDU/SPD/FDP kommt. Alle diese Parteien schießen oft gegen die Grünen und die SPD wäre so weiterhin mit dabei. Die Grünen würden ohne die CDU in keiner Konstellation irgendwie auf eine Mehrheit kommen und Stand jetzt würde ich sagen, dass die CDU nicht mit den Grünen regieren wird. Wenn man sich mal die absurden Vorstellungen der Grünen anschaut, denke ich, dass am Ende die anderen Parteien an einem Stang ziehen werden, um dieses Kasperletheater nicht in der Regierung zu haben.
 
CCIBS schrieb:
Gegenwertig kann man allgemein sagen, dass die Grüne mit großer Wahrscheinlichkeit zweitstärkste Partei werden wird und es unwahrscheinlich ist, dass eine Regierung ohne sie gebildet wird.
Ich glaube nicht das die Grünen Platz 2 behalten bei der derzeitigen Stimmung. Hoffentlich verlieren sie soviel das man sie nicht zur Regierungsbildung braucht. Am besten wäre derzeit noch CDU/FDP oder eine Regierung mit der AFD die alle anderen aber nicht wollen.
@mo schrieb:
Schlechter wäre schon eine 4er Koalition. Wer will das schon?
Vermutlich will dies der Wähler bzw. die Parteien sofern es anders nicht ohne die AFD geht.
 
@mo schrieb:
Bin gespannt auf die Wahl in Sachsen Anhalt.

Naja .. am besten wäre, wenn die aktuelle Koalition weitermacht. Das war mal eine erfrischende Regierungszeit.

Höhepunkt während der letzten Jahre war definitiv die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, das Damoklesschwert des Eigenheimbesitzers. Und dass für Geschwisterkinder in der Kita nur für das älteste Kind bezahlt werden muss (bis Jahresende sogar nur der Hortbeitrag).

Und Haseloff hat eigentlich einen guten Stand hier. Das muss bestimmt an dem Namen liegen :)

Ich hoffe nur, dass sich nicht so viele von den NPD-Plakaten im AfD-Gewandt täuschen lassen. Wenn die AfD stärkste Kraft werden würde, keine Ahnung ... ich glaube Schockstarre wäre noch die mildeste Beschreibung.
Das ist auch der Punkt, wo die Landtagswahl ein Gradmesser für die Bundestagswahl wird.
 
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3252 schrieb:
Für mich persönlich stellt sich die Frage: "Welche Partei kann ich wählen, die einen großen Teil der Bevölkerung und unserem Wohlstand (Wirtschaft) einen Mehrwert bringt?"

Welche Partei sollte man als Kapitalismus-Kritiker wählen?
 
@mo schrieb:
Sorry, aber wenn du denkst, du kannst die wirtschaftliche Situation in der Nachwendezeit mit einem dümmlichen Trabbi Vergleich beschreiben, solltest du besser nichts zu dem Thema schreiben. Für jemanden, der hier ständig auf seine wirtschaftliche Kompetenz verweist, peinlich!

Du hast bisher nicht ein Argument für die Konkurrenzfähigkeit und Schlagkraft der ostdeutschen Wirtschaft gebracht. Natürlich mache ich mich darüber lustig.

Insbesondere auch, weil ich weiß, dass es eben genau so ist.

@mo schrieb:
Du beschreibst hier doch ständig deine Süddeutschland Kompetenz!

Na, wer, der was kann, ist denn im Osten geblieben? :D



Siehe oben!
Beschäftige dich einfach mit der jüngeren deutschen (Wirtschafts-) Historie, dann passieren solche Faux Pas nicht!
Kannst ja Mal mit den Wikipedia Artikeln zu Treuhand anfangen. Ich zitiere Mal einen Absatz als Einstieg:
[...]][/QUOTE]


Wir halten fest:
1) Zumindest die ostdeutschen Großbetriebe, also der Großteil, war ineffizient und überladen.
2) Die Lieferketten auch kleinerer ostdeutscher Unternehmen bestand aus massiv subventionierten und ineffizienten staatlichen Großbetrieben.
3) In Westdeutschland bestand eine Überkapazität. Die ostdeutschen Betriebe hätten also nicht nur gleich gut sein müssen, sondern besser - um in einem neuen Markt zu bestehen.
4) Fraglich: Da die staatlichen Großbetriebe bevorzugt wurden, wie modern und umfassend war der Maschinenpark der kleineren Betriebe?


Ich sehe da bisher noch nicht das ostdeutsche Wirtschaftswunder, welches verhindert wurde.


@mo schrieb:
Der Fehler, wenn man so will, war dass die große Mehrheit der DDR Bürger denen ihr Vertrauen geschenkt hatten, die ihnen die Freiheit gebracht haben. Unerfahren mit den Mechanismen der (westdeutschen) Demokratie, haben sie das Versprechen der blühenden Landschaften geglaubt, während jeder Wessie bei einem solchen Versprechen sich vorsorglich Unkrautvernichtungsmittel gekauft hätte.
Die Mahner und Warner wollte keiner hören. Dass hier insbesondere die eigene Bürgerbewegung, die sich besonders vor der Wende engagiert hatte, und für Erhalt einsetzte, auf der Strecke blieb, war bezeichnend dafür, wie blind man den neuen Machthabern vertraute, bzw. vertraute man ihnen nicht, lieber die PDS, als Nachfolge der PDS wählte.

Kurzum:
Du hältst die Ostdeutschen für Idioten, die einfach alles geglaubt haben - nachdem sie 50 Jahre in einem System gelebt haben, in dem man besser nichts geglaubt hat, nachdem sie 12 Jahre in einem System gelebt haben, dem man ebenfalls nichts glauben durfte.

Die blühenden Landschaften gibt's doch im Osten. Mal die letzten Jahre in Leipzig gewesen? Dresden? Berlin?

Das war vor 30 Jahren alles total verranzt und abgefuckt. Und jetzt? Richtig schön! Das trifft auch auf viele ländliche Gegenden zu.


@mo schrieb:
[...]Und nun erzähle mir bitte niemand, dass das bis heute nicht nachwirkt. Selbst Leute, die vorwiegend in der BRD sozialisiert wurden, haben ggf. ihre Kindheit lang eingeimpft bekommen, die haben uns alle über den Tisch gezogen etc. Das ist wie wenn man in einer sehr religiösen Familie aufwächst. Da wird man mit 18 nicht zum Atheisten.
Der Erfolg der AfD im Osten, als Protestpartei, kommt nicht von ungefähr und ist derzeit das erfolgreichste Sprachrohr der Unzufriedenen mit regionaler Identität. Bei der FDP erinnert man sich gerne an ihre Rolle bei der Wiedervereinigung, ignoriert aber ihre Rolle beim wirtschaftlichen Niedergang. Die Grünen habe im Osten überhaupt keinen Schaden angerichtet, verkörpern aber für viele alles, was vielen Ostbürgern am Westen bis heute fremd geblieben ist, sowie umgekehrt im Westen von sehr vielen die AfD als Ostpartei betrachtet wird.

Die unausgegorene Einheit wirkt also bis heute nach. Daran hat auch der Soli nichts geändert. Eher im Gegenteil!

Das Problem ist doch: Viele fleißige Ossis haben in den Westen gemacht. Viele fleißige Ossis haben im Osten etwas Neues aufgebaut. Die ganzen Versager, die es auch im Westen gab und gibt, sind aber natürlich heute noch genauso Versager wie damals. Und wo sie heute durch HartzIV durchgeschleppt werden, wurden sie in der DDR mit der 0-Arbeitslosen-Maxime durchgeschleppt.

Der Niedergang der DDR-Wirtschaft war die Schuld der DDR und zum Teil ihrer Bürger (Schattenwirtschaft, Ineffizienz etc.). Ja, die Treuhand hat Fehler gemacht. Aber ausschlaggebend? Natürlich nicht. Dafür war viel zu wenig zu holen. Aber das hast du ja bisher noch nicht begründet.



Ja, das führt zu Protestwahlen. Aber aus anderen Gründen wie von dir genannt. Und die, die der DDR hinterher träumen - ob tatsächlich oder aus zeitlicher Verblendung - wählen halt die Linke. Damals war zwar nichts besser, aber man musste halt auch nicht wirklich arbeiten... Hauptsache, man konnte handeln.

Das jetzt aber alles im Jahre 2021 als bewegende Gründe anzuführen führt halt an wirklich wichtigen Themen vorbei und ignoriert, dass es DDR-Rentnern weit besser geht, als Wessi-Retnern.
 
Iconoclast schrieb:
Wenn man sich mal die absurden Vorstellungen der Grünen anschaut, denke ich, dass am Ende die anderen Parteien an einem Stang ziehen werden, um dieses Kasperletheater nicht in der Regierung zu haben.
Für Dich absurde Vorstellungen weil es vielleicht an Vorstellungskraft mangelt? Ein weit verbreitetes Problem...
Ich finde das aktuelle Kasperletheater schon bedingt komisch.
Alle Parteien schießen gegen alle Parteien. Man sollte nicht meinen das es nach einer Wahl zu irgendeiner Koalition kommen könnte.
 
Iconoclast schrieb:
Ich kann mir das schon vorstellen, dass CDU/SPD/FDP kommt. Alle diese Parteien schießen oft gegen die Grünen und die SPD wäre so weiterhin mit dabei. Die Grünen würden ohne die CDU in keiner Konstellation irgendwie auf eine Mehrheit kommen und Stand jetzt würde ich sagen, dass die CDU nicht mit den Grünen regieren wird.
Da CDU und SPD gerade in einer Koalition sind, halten sie sich wohl auch etwas zurück, da im Grunde bedeutet, den einen zu Kritisieren, sich selbst zu Kritisieren.

Bezüglich CDU/Grüne Koalition. Ich komme aus Baden-Württemberg, weshalb ich diese Koalition als nichts ungewöhnliches ansehe und somit als Wahrscheinlich. Außerdem glaube ich, dass die Politiker versucht, eine Koalition mit so wenig Parteien wie möglich zu bilden, insofern die AfD nicht zu stark wie in Sachsen-Anhalt.

Dann kommt auch noch dazu, welche Partei Platz zwei belegt. Die zweitstärkste Partei wird auf jeden Fall eine dreier Koalition versuchen, um den Kanzler stellen zu können.

Aber allgemein, würde es der SPD mal wieder gut tun, in die Opposition zu gehen. Gegenwertig kann sie sich überhaupt nicht profilieren.

Iconoclast schrieb:
Wenn man sich mal die absurden Vorstellungen der Grünen anschaut, denke ich, dass am Ende die anderen Parteien an einem Stang ziehen werden, um dieses Kasperletheater nicht in der Regierung zu haben.
Die Kanzlerstellende Partei kann bei einer Koalition dann nicht ihr Wahlprogramm 1 zu 1 umsetzten. Wenn die Grüne mit der FDP verhandelt, wird man wohl die angepriesene Benzinerhöhung schnell fallen lassen und FDP kann es als Erfolg abstempeln. Oder die Benzinsteuer wird sogar dann noch höher sein, wie damals bei der Mehrwertsteuer. CDU sagte 2 %, SPD 0 %, am Schluss waren es 3 %.

Außerdem stehen die Chancen bei Grüne/SPD/FDP recht gut, dass Cannabis legalisiert wird, was auch Steuergelder eintreiben kann. Wenn man will, findet man immer Gemeinsamkeiten, die Geld in die Kassen spült.
 
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3252 schrieb:
Für mich persönlich stellt sich die Frage: "Welche Partei kann ich wählen, die einen großen Teil der Bevölkerung und unserem Wohlstand (Wirtschaft) einen Mehrwert bringt?"
Dann hast du nur eine Alternative. Die Linke. Die Linkspartei ist die einzige Partei, die sich wirtschaftspolitisch von der großen wirtschaftspolitischen Einheitspartei AfD, CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen abhebt. Die Linkspartei strebt mit dem Demokratischen Sozialismus auch als einzige Partei eine Alternative Wirtschaftsform an. Die SPD hatte den Demokratischen Sozialismus aber tatsächlich auch mal im Programm, lange ist's her.
 
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