News Standort vor dem Aus: Apple trennt sich von VARTA als Batterie-Lieferant

bandchef schrieb:
Diese Varta Misere hier reiht sich doch ein in eine ähnliche Meldung als vor ein paar wenigen Jahren Osram in Deutschland/Regensburg die Apple Watch Display Fertigung aufgegeben hat bzw. eben Apple auch abgesprungen ist, OBWOHL von Osram eine Menge Geld in Produktionsausbau/Maschinen gesteckt wurde.

Entweder wir Deutsche haben tatsächlich vergessen/verlernt wie man Geschäfte macht, oder als Komonenten-Supplier macht man mit Apple besser keine Geschäfte.
  1. Wieso ein Exklusiv- und kein Inklusivoder? Dass beides zugleich zutrifft ist doch gut möglich.
  2. Davon, dass man als danach vom Kunden abhängiger Zulieferer mit Apple keine Geschäfte machen sollte, davon kann Imagination Technologies ein Liedchen singen. Im Vergleich wirkt das hier harmlos.
  3. Die wenigsten Leute auf der Welt wissen überhaupt, wie man Geschäfte macht. Wirtschaftliche Grundlageninkompetenz ist extrem dominant.
 
MaverickM schrieb:
Ist das für dich viel?
Ja, 50 nahmhafte Unternehmen sind für mich viel in einer Branche.
In manchen gibt es nur eine Hand voll große Hersteller (Treibstoffe, Energie, Chemie, CPUs, RAM, Festplatten, ...).

MaverickM schrieb:
Nicht alle Hersteller können die Mengen liefern, die Apple (Oder ähnliche Großabnehmer) verlangt und nicht alle Hersteller stellen alle Batterien her.
Wie überall.
Die Fabrik in Nördlingen stellte ja auch nur eine Sorte her.
 
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Jaaa, die pöhsen Manager! Bestimmt schon mit den Geldkoffern über alle Berge. Zerrt sie vor Gericht!

Euer Ernst? Können wir mal bitte ehrlich sein.
Der Auftrag von Apple hat noch für ein paar Jahre Arbeitsplätze gesichert und Hoffnung gegeben. Für Plätze, die sonst schon früher gefallen wären. Als hätte es irgendeine Alternative gegeben. Als ob wir uns auf dem Weltmarkt bei Akkus gegen China behaupten könnten.

Erinnert mich an das PV-Dilemma. Nicht unsere Politik hat diese Branche gekillt. Sondern der freie Markt.
Es macht keinen Sinn, etwas dauerhaft zu subventionieren.

China kann auch mehr subventionieren, weil echte Arbeitskraft dagegen steht. Bei uns, mit einer Staatsquote von über 50 %, da ist Hopfen und Malz verloren.
 
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Laut dem Bericht will Apple seine Batterien künftig von asiatischen Herstellern beziehen, die deutlich günstigere Preise anbieten sollen. Aus dem Umfeld von VARTA heißt es allerdings, dass ausschließlich der Preis für das Ende der Zusammenarbeit verantwortlich gewesen sei
@mischaef: Warum "allerdings"? Die Aussagen weichen ja nicht voneinander ab, das ergibt keinen Sinn.


Wenn Apple zugibt, dass die Qualität von VARTA z.T. über der aus Asien liegt, spricht das aus Kundensicht nicht für Apple.
 
wuselsurfer schrieb:
In manchen gibt es nur eine Hand voll große Hersteller

Ja, das nennt man dann Oligopol. 50 Hersteller weltweit sind nicht wirklich viel, wenn man das mit sehr vielen anderen Branchen vergleicht und sich anschaut, in was heutzutage überall Batterien drin stecken.
 
Monarch2 schrieb:
Natürlich hat hier niemand Einblick in interne Vorgänge oder Vereinbarungen mit Apple.

Aber es ist schon ein fragwürdiges Vorgehen, einen kompletten Fertigungsstandort von den Aufträgen eines einzigen Kunden abhängig zu machen, der offenbar mit relativ kurzer Vorlaufzeit seine Lieferantenbeziehung beenden kann.
Nicht nur keine Einblicke, sondern offensichtlich auch keine Ahnung - wichtig aber: Genau das mitteilen.
Das gleiche gilt für die ganzen Autozulieferer? Glaubst du, dass es so unüblich ist, dass Firmen(standorte) von einem Kunden abhängen?
 
habichtfreak schrieb:
Ich gebs auf. Ihr habt euch von Firmen/Medien so oft das falsche sagen lassen, dass ihr mittlerweile verteidigt, was schon immer falsch war.
Es geht nicht darum, irgendwas zu verteidigen, sondern sich einfach nicht mit theoritschen Wortklaubereien aufzuhalten, die zwar relevant sind, wenn wie in Deinem Video, eine Werkstatt eine Batteriediagnose macht, aber nicht im umgangssprachlichen Alltag.

Ich weiß selbstverändlich um die Unterschiede zwischen den Begriffen, und natürlich ist phyisikalisch auch ein Begriff wie "Energieverbrauch" falsch, weil Energie immer nur umgewandelt wird. Noch falscher ist "Stromverbrauch" und "Stromzähler" und "Strompreis" , aber im Alltag weiß jeder, was mit gemeint ist. In der Rechnung steht hinter trotzdem korrekt "Arbeitspreis".

Auch der umgangssprachliche Begriff "Batterie" für Primärzellen ist eigentlich falsch, denn eine "Batterie" ist ursprünglich ein Verbund von mehreren Zellen, und kommt eigentlich aus dem Militär von Geschützbatterie.
Insofern sollte man streng genommen eine einzele AA Zelle nicht als Batterie bezeichnen.

Trotzdem weise ich meine Frau nicht zurecht, wenn sie sagt "Die Batterie von meiner Fernbedienung ist leer".

Grundsätzlich ist es ein guter Trend, dass man bei Akkus von Autos, Laptops, Solarspeichern, usw. heute den Energieinhalt in kWh angibt, weil die Kapazität in Ah ohne Kenntnis der Spannung nichts aussagt.
Ausserdem passt es gut zur "Verbrauchsangabe" in kWh / 100km.

Falls man die Kapazität eine mehrzelligen Batterie angibt, gibt man üblicherweise die Kapazität der einzelnen Zellen an, und addiert nicht die Kapazitäten. D.h. eine 12V 80Ah Autobatterie besteht intern aus 6 2V/80Ah Einzelzellen. Eine Unsitte ist leider die Angabe der Kapazität von Powerbanks in mAh ohne die Spannung anzugeben. Das sagt nichts aus, und ich habe den Verdacht dass hier die Hersteller die Kapazität fälschlicheweise addieren. Also eine Powerbank die 4 in Reihe geschaltet 5000mAh Zellen hat, wird dann mit 20000mAh angegeben.

Bei dem von Dir verlinkten Video geht es im Kern natürlich um ein viel tieferes Problem, dass bei Akkuzellen grundsätzlich schwierig ist: Wieviel Kapazität (oder Energieinhalt) ist denn überhaupt nutzbar?

Bei VW ist laut Beschreibung die "Kapazitätsangabe" technisch der "Nettoenergieinhalt" der ermittelt wird, indem ein Fahrzeug unter kontrollierten Bedingungen (also Prüfstand) von 100% SoC bis zu dem Punkt, wo das BMS das Fahrzeug abschaltet, leergefahren wird.
Klar ist natürlich, dass im realen Betrieb dieser Energieinhalt nicht entnomen werden kann (schon weil man nicht einfach mitten auf der Straße stehenbleiben will).
Wenn man im Realbetrieb ein Fahrzeug zwischen 20 und 80% SoC bewegt, wird man also ca. 60% des Nettoenergieinhaltes nutzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
MaverickM schrieb:
Ja, das nennt man dann Oligopol. 50 Hersteller weltweit sind nicht wirklich viel, wenn man das mit sehr vielen anderen Branchen vergleicht und sich anschaut, in was heutzutage überall Batterien drin stecken.
Sag doch bitte ein einziges mal: ja , Du hast Recht. :D
Ergänzung ()

gaym0r schrieb:
Nun, Kapazität ist aber immer ein eher falsches Wort, egal welche Einheit man nun benutzt. Also entweder benutzt Computerbase nun in Zukunft:
  • elektrische Ladung (Ah)
  • bzw. Energiespeichervermögen (Wh)
oder man belässt es bei Kapazität.
Du hast schon Recht, aber die Batteriefritzen haben nun mal die Einheiten ein bißchen durcheinandergewürfelt und man hat sich daran gewöhnt.
 
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Matthias B. V. schrieb:
Könnte alles in Europa gewonnen werden. Aber will ja genau das Robert Klientel nicht?

Uran könnte in Skandinavien und im Erzgebirge gewonnen werden.

Öl und Gas in der Nordsee

Kohle muss ich Dir auch nicht erklären dass dies auch hier gefördert wird?

Ganz nebenbei braucht man weniger Kohle und Gas wenn man AKWs nutzt?

zeig doch bitte mal deine quellen, die belegen, dass wir in europa genug ressourcen in der erde vergraben haben, um uns selbst zu versorgen ohne erneuerbare energien. für wieviele jahre reicht das? 10?

die schätzungen für die weltweiten energiereserven liegen bei ca 50jahren (öl/gas) und ca 130jahre (kohle/uran):
https://de.wikipedia.org/wiki/Fossile_Energie#Vorräte
https://www.oecd-nea.org/jcms/pl_15004/uranium-2016-resources-production-and-demand

bei uran auf basis vom verbrauch von 2014. wenn du alles auf kernkraft umstellen willst, entsprechend viel weniger. wie lange die vorräte in deutschland und schweden für ganz europa reichen würden, darfst mir gerne mal vorrechnen.

bezüglich kohle in deutschland: steinkohle 100% importiert, braunkohle 100% selbst gefördert und sogar minimal exportiert. verbrauch von beidem ist etwa gleich, also importieren wir ca 50% der gesamtkohle.
 
TomH22 schrieb:
Eine Unsitte ist leider die Angabe der Kapazität von Powerbanks in mAh ohne die Spannung anzugeben. Das sagt nichts aus, und ich habe den Verdacht dass hier die Hersteller die Kapazität fälschlicheweise addieren. Also eine Powerbank die 4 in Reihe geschaltet 5000mAh Zellen hat, wird dann mit 20000mAh angegeben.
Daran ist ja auch nichts falsch. Vier Zellen zusammen haben ja auch die vierfache Kapazität einer einzelnen. Um auf den Energieinhalt in Wh zu kommen muss ich dann nur mit der yzellspannung multiplizieren, nicht mit der Ausgangsspannung.
Ich gehe allerdings eher davon aus, dass die Zellen parallel geschaltet sind und die unterschiedlichen Spannungen durch Step-up-Wandler erzeugt werden.
 
foggie schrieb:
Was genau willst du denn versifizieren?

Na was genau will man bei Kundendiversifikation wohl diversifizieren? 🤔 Hmm. Ja ne, fällt mir auch nicht ein. Schade, hätte ich das mal direkt in's Wort geschrieben.

foggie schrieb:
Mal ein Beispiel was Varta dort falsch gemacht haben soll.

Ein Klumpenrisiko gebaut indem man sich von einem Kunden abhängig gemacht hat.
 
Mir scheint, dass der ein oder andere wenig Ahnung hat.
Vergleichen wir das mal mit der Autoindustrie:
Wer ruft da die Stückzahlen ab?
Das sind nicht Mercedes oder BMW.
Und wenn man sich Berichte zu Varta durchgelesen hat, konnte man feststellen, dass man andere Kunden gewinnen konnte, die aber weit nicht die Stückzahlen abrufen.
 
trendliner schrieb:
Das wären sogar Selbstgespräche gewesen, kamen die ersten Li-Ion Akkus doch erste 1991 auf den Markt.
Die Forschung ging ja schon früher los und ist ein fortlaufender Prozess. Laut Wiki für Kathode tatsächlich in den 70'er Jahren, bis man später auch auf alternative Zellenchemie für Akkus schaute.

Wenn man ein führendes Akkumulator Unternehmen ist und sein will, reinvestiert man ein Großteil der Gewinne in zukünftige Akkuforschung, weil man Kompetenzen im Kernbereich hält und das ist auch die Forschungsförderung.

Die Japaner haben ja bei Unterhaltungselektronik irgendwann Deutschland abgehängt und China in vielen Bereichen nun den technologischen Westen. Weil man im zivilisierten Westen vorzeigbarere Billionär und Multimiliardär werden will, anstatt zu reinvestieren. Das wird mit Kapitalrentenplänen richtig in die Hose gehen, weil alle Aktienunternehmen den Druck bekommen mehr Wachstum für höhere Gewinne zu erwirtschaften. Da wird viel Forschungskapital weg brechen. Außer der Staat investiert, weil man im Kalten Krieg des Wettbewerbs ist.
 
Nagilum99 schrieb:
Nicht nur keine Einblicke, sondern offensichtlich auch keine Ahnung - wichtig aber: Genau das mitteilen.
Das gleiche gilt für die ganzen Autozulieferer? Glaubst du, dass es so unüblich ist, dass Firmen(standorte) von einem Kunden abhängen?
Ich glaube das nicht nur, ich weiß es. Danke fürs Gespräch.
 
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aid0nex schrieb:
Na was genau will man bei Kundendiversifikation wohl diversifizieren? 🤔 Hmm. Ja ne, fällt mir auch nicht ein. Schade, hätte ich das mal direkt in's Wort geschrieben.
Du sollst ja nicht den Begriff erklären.
Da kommt Apple vorbei und will im Umfang von der gesamten Produktionslinie produzieren lassen.
Dann entscheidest du ne lass mal wir machen nur Kleinaufträge oder wie soll man deinen Ansatz verstehen.
Wenn es so einfach wäre zu diversifizieren hat Varta ja noch ein halbes Jahr Zeit um das nachzuholen holen.

Wie hätte Varta entscheiden sollen die Frage war an dich gestellt.
 
foggie schrieb:
Wie hätte Varta entscheiden sollen die Frage war an dich gestellt.

Du scheinst meine Aussage leider immer noch nicht begriffen zu haben, vielleicht denkst du auch nur aus der falschen Richtung.
Also: Varte hätte den Apple-Deal natürlich annehmen sollen. Es wäre dumm gewesen, es nicht zu tun. Aber anschließend hätten sie für exakt diese Produktionslinie weitere Abnehmer finden sollen. Immerhin hatten sie 10 Jahre dafür Zeit. Das wäre Diversifikation gewesen. Das ist nicht passiert. Das ist das Versäumnis des Managements.
 
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Weil ich deine Aussage begriffen habe stell ich dir ja die Frage. Welche Abnehmer, wenn alles an Apple geht.
Deinen Ausführungen zufolge muss ja Varta dort entweder auf Halde produziert haben oder das Werk war nicht ausgelastet.
Falls eines der beiden zutrifft scheint es wohl keine Abnehmer gegeben zu haben.
Oder Apple hat die gesamte Produktion abgenommen und es gab nichts zu verkaufen an andere Abnehmer.
Aber vielleicht sitzen im Varta Management auch nur Besserwisser.
 
Zuletzt bearbeitet:
foggie schrieb:
Deinen Ausführungen zufolge muss ja Varta dort entweder auf Halde produziert haben oder das Werk war nicht ausgelastet.
Falls eines der beiden zutrifft scheint es wohl keine Abnehmer gegeben zu haben.

Ähm... Nein?

foggie schrieb:
Oder Apple hat die gesamte Produktion abgenommen und es gab nichts zu verkaufen an andere Abnehmer.

Ja, exakt - und das kritisiere ich.

foggie schrieb:
Aber vielleicht sitzen im Varta Management auch nur Besserwisser.

Zumindest offensichtlich keine guten Kundenakquisiteure.
 
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