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News Stop Destroying Videogames: EU-Bürgerinitiative hat Mindestziel erreicht

Weyoun schrieb:
Die EU-Seite sollte dazu in der Lage sein, die IP-Adresse korrekt zuzuordnen. Ob sie es aus Datenschutzgründen auch wirklich machen, weiß ich nicht (ich habe jetzt keine Lust, das mit einem VPN in der Schweiz oder USA auszuprobieren).
Ist es nicht egal, von welchem Land aus die Unterschrift erfolgt, so lange man die Bedingungen zum Unterschreiben erfüllt?
 
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shaboo schrieb:
Das ist letztlich ein derartiges Bubble-Problem
Heute betrifft es die Spiele, morgen Haushaltsgeräte und dergleichen und übermorgen Autos. Das kann also wegweisend für ALLES sein wo heute schon Software genutzt wird und das ist in der heutigen Zeit nicht wenig und wird immer mehr. Mal bisschen über den Tellerrand blicken wäre nicht schlecht.

Es gibt übrigens bereits Hardware die Online aktiviert werden muss um sie zu nutzen und wenn da die Server nicht mehr existieren, kannste das Teil wegwerfen. Und ich verspreche dir dass das mit der Zeit mehr wird wenn man dem nicht bald mal einen Riegel vorschiebt denn die Konzerne sind so dreist und es ist ihnen egal weil "der Markt regelt" ja und irgendwann trifft es dich dann auch mit irgendwas. Ob jetzt mit nem Drucker, ner Kamera, nem Kühlschrank oder nem Auto. Irgendwann wird es dich auch treffen und dann ist das Geheule aber groß. Aber ey, ist dann ja nur ein Bubble Problem zB die Fotografenbubble oder die Autofahrerbubble, oder?

Diese Kleingeistigkeit hier in einem Fachforum wo man eigentlich meinen sollte dass die Tragweite verstanden wird, macht mich schon irgendwie sprachlos. Unfassbar wie es selbst hier, wo man meinen sollte dass die Leute doch ein bisschen Hirn haben, so krass gegen Verbraucherrechte sein kann und eher auf Seiten der Multimilliarden-Konzerne stehen.


Ergänzung ()

Der Puritaner schrieb:
Genau in 20 Jahren wird sich keine Sau mehr dafür interessieren, ob man irgendein Retro Game offline spielen kann oder nicht.
Klar, wie sich heute auch keiner mehr dafür interessiert dass man 20 Jahre alte und ältere Spiele spielen kann, oder? Alter Schwede
Der Puritaner schrieb:
Wenn schon sollte dies für alle jemals hergestellten Online Games betreffen und nicht nur einzelne Titel eines Herstellers, die Hersteller sollten dazu gezwungen werden, Online Games nach dem aus einen Offline Patch zu erstellen, damit sie alle auch Offline gespielt werden können.
Es betrifft auch ALLE Spiele und nicht nur ein paar ausgewählte.
 
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spider-harry schrieb:
Wirklich, komplett nix gelesen. Es geht genau um alle Spiele aber nicht Retroaktiv.
Dann liegt aber die Schuld am Artikel Ersteller, denn ich habe das ganz anders gelesen, so als ob es nur ein Rennspiel von Ubisoft betreffen würde.

Ich habe sowieso das Gefühl, dass die Artikelinhalte auf CB an Recherche ziemlich nachgelassen haben, dass die Überschriften reißerischer geworden sind, sodass dort manches Mal Dinge stehen, die mit dem Produkt, was sie bewerben, sollen, nichts mehr zu tun haben.
Ich frage mich wie die Leute das vor KI Geschrieben haben oder sind die Mitarbeiter inzwischen alle gekündigt worden, die Früher für CB geschrieben haben.
 
Informant777 schrieb:
Nimmt doch mal die Verantwortung selbst in die Hand und gut ist, anstatt noch mehr nach Regularien zu verlangen.
Alter wie kann man nur so verblendet sein. Klar, soll doch jeder gegen große Unternehmen alleine vorgehen, das klingt richtig sinnvoll... Alles Eigenerverantwortung...
 
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@Azeron
Updates kosten auch Geld.
Zugegeben bin ich Spezialist Hifi, aber auch dort passiert es das ein Netzwerk Player kein Update mehr bekommt. Mir ist das mit einem Silent Angel Bremen passiert. Es gab für Android keine Updates mehr
 
Der Puritaner schrieb:
Dann liegt aber die Schuld am Artikel Ersteller, denn ich habe das ganz anders gelesen, so als ob es nur ein Rennspiel von Ubisoft betreffen würde.
Dann klick doch einfach mal auf die Initiative und lies dir das durch. Alter, du bist doch keine 5 mehr dem man das Essen noch kleinschneiden muss damit du es problemlos essen kannst, oder? Stell dich doch nicht so an. Du bist seit 2007 hier angemeldet also muss ich mal davon ausgehen dass du mindestens 18 Jahre alt bist und damit alt genug selber bisschen mitzudenken.
 
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Der Puritaner schrieb:
Dann liegt aber die Schuld am Artikel Ersteller, denn ich habe das ganz anders gelesen, so als ob es nur ein Rennspiel von Ubisoft betreffen würde.

Ich habe sowieso das Gefühl, dass die Artikelinhalte auf CB an Recherche ziemlich nachgelassen haben, dass die Überschriften reißerischer geworden sind, sodass dort manches Mal Dinge stehen, die mit dem Produkt, was sie bewerben, sollen, nichts mehr zu tun haben.
Ich frage mich wie die Leute das vor KI Geschrieben haben oder sind die Mitarbeiter inzwischen alle gekündigt worden...
ganz schön narzisstische Antwort, anstatt einfach selber richtig zu lesen / auf den Link der Initiative zu klicken und den ersten Satz zu lesen.
 
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spider-harry schrieb:
Wirklich, komplett nix gelesen
Ja, es ist schon wild, was einige sich hier zusammenreimen. Lieber Ratespiele, als sich einmal auch nur kurz zu informieren.
 
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Azeron schrieb:
Es gibt übrigens bereits Hardware die Online aktiviert werden muss um sie zu nutzen und wenn da die Server nicht mehr existieren, kannste das Teil wegwerfen.
Prominentes Beispiel wie es nicht geht: Spotify Car Thing
Prominentes Beispiel wie es gehen kann: Google Stadia Controller

Google hat einen alternativen Modus für den Controller gebracht, damit er als BT Device an jedem BT Gerät genutzt werden kann. Spotify hat den Dienst abgedreht und alle Besitzer vom Car Thing haben nun Elektroschrott daheim*.

*: Enthusiasten haben das Teil gehackt und versuchen es mittels alternativer Firmware am leben zu halten. Schade das das überhaupt nötig ist...
 
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Hylou schrieb:
Sicher. Die Publisher verzichten gerne auf Hunderte Millionen potenzielle Käufer.
Ich schrieb, dass die Spiele nicht nur ggfs. garnicht, sondern auch verfügbar oder eingeschränkt auf den Markt gebracht werden könnten. Zum Beispiel ohne Online-Services - also auch ohne Multiplayer. Oder der Multiplayer wird wie auf Konsolen kostenpflichtig gemacht... Oder das ganze Spiel wird gleich teurer.

Zumal der Videospielemarkt in der EU im Verhältnis zu Amerika oder insbesondere Asien verschwindend klein ist. Er ist alleine in Amerika doppelt so groß wie der der gesamten EU...

Eine Betriebspflicht oder ein erzwungener Verlust am geistigen Eigentum geht für uns nach hinten los. Aber stattdessen Spiele einfach nicht zu kaufen wenn kein Betrieb für Zeitraum X zugesichert oder eine Serversoftware zur Verfügung gestellt wird, dafür reicht die Mündigkeit mancher scheinbar auch wieder nicht...

EDIT: Wie ich auch schrieb: Einzig für diskutabel halte ich die Situation um Singleplayer-Spiele mit Always-On-Zwang, die ohne Serverbetrieb unbrauchbar werden...
 
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Bright0001 schrieb:
Nein. Es wird vielleicht von Nerds und Archivaren vorangetrieben, aber gehen tut es um den gesamten Europäischen-Spielemarkt.
Ich sprach davon, wie viele Konsumenten das Thema überhaupt interessiert, nicht davon, wie viele Publisher, Spiele oder Spieler davon generell betroffen sind oder wären.

Bright0001 schrieb:
Das grenzt fast schon an Realitätsverweigerung. Schau dir bitte mal die Steamcharts an, und wie viele Titel dort 10 Jahre oder älter sind.

"Alte" Spiele machen einen sehr gewichtigen Anteil an allen gespielten Stunden aus, das wird auf den nachfolgenden Seiten der Charts nur noch deutlicher.
Um genau die Titel geht's hier aber nicht. Alte Spiele, die noch gekauft oder gespielt werden oder in sonst irgendeiner Weise für den Publisher Kohle bringen oder interessant sind, werden - von wirklich sehr wenigen Ausnahmen vielleicht mal abgesehen - weder abgeschaltet noch aus den Shops entfernt. Wenn es etwas gibt, das die Steam-Charts zeigen, dann doch genau die Tatsache, dass die Titel, die tatsächlich bewahrenswert sind, von dem in der Petition thematisierten Problem in der Regel überhaupt nicht betroffen sind.

Ich kaufe auch lieber bei GOG, weil ich den Gedanken an eine gewisse Unabhängigkeit und DRM-Freiheit sehr sympathisch finde, und ich würde mir auch wünschen, dass mehr Titel dort erscheinen. Ich finde gleichzeitig aber auch, dass nicht jeder Schrott aufgehoben und für die Nachwelt bewahrt werden muss, und ich halte irgendwelche weitergehenden Gesetze in diese Richtung auch für völlig illusorisch. Bestenfalls kann ich mir vorstellen, dass dabei irgendein festes Datum heraus kommt, bis zu dem ein Publisher Verfügbarkeit und Lauffähigkeit eines Titels garantieren muss, und jeder potentielle Käufer kann dann selber entscheiden, ob ihm das lang genug ist oder nicht. Der Markt wird dann entscheiden, ob und wie wichtig dieses Thema den Leuten beim Kauf sein wird.

Weitergehende Konservierungspflichten wird's nicht geben (und wären auch in dem Augenblick, in dem eine Firma pleite geht, sowieso obsolet). Das ist ungefähr so realistisch, als würde man für jede Waschmaschine, jeden Fernseher und jedes Auto eine zeitlich unbegrenzte Ersatzteilversorgung fordern.

Letztlich wird doch für die Politiker und Juristen die entscheidende Frage sein: Bekommt jemand von einem Publisher, der ein Spiel entwickelt und über mehrere Jahre mit allem betreibt, was dazu gehört (Support, Patches, erforderliche Server-Infrastruktur etc.) für sein Geld einen angemessenen Gegenwert, oder muss mit einem solchen Kauf gleichzeitig und über all das hinaus immer auch so etwas wie eine Ewigkeitsgarantie verbunden sein? Aus meiner - natürlich komplett laienhaften - Sicht ist die Antwort auf diese Frage klar: Ewigkeitsgarantien gibt es sonst nirgendwo und die wird es auch hier nicht geben. Und ob der Kram irgendwie kulturell wertvoll ist, interessiert sowieso kein Schwein.
 
Azeron schrieb:
Diese Kleingeistigkeit hier in einem Fachforum wo man eigentlich meinen sollte dass die Tragweite verstanden wird, macht mich schon irgendwie sprachlos
Weder lesen die hier zuletzt Beteiligten, noch schauen sie mal ein YT Video drüber. Wir können da noch so lange gegen diskutieren, es bringt nix.

Weil wir von komplett unterschiedlichen Sachen sprechen. Die einen um der tatsächlichen Inhalt, die anderen über irgend etwas.
 
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iGameKudan schrieb:
Eine Betriebspflicht oder ein erzwungener Verlust am geistigen Eigentum geht für uns nach hinten los.
Sowieso. Für die Branche wäre der damit verbundene erhöhte Entwicklungsaufwand der allerbeste Vorwand, um großflächig die Preise zu erhöhen - und das für einen in den allermeisten Fällen extrem zweifelhaften Mehrwert für die Spieler.
 
Der Puritaner schrieb:
Dann liegt aber die Schuld am Artikel Ersteller, denn ich habe das ganz anders gelesen, so als ob es nur ein Rennspiel von Ubisoft betreffen würde.
Die Kampagne, die im Original „Stop Killing Games“ heißt, hatte Ross Scott, auch bekannt unter dem YouTube-Kanal Accursed Farms, im April 2024 ins Leben gerufen. Anlass war die Abschaltung des Rennspiel-MMO The Crew, das Ubisoft am 31. März 2024 komplett eingestellt hatte. Als Always-Online-Spiel ausgelegt, bedeutete das Abschalten zur Empörung langjähriger Fans, dass sich der Titel gar nicht mehr spielen ließ. Einen Offline-Modus gibt es nicht, diesen will Ubisoft nach der Beschwerdewelle zumindest beim Nachfolger The Crew 2 einbauen.
Da steht "Anlass" die Kampagne heißt "stop killing (oder auch destroying) GameS"

In dieser wird gefordert, „Herausgeber, die Videospiele (oder damit zusammenhängende Funktionen und Güter) an Verbraucher in der Europäischen Union verkaufen oder lizenzieren, zu verpflichten, diese Videospiele in einem funktionalen (spielbaren) Zustand zu belassen“. Es soll verhindert werden, „dass Videospiele aus der Ferne abgeschaltet werden, bevor die Möglichkeit geboten wurde, sie ohne Beteiligung der Herausgeber auch weiterhin zu spielen“.
Es ist also definitiv nicht die Schuld des Artikelschreibers.
 
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shaboo schrieb:
Das ist ungefähr so realistisch, als würde man für jede Waschmaschine, jeden Fernseher und jedes Auto eine zeitlich unbegrenzte Ersatzteilversorgung fordern.
Keiner erwartet sowas aber ich erwarte mir dass sich die Waschmaschine oder der Fernseher noch einschalten und benutzen lassen wenn deren Server abgeschalten werden. Reparieren bei nem Schadensfall kann man nach Supportende dann ja gegebenfalls selber bzw. mithilfe der Community wenn man Bock drauf hat.

Was hier einige von Ewigkeitsgarantie sprechen oder Verlust geistigen Eigentums, HÄ? Was hat das damit zu tun?
Es war bis in die 2010er Jahren, wo dieser Always-On scheiss immer mehr aufkam, selbst für Singleplayerspiele, völlig normal dass man sowohl für Online als auch für Offline Spiele keine Server der Publisher brauchte damit diese funktionieren und gespielt werden können.

Ich hab hier noch die CD von Half Life 1 rumfliegen. Ich kann das jetzt in den Rechner einlegen, installieren, und wenn ich Bock habe nen Server starten und Online mit Freundne spielen (Also Half Life Deathmatch zB). Und ich rede hier nicht von der Steamversion wo alles über Steamserver läuft sondern tatsächlich die Retail-Version. Wo hat Valve hier nun das Recht auf ihr geistiges Eigentum verloren nur weil man das mit dem Spiel heute noch machen kann weil es nicht auf Publisherserver angewiesen ist? Wo hat überhaupt irgendjemand sein Recht auf geistiges Eigentum verloren weil das mit sehr vielen bzw. den ganzen alten Spielen noch geht? Keiner.

Diese Version wird auch nicht mehr von Valve supportet aber das erwartet auch keiner. Ich erwarte mir dass ich das Spiel noch starten kann wenn die offiziellen Server abgedreht werden allen vorran wenn es um Spiele geht die auch einen Singleplayermodus haben und wenn ich dann bei "The Crew" oder dergleichen ganz alleine in der offenen Welt rumfahre und Kram mache, dann ist mir das egal aber ich kann es noch spielen.

Und wenn dann mal Windows XY rauskommt und das Spiel dort nicht mehr läuft, ja dann muss auch nicht der Publisher verpflichtet sein um es lauffähig zu machen, um das geht es bei der ganzen Sache nämlich eben nicht, das macht dann die Community so wie es auch heute schon bei dutzenden alten Spielen der Fall ist die man selbst heute noch auf Windows 11 spielen kann ohne Probleme.
 
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192.168.178.1 schrieb:
Ist es nicht egal, von welchem Land aus die Unterschrift erfolgt, so lange man die Bedingungen zum Unterschreiben erfüllt?
Wenn man einen Hauptwohnsitz in der EU hat, ist alles in Ordnung...
 
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Azeron schrieb:
Es war bis in die 2010er Jahren, wo dieser Always-On scheiss immer mehr aufkam, selbst für Singleplayerspiele, völlig normal dass man sowohl für Online als auch für Offline Spiele keine Server der Publisher brauchte damit diese funktionieren und gespielt werden können.
Wir haben aber nun mal nicht mehr Anfang der 10er, sondern Mitte der 20er Jahre, und Spiele wie dein Half-Life von 1998 erscheinen 2025 nun mal nicht mehr auf CD, sondern wir leben mittlerweile in einem Zeitalter, in dem jeder Fernseher und bald wahrscheinlich auch jeder Drecks-Kühlschrank, -Toaster oder -Rasierapparat an irgendeinem Server hängt. Nutzer-Gewohnheiten ändern sich; Ansprüche ändern sich; Technologien ändern sich und Gesetze ändern sich auch. Und das lässt sich auch nicht zurückdrehen.

Alle derzeit nicht verfügbaren Titel jenseits der GOG Dreamlist interessieren sowieso keine Sau. Danach kräht kein Hahn; denen weint niemand eine Träne hinter, und dafür braucht's schon gar nicht irgendwelche Gesetze zu deren Erhalt. Und bei vielen Titeln auf dieser Liste bestehen gute Chancen, dass sie irgendwann wieder verfügbar gemacht werden - weil sie auf dieser Liste stehen, nicht weil irgend jemand ein Gesetz dazu gebastelt hat.

In Wahrheit mangelt's nicht an Gesetzen, sondern höchstens an der Disziplin derjenigen, die das so wahnsinnig stört, den Kram einfach nicht zu kaufen. Wie damals, als Steam Accountbindung und DRM eingeführt hat - und gegen die irgendeine Petition damals ebenso wenig ausgerichtet hätte, wie es die aktuelle tun wird.

Und dieses ganze Kultur- und Community-Geschwätz ist doch sowieso scheinheilig hoch Drei. Wenn im Jahr 10.000 Spiele abgeschaltet würden, dann wären davon vielleicht 50 oder 100 davon für irgendwelche Communitys interessant genug, um sich darum zu kümmern, wobei auch hier die Frage wäre, ob das Interesse groß genug ist, um das tatsächlich langfristig zu tun, und nicht nur ein paar Monate oder Jahre. Und wenn ich dann daher komme und bei einem der restlichen 9900 Titel sage "Hey! Das ist doch Kultur! Das müsst ihr erhalten!", dann zucken die Leute mit den Schultern und gehen weiter. Kultur am Arsch. Und genau so, wie ich in dieser Situation hinnehmen müsste, dass ich offenbar zu einer Minderheit gehöre, die für die Mehrheit der Community uninteressant ist und deshalb bei dieser keinerlei Tatendrang auslöst, genau so werden die Befürworter dieser Petition letztlich hinnehmen müssen, dass das Thema für den überragenden Teil der Gesellschaft null Relevanz hat und deshalb in der Politik - über irgendwelche Kosmetik hinaus - ebenfalls keinerlei Tatendrang auslösen wird.
 
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@Azeron Während ich das Unbrauchbarwerden von Singleplayer-Spielen durch Always On selbst für kritisch halte (da ist es prinzipiell für die Funktionalität des Spiels überflüssig), kämen die Forderungen bei Titeln wo der Multiplayer der wesentliche Bestandteil ist einer quasi-Betriebspflicht oder einem erzwungenen Verlust des geistigen Eigentums gleich, wenn der Quellcode freigegeben werden müsste.

Dann kauft halt die (Multiplayer-)Spiele nicht wo es nicht möglich ist den Multiplayer-Part selbst zu hosten, wenn das so ein Problem ist. Dafür scheint aber bei manchen die eigene Mündigkeit nicht vorhanden zu sein. Ein Recht auf den Betrieb der Server hat halt niemand - man erwirbt ja gerade seit den Online-Plattformen kein Eigentum an der Kopie, nur ein Nutzungsrecht. Und im Rahmen dessen wird eigentlich immer drauf hingewiesen, dass Online-Services jederzeit eingestellt werden können…

Zumal: Abschaltungen von Online-Modis gab es halt auch schon immer - als BlueByte damals den BlueByte Game Channel abgeschaltet hat war es auch bis zur History Edition nicht mehr möglich ältere Teile von Die Siedler ohne Umwege (also ohne VPN-Tunnelnetzwerke wie Tunngle) online zu spielen. Das eigentliche Problem ist halt, dass heute in den meisten Spielen lokale LAN-Modi fehlen.

Das ist halt leider der Fluch der schönen neuen Online-Welt. Bisher blieb es bis auf sehr wenige Ausnahmen auch nur bei der Theorie, außer halt prinzipbedingt bei reinen Multiplayer-Titeln wo die Spielerzahlen halt nicht mehr da waren. Also mal schön cool bleiben.
 
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shaboo schrieb:
In Wahrheit mangelt's nicht an Gesetzen, sondern höchstens an der Disziplin derjenigen, die das so wahnsinnig stört, den Kram einfach nicht zu kaufen.
Genau, wie brauchen auch keinen Umweltschutz, solange einfach jeder seinen CO2-Fußabdruck reduziert. Wir brauchen auch keine Polizei, wenn jeder eine Schusswaffe im Haus hätte. Wir brauchen eigentlich gar nichts außer einer Höhle und ein paar Ästen.
 
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Habu schrieb:
Wir brauchen eigentlich gar nichts außer einer Höhle und ein paar Ästen.
Datenschutzgesetze brauchen wir dann auch nicht, soll halt jeder die Disziplin aufbringen, selber auf seine Daten aufzupassen.
 
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