strafanzeige gegen schlagende nachbarin?

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Marvin_X schrieb:
Ähm habt ihr selber Kinder? Oder labert ihr irgendeinen Waldorfscheiß nach? Oder hat eurer Vater nicht richtig getroffen?

Ich habe eine Tochter. 10 Jahre alt.
Und ich habe nie die Hand erhoben, es war auch nie nötig.
Genausowenig wie anschreien.
Vielleicht eine Erziehungsfrage.

Aber mit deiner Aussage oben hast du dich für das Gespräch disqualifiziert, sorry.
 
Zuletzt bearbeitet:
hmaulwurf8 schrieb:
ich werde heute den schritt machen und entweder telefonisch oder postalisch das jugendamt informieren. ich denke, auch wenn es konsequenzen in beide richtungen gibt, ist dieser schritt lange überfällig.

Gut so, ich merke, das du dich mit der Angelegenheit lange auseinander gesetzt hast. Es ist wirklich ein schwerer Schritt. Aber glaub mir, wenn es wirklich so schlimm steht, wirst du dich besser fühlen.

Zumal die beim Jugendamt, nicht einfach auflegen und sagen: Wir kümmern uns drum. Die werden dir schon genau zuhöhren und auch auf deine Situation eingehen.

Gruß Schaby
 
MichaW schrieb:
Ich habe eine Tochter. 10 Jahre alt.
Und ich habe nie die Hand erhoben, es war auch nie nötig.
Genausowenig wie anschreien.
Vielleicht eine Erziehungsfrage.

Und tanzt sie auch schon schön ihren Namen? Das Kinder unterschiedlich seinen können, kommt dir nicht in den Sinn, oder, wenn man nur eins hat, wie auch.
 
Boah ey, hier ist Jemand der ne schwierige Entscheidung zu treffen hat und ihr kloppt euch darum, wer die besseren Eltern sind.

Das musste mal sein
 
"Das Kinder unterschiedlich seinen können, kommt dir nicht in den Sinn, oder, wenn man nur eins hat, wie auch. "

Kinder sind nicht unterschiedlich, die Erziehung ist unterschiedlich. Wir reden von ganz normalen Kindern, die bekommen ihre Werte und Erziehung von den Eltern. Und wenn die nicht klappt muss man eben schlagen und schreien? Nein, sehe ich auch anders. Ich würde auch zum Jugendamt gehen, und vor allem würde ich was tun und nicht den Kopfhörer um 3 Stufen lauter stellen damit ich das schreien nicht höre oder sogar die Schläge (bei sowas würde ich mich auch zu anderem hinreißen lassen). Das ist für das Kind der Horror und gerade wenn es sowieso ein Defizit hat (was keine Entschuldigung ist, sondern was behandelt und verbessert werden kann) ist das Leben schon schwer genug. Da muss man nicht auch noch ein Trauma bekommen. Und während den Situationen Polizei anrufen.
 
Marvin_X schrieb:
Wau du bist Nachbar und weißt nicht mal ob das Kind dich versteht? Das Kind ist ja nicht geistig behindert sondern hat adhs, die verstehen dich ganz gut. Die haben andere Probleme.

Und das du überfordert bist merkt man, sonst würde man wohl nicht in einem Computerforum nachfragen.

ja. ich bin niemand, der freundschaften oder kontakte zu menschen aufbaut, nur weil ich zufällig im selben haus mit denen wohne.

von menschen, die ihre kinder massiv anschreihen, die adhs erkrankung als ausrede nehmen und zusätzlich auch noch gelegentlich mal zuschlagen, nehme ich abstand. ich habe kein interesse daran mich mit dieser frau über die erkrankung ihres kindes zu unterhalten. tatsächlich war es ein fehler hier adhs zu erwähnen, weil es keine entschuldigung ist das kind anzuschreien.

eine antwort, wie ich ein gespräch mit dem kind aufbaue schuldest du mir übrigens noch. einfach klingeln und mal die mutter fragen, ob ich mich mal mit ihrem sohn unterhalten kann? hm? was meinste? ich bin für vorschläge offen. ich bin, wie du richtig erkannt hast, mit der situation überfordert.

ach, und noch eine allgemeine sache zum thema schläge in der erziehung. mein vater und seine geschwister wurden damals sehr oft von den eltern "zusammengeschlagen". damals gab es auch noch den rohrstock in der schule. "damals" war das normal. im gegensatz dazu hat mich mein vater niemals als kind geschlagen. deswegen kann ich schläge in der erziehung generell nicht nachvollziehen.
 
@hmaulwurf8

Okay, dann scheint es wohl so zu sein, dass dort was schief läuft. Aber auch wenn das scheinbare Verhalten der Mutter natürlich nicht in Ordnung ist, sollte man sie deswegen nicht verteufeln. ADHS ist einfach eine ganz krasse Störung und eine riesige Belastung für die Erziehenden.

Wenn du das Jugendamt informierst, was ich für den richtigen Schritt halte, solltest du den postalischen Weg wählen und darin möglichst genau beschreiben, wann genau es welche Eskalationen gegeben hat. Umso mehr und umso genauer es dargestellt wird, umso besser. Schriftlich kommt bei Behörden immer besser an als ein einfaches Telefonat. Natürlich ist das alles in allem unangenehm für dich und ich kann auch gut verstehen, dass du lieber deine Ruhe hättest, aber im Sinne des Jungen würdest du mit diesem Schritt etwas Gutes tun.
 
Ich stimme Exar_Kun vollkommen zu.

Das Jugendamt ist der richtige Ansprechpartner; von einer Strafanzeige würde ich insofern abraten, als dass ich die Situation bzw. die Person der Mutter nicht kenne und mir von ihr kein Bild machen kann.

Daher gehe ich wie Exar_Kun von einer massiven Überforderungssituation der Mutter aus - eine Situation, auf die sich eine etwaige Strafanzeige mitsamt der damit verbundenen Kosten nicht gerade positiv auswirken würde. Es würde eine zusätzliche Belastung bedeuten - vermutlich für eine Person, deren Belastungsgrenze bereits längst überschritten ist.

Das Jugendamt hat dagegen Möglichkeiten, der Mutter Hilfe anzubieten und ihr Möglichkeiten aufzuzeigen. Das Kind wird man ihr nicht ohne Weiteres wegnehmen, soviel steht fest.

Ein Brief an das Jugendamt kann auch anonym verfasst werden, man wird der Sache dennoch nachgehen.

Also, lieber TO, hilf bitte Mutter und Kind gleichermaßen und wende Dich an das Jugendamt.

MfG,
Dominion.
 
Aus einem Apfel wird noch lange kein Birnenbaum. Ich finde die Aussage von Dominion1 richtig. Hilf Mutter und Kind gleichmaßen. Gehe zum Jungendamt.
 
Sprich zuerst mit der Mutter.
Gibts keinen Vater?

Vieleicht heult sie sich sogar bei dir aus.
Ich habe Erfahrung mit ADHS aus 1. Hand in der Verwandtschaft.
So ein Kind kann einen schon wahnsinnig machen, wenn es einfach nur da sitzt und eigentlich gar nichts tut.
Ich weis.. hört sich blöd an, ist aber so.

@Onkelhitman
Du hast entweder kein, oder nur ein Kind.
Jedes Kind ist auch bei völlig gleicher Erziehung von der Geburt weg(eigentlich schon vorher deutlich!) ein eigenständiger Charakter.
Man kann ihm Verhaltensweisen beibringen, sonst nix.
 
Marius schrieb:
Sprich zuerst mit der Mutter.
Gibts keinen Vater?

hab ich schon. sie gibt ihrem kind die schuld und rechtfertigt sich, dass es "damals" auch normal war die kinder anzuschreien.

sie ist alleinerziehend.

ich bedanke mich nochmal bei allen kommentaren. die entscheidung ist bereits getroffen. morgen werde ich ein schreiben für die örtlichen jugendämter aufsetzen. (obwohl eine kurze internetrecherche kein gutes licht auf das regionale jugendamt hier geworfen hat)
 
Ich habe eine jüngere Cousine und sie wurde von ihrer Mutter sagen wir mal... etwas verwarlost. Das ging später so weit, dass sie sich irgendne Infektion geholt hat und heute ganz leicht behindert.

Alle haben damals die Fresse gehalten, weil sich keiner getraut hat, seine Verwandten anzuschwärzen.
Ich war damals zu jung. Heute gibts nur lange Gesichter.

Ich finds gut, wenn du zum Jugendamt gehst. Die Sachlage hört sich deiner Schilderung nach abnormal an.
 
Hast du den Brief schon geschrieben bzw. beim Jugendamt angerufen?
Ich würde die Polizei informieren, so das sie zu der Uhrzeit kommt wenn es eskaliert.
(Laut deiner Aussage ja jeden Morgen vor der Schule?) Also auch vor diesem Moment die Polizei rufen, damit sie auch etwas mitbekommt.
Die Polizei wird daraufhin die Situation selbst beurteilen und die Polizei schaltet auch das Jugendamt ein.
Aufgrund der Störungen durch den Nachbarn kannst du, solltest du mit ihnen in einem Gebäude wohnen, eine Mietminderung vordern, welcher soweit nachweisbar, auch nachgegangen werden muss wenn sich nichts ändert.
Der viele Offtopic hier hilft denke nicht weiter, haben bzw. hatten hier mit den Leuten die über uns Wohnen so ziemlich den gleichen Fall.
Viel Glück dir
 
Smash32 schrieb:
Hast du den Brief schon geschrieben bzw. beim Jugendamt angerufen?

ich habe eine email geschrieben und auch schon eine antwort bekommen.

für die interessiert, hier die mail:
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte mich nachdem ich mich lange mit der Situation auseinandergesetzt habe
an Sie wenden.

Ich wohne in einem Mehrfamilienwohnhaus mit insgesamt sieben Mietparteien. Seit
nunmehr etwa einem Jahr wohnt eine alleinerziehende Mutter mit einem ca. 14-16
altem „Problemkind“ neben mir. Das Kind hat meines Wissens nach eine geistige
Behinderung und die Mutter ist offenbar mit der Erziehung überfordert.

Das Haus ist sehr hellhörig und ich höre nahezu jeden Morgen, bevor der Sohn vom
Schulbus abgeholt wird, massive Schreie der Mutter. Der Sohn weigert sich offenbar
des Öfteren die Wohnung zu verlassen und zur Schule zu gehen und dabei eskaliert
die Situation dann.

Es kommt aber auch sporadisch gelegentlich zu massiven „Schreiattacken“ seitens
der Mutter. Die Erwiderung des Sohnes ist meist nur „Hör auf“.

Ich habe die Mutter nur einmal direkt mit der Situation konfrontiert und sie
rechtfertigte sich damit, dass „das früher auch normal war das Kind anzuschreien
wenn es nicht hört“. Sie gibt außerdem ihrem Kind die Schuld, dass sie so reagiert,
wie sie reagiert.

Ich habe es seitdem meinem Vermieter überlassen zumindest etwas gegen die
Lärmbelästigung zu unternehmen. Konsequenzen blieben aber offenbar aus, so dass
sich die Situation bis heute nicht verändert hat.

Kürzlich hat sich jedoch etwas ereignet, was letztendlich ausschlaggebend für dieses
Schreiben war. Ich habe zusätzlich zu den regulären massiven Schreien auch
Schläge gehört. Ich schließe ein Irrtum leider aus, da nach den Schlägen, die ich
gehört habe, das Kind angefangen hat zu weinen.

Ich bin als Nachbar mit dieser Situation überfordert, sehe aber dringenden
Handlungsbedarf. Ich möchte Sie bitten, sich etwas genauer mit der Situation
auseinanderzusetzen und zu prüfen, wie hier weiter vorgegangen werden kann.

Ich möchte aus nachvollziehbaren Gründen gegenüber Frau *** vorerst anonym
bleiben. Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen per E-Mail gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

hier die antwort (standardschreiben halt):

Sehr geehrter Herr ***,

ich habe ihr Schreiben die Familie *** betreffend heute erhalten.

Ich werde mit der Familie Kontakt aufnehmen und ihren Angaben nachgehen.

Die Zuständigkeit liegt beim Landkreis ***

Mit freundlichen Grüssen
 
Ich hoffe das auch wirklich etwas getan wird.
Nicht das es so bleibt wie es momentan ist.
 
Smash32 schrieb:
Ich hoffe das auch wirklich etwas getan wird.

also, ich habe die mail an zwei jugendämter hier im umkreis geschickt, um nummer sicher zu gehen. ich wusste auch nicht ganz genau, welches jugendamt für meinen wohnort zuständig ist.

insofern denke und hoffe ich, dass etwas unternommen wird, da jetzt zwei institutionen von der situation wissen. ob das nun tatsächlich was ändert, bleibt jetzt man so dahingestellt, aber immerhin hab ich schon ein antwortschreiben erhalten.

bis jetzt hat sich allerdings nichts geändert. heut morgen wie immer zur gleichen zeit, bin ich wieder von dem geschrei wach geworden. ich brauch morgens gar keinen wecker.
 
Je nachdem wann morgens fällt das in den Bereich "Ruhestörung" und das würde ich der Polizei melden. Und wenn das jeden morgen ist, dann rufst du halt jeden morgen die Polizei....

Es kann nicht angehen, dass deine Ruhe gestört wird (auch wenn es auf den Fall hier bezogen nicht sehr sozial klingt) aus welchen Gründen auch immer. Etwas gegen die Mutter tun kannst du nur passiv (was du getan hast) also versuche jetzt dein Recht durchzusetzen.

Und auch nochmal mit den Vermietern sprechen, dass du es so nicht einsiehst und ggf. eine Mietkürzung in Betracht ziehst. Bin mir nicht so im klaren über die Möglichkeiten der Mietkürzung in diesem Fall. Evtl. mal im Mietverein oder Anwalt anfragen.
 
Miete kann auf jeden Fall gekürzt werden, kam die Tage erst bei Sterntv nen Bericht drüber.
 
@maulwurf> respekt. hoffe du hältst uns aufm laufenden.
 
bis jetzt hat sich allerdings nichts geändert. heut morgen wie immer zur gleichen zeit, bin ich wieder von dem geschrei wach geworden. ich brauch morgens gar keinen wecker.

Ich würde auch einfach die Polizei anrufen, denn die kann dann direkt den Kinderhilfsdienst vom Jugendamt einschalten. Das geht deutlich schneller als eine Anfrage beim Jugendamt.

Ich habe selber einen Sohn mit ADHS und wer hier schreibt das das eine Erziehungssache ist, sollte sich glücklich schätzen kein Kind mit ADHS zu haben.

Wir haben damals von uns aus Hilfe beim Jugendamt gesucht und bekommen. Leider hören viele Eltern sich Sprüche wie "Ihr solltet eure Kinder mal erziehen" an und geben sich selbst die Schuld, was zur Abgrenzung usw. führen kann!
Dabei ist es gar nicht einfach, wenn das Kind im ersten Moment gar nicht merkt das es Grenzen überschreitet. Sprich man kann seinem Kind zig mal sagen was geht und was nicht geht, es lernt es einfach nicht. Besonders nicht unter Druck, da es sich ungerecht behandelt fühlt.
Es gibt nichts schlimmeres für einen Vater als von seinem Kind zu hören das es gern so wäre wie die anderen Kinder.

Unser Sohn war in einer Tagesklinik um auf die Schule vorbereitet zu werden und wird auch jetzt noch Regelmäßig betreut. Dank der Hilfe durch diverse Organisationen hat er ein überragendes Zeugnis, kommt in der Schule gut mit, hat im Gegensatz zu früher einige Freunde usw.
Er ist Glücklich :)
Ohne die Hilfe hätten wir das nicht geschafft.
 
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