Spritpreise nicht mehr ertragbar

Fahrgemeinschaften und öffentliche Verkehrsmittel... ich könnte mich immer total aufregen, wenn diese "Optionen" angepriesen oder gar als Allheilmittel gegen das Loch im Geldbeutel verkauft werden...

1.)
Ich hab´s für mich mal ausgerechnet. Selbst wenn ich das Ticket 1000 mit der Vergünstigung beziehen würde, die wir bei meinem Arbeitgeber erhalten, wäre es teurer als das, was ich im Monat an Sprit für die Fahren zur Arbeit hin und zurück verfahre. Das liegt in erster Linie daran, dass ich gerade mal 7 bis 8 Kilometer zur Arbeit habe. Und das ist behaupte ich mal eher die Regel, als 20 oder 30 Kilometer zur Arbeit zu haben.
Um das Ticket für mich lohnenswert zu machen, müsste ich also noch weitere Fahrten damit erledigen. Und welche sollen das bitte sein? Die prallen Tüten von Aldi und Edeka mit in den überfüllten Bus schleppen? Der dann eh total aus allen Nähten platzt, weil ja alle so klug sind und auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Super, bin begeistert.
Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich, wenn ich wenig Auto fahre, z.B. auch Wartungskosten rausrechnen muss, aber da das garantiert über den Verstand eines nicht unwesentlichen Teils der Bevölkerung hinausgeht, ist dieses ganze "wech vom Auto"-Konstrukt einfach keine Option.

2.)
Was braucht man für eine Fahrgemeinschaft? Bestenfalls einen oder mehrere Arbeitskollegen, die in der Nähe wohnen oder auf ihrem Arbeitsweg an einem vorbeikommen. Und das dann auch noch zu einer Zeit, die alle zusammen toll finden. Sowohl morgens, als auch zum Feierabend. Genau, ich lach später drüber. Ich habe Gleitzeit, JEDER kommt und geht bei uns zu anderen Zeiten. Und in meiner Nähe wohnt auch niemand von denen.

Klar, der Umstige auf ÖPNV und das Bilden von Fahrgemeinschaften KANN klappen, das sind dann aber Einzelfälle, bei denen die dafür schlichtweg notwendigen Faktoren glücklicherweise zusammentreffen.

Das wird NIEMALS die große breite Masse sein, selbst wenn es alle wollen.

Der Sprit wird teurer und wir werden ihn zahlen. Punkt.

Einzelne werden sich wehren und umsteigen. Entweder mit wehementer Entschlossenheit und der Hinnahme von Mehraufwand - dafür meinen Glückwunsch - oder einfach, weil ihnen die Möglichkeit dazu in den Schos fällt.

In großem Stil ändern wird sich... NICHTS.
 
@mmic29

Was meinst du, wo die Ökosteuer komplett hinfließt ?

In die Rentenkasse!

Kannst ja mal drüber nachdenken, was passiert wenn dieser "Zuschuss" zur Rentenkasse wegfallen würde ...

Gruß
 
Bin ich froh, dass ich hier einen Liter Bezin für 34 cent bekomme und mein Vater das Bezin bezahlt.

Die Preise in DE zwingen einen ja schon fast zum Fahrrad fahren.

Gruß Carlos
 
Mr. Bolivia schrieb:
Die Preise in DE zwingen einen ja schon fast zum Fahrrad fahren.
Jop. Mache ich auch nicht anders :)
 
Naja gibt ja wohl auch schon vermutungen das der Sprit bis ende des Jahres bei 2 Euro liegen soll, dann sollten wir wohl alle noch mal volltanken ;-)
 
Gut ich fahr seit einiger Zeit immer in die Schweiz zum Tanken, da bin ich in 10-20min und der Sprit kostet 1,20€-1,30€ da lohnt es sich vollzutanken ;)
 
Ich habe schon sehr lange kein Fahrzeug mehr (Motorrad abgemeldet), öffentliche Verkehrsmittel und Fahrrad sind angesagt. Versicherung, Steuern, Benzin und anfallende Reparaturkosten... ich spare ein haufen Geld im Jahr, dass lege ich mir lieber gut an.

Wer auf ein Fahrzeug angewiesen ist der muss halt in den sauren Apfel beißen. Jeder der ein Fahrzeug nicht unbedingt benötigt, der sollte es meiner Meinung nach sein lassen.

Gruß.
 
Man, wenn ich Erwachsen bin und hoffentlich großes Geld verdienen, dann bring mir das ja gar nichts mehr, da kein bzw. unbezahlbares Benzin für den tollen Sportwagen habe.
 
Benötigen würde ich es nicht, könnte auch immer mit dem Zug heimfahren(vom Studienort) aber wie schon gesagt, ich sehe es als zweites Hobby, und dann interessieren mich die Kosten nicht, genauso wie andere die Kosten nicht interessieren, die sich alle 3-5 Monate neue Hardware kaufen!
 
@Mr. Bolivia
Fragt sich nur wie lange.
Der Sprit wird auch bei euch steigen, das ist Fakt.
Und irgendwann, wird er bei euch auch auf einem Niveau sein, wo die Leute sehr stark überlegen müssen, ob sie sich Ihr Auto noch leisten können.

Tendenziell geht dieser Preisanstieg je nach Weltregion etwas schnelller oder langsamer, aber im Endeffekt sind wir alle auf dem gleichen Planeten. Die Ölproblematik und der daraus konsultierende steigende Preis betrifft uns alle.
 
Uns treffen aber zusätzlich die unverschämten Steuern.
 
Normalerweise gefährden Steuern ja das Preisgleichgewicht, aber Benzin ist für viele so essentiell (man sagt die Nachfrage ist preislich unelastisch), daher kann man hier diese irrwitzig hohen Steuern von ~80% erst nehmen. Erst wenn vermehrt Elektroautos auf den Markt kommen und Benzin aus der Mode kommt, wird die Mineralölsteuer wieder zurückgedreht.
 
@KBCoal: ist mir vollkommen bewusst. Allerdings liegt da schon das komplette Dilemma, denn eine solche Steuer sollte wohl eher in die Förderung ökologisch sinnvoller Energien fließen. Aber nicht mit unserer Bundesregierung. :rolleyes:
 
Ein Senkung der MwSt. von 19% auf 7%, wie bei einigen Produktgruppen, würde schon auf lange Sicht eine Erleichterung bringen und trotzdem keine Versorgungsengpässe der Abgeordneten bei Ihren Diätenerhöhungen bringen ...
 
Und warum sollte man das tun? Hältst du Treibstoff für ähnlich wichtig wie Lebensmittel oder Bücher?
 
Man sollte die Mineralöl-/Ökosteuer senken, nicht die Mehrwertsteuer;)
 
@skoll
ähnlich wichtig, wenn nicht sogar wichtiger (ohne benzin keine arbeit, ohne arbeit kein essen oder bücher (luxus))
 
Skoll schrieb:
Und warum sollte man das tun? Hältst du Treibstoff für ähnlich wichtig wie Lebensmittel oder Bücher?
Natürlich ist er das! Denn ohne Treibstoff auch keine Lebensmittel! Außer natürlich, du holst dir deine Erdbeeren selbst aus Spanien, deinen Spargel aus Polen oder die Milch aus Bayern. Man muss schon auch mal bedenken das nicht nur der gemeine Pendler und Privatleute davon betroffen sind, sondern auch u.a. die Frächter.
Wobei die hier noch ein Ass im Ärmel haben und zumindest die Möglichkeit ausspielen können, die Mehrkosten einfach auf den Endkonsumenten abzugeben... Somit werden auch die Lebensmittel teuerer und die ganze Angelegenheit betrifft dann sogar die die hier sagen "Ich fahr ja eh mit dem Fahrrad oder mit dem Zug". Und das ist nur ein Beispiel von dutzenden! Der Spritpreis trägt auch einen nicht unerheblichen Teil zur Inflation bei, welche ja nicht gerade gering ist - dabei decken die jährlichen Tariferhöhungen nicht einmal mehr das ab.

An kaum einem Rohstoff hängt soviel dran wie am Erdöl und was ohne ihn passiert haben uns ja die Nahoststaaten in den siebzigerjahren eindrucksvoll bewießen. Es wird immer davon gesprochen das die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer werde, aber die Politik sorgt genau bei solchen Dingen wie der Spritsteuerpolitik dafür das sich nichts daran ändert, im Gegenteil. Alles steht und fällt mit dem Erdöl... würde man der Welt das Erdöl entziehen wäre das als ob man einen Jahrelang Heroinsüchtigen Junkie plötzlich den Stoff wegnimmt.
Irgendwann wird die ganze Scheisse einfach in sich zusammenbrechen, schade das so wenigen die Fähigkeit fehlt mal über mehr als 2 Ecken zu denken.
 
Sprit ist nicht zu teuer sondern eigendlich zu billig. Es wird sogar mehr Öl gefördert als verbraucht wird.
Es gibt auch keine Ölknappheit - zumiendest nicht in diesem Jahrhundert.
Das Problem liegt in der Politik. Denn die sind in keinster weiße daran intressiert uns als Büger duch Steuersenkungen zu entlasten.
Warum auch wenn sich Milliarden damit Schäffeln lassen.Die Länder die das Öl fördern (Saudi Arabien und Iran usw.)die Händler/ Zwischenhändler und die Tankstellenbetreiber/Pächter bekommen nicht sehr viel vom Kuchen ab.
Der Größte Anteil fließt nach Berlin.

Die waren Scheichs sitzen demnach nicht in Dubai sondern in BERLIN.
 
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