Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte mich nachdem ich mich lange mit der Situation auseinandergesetzt habe
an Sie wenden.
Ich wohne in einem Mehrfamilienwohnhaus mit insgesamt sieben Mietparteien. Seit
nunmehr etwa einem Jahr wohnt eine alleinerziehende Mutter mit einem ca. 14-16
altem „Problemkind“ neben mir. Das Kind hat meines Wissens nach eine geistige
Behinderung und die Mutter ist offenbar mit der Erziehung überfordert.
Das Haus ist sehr hellhörig und ich höre nahezu jeden Morgen, bevor der Sohn vom
Schulbus abgeholt wird, massive Schreie der Mutter. Der Sohn weigert sich offenbar
des Öfteren die Wohnung zu verlassen und zur Schule zu gehen und dabei eskaliert
die Situation dann.
Es kommt aber auch sporadisch gelegentlich zu massiven „Schreiattacken“ seitens
der Mutter. Die Erwiderung des Sohnes ist meist nur „Hör auf“.
Ich habe die Mutter nur einmal direkt mit der Situation konfrontiert und sie
rechtfertigte sich damit, dass „das früher auch normal war das Kind anzuschreien
wenn es nicht hört“. Sie gibt außerdem ihrem Kind die Schuld, dass sie so reagiert,
wie sie reagiert.
Ich habe es seitdem meinem Vermieter überlassen zumindest etwas gegen die
Lärmbelästigung zu unternehmen. Konsequenzen blieben aber offenbar aus, so dass
sich die Situation bis heute nicht verändert hat.
Kürzlich hat sich jedoch etwas ereignet, was letztendlich ausschlaggebend für dieses
Schreiben war. Ich habe zusätzlich zu den regulären massiven Schreien auch
Schläge gehört. Ich schließe ein Irrtum leider aus, da nach den Schlägen, die ich
gehört habe, das Kind angefangen hat zu weinen.
Ich bin als Nachbar mit dieser Situation überfordert, sehe aber dringenden
Handlungsbedarf. Ich möchte Sie bitten, sich etwas genauer mit der Situation
auseinanderzusetzen und zu prüfen, wie hier weiter vorgegangen werden kann.
Ich möchte aus nachvollziehbaren Gründen gegenüber Frau *** vorerst anonym
bleiben. Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen per E-Mail gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen