Soundbar vs. aktive Monitore (Boxen) - Eure Meinungen

Ich wollte eine Soundbar für meine Eltern kaufen, ich selber habe eine 5.1, mit Center und jeweils 2 Regallautsprecher vorne, meine Mutter gleich "so was will ich auf dem Tisch nicht haben!" (Post 6#), als ich ihr zeigte wie eine Soundbar aussieht sagte sie dann doch ok. Ich bin dann in mehrere Läden und hab mir alle Soundbars angehört die ausgestellt waren. Zum Musik hören und Wiedergabe vom Stimmen hat mir am besten der Yamaha YAS-207 gefallen, der Subwoofer ist stehts kontrolliert und so eingepegelt das man von knackigen Tiefbass, ausgewogen bis neutral einstellen kann. Der grössere Bruder wahr nochmal besser im Klang aber auch doppelt teuer. Wer eine Soundbar mit guter Musikwiedergabe sucht sollte sich sich mal die Yamaha`s anschauen.
 
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Bron schrieb:
[...] Monitore sind aber Konzipiert nah zu stehen [...]
Das ist nicht gänzlich korrekt. Monitore werden lediglich normalerweise vorwiegend innerhalb des Bereichs genutzt, über den sie weitestgehend makellos funktionieren. Bei größeren Entfernungen nimmt u.a. der Schalldruckpegel ab und damit auch die Genauigkeit. Für den Endverbraucher kein Problem aber in der professionellen Tonverarbeitung durchaus. Monitore funktionieren sicherlich über größere Entfernungen 'akkurater' als standard Endverbraucherprodukte (inkl. Soundbars), da diese dafür konzipiert sind auch hohe Schalldruckpegel - höhere als z.B. jede Soundbar wiedergeben kann - möglichst verzerrungsarm zu erreichen. So attestiert z.B. Dynaudio den kleinen Core 7 einen makellosen Arbeitsbereich von bis zu 3m [die Mindestempfehlung richtet sich nach dem Zeitpunkt, ab welchem sich die Schallwellen der einzelnen Treiber zu einem homogenen Klangbild vermischt haben]; Genelec den größeren S360 sogar von über 10m.

Bron schrieb:
[...] auf Ohrhoehe. [...]
Das betrifft alle Hochtöner aller Lautsprecher. Die beste Position ist immer auf Ohrhöhe oder notfalls, dementsprechend in der Längsachse "gekippt". Bei Soundbars ist das prinzipbedingt nicht möglich und hier wird genauso viel mit DSP "getrickst" wie bei Soundanlagen in Autos. :)

Bron schrieb:
[...] ne Soundbar unter dem Fernseher ist weitaus besser dafuer geeignet den Raum zu beschallen so dass alle auf der Couch was davon haben. [...]
Das hatten wir bereits zuvor: DSP.

Bron schrieb:
[...] Der Anschluss ist auch so eine Sache, gute Monitore haben meist nur Symetrische Anschluesse und wenn RCA, dann in der Regel lieblos integriert (Abschirmung). [...]
Gute Monitore haben gute Anschlüsse, da gibt es nichts schlechtzureden. Alleine an der (Multimedia-)Anschlussvielfalt fehlt es aufgrund der unterschiedlichen Anwendungsbereiche.

Bron schrieb:
Es kommt halt auch auf einen Anspruch an, ich hab Studio Monitore am PC und eine Soundbar am Fernseher, Musik hoere und mache ich am PC, am Fernseher werden halt Filme geguckt, da ist eine Soundbar wunderbar, Musik hoeren wuerde ich aber nicht darueber.

Ich sehe eine Soundbar als Ersatz fuer die meist mickrigen und schlechten Lautsprecher in Flatscreen TVs.
:daumen:

Einer der Hauptgründe warum selbst hochwertige Soundbars für Musikwiedergabe eher weniger geeignet sind ist, dass die Hoch- und Mitteltöner zu nahe beieinander liegen und damit kein annähernd vernünftiges Stereodreieck entstehen kann. Etwas übertrieben betrachtet ist es fast wie 'Mono'. ^^

LG
 
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detlev24 schrieb:
Einer der Hauptgründe warum selbst hochwertige Soundbars für Musik eher weniger geeignet sind ist, dass die Hoch- und Mitteltöner zu nahe beieinander liegen und damit kein annähernd vernünftiges Stereodreieck entstehen kann. Etwas übertrieben betrachtet ist es fast wie 'Mono'. ^^
Kann so was nicht über entsprechende Algorithmen (vorrausgesetzt, der Raum wurde entsprechend akustisch ausgemessen) bzw. DSPs korrigieren? Vielleicht blödes Beispiel, aber ein GSX-1000/1200 kann doch auch sogar einen 7.1 Surroundsound an einem Stereokopfhörer sehr gut simulieren, incl. verschiedener Presets (Ego-Shooter, Musik, Film, aus). Gut, die Presents sind mit EQ simpel machbar, aber ein Surroundsound ist schon etwas anspruchsvoller. Die Physik ausgehebeln geht bestimmt nicht, aber sehr wohl Einflußnahme von Schalldruck und Frequenzbereichen, um Stereo besser bilden zu können.
 
PHuV schrieb:
Kann so was nicht über entsprechende Algorithmen (vorrausgesetzt, der Raum wurde entsprechend akustisch ausgemessen) bzw. DSPs korrigieren? [...]
DSP hat seine physikalischen Grenzen, wie im Folgenden angeschnitten: Why Can't I Fix All my Acoustic Problems with EQ?

Des Weiteren ist 'DSP' sehr rechenleistungshungrig; doch das ist ein anderes Thema.

Vieles bei der Emulation bspw. von Raumklang geschieht über Eingriffe in die zeitliche Abfolge der Schallemission. Um ein möglichst überzeugendes Klangbild zu erhalten kommt es hierbei daher ebenso auf die richtige Aufstellung/Sitzposition an, sowie auf die Raumakustik. In normalen (= akustisch nicht optimierten) Räumen gehen u.a. feine zeitliche Klangunterschiede durch Reflexionen, Nachhall etc. unter; wie genauso essentielle feine Lautstärkevariationen.

Ein Kopfhörer bietet dabei ein weniger komplexes Modell eines "Raumes", da je nach Fertigungstoletanz über eine Serie immer gleich; wobei auch hier der Klangeindruck maßgebend durch die individuelle Anatomie verschiedener Ohren beeinflusst wird. Mehr als eine Annäherung an ein "Standardohr" ist der Industrie nicht möglich.

DSP wird zwar immer besser aber mehr als eine Annäherung an eine [reale] Vorgabe kann es letztendlich nicht sein.
 
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Das mit dem DSP wuerde mich mehr interessieren.


Edit: OK, hast du gerade gemacht, vielen Dank!
 
Also die genannten Mackies würde ich nicht an den TV anschließen, ich habe einen Sitzabstand von 3 Metern und da werden Monitore nicht funktionieren. Ein Bekannter von mit hat als Soundbar die Sennheiser Ambeo, bei der klingt selbst Musik sehr gut. Kostet halt reichlich Euros.. Ich selber habe vor mir die Kef LS50 Wireless zu kaufen.
 
Legolas schrieb:
Also die genannten Mackies würde ich nicht an den TV anschließen, ich habe einen Sitzabstand von 3 Metern und da werden Monitore nicht funktionieren. [...] Ich selber habe vor mir die Kef LS50 Wireless zu kaufen.
Warum sollen die KEF Monitore [ja, das sind ebenfalls Monitore; lediglich vollgestopft mit sämtlichen Multimedia Anschlüssen und dadurch praktischer im Heimgebrauch] besser funktionieren als die Mackies, wenn Monitore doch grundsätzliche bei 3m Sitzabstand nicht funktionieren? :rolleyes: Mal abgesehen davon, dass es sich um Monitore aus deutlich verschiedenen Preisklassen handelt und die KEF, wie üblich im Endverbrauchersegment, ein schlechteres Preis-/Leistungsverhältnis als reines Studioequipment vorweisen.

Siehe hier . // Der Vorteil koaxialer Treiber, wie in den KEF, liegt übrigens in einem näher möglichen Arbeitsbereich, da die Schallwellen aus demselben Schallwandler stammen und sich somit nicht aus mehreren räumlich voneinander getrennten Treibern "vermischen" müssen, vor Eintreffen an der Hörposition.

Klar, ich persönlich würde am Fernseher auch eher Monitore vorziehen die einen noch höheren Schalldruckpegel erreichen und das bis möglichst unterhalb hörbarer [+/- 0 dB] 30 Hz: verzerrungsarm. :D Da befinden wir uns allerdings preislich nicht mehr im Bereich des potentiellen Interessenten.

Zuhause hört man sowieso kaum bei über 90 dB SPL und das bekommen auch die Mackies vernünftig hin. Allerdings wäre ein guter Subwoofer wünschenswert, um den Frequenzgang signifikant zu erweitern und man könnte den Mackies bei Einrichtung eines 'Crossovers' noch mehr dB SPL - verzerrungsärmer - abgreifen, da der Tieftonbereich nicht mehr über diese wiedergegeben werden müsste. Damit würden alle Einschränkungen der Mackies selbst für's Heimkino entfallen. [Ähnliches gilt im Übrigen auch für die KEF.]
 
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Hey Detlev,
du scheinst ja ne Menge Ahnung zu haben!
Kann ich dich was Fragen?
Ich spiele mit dem Gedanken für unser eigenes Wohnzimmer die Mohr SL 10 (oder gebrauchte SL20) zu kaufen.

Dazu 2 Fragen:
1. Sind die alleine ok? (generell Standlautsprecher) Oder muss ich Hochtöner, Subwoofer etc. unbedingt dazu holen, sonst werde ich nicht zufrieden sein? (Ich besitze "Studioqualität" im Arbeitszimmer, muss im Wohnzimmer nicht so krass sein..)
2. Die brauchen ja nen Verstärker, tut es ein günstiger, der wirklich nur den Saft liefern soll auch, oder leidet der Klang dann sehr? Geht um Filme und gelegentliche Musik am Fernseher

... Ich kenne mich eher im Desktop bereich aus und habe mich mit richtigen Hifi-Anlagen noch nicht genug beschäftigt. Würde mich über deine Einschätzung freuen!
 
[u]LexX. schrieb:
[...] Oder muss ich Hochtöner, Subwoofer etc. unbedingt dazu holen, sonst werde ich nicht zufrieden sein? [...]
Hallo,

ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Frage richtig verstehe. Ich selbst kenne Mohr nicht aber Hochtöner haben alle Lautsprecher verbaut [außer Subwoofer]. :) Ob ein guter Subwoofer zusätzlich Sinn macht liegt immer am Anwendungsbereich und den persönlichen Anforderungen. Die Mohr scheinen jedoch einen relativ guten Tiefgang zu haben, sodass ich vermuten würde, dass bei herkömmlichem Stereogebrauch ein zzgl. Subwoofer nicht zwingend nötig ist. Zur Qualität der Mohr kann ich allerdings nichts sagen - habe auch nicht nach Messergebnissen gesucht.

Grundsätzlich solltest du jeden Lautsprecher in deinen eigenen 4 Wänden probehören, denn der Raum macht den Klang. Es kann sich z.B. beim Händler ganz anders anhören als bei dir Zuhause.

Gutes Audioequipment zeichnet sich essentiell betrachtet durch einen linearen Frequenzgang und geringe Verzerrung, sowie ein geringes Rauschen aus (gering = außerhalb des hörbaren Bereiches). Ist das über den gesamten Anwendungsbereich gegeben, handelt es sich um eine gute Wahl.

Verstärker [ausgenommen Röhrenverstärker] bieten all dies bereits zu günstigen Preisen; mehr kostet nur eine bessere Ausstattung, sowie das Marketing einiger Firmen.^^ Wenn der ergooglete Wirkungsgrad der SL10 stimmt, lautet dieser 89dB bei 1W/1m, d.h. schon mit 10W Verstärkerleistung würden die Lautsprecher bei 1m Entfernung 99dB SPL erzeugen. Bei einer so hohen Lautstärke würde ich allerdings erwarten, dass diese Lautsprecher (bereits) unangenehm verzerren - und zum taub werden reicht es ebenfalls.

LG
 
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