strafanzeige gegen schlagende nachbarin?

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ich bin kein jurist, aber meine lebenserfahrung und mein gesunder menschenverstand sagen mir, dass kinder auch heute noch in einer modernen, zivilisierten gesellschaft praktisch rechtlose wesen sind.

das deutsche strafrecht ist sehr human gegenüber die unversehrtheit der körperlichen und geistigen gesundheit einer person ausgelegt. sprich, hier in deutschland wird man schon wegen nötigung (drohen, mobben usw) und leichter körperverletzung, was schon ein wischer sein kann, zur verantwortung gezogen und bestraft.

wenn ich aber ständig lese, was kinder zu ertragen haben, popovoll hauen (sorry ist körperverletzung) und anschreihen (ist nötigung), sieht die gesellschaft im allgemeinen weg oder hält sich raus, als ob hier noch das sittenrecht herrschen würde. nicht das jugendamt sollte sich darum kümmern, sondern die staatsanwaltschaft. und es muss in die köpfe von eltern reingehen, dass kinder kein eigentum sind und man mit ihnen nicht machen kann, was man will.

ich hatte auch mal einen fall, wo ein 3 jähriges mädchen vor der haustür ball spielte und dem ball auf die strasse hinterher dackelte, als plötzlich ein auto scharf abbremsen musste. die mutter hörte es und kam aus dem treppenhaus raus, wo sie den kinderwagen auspackte und versolte und schrie ihr 3 jähriges kind an.
in der situation ergriff mich die zivilcourage, ging zu der mutter zeigte mit dem zeigefinger auf sie und sagte in harschen, deutlichen worten, dass man ihr ein paar auf die fresse geben sollte und nicht ihrem kind, da sie für das kind verantwortlich ist und kinder gefahren nicht einschätzen können und nicht in der nähe von strassen unbeaufsichtigt gelassen werden sollten. die frau war sprachlos und errötete vor scham. ich glaube die dürfte es gelernt haben. bevor eltern kinder erziehen, sollten sie selbst mal erzogen werden.

einmal sagte ich einem vater, der seinem kind eine klatschte, ob er sich auch eine backpfeife gebe, wenn er etwas falsch mache!? auch er war sprachlos und stotterte nein. dann fragte ich ich ihm, weshalb er mit sich als erwachsener so großzügig ist, sich bei fehlern zu verschonen, aber seinem kind eine donnert!? ich sah im gesicht des mannes verzweiflung und sprachlosogkeit!

übrigens, das kind hatte sein eis runterfallen lassen.........
 
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Krafty schrieb:
Da muss ich dir leider widersprechen, Sliderraider.
Wohin es führt, wenn man der Meinung ist, man könnte Grundlegendes mit einem 3-jährigen Kind ausdiskutieren, sehe ich an meiner Cousine und ihrer Tochter.
Sowas funktioniert einfach nicht, und bevor sich das Kind in seiner "Dummheit" selber irreparabel beschädigt, tuts doch ein Klaps (wir sprechen hier nicht von maßloser Züchtigung) wesentlich effektiver.

Was bitte lernt das Kind durch den "Klaps"?

Der erste Schritt sollte immer Kommunikation durch das Gespräch sein. Dem Kind erklären, warum es etwas nicht machen soll und zwar mit einer klaren Ansage + Begründung. Wenn dann das Kind dem nicht folge leistet, dann erfolgt die Bestrafung aber auf gar keinen Fall durch körperliche Übergriffe auf das Kind (und ja, der Klapps gehört dazu!).

Da gibt es zig andere Möglichkeiten z.B. Sanktionen (dem Kind etwas wegnehmen was es mag) oder durch angemessene Strafen.
Das ist simpelste Pädagogik. Jede andere art von körperlicher Strafe gegen ein Kind ist eine Misshandlung.


Und damit wir jetzt nicht aneinander vorbei Reden:

Du sagtest: "bevor sich das Kind in seiner "Dummheit" selber irreparabel beschädigt, tuts doch ein Klaps".
Wenn Eltern sehen, dass ihr Kind kurz davor ist sich irreparabel zu schädigen (also z.B. ohne zu schauen auf die Straße läuft), dann dürfen die Eltern körperlich einschreiten um z.B. ihr Kind festzuhalten. Aber was nützt es dem Kind wenn ich ihm anschließend den Hintern versohle? Dann ist eine Sanktionsstrafe (Kein Eis zum Nachtisch) oder eine negative Verstärkung (heute Abend gehts früher ins Bett) doch viel effektiver und vor allem humaner und rechtens.

Und da kannst du mir noch so viel wiedersprechen, so ist nunmal die Rechtslage in Deutschland.

In Schweden kommst du für einen Klapps auf den Po sogar in den Knast. Dort ist gewaltfreie Erziehung das A+O und zufälligerweise schneiden die schwedischen Kinder in den PISA Studien auch immer hervorragend ab. Ob da ein zusammenhang besteht?

Arte hat über die Erziehung in Schweden eine Doku gedreht und diese findet ihr hier.
 
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Dann möchte ich euch beide mal erleben, wenn die Situation aufkommt, dass man dem Kind lang und breit erklärt hat, dass es z.B. nicht mit und an einer Steckdose zu spielen hat, weil es diese oder jene ernsthaften Konsequenzen hätte. Danach setzt das Kind ein rotzfreches Grinsen auf und geht dazu über, genau jenes zu tun, weil es seine Grenzen austesten will.

Es gibt einfach Dinge, die kann man mit Kindern nicht ausdiskutieren, ich fürchte da fehlen euch die Erfahrungswerte.

Und wie bereits halte ich die psychological abuse für wesentlich schädigender als einen kleinen Klaps. Man möge mich für die Meinung steinigen, aber bei Tieren macht mans doch genauso, und so weit weg ist ein Mensch in seiner geistigen Entwicklung in dem Alter von einem Tier nicht.
 
Es ist schon ziemliches Pharisäertum, dass Leute ohne Kinder, Eltern die ihren Nachwuchs erziehen (auf welche Weise auch immer) gleich körperliche Gewalt entgegenwünschen und dies noch als Zivilcourage verkaufen.
 
Soll aus dem Burschen ein Mann oder eine Maus werden? Gibt schon genug verweichlichte Männer vor allem in unserer Szene...

Verweichlichte Männer in unserer Szene? :lol:
Erklär mal bitte genauer woran Du das zu erkennen glaubst und welche Folgen das deiner Meinung nach hat.

Genau das Gegenteil ist wohl eher der Fall,viele in "unserer Szene" meinen,nur weil sie Rambo 1-4 gesehen haben,Bushido hören und wie Riddick sprechen,sie wären auf einer Härteskala von 1 bis 10 eine 12.
Der Wortschatz dieser hartgeschmiedeten,fängt bei Hxxxxsohn an und das war es dann auch schon.

Da frage ich mich dann,ist das nun das Ergebnis von zu viel oder zu wenig "Klaps" ?

Wie will man einem Kind lehren daß Gewalt falsch ist,wenn man es mit Gewalt erzieht?
 
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Ich muss hier Krafty trotz Kinderlosigkeit Recht geben. Es geht nicht darum, sein Kind ständig zu verprügeln, zu misshandeln, anzuschreien, etwas verbieten, einzuschränken und in den Kinderwagen packen oder sonst zu "schädigen" im klassischen Sinne. Ein Kind lernt seine Grenzen kennen, und wird auch immer versuchen, weiter zu gehen wenn es merkt, es kann machen was es will, es gibt keine Konsequenz und keine Bestrafung.

Das muss kein Klaps auf den Po sein, das muss kein schreien sein, das muss aber auch kein 100tes Mal: Nein Timmy, mach das nicht, die Mami wird böse! JA UND? WHO CARES? Wenn die Mami böse wird passiert was? Genau: Nichts. Wenn ich 7 mal sagen muss: Lass es bitte liegen. Wo ist das Problem wenn das Kind beim 8ten mal einen Klaps auf die Hand bekommt, dazu die Simme: "Ich sagte, lass es bitte liegen" und den Blick etwas ernster ohne zu lachen. Man muss ja nicht direkt den Terminator raushängen lassen, nur damit das Kind weiss: Nein, dieses und jenes nicht. Ich darf das nicht.

Wenn ihr meint, das geht alles locker flockig möchte ich wie Krafty schon sagt sehen, was ihr in bestimmten Situationen macht.

Und nochmal: Es geht hier nicht um exzessive Gewalt, auf Hände schlagen wie damals die Lehrer in den Klassenräumen mit Bambusstöcken, um keine drohende Gewalt im Sinne von schreien oder Unterdrückung des Kindes in seiner Gesamtheit. Es geht darum, eine fest definierte Grenze zu setzen, an der eben Ende ist. Zuerst kann ich das Kind ja hochnehmen und wegsetzen und nochmal in die Augen sehen und "Nein" sagen. Und wenn es dann immer noch nicht hören will, muss eben eine Konsequenz folgen. Ansonsten kann später das Kind nicht die Zusammenhänge begreifen, die eben aus einer Handlung hervorgehen.

Das ist aber auch nur meine Meinung.
 
Krafty schrieb:
Dann möchte ich euch beide mal erleben, wenn die Situation aufkommt, dass man dem Kind lang und breit erklärt hat, dass es z.B. nicht mit und an einer Steckdose zu spielen hat, weil es diese oder jene ernsthaften Konsequenzen hätte. Danach setzt das Kind ein rotzfreches Grinsen auf und geht dazu über, genau jenes zu tun, weil es seine Grenzen austesten will.

Es gibt einfach Dinge, die kann man mit Kindern nicht ausdiskutieren, ich fürchte da fehlen euch die Erfahrungswerte.

Und wie bereits halte ich die psychological abuse für wesentlich schädigender als einen kleinen Klaps. Man möge mich für die Meinung steinigen, aber bei Tieren macht mans doch genauso, und so weit weg ist ein Mensch in seiner geistigen Entwicklung in dem Alter von einem Tier nicht.

man kann dem kind seine grenzwerterfahrungen ausleben lassen und trotzdem sicherheitsvorkehrungen treffen, wie z.b. sicherheitssteckdosen.

ja, es stimmt, obwohl ich 42 bin (ledig), habe ich keine kinder. aber wenn ich welche haben würde, würde ich sie antiautoritär erziehen. ein kind, das nicht wie ein tier gezüchtigt wird, sondern in platonischer hinsicht weise mit ratschlägen und argumenten erzogen wird, ist im leben später viel selbstbewusster und erfolgreicher, als es ständig anzuschreien und mit "popovoll" zu züchtigen, wie einige es hier für absolut normal finden. früher im mittelalter war auch mal das foltern normal, aber die zeiten ändern sich.
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Onkelhitman schrieb:
Das muss kein Klaps auf den Po sein, das muss kein schreien sein, das muss aber auch kein 100tes Mal: Nein Timmy, mach das nicht, die Mami wird böse! JA UND? WHO CARES? Wenn die Mami böse wird passiert was? Genau: Nichts. Wenn ich 7 mal sagen muss: Lass es bitte liegen. Wo ist das Problem wenn das Kind beim 8ten mal einen Klaps auf die Hand bekommt, dazu die Simme: "Ich sagte, lass es bitte liegen" und den Blick etwas ernster ohne zu lachen. Man muss ja nicht direkt den Terminator raushängen lassen, nur damit das Kind weiss: Nein, dieses und jenes nicht. Ich darf das nicht.

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das problem ist, dass vorher in der frühkindlichen erziehung dann höchstwahrscheinlich was schhief lief.

eöltern sollten wie mentoren und freunde auftreten. sie sollten vorbilder sein und in ihrem handeln authentisch sein.
Ergänzung ()

Onkelhitman schrieb:
Und nochmal: Es geht hier nicht um exzessive Gewalt, auf Hände schlagen wie damals die Lehrer in den Klassenräumen mit Bambusstöcken, um keine drohende Gewalt im Sinne von schreien oder Unterdrückung des Kindes in seiner Gesamtheit.

Das ist aber auch nur meine Meinung.

also, ist nicht exsezzive gewalt in ordnung!?


ob exsezziv oder nicht, spielt keine rolle. gewalt ist gewalt. ende der durchsage!
 
Deine besagten Sicherheitssteckdosen halten nicht für die Ewigkeit. Es gibt genug Sprößlinge die nur einmal sehen müssen wie ein Elternteil das Ding losmacht und danach ist der Trick durchschaut und die Sicherung wertlos, wenn sie nicht sogar von selbst darauf gekommen sind.

Sei nicht böse amiga, aber wir sprechen uns wenn du selber Kinder hast und stellen dann fest das viele deiner Einstellungen schon über Bord geworfen wurden. Zuhause im Sessel ohne in der Situation drin zu stecken kann ich auch alle meine hypothetischen Ideale aufzählen. Die Realität sieht leider oft anders aus.

Letzten Endes kann man niemanden vorschreiben wie und mit welchen Methoden jemand seine Kinder zu erziehen hat. Ob der Weg nun als gut oder schlecht empfunden wird ist das Problem des Beobachters.
 
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http://www.gutefrage.net/frage/strafen-tiere-ihren-nachwuchs

Jetzt kommt sicher das Argument, dass Menschen keine Tiere sind. Aber diese Tiere leben anders als wir. Deren Existenz ist ausgelegt draußen für den Fortbestand zu sorgen, dafür, dass die Kinder nicht vom Tiger gefressen werden oder vom Baum fallen. Dabei bezweifel ich sehr stark, dass die Kinder dadurch übermäßig leiden müssen oder einen seelischen Schaden bekommen, und bitte nicht argumentieren, Tiere hätten ja gar keine Seele.

Wieso vorher? Das Kind ist drei Jahre alt. Dein Glas steht auf dem Tisch. Das Kind planscht darin herum und du möchtest das nicht. Klar, du kannst dir nun alle Ikearegale kaufen und das da drauf stellen wo das Kind nicht drankommt. Aber es soll doch eher auch lernen, dass es Dinge gibt, die es eben nicht darf.

Dass du mir dabei die Worte im Mund rumdrehst kreide ich dir nicht an, das wird ständig gemacht, gut dass man auf seine Wortwahl so pervers acht geben muss. Gewalt ist nicht gut, aber wir reden hier nicht von Gewalt, wir reden von in die Schranken weisen.

Aber um dir ein Beispiel zu nennen, was machst du,wenn dein Kind dir immer ins Gesicht schlägt? Weggehen? Sich mit dem 3 Jahre alten Kind unterhalten und ihm verständlich machen, dass du das nicht möchtest? Möchte ich dich bei beobachten.
 
Feuerferkel schrieb:
Sei nicht böse amiga, aber wir sprechen uns wenn du selber Kinder hast und stellen dann fest das viele deiner Einstellungen schon über Bord geworfen wurden. Zuhause im Sessel ohne in der Situation drin zu stecken kann ich auch alle meine hypothetischen Ideale aufzählen. Die Realität sieht leider oft anders aus.

ich würde gerne kinder haben, wenn ich einen gut bezahlten job hätte um eine familie ernähren zu können. meiner meinung nach ist es unter 2.000€ netto nicht möglich eine familie zu ernähren und ein kind glücklich zu erziehen.

solange ich hartz4 beziehe und kein job in sicht ist, wo ich mindestens 2.000€ netto verdiene, solange werde ich dann keine familie gründen. das bin ich mir, der gesellschaft und vor allem dem ungeborenen schuldig. ich wünschte, mehr potenzielle eltern würden wie ich denken und verantwortung übernehmen, indem sie den kinderwunsch gründlich planen und nicht nach dem motto verfahren, mal gucken. dann gäbe es es auch keine überforderten eltern und schlecht erzogene und ausgebildete kinder, die der gesellschaft in allen ebenen zur last fallen.
Ergänzung ()

Onkelhitman schrieb:
Wieso vorher? Das Kind ist drei Jahre alt. Dein Glas steht auf dem Tisch. Das Kind planscht darin herum und du möchtest das nicht. Klar, du kannst dir nun alle Ikearegale kaufen und das da drauf stellen wo das Kind nicht drankommt. Aber es soll doch eher auch lernen, dass es Dinge gibt, die es eben nicht darf.


Aber um dir ein Beispiel zu nennen, was machst du,wenn dein Kind dir immer ins Gesicht schlägt? Weggehen? Sich mit dem 3 Jahre alten Kind unterhalten und ihm verständlich machen, dass du das nicht möchtest? Möchte ich dich bei beobachten.


nun ja so ganz ohne erfahrung bin ich als kinderloser nicht. wenn das kind mit dem glas wasser rumplanschen will, sage ich, dass das sich nicht gehört. ich frage dann, warum das kind das macht. wenn es sagt, dass es spass macht, frage ich, ob es nicht am waschbecken planschen möchte.
man muss immer der sache auf den grund gehen. a sich ist planschen ja nichts schlimmes, bloss das kind weiss nicht, wo man es darf und wo nicht.

zu zweitens: wenn das kind mir ins gesicht schlägt, werde ich nicht wütend werden, da dies das kind aggresiver macht und gewalttätiger. das kind kennt noch keine gefühle und möchte lernen, was geschieht, wenn es gewisse dinge tut. wenn es mich schlägt, würde ich weinen, um zu signalisieren, dass diese reaktion wehtat und was schlechtest ist, indem ich weine und somit mitleid erzeuge. wie gesagt das kind möchte lernen und als eltern hat man die pflicht sich die mühe zu machen, zu lehren.
 
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Feuerferkel schrieb:
Letzten Endes kann man niemanden vorschreiben wie und mit welchen Methoden jemand seine Kinder zu erziehen hat.
Selbstverständlich kann man das, und wir tun das auch. Sowohl auf gesellschaftlicher als auch auf rechtlicher Ebene.
Wenn uns ein Erziehungsstil nicht gefällt, behalten wir uns auch vor jemandem das Recht auf die Erziehung abzusprechen.
Vor 30 oder 40 Jahren war es nicht nur üblich die Kinder im Elternhaus regelrecht mit Gewalt zu bestrafen, auch in der Schule wurde zum Teil so 'erzogen'.
Heute ist Beides nicht nur gesellschaftlich verpönt sonderm auch strafbar.
Es mag sein, dass das auch irgendwann dem erzieherischen Klapps passiert.
Zahlreiche Kinder wurden ohne Einsatz von Gewalt erzogen und sind zu genauso mehr oder weniger tollen Menschen geworden wie die Anderen auch.
Aus meinen persönlichen Beobachtungen muss ich allerdings schließen, dass ein erheblicher Teil der Eltern und auch der Kinder nicht für so eine Art der Erziehung geeignet ist.
 
wenn ich so an meine Kindheit zurück denke, dann hab ich (soweit ich mich erinnern kann) um die 10 Backpfeifen kassiert. wenn man manche von euch so Reden hört könnte man ja meinen ich wäre misshandelt worden.
verquere Welt ;)

zwischen einer Roten Backe (und 15 Minuten Frust) und Blauen Flecken gibt es nunmal auch noch einen Himmelweiten Unterschied.
 
mein vater hat mich auch oft und regelmässig geschlagen. aber ich wäre auch zu dem gut erzogenen bürger geworden, wenn er es nicht getan hätte. das zynische ist, dass er immer noch glaubt, seine strenge erziehung der grund hierfür wäre. aber zugute halte ich ihm, dass er mir in meiner kindheit nicht ein haar gekrümmt hat. nur in meiner wilden jugend als ich ab 14 jahren zu oft und zu lange draussen rumhing und schlechte noten nachause brachte, durfte ich sein gürtel spüren. ende der neunten klasse (1986), als ich den ganzen tag am c64 rum daddelte und somit meinen hauptschulabschluss mit sechs mal ungenügend (5) verhauen hatte und sitzen geblieben war, wurde ich so verdroschen, dass ich 3 tage nicht raus gehen konnte. nicht wegen der züchtigung habe ich später zusätzlich meinen realschulabschluss mit einem 2.3 notenschnitt und später eine erfolgreiche lehre gemacht, sondern trotz der schläge!
 
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wenn ich so an meine Kindheit zurück denke, dann hab ich (soweit ich mich erinnern kann) um die 10 Backpfeifen kassiert.

Ach da komm ich drüber. ;)
Die Quittung dafür ist,daß ich den Kontakt zu meinem Vater (man könnte sagen,ein ehem. Diktator / nun hat er nichts mehr zu melden) vor ca. 7 Jahren komplett abgebrochen habe.Das wird sich für den Rest meines bzw seines Lebens auch nicht mehr ändern.
Im Fall der Nachbarin,worum es hier nun eigentlich geht,wird es sich wohl kaum um einen kleinen Klaps zwischendurch handeln.

Was ich nicht verstehe,wenn Menschen in ihrer Kindheit Dinge erleben die sie für den Rest des Lebens negativ prägen,warum tun diese Leute dann das selbe ihren eigenen Kindern an?Meine Kinder,wenn ich denn welche hätte,würde ich genau deswegen nie anrühren.Ich würde nicht wollen,daß mich meine eigenen Kinder eines Tages hassen.
 
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@0815, genau meine meinung! ich konnte den kontakt zu meinem vater leider nicht abbrechen, da ich sonst enterbt worden wäre. als einzelkind wollte ich nicht riskieren, dass das haus in die hände seiner verwandten fällt und so habe ich etragen, was ich etragen musste. ich habe bis 28 noch zuhause gewohnt, allerdings schlug er mich ab meinem 18 geburtstag nicht mehr, da er wie er meinte, ich ab jetzt selbst für mein leben verantwortlich wäre.
 
allerdings schlug er mich ab meinem 18 geburtstag nicht mehr, da er wie er meinte, ich ab jetzt selbst für mein leben verantwortlich wäre.

Oder weil er Angst hatte daß er ein Echo bekommt?
Ab einem bestimmten alter habe ich ihm Gegenwind gegeben.
Da war schluss mit seiner "Herrschaft".

Nun hätte er gerne Kontakt,es hat sich im Laufe der Zeit einiges geändert,aber das ist nun zu spät und mir ist es egal.

Wenn das auch in diesem Fall (Nachbarin) so laufen soll,dann nur weiter so.
 
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0815-TYP schrieb:
Ach da komm ich drüber. ;)
Die Quittung dafür ist,daß ich den Kontakt zu meinem Vater (man könnte sagen,ein ehem. Diktator / nun hat er nichts mehr zu melden) vor ca. 7 Jahren komplett abgebrochen habe.Das wird sich für den Rest meines bzw seines Lebens auch nicht mehr ändern.
Im Fall der Nachbarin,worum es hier nun eigentlich geht,wird es sich wohl kaum um einen kleinen Klaps zwischendurch handeln.

Was ich nicht verstehe,wenn Menschen in ihrer Kindheit Dinge erleben die sie für den Rest des Lebens negativ prägen,warum tun diese Leute dann das selbe ihren eigen Kindern an?Meine Kinder,wenn ich denn welche hätte,würde ich genau deswegen nie anrühren.Ich würde nicht wollen,daß mich meine eigenen Kinder eines Tages hassen.

ne, weder hatte ich den mum mich zu wehren noch selbst mit 18 jahren die körperliche statur (bin leider nur 167cm gross).

ein kollege aber von mir hatte irgendwann mal widerstand geleistet und seinen vater dermassen verdroschen, dass die feige sau seinen sohn bei der polizei angezeigt hatte wegen körperverletzung. hatte den armen jungen seit seiner jugend aus frust immer wieder wegen kleinster anlässe verprügelt und war nichtmal einmal manns genug zu ertragen, was er seinem sohn jahrelang antat.
 
Leute, das ist unschön und viel zu weit in euer Leben rein erzählt. Das ist auch wahrscheinlich der Grund, warum ihr diesen "Klaps" wie er erwähnt wird so ins bodenlose stürzen lasst.

man muss immer der sache auf den grund gehen. a sich ist planschen ja nichts schlimmes, bloss das kind weiss nicht, wo man es darf und wo nicht.
Mpf, wenn du das heute sagst, und morgen macht das Kind es wieder, wie verhältst du dich? Irgendwann muss das Handeln eine Konsequenz haben.

Ich kann mich florian. so in etwa anschließen. Ich selbst kann von körperlicher Erzüchtigung zu hause überhaupt nicht mitreden, habe nur einmal ein paat "Schläge" wenn man sie so nennen darf bekommen, als ich abends um 21:00 mit 7 Jahren nach hause kam, weil ich mit nem Schulkollegen die Umwelt gereinigt hatte. ;) Zeit vergeht wenn man was zu tun hat. In unserem Hause gab es eher den Psycho-Terror dem ich mich später dann kopfmäßig entzogen habe und mich heute dagegen zu wehren weiss.

Auch möchte ich hier einbringen, dass es hier eben nicht um Schläge und dergleichen geht, es geht um eine Warnung, um eine Grenze die man bei Kindern, ich sage jetzt mal pauschal, bis 6 Jahren handelt. Ab da ist der Geist schon so groß, dass man mit psychologischen Tricks ala: "Wenn du das und das machst, dann kommt dein Spielball ins hohe Regal" vorgehen kann, ohne wirklich eine Einschränkung vorzunehmen. Daher bitte ich zu differenzieren. Danach sind fast jegliche Auseinandersetzungen ohne Ertüchtigungen anwendbar. Die Noten werden auch nicht besser, wenn ich mein Kind verprügel. Aber dann ist es zu spät sich selber Vorwürfe zu machen, und viele Eltern sind dann überfordert und lassen diesen Frust an ihren Kindern aus.

@0815-Typ
Kann ich durchaus verstehen, jedoch sollte man, wenn man erwachsen ist nachdenken. Es ist eben nicht so, dass man als Erwachsener sagt: Der war ja bekloppt, sondern man muss sich in die Person reindenken, was sie dazu bewegt hat. Manchmal kommt man zu dem Schluss, dass es keinen rationalen Grund gibt, und dann ist es schlicht die Überforderung. Manchmal auch die Machtbesessenheit, weil sie anderswo nicht ausgeübt werden kann. Dass dieses Mittel zum Zweck falsch ist, sehen wir ja alle ein. Das Wichtigste ist aber, dass man die Einsicht hat, dass es so nicht geht.

@amiga600
Und hier scheiden sich bei uns die Geister. ICH wäre mit 18 ausgezogen aus dieser, wie du es nennst "Hölle". Enterben? Familie? Also wenn deine Familie dir bis dahin nicht geholfen hat, dann hast du keine Familie, sondern höchstens Menschen, die mit dir verwand sind. Und wenn du meinst, durch das Erben einen dermaßen Nutzen ziehen zu können, dann hast du das Leben ansich nicht verstanden. Es kommt nicht auf Besitztümer an. Du hast noch 10 Jahre lang dort verbracht wegen materieller Güter und hast zugelassen, dass man in der Zeit deinen Geist weiterhin festigt. Was ich eben auch in den Aussagen zur Kindererziehung sehe.

Keine Macht dem Besitz und Konsum! Es kann nichts so wichtig sein, wie der eigene freie Geist.
 
Krafty schrieb:
Man möge mich für die Meinung steinigen, aber bei Tieren macht mans doch genauso, und so weit weg ist ein Mensch in seiner geistigen Entwicklung in dem Alter von einem Tier nicht.

Das ein oder andere aktuelle Buch über pädagogische Psychologie dürfte dir die Augen öffnen...
Aber vielleicht tut es ja auch ein kleiner FAZ Artikel.

florian. schrieb:
wenn ich so an meine Kindheit zurück denke, dann hab ich (soweit ich mich erinnern kann) um die 10 Backpfeifen kassiert. wenn man manche von euch so Reden hört könnte man ja meinen ich wäre misshandelt worden.
verquere Welt ;)

zwischen einer Roten Backe (und 15 Minuten Frust) und Blauen Flecken gibt es nunmal auch noch einen Himmelweiten Unterschied.

Ich habs nochmal genauer rausgesucht: §1631 BGB Absatz 2

§ 1631 BGB
Inhalt und Grenzen der Personensorge

(1) Die Personensorge umfasst insbesondere die Pflicht und das Recht, das Kind zu pflegen, zu erziehen, zu beaufsichtigen und seinen Aufenthalt zu bestimmen.

(2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.

(3) Das Familiengericht hat die Eltern auf Antrag bei der Ausübung der Personensorge in geeigneten Fällen zu unterstützen.

Sorry wenn ich es dir sagen muss, aber du wurdest in deiner Kindheit misshandelt...
Da gibts auch keine Ausreden bzgl "erziehungsmaßnahmen". Mit Pädagogik hat das nichts zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
von einer Watschn bekommt man keine seelischen Verletzungen.
Und da dem Körper bei einer Watschn nichts passiert außer einer erhöhten Durchblutung (was ja gesund sein soll) kann man das garantiert nicht als Misshandlung werten.
und doch, Pädagogisch fand ich das sehr Wertvoll.
 
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