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News Stop Destroying Videogames: EU-Bürgerinitiative hat Mindestziel erreicht

Aber es geht. Der Publisher verhindert hier nichts nur weil seine Server nicht mehr existieren.
Wiegesagt, da gehe ich ganz mit dir. :D Die fehlenden LAN-Modis sind mMn. eher das konkrete Problem (auch, wenn LAN-Modi bei MMOs eher schwachsinnig wären...).

Azeron schrieb:
Verstehe doch einfach worum es bei der Initiative geht. Lese und verstehe es.
Das in der Initiative reihenweite als Negativbeispiel genannte TheCrew war seit jeher als MMO ohne Offline-Modus ausgelegt - wo man halt damit rechnen muss, dass ein Abschalten der Server dessen Ende bedeutet. Das wusste jeder, der eine Nutzungslizenz zu dem Spiel erworben hat.

Bei einem MMO ist auch ein lokaler LAN-Modus prinzipbedingt relativer Blödsinn... Es heißt schließlich Massively Multiplayer Online. Das Spielprinzip ist schlicht drauf ausgelegt. Laut SteamDB spielten TheCrew die letzten zwei Jahre vor der Abschaltung nahezu durchgehend deutlich unter 100 Spieler. Lass es auf UPlay/Ubisoft Connect nochmal so viel sein... Da darf der Sinn und Zweck von MMO und dem Betrieb der Server inklusive Wartung langsam in Zweifel gezogen werden.

Das FAQ der Initiative hat mich gerade noch auf das Thema Lizenzen gebracht. Früher konnte man den Spielern ja schlecht ihre physischen Kopien wieder wegnehmen, nur halt vielleicht den Betrieb einschränken. Insofern klingt das FAQ der Iniative schlüssig. Vergessen tut es nur, dass heute ganz andere Vertriebs- und Lizenzierungsmöglichkeiten dank der Online-Anbindungen bestehen. Sicherlich ist damit zu rechnen dass im Falle einer erfolgreichen Initiative die Verträge sich künftig entsprechend orientieren - aber das wird garantiert mit Preissteigerungen einhergehen.

Azeron schrieb:
Du willst es nicht verstehen, oder? Heute sind es Videospiele die betroffen sind und morgen sind es Haushaltsgeräte, Autos und alles andere wo ne Software drauf läuft.
Dann fallen halt die Online-Funktionen flach, nutzen lässt sich alles dennoch problemlos. Nur dann halt ohne App oder sonstige Online-Anbindung. Es sei denn, dass es Geräte sind, die in ihrem Funktionsprinzip oder durch den Hersteller auf Onlinedienste angewiesen sind - dann kauft man halt Alternativen, die lokal laufen.

Und während ich es wiegesagt unterstützen würde, dass Singleplayer-Titel oder Singleplayer-Inhalte von Spielen, die in ihrem Funktionsprinzip absolut garnicht auf eine Online-Verbindung zum Hersteller angewiesen sind, nicht durch Always On im Falle der Fälle unbrauchbar gemacht werden dürfen, halte ich diese Einflussnahme bei Multiplayer-Spielen aufgrund der zu erwartenden möglichen Nachteile für brandgefährlich.

Der Worst Case neben den bereits genannten möglichen Auswirkungen
Am Ende sorgen solche Vorhaben schlimmstenfalls dafür, dass Spiele hier garnicht, stark verzögert oder eingeschränkt released werden.
wäre, dass Spiele nur noch im Abo vertrieben werden, wo Abschaltungen, Funktionseinschränkungen oder Funktionsänderungen nach Maßgabe durch die Vertragslaufzeiten rechtlich absolut unstrittig möglich sind.

Und das will glaube ich absolut niemand. Man sollte vielleicht auch bei eigentlich gut gemeinten Initiativen über mögliche negative Auswirkungen nachdenken und überlegen, ob einem diese Nachteile die eigentlich gut gemeinten Vorhaben wert sind.

Ich sage ja nicht, dass ich das Ansinnen hinter der Initiative schlecht finde, im Gegenteil - ich erwarte nur, dass die möglichen Auswirkungen auch negative Nebeneffekte mit sich bringen werden, die den Nutzen weit übersteigen.

Die einzige gefahrlose Option wäre halt ein Abstimmen mit dem Geldbeutel bzw. der Kreditkarte.
 
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shaboo schrieb:
Man muss und kann nicht jeden Scheiß bis in alle Ewigkeit bewahren. Das gilt für alles, auch für Spiele.
Deswegen hat man vermutlich genau das gleiche bei Musik, Büchern, Zeitungen, Filmen und allen anderen Medien behauptet. Die Realtität hat in allen Fällen das Gegenteil beweisen. Momentan geht es auch erstmal nur darum, wer uns sagt, was wir können und was nicht. Und da haben gewinnorientierte Unternehmen das alleinige und letzte Wort.

iGameKudan schrieb:
Das wusste jeder, der eine Nutzungslizenz zu dem Spiel erworben hat.
Und die AGB gründlich gelesen hat. Das reicht meiner Meinung nach nicht. Das Spiel ist für dein Beispiel aber eine schlechte Wahl, weil es mittlerweile wieder gespielt werden kann.

iGameKudan schrieb:
Dann fallen halt die Online-Funktionen flach, nutzen lässt sich alles dennoch problemlos.
Genau da liegt der Trugschluss. Es gibt bereits Bestrebungen in die Richtung, dass sie dann eben nicht mehr nutzbar sind. Und im Falle von Spielen sieht man ja, wie gut man damit durchkommt. Warum nicht den nächsten Schritt gehen? Hier im Thread gab es schon Beispiele für diese Entwicklung.

iGameKudan schrieb:
Und das will glaube ich absolut niemand. Man sollte vielleicht auch bei eigentlich gut gemeinten Initiativen über mögliche negative Auswirkungen nachdenken und überlegen, ob einem diese Nachteile die eigentlich gut gemeinten Vorhaben wert sind.
Sollten wir das nicht vielleicht erst dann tun, wenn wir da überhaupt ein Mitspracherecht haben? Die Bedenken sind nachvollziehbar, aber die werden sicher nicht vom Tisch fallen, wenn man einen Dialog zu dem Thema anstößt.

In der Filmwissenschaft ist das Thema Präservation ein eigener Zweig, in dem die Ansicht vorherrscht, dass im Grunde nichts vollständig erhalten bleibt, da der historische Kontext und das Erleben innerhalb dessen nicht erhalten oder repliziert werden kann. So wird es auch bei Spielen sein und dementsprechend muss man seine Erwartungen moderieren. Wir sprechen noch gar nicht von der Lösung, sondern sind noch nicht mal bei der Lösungsfindung angekommen. Das ist noch ein weiter Weg und ich bin mir sicher, da wird die umsatzstärkste Unterhaltungsbranche der Welt nicht zu kurz kommen.

Ein gutes Beispiel dafür wäre das Verbot von Mikroplastik. Es wurde 5 Jahre lang verhandelt, es gibt viel zu lange Übergangszeiten und kaum war das durch, stellen viele Hersteller eben auf flüssige Kunststoffe um, die genauso unberechenbare Effekte auf Natur und Mensch haben. Ich kann es nur immer wieder sagen, man muss die Leute mit dem großen Geldbeutel nicht in Schutz nehmen. Das schaffen sie auch alleine ganz gut.
 
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Ein Trauerspiel. Hoffe die Reden mal drüber, und dann hoffe ich inständig, dass genau NICHTS daraus wird.

Auf der einen Seite über eine EU Überregulierung beklagen, und dann jeden Rotz gesetzlich Regeln wollen.
 
Habu schrieb:
Genau da liegt der Trugschluss. Es gibt bereits Bestrebungen in die Richtung, dass sie dann eben nicht mehr nutzbar sind.
Dann sollte man wohl besser Geräte ohne entsprechende Funktionalitäten kaufen. :D

Aber wieso ein Auto (gut, hier sollte die Online-Anbindung aus Sicherheitsgründen eher entfernt werden), eine WaMa oder sonstige Haushaltsgeräte, die für ihre Grundfunktionalität keine Online-Anbindung brauchen künftig nicht mehr funktionieren sollen wüsste ich nicht.

Sollte dies mal geschehen, schaufelt sich der Hersteller sein eigenes Grab - öffentlich und rechtlich. :D
Habu schrieb:
nd im Falle von Spielen sieht man ja, wie gut man damit durchkommt
Im Falle von Spielen ist es teilweise einfach prinzipbedingt.
Habu schrieb:
Sollten wir das nicht vielleicht erst dann tun, wenn wir da überhaupt ein Mitspracherecht haben?
Das Mitsprache-/Mitwirkungsrecht wird hier doch angepriesen. Wie überall im Leben sollte man vorm Unterschreiben stark überlegen, bevor man was in Gang setzt bzw. unterstützt, was am Ende nicht mehr aufzuhalten ist und man so unbeabsichtigt zu mehr Nach- wie Vorteilen führt.
 
Sinnvoller wäre es, Ubisoft Titel zu boykottieren! Zumindest solange bis sie gezwungen sind ihre Grundeinstellung zu ändern!
In meiner Berufsschule in München war ein Vertraglich unkündbarer Pausenbrot Verkäufer… teures schlechtes Essen, ohne Konkurenz! Also wurde er gemeinsam 3 Wochen lang komplett boykottiert, es wurden Dönerstände usw. organisiert und er musste freiwillig den Vertrag kündigen. Danach kam ein anderer der günstig und gut war.
 
Die Stop-Killing-Games-Initiative greift zwar berechtigte Verbraucheranliegen auf, aber ihre Forderungen sind technisch kaum umsetzbar, wirtschaftlich fragwürdig und rechtlich heikel. Gerade in der aktuell schwierigen Lage der Games-Industrie – mit Studio-Schließungen, Entlassungen und stagnierenden Umsätzen – wären zusätzliche Belastungen durch pauschale Vorgaben fatal. In Kombination mit der zunehmenden Überregulierungswut der EU droht ein Klima, das Innovation erstickt und kleine Entwickler in die Knie zwingt. Freiwillige Standards und mehr Transparenz wären die deutlich sinnvollere Lösung.

Ich sehe keinen Sinn darin, dass jetzt jeder Hinz und Kunz einen Anspruch darauf haben soll, uralte Games zuhause oder online selbst ausführen zu können. Es reicht völlig, wenn man sie – wie andere Kulturgüter auch – in einem digitalen Museum erleben kann. Nicht alles muss ewig spielbar bleiben.
 
Die Folgenden Unternehmen:

Nintendo, Epic Games, EA, Embracer, Microsoft, Sony,Take2,Ubisoft, Bandai Namco, Square Enix, Level Infinite, Warner Bros. Games
als auch die zwei Lobby Gruppen aus Deutschland* und Frankreich** haben ein Statement gegen diese Initiative gegeben.
*game Verband der deutschen Games-Branche https://www.game.de/mitglieder/
** https://www.sell.fr/

We appreciate the passion of our community; however, the decision to discontinue online services is multi-faceted, never taken lightly and must be an option for companies when an online experience is no longer commercially viable. We understand that it can be disappointing for players but, when it does happen, the industry ensures that players are given fair notice of the prospective changes in compliance with local consumer protection laws.Private servers are not always a viable alternative option for players as the protections we put in place to secure players’ data, remove illegal content, and combat unsafe community content would not exist and would leave rights holders liable. In addition, many titles are designed from the ground-up to be online-only; in effect, these proposals would curtail developer choice by making these video games prohibitively expensive to create.We welcome the opportunity to discuss our position with policy makers and those who have led the European Citizens Initiative in the coming months.

https://www.videogameseurope.eu/news/statement-on-stop-killing-games/
 
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TomausBayern schrieb:
Sinnvoller wäre es, Ubisoft Titel zu boykottieren! .. Also wurde er gemeinsam 3 Wochen lang komplett boykottiert
Wenn alle die gleiche Ansicht haben und mitmachen, funktioniert sowas. Aber das ist halt meistens nicht der Fall. "Der Markt regelt" bedeutet nicht, dass eine Minderheit die Richtung bestimmen kann und sollte. Auch wenn das hier viele anders sehen.
 
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Zensored schrieb:
Nintendo, Epic Games, EA, Embracer, Microsoft, Sony,Take2,Ubisoft, Bandai Namco, Square Enix, Level Infinite, Warner Bros. Games als auch die zwei Lobby Gruppen aus Deutschland* und Frankreich** haben ein Statement gegen diese Initiative gegeben.
Wow, sogar die sind offener für den Dialog als so mancher hier im Thread. ^^

iGameKudan schrieb:
Sollte dies mal geschehen, schaufelt sich der Hersteller sein eigenes Grab - öffentlich und rechtlich.
Abwarten, bisher sind Unternehmen mit teils unvorstellbaren Dreck durchgekommen und auch hier muss nur das Produkt gut genug sein, damit die Leute darauf anspringen. Den Rest regelt dann der Markt.

Fluffypuff schrieb:
Gerade in der aktuell schwierigen Lage der Games-Industrie – mit Studio-Schließungen, Entlassungen und stagnierenden Umsätzen – wären zusätzliche Belastungen durch pauschale Vorgaben fatal.
Vielleicht sollten wir mit einem weltweiten Spendenaufruf dagegen halten. Oder solidarisch so Spiele wie Concord kaufen und dann nie anfassen. Sie haben sich selbst in diese Krise manövriert, das ist für mich kein Grund auf Verbraucherrechte zu verzichten. Es geht außerdem immer noch ausschließlich darum, sich mit der Sache zu beschäftigen. Warum wird das eigentlich so vehement ignoriert?
Ergänzung ()

iGameKudan schrieb:
Das Mitsprache-/Mitwirkungsrecht wird hier doch angepriesen.
Die Sache dem Markt zu überlassen und nichts zu sagen, ist natürlich auch eine Art sein Mitspracherecht wahrzunehmen. Aber ich verstehe darunter schon ein bisschen was anderes...
 
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Ja, wollte gerade mal nachfragen: Wie viel Geld haben die Unterzeichner der Aktion eigentlich schon eingebracht? Diese tapferen Tastaturkrieger – bereit, alles zum Erhalt der Kultur beizutragen … außer vielleicht einen Zehner.

Es ist schon beeindruckend, wie viel moralische Überlegenheit man mit einem Online-Klick zum Ausdruck bringen kann – wenn man dafür weder aufstehen noch spenden muss. Petition unterschreiben, Empörung posten, fertig ist das Aktivismus-Abzeichen fürs Wochenende.
 
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Habu schrieb:
Deswegen hat man vermutlich genau das gleiche bei Musik, Büchern, Zeitungen, Filmen und allen anderen Medien behauptet. Die Realtität hat in allen Fällen das Gegenteil beweisen.
Die Realität hat genau das bewiesen, was ich gesagt habe. Was glaubst, was für ein Haufen Musik den Sprung von Vinyl/MC zur CD niemals geschafft hat, und wieviel Musik anschließend den Sprung von der CD zum Streaming nicht geschafft hat? Schnapp dir mal Single- oder Maxi-CDs einiger x-beliebiger Bands und schau von den dort enthaltenen B-Seiten, Remixes oder Live-Tracks, was davon auf dem Musik-Portal deiner Wahl fürs Streamen verfügbar ist. Und das ist genau deshalb kein Problem und kein Politikum, weil das 99,99% aller Musikhörer egal ist; die wissen nicht mal, dass es diese Stücke jemals gab. Und bei Spielen wird's am Ende genau so sein: Was gefragt und erhaltenswert ist, das wird zum allergrößten Teil auch verfügbar gehalten werden.
 
iGameKudan schrieb:
Dann fallen halt die Online-Funktionen flach, nutzen lässt sich alles dennoch problemlos. Nur dann halt ohne App oder sonstige Online-Anbindung. Es sei denn, dass es Geräte sind, die in ihrem Funktionsprinzip oder durch den Hersteller auf Onlinedienste angewiesen sind - dann kauft man halt Alternativen, die lokal laufen.
Klar

So fängt es an und irgendwann sind es nicht nur die Online-Funktionen die wegfallen sondern lässt sich das Produkt gar nicht mehr nutzen. So wird es kommen, da gebe ich Brief und Siegel und irgendwann gibts auch keine Alternativen mehr weil alle das so machen.
iGameKudan schrieb:
ich erwarte nur, dass die möglichen Auswirkungen auch negative Nebeneffekte mit sich bringen werden, die den Nutzen weit übersteigen.
Dann gibt es in Zukunft vielleicht weniger Spiele die als "MMO" konzipiert sind obwohl man diese auch ohne diesem "Feature" spielen könnte zB Diablo 4. Würde mich persönlich jetzt ehrlich gesagt nicht stören ehrlich gesagt.

Andersrum, wenn MMO ausgeschlossen wird, was natürlich Sinn macht, das sehe ich schon auch zum Teil ein, werden vielleicht als Konsequenz mehr Spiele als MMO konzipiert obwohl es keinen Sinn macht nur um so ner Regelung zu entgehen. Wäre auch nicht geil.

iGameKudan schrieb:
Die einzige gefahrlose Option wäre halt ein Abstimmen mit dem Geldbeutel bzw. der Kreditkarte.
Das funktioniert halt nur für sich selber aber in der Regel nunmal nicht um was zu ändern. Bleiben wir doch realistisch. Die Masse interessiert deren Verbraucherrechte nicht und konsumieren weiter. Ist immer schön gesagt "mit dem Geldbeutel abstimmen" aber das ist halt ne utopische Vorstellung um was zu ändern. In einer perfekten Welt wäre dem so aber in so ner Welt leben wir nicht.

iGameKudan schrieb:
eine WaMa oder sonstige Haushaltsgeräte, die für ihre Grundfunktionalität keine Online-Anbindung brauchen künftig nicht mehr funktionieren sollen wüsste ich nicht.
Die Sinnhaftigkeit spielt für den Hersteller doch keine Rolle ob man für die Grundfunktionalität ne Online-Anbindung braucht oder nicht. Geht ihnen darum einfach die Zügel in der Hand zu halten wie lange das Gerät funktioniert bzw. wann der Kunde ein neues Gerät kaufen soll. Über Sinnhaftigkeit braucht man da wirklich nicht diskutieren.
Warum gibt es Singleplayerspiele mit Always-On Funktion? Macht auch keinen Sinn für die Grundfunktionalität des Spiels aber gibt es trotzdem. Gutes Beispiel das letzte Sim City wo EA gemeint hat man bräuchte das für die Simulation obwohl das eiskalt gelogen war.

iGameKudan schrieb:
was am Ende nicht mehr aufzuhalten ist und man so unbeabsichtigt zu mehr Nach- wie Vorteilen führt.
Was für Nachteile? Wenn die Spiele wieder so wären wie vor über 20 Jahren wo nicht alles Always-On war und wo man nicht permanent auf die Server der Publisher angewiesen war und zwar sowohl Single- als auch Multiplayerspiele? Ja, eine Katastrophe wäre das. Das hat den Videospielemarkt ja fast komplett ruiniert aber zum Glück kam dann jemand auf die Idee dass man für alles Server braucht....

Die Publisher würden sogar Geld sparen wenn sie nicht für wirklich jeden Furz ne Serverinfrastruktur inkl. Wartung und dergleichen bräuchten.

Fluffypuff schrieb:
aber ihre Forderungen sind technisch kaum umsetzbar
Ist das so? Technisch kaum umsetzbar? Frage mich wie die Videospiele vor dem ganzen Always-On Gedöns entwickelt wurden. Schwarze Magie?

Fluffypuff schrieb:
Ich sehe keinen Sinn darin, dass jetzt jeder Hinz und Kunz einen Anspruch darauf haben soll, uralte Games zuhause oder online selbst ausführen zu können. Es reicht völlig, wenn man sie – wie andere Kulturgüter auch – in einem digitalen Museum erleben kann. Nicht alles muss ewig spielbar bleiben.
Puh, sehr gewagte Aussage. Würde mich krass stören wenn ich Gothic heute nicht mehr spielen könnte sondern nur im Museum betrachten. Und ich wäre da nicht der Einzige.

Aja, ich könnte ja das Remake spielen das bald erscheint aber warte mal....wenn man das Spiel die letzten Jahrzehnte nicht mehr spielen hätte können, gäbe es ja gar nicht so ne aktive Community und dann wäre auch nie jemand auf die Idee kommen ein Remake zu erstellen sondern es wäre in der Versenkung verschwunden. Verrückt.

many titles are designed from the ground-up to be online-only; in effect, these proposals would curtail developer choice by making these video games prohibitively expensive to create.
Dann sollen sie die "many titles" eben nicht alle von Grund auf mit Always-On Funktionen entwickeln. Dass das teurer ist als mit Always-On Funktion ist doch absoluter blödsinn, ganz ehrlich. Wer glaubt das? Das sollen die mir doch bitte mal vorrechnen. Ging früher auch und geht auch heute wenn man will. Kein Singleplayer Spiel braucht Always-On und kein Multiplayer-Spiel braucht zwingend NUR Publisher-Server (MMOs mal außen vorgelassen).

Leeres Lobbygelaber ist das, mehr nicht. Man könnte fast meinen die haben ein bisschen Schiss dass hier was FÜR die Konsumenten und GEGEN die Konzerne entschieden wird. Da kommen mir ja fast die Tränen.
 
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shaboo schrieb:
Was glaubst, was für ein Haufen Musik den Sprung von Vinyl/MC zur CD niemals geschafft hat, und wieviel Musik anschließend den Sprung von der CD zum Streaming nicht geschafft hat? Schnapp dir mal Single- oder Maxi-CDs einiger x-beliebiger Bands und schau von den dort enthaltenen B-Seiten, Remixes oder Live-Tracks, was davon auf dem Musik-Portal deiner Wahl fürs Streamen verfügbar ist.
Die Analogie passt aber nicht wirklich und geht im Grunde auch am Thema vorbei. Ja, viele Tracks haben es nicht auf die Streaming-Plattformen geschafft. Aber dadurch sind die Tracks ja nicht verloren, oder haben sämtliche Vinyls, MCs und CDs mit diesen Tracks plötzlich aufgehört zu funktionieren oder haben sich gar in Nichts aufgelöst?

Sofern man die alten Medien noch hat, kann man die Tracks doch weiterhin mit entsprechenden Abspielgeräten anhören. Und mehr wird letzlich auch gar nicht bei Spielen erwartert - wenn der Hersteller den Support (und die Server) einstellt, sollen die bereits verkauften Exemplare des Spiel schlicht nicht unbrauchbar werden. Niemand verlangt, dass die Spiel auch auf zukünftiger Hardware oder Betriebssystem lauffähig sind. Dann braucht man eben irgendwann Retro-Hardware oder Emulatoren, die diese Hardware nachbilden. Die Spiele sollen einfach nur in einem finalen, funktionierenden Zustand hinterlassen werden, so dass die gekauften Exemplar mit geeigneten "Abspielgeräten" weiterhin funktionieren.
 
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mibbio schrieb:
Und mehr wird letzlich auch gar nicht bei Spielen erwartert - wenn der Hersteller den Support (und die Server) einstellt, sollen die bereits verkauften Exemplare des Spiel schlicht nicht unbrauchbar werden. Niemand verlangt, dass die Spiel auch auf zukünftiger Hardware oder Betriebssystem lauffähig sind. Dann braucht man eben irgendwann Retro-Hardware oder Emulatoren, die diese Hardware nachbilden, aber das Spiel funktioniert halt weiterhin, wenn man ein dafür geeignetes System hat.
Das wurde hier schon sooft erwähnt aber es gibt trotzdem noch einige die es nicht verstehen wollen was man mit der Initiative eigentlich erreichen will. Es wird sich wehement dagegen gewehrt und irgendwelche hanebüchenen Argumente gebracht die wirklich nichts mit der Sache zu tun haben.

Dazu dann so Erklärungen wie dass die Spielentwicklung dann teurer wird oder dass das technisch schwer umsetzbar wäre oder dass Publisher dann das Recht auf ihr geistiges Eigentum verlieren könnten. Es ist zum verzweifeln was man hier so für Unsinn liest.
 
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Azeron schrieb:
Es wird sich wehement dagegen gewehrt
Niemand "wehrt sich vehement"; es wird halt lediglich die Notwendigkeit und/oder Dringlichkeit politischen Eingreifens anders bewertet. Aber das ist für die ebenso wackeren wie streitbaren und - natürlich - vor allem moralisch überlegenen Kämpfern für das Gute hier offenbar unerträglich. Man ist ja schließlich nicht nur ein besserer Mensch, sondern man muss das gefälligst auch jedem klar machen, der das einfach nicht verstehen will.

Azeron schrieb:
Dazu dann so Erklärungen wie dass die Spielentwicklung dann teurer wird
Auf jeden Fall ist das - unabhängig von tatsächlichen Kostensteigerungen - eine Steilvorlage für Preiserhöhungen. Und natürlich werden dann genau diejenigen, die jetzt hier so lautstark dafür sind, die allerersten sein, die sich über diese ebenso lautstark beschweren werden.
 
shaboo schrieb:
Auf jeden Fall ist das - unabhängig von tatsächlichen Kostensteigerungen - eine Steilvorlage für Preiserhöhungen.
Also so wie ich das in den letzten Jahren mitbekommen habe, wurden Preiserhöhungen immer auch unter anderem damit argumentiert dass ja Serverinfrastrukturen und deren Wartung auch was kosten.

Fällt das weg weil man nicht mehr für alles Server braucht, würde die Entwicklung ja sogar günstiger werden.

Also warum sollte die Entwicklung mehr kosten wenn man für so manche Spiele keine zwingende Serverinfrastruktur mehr bereitstellen muss? Ich raffe die Argumentation nicht.

Auf der einen Seite kosten Spiele mehr weil ja auch Server Geld kosten und auf der anderen Seite kosten Spiele dann mehr weil man keine Server mehr braucht die auch Geld kosten.

Hört sich fast so an als ob sich die Publisher alles so drehen wie sie es gerade brauchen. Wie soll man da noch was ernst nehmen?
 
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Rote Rose schrieb:
Die EU kann echt nur verbieten und regulieren. Echt peinlich was hier passiert und grenzt schon an Realsatire.
Eine Handels- und Währungsunion, macht nun mal genau das. Sie reguliert und ggf. verbietet sich auch Sachen, oder ermöglicht erst etwas. Ob alles davon jedem gefällt? Mit Sicherheit nicht, aber das ist jedoch deren Aufgabe.
 
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shaboo schrieb:
Auf jeden Fall ist das - unabhängig von tatsächlichen Kostensteigerungen - eine Steilvorlage für Preiserhöhungen. Und natürlich werden dann genau diejenigen, die jetzt hier so lautstark dafür sind, die allerersten sein, die sich über diese ebenso lautstark beschweren werden.
Weil das eben nur ein vorgeschobenes Argument für eine Preissteigerung ist. Denn bevor Online-DRM, Always-On und Herstellerserver in die Spiele einzug gehalten haben, ging es ja auch ohne den ganzen Kram und ich kann mich nicht dran erinnern, dass sie irgendein Hersteller damals über irgendwelche Mehraufwand beschwert hat. Die Spiele wurden entweder gar nicht erst mit Onlinebindung entwickelt und für Multiplayer gab es dedizierte Server zum selber Hosten. Ob der Hersteller jetzt Serversoftware zum internen Betrieb oder für den Beitrieb durch die Community programmiert, ist vom Aufwand letzlich Jacke wie Hose - irgendeinen Server muss er so oder so entwickeln.

Da ist also nicht wirklich Etwas, woraus sich Mehraufwand oder Mehrkosten ergeben, wenn das Spiel von Beginn an one Onlinebindung oder Herstellerserver entworfen wird.
 
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mibbio schrieb:
Da ist also nicht wirklich Etwas, woraus sich Mehraufwand oder Mehrkosten ergeben, wenn das Spiel von Beginn an one Onlinebindung oder Herstellerserver entworfen wird.
Das mag ein extremes und aus der Reihe tanzendes Beispiel sein, aber ich glaube den aktuellen Flight Simulator könnte kaum - wenn überhaupt jemand komplett lokal vorhalten..
 
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