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Wiegesagt, da gehe ich ganz mit dir.Aber es geht. Der Publisher verhindert hier nichts nur weil seine Server nicht mehr existieren.
Das in der Initiative reihenweite als Negativbeispiel genannte TheCrew war seit jeher als MMO ohne Offline-Modus ausgelegt - wo man halt damit rechnen muss, dass ein Abschalten der Server dessen Ende bedeutet. Das wusste jeder, der eine Nutzungslizenz zu dem Spiel erworben hat.Azeron schrieb:Verstehe doch einfach worum es bei der Initiative geht. Lese und verstehe es.
Bei einem MMO ist auch ein lokaler LAN-Modus prinzipbedingt relativer Blödsinn... Es heißt schließlich Massively Multiplayer Online. Das Spielprinzip ist schlicht drauf ausgelegt. Laut SteamDB spielten TheCrew die letzten zwei Jahre vor der Abschaltung nahezu durchgehend deutlich unter 100 Spieler. Lass es auf UPlay/Ubisoft Connect nochmal so viel sein... Da darf der Sinn und Zweck von MMO und dem Betrieb der Server inklusive Wartung langsam in Zweifel gezogen werden.
Das FAQ der Initiative hat mich gerade noch auf das Thema Lizenzen gebracht. Früher konnte man den Spielern ja schlecht ihre physischen Kopien wieder wegnehmen, nur halt vielleicht den Betrieb einschränken. Insofern klingt das FAQ der Iniative schlüssig. Vergessen tut es nur, dass heute ganz andere Vertriebs- und Lizenzierungsmöglichkeiten dank der Online-Anbindungen bestehen. Sicherlich ist damit zu rechnen dass im Falle einer erfolgreichen Initiative die Verträge sich künftig entsprechend orientieren - aber das wird garantiert mit Preissteigerungen einhergehen.
Dann fallen halt die Online-Funktionen flach, nutzen lässt sich alles dennoch problemlos. Nur dann halt ohne App oder sonstige Online-Anbindung. Es sei denn, dass es Geräte sind, die in ihrem Funktionsprinzip oder durch den Hersteller auf Onlinedienste angewiesen sind - dann kauft man halt Alternativen, die lokal laufen.Azeron schrieb:Du willst es nicht verstehen, oder? Heute sind es Videospiele die betroffen sind und morgen sind es Haushaltsgeräte, Autos und alles andere wo ne Software drauf läuft.
Und während ich es wiegesagt unterstützen würde, dass Singleplayer-Titel oder Singleplayer-Inhalte von Spielen, die in ihrem Funktionsprinzip absolut garnicht auf eine Online-Verbindung zum Hersteller angewiesen sind, nicht durch Always On im Falle der Fälle unbrauchbar gemacht werden dürfen, halte ich diese Einflussnahme bei Multiplayer-Spielen aufgrund der zu erwartenden möglichen Nachteile für brandgefährlich.
Der Worst Case neben den bereits genannten möglichen Auswirkungen
wäre, dass Spiele nur noch im Abo vertrieben werden, wo Abschaltungen, Funktionseinschränkungen oder Funktionsänderungen nach Maßgabe durch die Vertragslaufzeiten rechtlich absolut unstrittig möglich sind.Am Ende sorgen solche Vorhaben schlimmstenfalls dafür, dass Spiele hier garnicht, stark verzögert oder eingeschränkt released werden.
Und das will glaube ich absolut niemand. Man sollte vielleicht auch bei eigentlich gut gemeinten Initiativen über mögliche negative Auswirkungen nachdenken und überlegen, ob einem diese Nachteile die eigentlich gut gemeinten Vorhaben wert sind.
Ich sage ja nicht, dass ich das Ansinnen hinter der Initiative schlecht finde, im Gegenteil - ich erwarte nur, dass die möglichen Auswirkungen auch negative Nebeneffekte mit sich bringen werden, die den Nutzen weit übersteigen.
Die einzige gefahrlose Option wäre halt ein Abstimmen mit dem Geldbeutel bzw. der Kreditkarte.
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