SSD - neue Generation - Beratung

muzik

Lt. Junior Grade
Dabei seit
März 2011
Beiträge
393
Hallo liebe Community,

ich möchte mir einen neuen PC zusammenbasteln (hier der Thread dazu!) und will mir eigentlich eine SSD fürs Betriebssystem einbauen. (~120Gb)

Jetzt hatte ich den Kauf des Computers erstmal um ein paar Wochen verschoben, weil mit der Vertex 3 eine neue SSD-Generation in den Startlöchern steht und ich entweder eine dieser neuen SSDs verbauen will, oder aber eine der "älteren" SSDs nehme, wenn diese dadurch ausreichend im Preis fallen sollten.

Intel hatte ja auch etwas neues an SSDs in Planung und der Nachfolger der C300 war auch schon irgendwo angekündigt....
Die Vertex 3 ist zwar schon gelistet, aber die Liefersituation verändert sich nicht.

Grundsätzlich jetzt die Frage:
Welche Alternativen sind zu Vertex 3 denn noch so angekündigt / zu erwarten und weiß man da schon genaueres zu den Erscheinungsdaten?
 

stoeggich

Commander
Dabei seit
Juni 2008
Beiträge
3.052
Ich würde entweder die Intel 320 oder 510 nehmen. Da gibts wenigesten ausgereife Firmware wie die vergangenheit schon gezeigt hat
 

Birke1511

Lt. Commander
Dabei seit
Aug. 2010
Beiträge
1.315
also ich würde auf auf die vertex 3 oder crucial C 400 bzw.micron m4 warten;)
 
O

OSJF

Gast
Bei mir kommen nur noch Intel ins Haus.

C300, macht mir gelegentlich Ärger.
SandForce, sind mir zwei gestorben! (OCZ)
Intel, läuft ohne Probleme.

Das sind natürlich nur meine eigenen Erfahrungswerte.
 

ElfenLied

Commander
Dabei seit
März 2011
Beiträge
2.618
Klar kommt bald Vertex 3 raus... aber die werden am Anfang noch extrem teuer sein. Und dafür warten damit die "alten" SSDs etwas günstiger werden? dann kommt natürlich wieder der neue Bulldozer raus, und der neue Z68 Chipsatz... Will sage... warten lohnt sich einfach nicht, dafür werden die anderen Komponenten nur älter und man hat einige Monate keinen neuen PC obwohl man ihn eigentlich will. Klar wird der Unterschied zu Vertex2 ca 100 -200MB/s sein, aber ich bezweifle dass du diesen Unterschied wirklich viel spüren wirst, zumal dann erstmal wieder Kinderkrankheiten dabei sind, neue Firmware raus kommen müssen etc.

Nimm dir einfach eine gute SSD vom Markt... zb die C300, kann man nicht drüber meckern.

btw, warum willst du mehr Geld fürs P8P67 Pro ausgeben wenn dir die Grafikkarte eh nicht so wichtig ist und du wohl kein SLI machen wirst?? Der Preisunterschied von 25-35 Euro ist es echt nicht wert!
 
Zuletzt bearbeitet:

muzik

Lt. Junior Grade
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
März 2011
Beiträge
393
Zitat von stoeggich:
Ich würde entweder die Intel 320 oder 510 nehmen. Da gibts wenigesten ausgereife Firmware wie die vergangenheit schon gezeigt hat

Was war jetzt nochmal der Unterschied zwischen Intel 3X0 und 5X0? (SATAII - SATA 6Gbs wars, oder?)
Also die ersten Tests der Intel 320 haben mich jetzt überhaupt nicht überzeugt.
Edit: Gerade einen Test für die Intel 510 gefunden... klingt auch nicht gerade nach einem runden Gesamtpaket, zumal hier nicht mehr intels eigene Controller verbaut sind, sondern ein Marvell.

Zitat von OSJF:
Bei mir kommen nur noch Intel ins Haus.

C300, macht mir gelegentlich Ärger.
SandForce, sind mir zwei gestorben! (OCZ)
Intel, läuft ohne Probleme.

Das sind natürlich nur meine eigenen Erfahrungswerte.

Hmm das klingt natürlich nicht schön. Wie gesagt, die Vertex 3 habe ich bloß genannt, weil es die einzige war, von der ich jetzt schon einiges gelesen habe - auch Tests. Letztere sahen ziemlich gut aus.
Deswegen habe ich ja diesen Thread aufgemacht, weil ich nicht genau weiß, wie es mit den anderen Herstellern aussieht.

Zitat von ElfenLied:
Klar kommt bald Vertex 3 raus... aber die werden am Anfang noch extrem teuer sein. Und dafür warten damit die "alten" SSDs etwas günstiger werden? dann kommt natürlich wieder der neue Bulldozer raus, und der neue Z68 Chipsatz... Will sage... warten lohnt sich einfach nicht, dafür werden die anderen Komponenten nur älter und man hat einige Monate keinen neuen PC obwohl man ihn eigentlich will.
Langfristig macht warten selten Sinn, da hast du recht. Aber so kurzfristig kann das unter Umständen schon Sinn machen. Immerhin sollte zumindest die Vertex3 schon da sein, soweit ich weiß.
Im Übrigen: Wenn die anderen Hersteller in einer ähnlichen Preisregion anfangen, wie die Vertex 3, dann wird das mMn. sehr wohl Druck auf den Preis der älteren SSDs machen.

Zitat von ElfenLied:
Nimm dir einfach eine gute SSD vom Markt... zb die C300, kann man nicht drüber meckern.
Die "älteren" SSDs sind mir im Moment noch zu teuer, dafür, dass ihre Nachfolger in den Startlöchern stehen. Das sieht für mich danach aus, als wenn die Hersteller gerade noch die letzten für einen guten Preis verkaufen wollen, bevor sie die neuen auf den Markt schmeißen. Der Sprung ist halt schon recht groß und das spiegelt der Preis im Moment noch nicht wider.
Zitat von ElfenLied:
btw, warum willst du mehr Geld fürs P8P67 Pro ausgeben wenn dir die Grafikkarte eh nicht so wichtig ist und du wohl kein SLI machen wirst?? Der Preisunterschied von 25-35 Euro ist es echt nicht wert!
Sachen zum PC-Thread bitte auch in diesen posten! Sonst wird das hier zu unübersichtlich. Der Grund war übrigens e-SATA. Alles weitere dazu im anderen Thread plz.

Ansonsten:
Gibts denn schon Infos zum Erscheinen der C400 und/oder Infos zu deren Leistungen/Preisen? Also kurzum Infos im allg :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:

pedderb

Cadet 3rd Year
Dabei seit
Okt. 2009
Beiträge
48
ich würde eher zu marvell greifen. sandforce bricht mir zu sehr ein. jedenfalls die alte generation.
 

Remigius

Cadet 4th Year
Dabei seit
Apr. 2010
Beiträge
77
Habe gestern bei mir die Vertex3 verbaut und die schnellste Win7-Installation aller Zeiten erlebt.
Völlig unproblematisch läuft sie nun mit einer wahnwitzigen Geschwindigkeit. Und die Benchmarks, die ich einfach mal aus Neugierde habe laufen lassen, bestätigen die 500 MB/s sowohl bei Lesen als auch beim Schreiben.
Inwiefern man einen Unterscheid im Alltag zu anderen Platten, wie einer C300 oder Vertex2 bemerkt, kann ich nicht beurteilen, da das die erste SSD ist, die ich benutze.
Grundsätzlich ist der Geschwindigkeitszuwachs zu alten HDD jedenfalls schlicht fantastisch.
 

muzik

Lt. Junior Grade
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
März 2011
Beiträge
393
Zitat von pedderb:
ich würde eher zu marvell greifen. sandforce bricht mir zu sehr ein. jedenfalls die alte generation.

Was heißt das? Bitte ein bisschen ausführen. Ich frage ja, weil ich eben nicht alles in dem Bereich weiß ;) Inwiefern bricht der Sandforce ein?

Ich habe mir jetzt mal folgende Tests durchgelesen:
Test: Intel SSD 510
Test: Vertex 3

Das Fazit lautet sinngemäß: Intel will seinen tollen 6Gb/s-Anschluss aufzeigen und hat deshalb tolle sequentielle Werte (Edit: Eigentlich nur lesen und auch hier ist jeweils die Vertex 3 schneller - beim schreiben sogar fast doppelt so schnell), aber bricht dann bei den kleinen Operationen mit vielen kleinen Daten ein, sodass sie da sogar schlechter ist, als der Vorgänger.

Grundsätzlich bietet die Vertex 3 laut Tomshardware das bessere Gesamtpaket. Was jetzt die Treiber angeht kenne ich mich zu wenig aus.
Zumal die Situation ja jetzt insofern auch unterschiedlich ist, zu der Generation davor, als dass Intel jetzt auch auf einen Marvell-Controller setzt und man jetzt nicht weiß, ob die die Probleme damit wirklich besser in den Griff bekommen als andere Hersteller... oder?

Ein weiterer für mich wichtiger Punkt: Die 120GB-Variante von Intels 510er soll scheinbar deutlich langsamer sein als die dort getestete 240GB-Variante! Ich habe allerdings noch nichts dazu gelesen, wie groß der Unterschied zwischen 120/240Gb bei der Vertex 3 ist, bzw. es wurde nicht so explizit erwähnt.
Da ich aber eine 120GB-SSD für mich aus finanziellen Gründen als "Maximum" definiert habe, ist das natürlich ein wichtiges Kriterium.

Jetzt wären natürlich noch Infos zur C400 interessant. Hat da jmd was?

Ansonsten, was meint ihr?
 
Zuletzt bearbeitet:

charlybrown79

Cadet 3rd Year
Dabei seit
März 2011
Beiträge
37
@Remigius:
wo hast du denn die Vertex 3 her??? ist ja noch nirgendwo als lieferbar gelistet und ich warte auch deswegen schon seit Wochen mit dem Kauf eines neuen Rechners...
 

Blublah

Lt. Commander
Dabei seit
März 2009
Beiträge
1.951
Zitat von muzik:
Ich habe allerdings noch nichts dazu gelesen, wie groß der Unterschied zwischen 120/240Gb bei der Vertex 3 ist, bzw. es wurde nicht so explizit erwähnt.

Die 120GB Version ist bei 4K lesen offiziell halb so schnell wie die 240GB Version (20k vs 40k IOPS). Sequentiell lesen gleich, sequentiell schreiben etwas langsamer (besonders bei nicht komprimierbaren Daten).

offizielle Produkt PDF

Die m4 ist sequentiell und schreibend schneller als ihr Vorgänger die C300 beim 4k lesen aber auch langsamer.
 

Eggcake

Commodore
Dabei seit
Juni 2007
Beiträge
4.827
Die m4 würde ich nach ersten Tests nicht empfehlen.

Die Intel 510 und die Vertex 3 sind IMHO von der Performance her vergleichbar.
Die höheren sequenziellen Werte der Vertex 3 erreicht man aber nur mit gut komprimierbaren Daten. Generell ist die Intel 510 schneller im sequenziellen Bereich als die Vertex 3.

Ein wichtiger Punkt sind die verschiedenen Grössen. Alle Tests beziehen sich bisher auf die grossen Versionen (sowohl bei Intel 510 als auch bei der Vertex). Man sollte hier zumindest erste grosse Tests der kleineren Versionen abwarten (oder zumindest erste User Reviews und Bilder von diversen Benchmarks).

Zudem fehlen mir doch noch einige Reviews der Vertex 3 - und zwar des finalen Produkts und nicht der Vorabversion.


Für die Intel sprechen nach wie vor zusätzlich zur Performance die hohe Zuverlässigkeit in der Vergangenheit. Die 510 besitzt zwar einen Marvellcontroller, die Firmware stammt jedoch von Intel. Auch der NAND Flash wird von Intel selber geprüft.

Schlussendlich nehmen sich die SSDs in der Praxis nur wenig. Ich persönlich würde eine hohe Zuverlässigkeit jederzeit den letzten paar % in den Benchmarkbalken vorziehen.
 

muzik

Lt. Junior Grade
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
März 2011
Beiträge
393
Zitat von Eggcake:
Ich persönlich würde eine hohe Zuverlässigkeit jederzeit den letzten paar % in den Benchmarkbalken vorziehen.

Da hast du wohl recht. Es ist nur garnicht so leicht zu sagen wer, wo, wieviel % vorne/hinten liegt. Ich habe quasi 2 Wissenslücken, die es mir unmöglich machen sinnvoll zu bewerten/entscheiden:

Problem1:

Ich habe jetzt gelesen, dass zugunsten der sequentiellen Datenraten die IOPS sinken.
Jetzt behaupten einige, dass die IOPS aber gerade entscheidend sind. Andere sagen, dass ab einer bestimmten IOPS diese wiederum eigentlich sinnlos sind, weil die CPUs das garnicht mitmachen und diese riesigen IOPS-Werte erst in Server-Szenarien wirklich Sinn machen. Deshalb wäre für einen PC ein senken der IOPS zugunsten der sequentiellen Datenraten sogar sinnvoll.

Tja. Kann ich nichts zu sagen. Vielleicht ist es so, vielleicht ist es anders. Mit den sequentiellen Datenraten kann ich etwas anfangen, bzw. weiß wann sie eine Rolle spielen. IOPS-Werte in ein reales Szenario zu übertragen scheint mir da wesentlich schwieriger.
Sequentielle Schreibraten unter 100mb/s finde ich bei SSDs aber auch Quatsch, weil dann bin ich in den Szenarien, wo ich Schreibraten brauche, mit der teuren SSD faktisch schlechter aufgestellt, als mit einer HDD.

Problem 2:

Mythos Sandforce! Was genau können die SSDs mit Sandforce und was nicht. Ich weiß inzwischen, dass die Daten komprimiert werden können und dass die Bechmarks oft mit Nullen arbeiten, die sich prima komprimieren lassen. Desweiteren habe ich gelesen, dass beim alten Sandforce 1200 die Datenraten um 30% einbrechen, sobald alles einmal voll geschrieben war - das soll bei dem neuen Sandforce 2X00 nicht mehr so sein, aber so genau scheint das auch keiner zu wissen. Einen Test der zum Beispiel die Vertex3 sinnvoll einer Intel 510 gegenüberstell finde ich nicht. Auch kann ich kaum abschätzen, wieviele Daten der täglich gebrauchten Daten und Arbeitsformate wie stark komprimiert werde können. Vielleicht benutze ich ja super komprimierbare Daten und diese Technik macht Sinn? Andererseits, vielleicht benutze ich ja sowieso schon überall komprimierte Daten und das ganze ist ein Trick um Benchmarks auszutricksten.

:freak:
 
Zuletzt bearbeitet:
U

uNrEL2K

Gast
Zu Problem 2.

Mach den test mit deinen Daten. Erstelle Ein komprimiertes Image deiner Systempartition und schon siehste, wie stark sich deine Daten schrumpfen lassen. Ich habe das selbst einmal gemacht.

Anschließend solltest du dir auch noch den ASS Kompressionsbenchmark einer an den Endkunden verkauften Vertex 3 anschauen. Sind deine Daten zB zu 50% Komprimierbar schreibst du im Durchschnitt sequenziell ~60MB/s schneller als mit nicht komprimierbaren Daten.

So sieht er bei einer PreviewVersion einer Vertex 3 aus, die aber möglicherweise in dieser Ausführung nie den Kunden erreicht.

asssd2.jpg
 

muzik

Lt. Junior Grade
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
März 2011
Beiträge
393
Hmm...
Bei 0% Compression also um die 300Mb/s.
Das heißt sie schreibt in etwa genauso schnell wie die Intel, mit dem Unterschied, dass sie schneller wird, WENN es irgendwas zu komprimieren gibt.

Hätte ich den Test auf TomsHardware besser verstanden, hätte man das auch dadran sehen können.

Ich glaube der "CrystalDiskMark"-Benchmarktest benutzt keine Nullen, oder? Dementsprechend kann man da gut sehen, dass die Intel 510 sowohl beim sequentiellen Lesen, als auch beim schreiben vor der der Vertex 3 liegt, wenn es nichts zu komprimieren gibt.

Im PCMark Vantage-Bench liegt sie wieder hinten, weil hier die Daten scheinbar gut komprimiert werden können. Da wäre es interessant, ob die verschiedenen Szenarien "Gaming", "Application" usw. auch nur mit Nullen gemacht werden... Oder aber die Daten die dort simuliert werden entsprechen wirklich realen Daten und lassen sich trotzdem recht gut komprimieren - was wieder für das Konzept der Sandforce sprechen würde.

Bei den IOPS, bzw. den 4k-Werten scheint die Vertex aber weiter vorn zu sein! Da die sequentiellen Datenraten auch ohne komprimierung nicht weit von der Intel abfallen, scheint der Sandforce zumindest hier zu Punkten.
Damit ist der Abstand zumindest nicht so unverschämt groß, wie er vermarktet wird...

Würdet ihr das auch so sehen, oder liege ich irgendwo falsch?

Leider wurden da nur die 240GB-Modelle getestet. Dasselbe so ausführlich mit 120Gb wäre für mich natürlich aufschlussreicher.
 
Zuletzt bearbeitet:
U

uNrEL2K

Gast
CDM verwendet in der Standard-Einstellung Zufallsdaten.
PCMark Vantage-Bench simuliert vllt. realtistische Zugriffsmuster (verschiedene Blockgrößen, Randomzugriffe gemixt mit sequenziellen) aber die Testdaten bestehen wahrscheinlich nur aus Nullen (das thema wurde hier behandelt). Somit lassen sich nur non-Sandforce SSDs verlässlich miteinander vergleichen.

Kleinere SSDs haben vor allem niedrigere Schreibwerte. Aber ich würde einfach abwarten, bis es benches mit der von dir gewünschten größe gibt.
 

muzik

Lt. Junior Grade
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
März 2011
Beiträge
393
Genau da habe ich es auch her :)

D.h. aber, dass ich mit meiner Schlussfolgerung nicht ganz daneben liege, oder?
Das heißt sie (Vertex3) schreibt in etwa genauso schnell wie die Intel, mit dem Unterschied, dass sie schneller wird, WENN es irgendwas zu komprimieren gibt.

+

Bei den IOPS, bzw. den 4k-Werten scheint die Vertex aber weiter vorn zu sein!
Bzw. muss man ergänzen: Die Intel-510 ziemlich weit hinten zu sein O.o
=

Trotzdem noch hauptsächlich Vertex3 im Vorteil, bzw. der so ungeliebten Sandforce-Controller...

Wieviel man jetzt wirklich von dem Unterschied 20.000 IOPS gegen 40.000-60.000 merkt, wenn man bedenkt, dass man bis jetzt mit Festplatten mit 100 IOPS gelebt hat ... da komme ich direkt wieder zu "Problem 1" im Beitrag weiter oben.
 
Zuletzt bearbeitet:

Eggcake

Commodore
Dabei seit
Juni 2007
Beiträge
4.827
Zitat von muzik:
Problem1:

Ich habe jetzt gelesen, dass zugunsten der sequentiellen Datenraten die IOPS sinken.
Jetzt behaupten einige, dass die IOPS aber gerade entscheidend sind. Andere sagen, dass ab einer bestimmten IOPS diese wiederum eigentlich sinnlos sind, weil die CPUs das garnicht mitmachen und diese riesigen IOPS-Werte erst in Server-Szenarien wirklich Sinn machen. Deshalb wäre für einen PC ein senken der IOPS zugunsten der sequentiellen Datenraten sogar sinnvoll.


Tja. Kann ich nichts zu sagen. Vielleicht ist es so, vielleicht ist es anders. Mit den sequentiellen Datenraten kann ich etwas anfangen, bzw. weiß wann sie eine Rolle spielen. IOPS-Werte in ein reales Szenario zu übertragen scheint mir da wesentlich schwieriger.
Sequentielle Schreibraten unter 100mb/s finde ich bei SSDs aber auch Quatsch, weil dann bin ich in den Szenarien, wo ich Schreibraten brauche, mit der teuren SSD faktisch schlechter aufgestellt, als mit einer HDD.

Ich versuch's etwas zu erläutern:
Die IOPS sind natürlich wichtig, vor allem in den Bereichen zwischen 4k und 32k.
Jedoch gibt es zwei entscheidende Probleme, wenn man IOPS bewerten will:

a) Es bestehen Limits. Was genau limitiert ist unterschiedlich, aber die synthetischen Benchmarks messen die Performance der SSDs generell "unlimitiert". Das mag zwar richtig erscheinen, nur sollte man sich nicht wundern, wenn man in der Praxis dann doch keine Unterschiede zwischen zwei Laufwerken bemerkt. Denn in der Praxis verarbeitet der PC die Daten auch meistens. Sie werden ja nicht zum Spass gelesen...
Meine Tests liegen schon eine Weile zurück - aber allein, dass meine Quadcore CPU mit 4GHz direkt nach dem Start von Windows zu 100% ausgelastet ist, sollte doch etwas zu denken geben - dies bei einer Intel Postville. Das ist jetzt natürlich nur ein Beispiel unter sehr vielen - man sollte sich einfach klar darüber sein, dass sich die IOPS in den Benchmarks nicht 1:1 in die Praxis übersetzen lassen.
Man wird zum Beispiel keine messbaren Unterschiede beim Start von Applikationen zwischen den heutigen SSDs messen können.

Als weiteres Beispiel:

http://www.legitreviews.com/article/1579/7/

Da darf man sich schon fragen, wo die tollen sequenziellen Schreibraten denn geblieben sind.

b) Queue Depth - das ist fast der wichtigere Punkt, wenn es um die Beurteilung von Benchmarkergebnissen geht. Die Hersteller, sowie die meisten Benchmarks messen die IOPS unter anderem mit Queue Depths von 32-64 (z.B. AS SSD). Einfach ausgedrückt sind dies die Menge an gleichzeitigen Befehlen, welche die SSD verarbeiten muss.
Ausgiebige Tests an Desktopsystemen zeigen jedoch, dass sich die Queue Depths zum allergrössten Teil (>>90%) im Bereich zwischen 0-3 bewegen. Die riesigen IOPS Zahlen sind also völlig wertlos. Zu diesem Szenario kommt es gar nie - nur bei extrem belastenden Szenarien wie Datenbanken oder stark belastete Webserver.
Ich hab's zwar auch schon einige Male gepostet, mache es jedoch gerne nochmals. Dies ist die QD-Verteilung beim Boot meines Desktopsystems mit einer Intel G2:



Ich hab's schon mal erwähnt, sag's aber gerne nochmals: solche Werte sind nichts wert, wenn es um die Nutzung in einem normalen Homeuser Desktopsystem geht. So zumindest mein derzeitiger Kenntnisstand.
 
Zuletzt bearbeitet:

muzik

Lt. Junior Grade
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
März 2011
Beiträge
393
Super interessant Eggcake!
Zitat von Eggcake:
Denn in der Praxis verarbeitet der PC die Daten auch meistens. Sie werden ja nicht zum Spass gelesen...
Meine Tests liegen schon eine Weile zurück - aber allein, dass meine Quadcore CPU mit 4GHz direkt nach dem Start von Windows zu 100% ausgelastet ist, sollte doch etwas zu denken geben - dies bei einer Intel Postville. Das ist jetzt natürlich nur ein Beispiel unter sehr vielen - man sollte sich einfach klar darüber sein, dass sich die IOPS in den Benchmarks nicht 1:1 in die Praxis übersetzen lassen.
Das heißt, dass das was ich weiter oben meinte eventuell doch zutrifft.
Die CPU muss die Mengen an Daten auch verarbeiten, weswegen utopische IOPS-Werte in der Praxis nicht umgesetzt werden können - die CPU ist dann quasi der Flaschenhals?

Warum findet man dann nicht irgendwo mal Angaben dazu in welcher Größenordnung "sinnvolle" IOPS-Werte liegen, die eine aktuelle CPU in einem realen Szenario noch schafft?
Schafft sie 1000, 5000, 20000 oder 60000 IOPS zu verarbeiten? Klar hängt das von den Anwendungen und eben den Daten ab, aber in welchen Größenordnungen spielt da die CPU mit?

Dass dein Quadcore bei einer Intel G2 zu 100% ausgelastet ist zeigt zumindest, dass die G2 da genug IOPS zulässt, sodass der CPU da alles geben kann.
Die G2 rangiert zumindest bei den QD=1 Random 4k-Benchmarks nur ein kleines bisschen oberhalb der Intel510er, rauscht dann aber bei QD=32 mit den anderen Kandidaten (C300/Vertex3) auf und davon.
Wenn man sich dann dein Kreisdiagramm anschaut, dann heißt das doch:
Selbst die niedrigen IOPS-Werte bei QD=1 von der G2 lasten einen Quadcore 4Ghz schon zu 100% aus... das heißt noch höhere IOPS bei QD=32 machen dann doch garkeinen Sinn bei heutigen CPUs?! (Je höher die QD desto mehr muss die CPU doch auch verarbeiten, oder?) Ganz abgesehen davon, dass sowieo 99% mit QD=1-3 läuft.

Das wiederum lässt mich jetzt die Frage stellen: Warum legen so viele Leute hier so viel Wert auf IOPS-Zahlen und ärgern sich, wenn auf Kosten der IOPS sequentielle Datenraten verbessert werden? Wenn man die IOPS sowieso nicht mehr nutzen kann, dann habe ich doch dafür lieber besser Lese- und Schreibraten?! Sprich die neueren SSDs mit höheren sequentiellen Datenraten, aber zum Teil schlechteren IOPS sind doch nicht so verkehrt?!
 
Zuletzt bearbeitet:

Eggcake

Commodore
Dabei seit
Juni 2007
Beiträge
4.827
Zitat von muzik:
Super interessant Eggcake!

Das heißt, dass das was ich weiter oben meinte eventuell doch zutrifft.
Die CPU muss die Mengen an Daten auch verarbeiten, weswegen utopische IOPS-Werte in der Praxis nicht umgesetzt werden können - die CPU ist dann quasi der Flaschenhals?

Warum findet man dann nicht irgendwo mal Angaben dazu in welcher Größenordnung "sinnvolle" IOPS-Werte liegen, die eine aktuelle CPU in einem realen Szenario noch schafft?
Schafft sie 1000, 5000, 20000 oder 60000 IOPS zu verarbeiten? Klar hängt das von den Anwendungen und eben den Daten ab, aber in welchen Größenordnungen spielt da die CPU mit?

Das dürfte halt wirklich sehr stark von der Situation/Anwendung abhängen. Im Serverbereich sind hohe IOPS oft anzutreffen und halt auch nützlich. Ich kenne mich da aber auch zu wenig aus um dir eine spezifische Anwendung zu nennen bzw. zu erklären, wieso dort die 30'000 IOPS auch tatsächlich ausgenutzt werden können (mal davon abgesehen, dass die Server generell potentere Hardware besitzen).
Es wäre sicherlich interessant eine ungefähre Grössenordnung zu haben, doch es ist wirklich extrem schwierig dies herauszufinden. Vor allem dürfte sich dies noch dazu von Anwendung zu Anwendung unterscheiden.

Dass dein Quadcore bei einer Intel G2 zu 100% ausgelastet ist zeigt zumindest, dass die G2 da genug IOPS zulässt, sodass der CPU da alles geben kann.
Die G2 rangiert zumindest bei den QD=1 Random 4k-Benchmarks nur ein kleines bisschen oberhalb der Intel510er, rauscht dann aber bei QD=32 mit den anderen Kandidaten (C300/Vertex3) auf und davon.
Wenn man sich dann dein Kreisdiagramm anschaut, dann heißt das doch:
Selbst die niedrigen IOPS-Werte bei QD=1 von der G2 lasten einen Quadcore 4Ghz schon zu 100% aus... das heißt noch höhere IOPS bei QD=32 machen dann doch garkeinen Sinn bei heutigen CPUs?! (Je höher die QD desto mehr muss die CPU doch auch verarbeiten, oder?) Ganz abgesehen davon, dass sowieo 99% mit QD=1-3 läuft.
Wie gesagt machen sie im Prinzip keinen Sinn bei "Home Usern", da weder Software noch Hardware wirklich darauf ausgelegt sind mit solch hohen QDs zu arbeiten. Die SSD wird ja erst gar nicht so stark belastet.

Das wiederum lässt mich jetzt die Frage stellen: Warum legen so viele Leute hier so viel Wert auf IOPS-Zahlen und ärgern sich, wenn auf Kosten der IOPS sequentielle Datenraten verbessert werden?

Gute Frage. Einerseits sind die hohen IOPS überhaupt nicht nutzbar (da solch hohe QDs, wo diese IOPS erzielt werden, nie erreicht werden), andererseits bemerkt man in der Praxis bei "Anwendungen" keinen Unterschied - er ist zum Teil auch kaum messbar.Ich kann dir allerdings nicht mit Sicherheit sagen, ob es an einem wirklichen Limit liegt.
Denn was haben alle SSDs gemeinsam? Sie haben praktisch alle sehr ähnliche zufällige Transferraten bei niedriger QD. Von daher ist es schwer zu sagen ob es wirklich an der CPU oder ähnlichem liegt, oder ob die SSDs im relevanten Bereich schlicht zu ähnlich sind. Diese Frage stellte ich mir schon vor Jahren, doch zu einer definitiven Antwort komme ich nach wie vor nicht. Die Leistungen in diesem Bereich stagnieren seit etwa 2 Jahren...

Wenn man die IOPS sowieso nicht mehr nutzen kann, dann habe ich doch dafür lieber besser Lese- und Schreibraten?! Sprich die neueren SSDs mit höheren sequentiellen Datenraten, aber zum Teil schlechteren IOPS sind doch nicht so verkehrt?!

Dazu tendiere ich mittlerweile auch. Die Unterschiede in der Praxis sind so gering, dass sich die SSDs schlussendlich fast nur noch in den sequenziellen Transferraten unterscheiden.
IMHO sind mittlerweile Dinge wie Zuverlässigkeit und Preis wichtiger als die rohe Performance. Deshalb finde ich, ist Intel gar nicht mal auf dem falschen Weg (weder mit der 510, da hohe seq. Transferraten, noch mit der 320, da sehr hohe Zuverlässigkeit).


Vieles wird sich wohl auch erst in naher Zukunft zeigen. SSDs bleiben ein...mysteriöses Thema - und SandForce hat es mit dem Hinzufügen einer weiteren Unbekannten (der Zusammensetzung der eigentlichen Daten/Kompression) auch nicht wirklich einfacher gemacht ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Top