jackass999, dass RAM-Takt und Referenztakt identisch sind hat aber keine naheliegende Gründe wie z.B. bei herkömmlichen Systemen, bei dem der Speichercontroller auf der Northbridge sitzt...
CPU-Takt = CPU-Multiplikator * Referenztakt
Speichertakt = CPU-Takt / Speicherteiler
Bei der "Standardkonstellation" von 200-MHz-Speicher (Realtakt!) gilt dann halt dass Speicherteiler = CPU-Multiplikator und damit auch direkt Speichertakt = Referenztakt
Aber das ist dann auch schon alles...
Bei CPUs mit integriertem Speichercontroller interessiert es gar nicht, ob der RAM synchron zu irgendwas getaktet ist (z.B. zum Referenztakt), wieso sollte das auch was aus machen? Der Speicher wird immer mit dem CPU-Takt synchronisiert - die CPU kann eben nur jeden x-ten Takt den Speicher abfragen - und wie es denn der Zufall so will, so ist x = Speicherteiler. Es ist auch nicht besonders schlimm, wenn der Speicherteiler groß wird und der RAM-Takt niedrig, man sollte sich mal überlegen dass z.B. beim Sockel 939 alle Top-Modelle ebenfalls nur mit 200 MHz-Speichertakt arbeiten.
Was aber noch berücksichtigt werden muss:
Der Athlon 64 (und Opteron und eben ähnliche CPUs) nehmen immer an, dass der Referenztakt bei 200 MHz liegt - d.h. wenn man diesen z.B. auf 267 MHz anhebt bei einer CPU mit Multiplikator 9, so taktet der RAM tatsächlich 1:1 zum Referenztakt ebenfalls mit 267 MHz. Um den Takt zu drücken stellt man nun z.B. DDR266 ein - welcher RAM-Takt zu erwarten ist kann man leicht errechnen:
Speicherteiler = Aufrunden(CPU-Multiplikator * 200 / BIOS-Speichertakt)
also hier wäre es: 1800 / 133 = 13,53 = 14
Die übertaktete CPU hat einen Takt von 2403 MHz, ergo ist der verwendete Speichertakt hier wieder nach der Formel
Speichertakt = CPU-Takt / Speicherteiler = 2403 / 14 = 171,64 MHz
(Edit: Wahrscheinlicher ist natürlich, dass der Athlon 64 für die verschiedene Speichertakteinstellungen bereits feste Speicherteiler kennt, und diese nicht immer wieder bei jedem Start über diese Formeln errechnet - aber das ist eben der Weg, mit dem man auf diese Teiler kommt)
Mega asynchron zum Refernztakt, aber 100% synchronisiert mit der CPU. Klar, man verliert ein wenig Speicherleistung durch den etwas niedrigeren Takt, mit der DDR333-Einstellung käme man hier wohl besser weg
Speicherteiler = 1800 / 166 = 10,8 = 11
Speichertakt = 2403 / 11 = 218,45
(wenn das der Speicher mitmacht usw)
Also anhand der Formeln kann man vorausberechnen, wie die CPU den Speicher takten wird wenn man
a) den Referenztakt
b) den CPU-Multiplikator
c) die Speicher-Einstellung im BIOS
kennt.
Aber um nochmals klarzustellen: Asynchrone Taktung oder gar eine wirklich schlechte Taktung gibt es beim Athlon 64 & Co. eigentlich nicht. Klar schafft schneller getakteter Speicher eine bessere Speicherleistung, aber wenn man sich vor Augen führt dass alle Top-Modelle mit 200 MHz-Speicher zurecht kommen, sollte man sich was Speicher angeht nicht verrückt machen.
Edit2:
@jackass: Zu sagen es wäre ein 1:1-Teiler ist falsch, denn der RAM-Takt hängt nur _indirekt_ vom Referenztakt ab.