strafanzeige gegen schlagende nachbarin?

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Fischkopp schrieb:
Ich würde auch einfach die Polizei anrufen, denn die kann dann direkt den Kinderhilfsdienst vom Jugendamt einschalten. Das geht deutlich schneller als eine Anfrage beim Jugendamt.

das problem mit der polizei ist, dass das geschrei in einem relativ kurzen zeitfenster stattfindet. bevor die von der wache hier im ort ankommen, ist der sohn schon längst richtung schulbus unterwegs.

wenn dann müsste man der polizei sagen, dass sie mal um so und soviel uhr vorm haus parken sollten. und selbst dann gibt es auch keine "garantie", dass die mutter wieder rumschreit. es passiert ja nicht jeden morgen, nur nahzu jeden morgen.
 
Das Kind tut mir jetzt schon Leid. Gerade mal ein wenig auf Wikipedia über ADHS gelesen und was die Mutter da abzieht ist ja wohl das Letzte.

Ich kann nur nochmal betonen, dass ich es gut finde, dass du beim Amt bescheid sagst. Ich hoffe nur, da tut sich etwas.
 
was die Mutter da abzieht ist ja wohl das Letzte.

Das kann man nur unterschreiben, denn sie macht genau das Gegenteil von dem, was ein Kind mit ADHS braucht. Kein Kind sollte geschlagen oder zu irgendwas gezwungen werden.
Aber angesichts der Tatsache wie oft ich mir anhören musste das mein Kleiner mal eine Tracht Prügel verdient hätte, wundert mich leider nicht was da abgeht :(

das problem mit der polizei ist, dass das geschrei in einem relativ kurzen zeitfenster stattfindet. bevor die von der wache hier im ort ankommen, ist der sohn schon längst richtung schulbus unterwegs.

Stimmt leider :(
Aber eine Strafanzeige wegen Misshandlung würde genau das bewirken, sprich das die Polizei vorbei kommt. Das hat ja nichts mit "auf frischer Tat ertappen" zu tun, denn Misshandlungen kann man auch später noch nachweisen.
Der Sohn würde dann auch befragt werden.
Was ich mich frage ist, bist du der einzige Nachbar den das stört?
Sonst könnte man auch die anderen Nachbarn um Unterstützung bitten,
leider kommen viele nicht von selbst auf die Idee bei sowas den ersten Schritt zu wagen, wie du es getan hast, meinen Respekt.
Immerhin haut man da nicht die Mutter in die Pfanne, sondern hilft ihr unter umständen.
Manche müssen nur leider zu ihrem Glück gezwungen werden :(
 
Wenn der Junge nur noch irgendwann "Hör auf" winselt, ist der Bogen meiner Meinung nach überspannt. Aber aus der Ferne ist das eben gemutmaßt.

Ist sicher kein Zuckerschlecken, die Erziehung solch eine Kindes, aber wenn man nicht das Zeug dazu hat, sollte man es zum Wohle des Kindes anderen überlassen, die das Zeug dazu haben.
 
Fischkopp schrieb:
Sonst könnte man auch die anderen Nachbarn um Unterstützung bitten,
leider kommen viele nicht von selbst auf die Idee bei sowas den ersten Schritt zu wagen, wie du es getan hast, meinen Respekt.
Immerhin haut man da nicht die Mutter in die Pfanne, sondern hilft ihr unter umständen.

ich überlasse das jetzt vorerst erstmal dem jugendamt. die situation ist leider kompliziert und dann auch noch die restlichen mieter "um unterstützung" bitten, könnte vielleicht genau das gegenteil bewirken. die mutter würde sich in die enge gedrängt fühlen und komplett dicht machen wahrscheinlich.

ich erwarte allerdings keine unterstützung. die meisten menschen, und ich zähle mich eigentlich auch dazu, haben es halt lieber einfach und gucken lieber weg, als was zu unternehmen. vorallem wenn man sich persönlich involviert muss man sich mit persönlichen konsequenzen auseinandersetzen. wobei auf der anderen seite ein anonymer brief wirklich nicht zu viel verlangt ist. ich habe aber trotzdem sehr lange gezögert, bis ich überhaupt was unternommen habe.

meine motivation war auch um ehrlich zu sein nicht der frau oder dem kind zu helfen. mir ist das wirklich egal. ich kenne diese personen nicht. ich will nur meine ruhe und wenn im gleichen atemzug dem kind vielleicht noch geholfen wird, dann ist das ein positiver nebeneffekt. hört sich bitter an, aber so ist das.

und zum thema pfanne... meine eltern wohnen hier auch im selben ort und meine mutter lief meiner nachbarin vor ein paar tagen über den weg, bzw. ging ein paar meter vor ihr auf dem bürgersteig. sie hat gehört wie meine nachbarin sowas wie, "...und da scheißen einen die nachbarn an..." gesagt hat. die frau ist geistig ganz offensichtlich nicht wirklich auf hohem niveau. ein weiterer punkt, der verdeutlicht, dass sie tatsächlich überfordert ist. und das ist noch nett ausgedrückt.
 
hmaulwurf8 schrieb:
ich überlasse das jetzt vorerst erstmal dem jugendamt. die situation ist leider kompliziert und dann auch noch die restlichen mieter "um unterstützung" bitten, könnte vielleicht genau das gegenteil bewirken. die mutter würde sich in die enge gedrängt fühlen und komplett dicht machen wahrscheinlich.

Durch diese Aussage kam etwas in mir auf, das ich nur noch mit Bewunderung umschreiben kann. Mehr solcher Menschen wie den TE/Maulwurf würden unseren Planeten bewohnenswerter machen. Es ist gar kein bedingungsloser Altruismus erfoderlich. Allein diese Fähigkeit, sich in den anderen hineinzuversetzen, ist mehr als das, zu was die deutsche Verwaltung in der Lage ist. Und das meine ich wertfrei beschreibend, weil häufig auch diese (also die Polizisten und Sozialhelfer) mit Sicherheit nicht so dürfen, wie sie wollten.
 
Ich finde es immer noch gut, dass du überhaupt etwas machst. Jedoch würde ich als Familienvater einen Schritt weiter gehen. Wenn ich höre das Kind liegt scheinbar am Boden und jammert nur noch"hör auf". Würde ich an die Tür Hämmern und die Frau zu rede stellen. Dies auch nicht in einem freundlichen Ton, sondern sehr bestimment. In dieser Situation muss erkennbar sein, dass du das Gespräch führst. Es kann zwar eskalieren, aber es ist aus meiner Sicht wichtig diese Frau in ihre Schranken zu verweissen. Dies geht nur mit einem bestimmenden Tonfall.

"Sie gehen hier zu weit".
"Hören Sie nicht das Flehen IHRES Kindes".

Ich würde Sie auf das Ergebniss ihres Handeln hinweisen. Nicht auf die Tat selber oder ihr Drohen. Aber mann sollte ihr Spontan die Augen öffnen.
 
Bevor der Sohn 16-17 wird und seine Mutter tot schlägt, sollte man einfach anonym das Jugendamt informieren, dass in dieser Wohnung massive Dinge passieren. Das hast du ja zum Glück auch getan. :)
Ist ja nicht so schlimm, du hast im Endeffekt nichts damit zu tun und das Kind wird sich evtl. in späteren Jahren denken: Zum Glück hat da jemand nicht einfach weggesehen....

Deine Einstellung ("geht nur um mich und meine Ruhe") kann ich zwar nicht nachvollziehen, denn würdest du den Jungen kennen, würdest du aus einer anderen Motivation handeln, aber ich will hier auch nicht den Moralapostel raushängen lassen. Is schließlich dein Ding wie du zu solchen Dingen stehst.
 
Zuletzt bearbeitet:
KanonenfutterZS schrieb:
"Sie gehen hier zu weit".
"Hören Sie nicht das Flehen IHRES Kindes".

Ich würde Sie auf das Ergebniss ihres Handeln hinweisen. Nicht auf die Tat selber oder ihr Drohen. Aber mann sollte ihr Spontan die Augen öffnen.

ja, und dann? fasst sie sich vielleicht an die stirn und macht die tür zu. ich versteh das nicht, wie man nur für 2 sekunden in die zukunft denken kann. das ändert doch rein garnichts an der ursache. im gegenteil. reagiert man selbst aggressiv, wird die mutter ebenfalls aggressiv reagieren.

nenn es karma, oder "so wie es in den wald hineinschallt, so schallt es auch wieder raus".

gh0 schrieb:
... würdest du den Jungen kennen, würdest du aus einer anderen Motivation handeln ...

würde ich den jungen kennen, würde ich dinge mit der mutter machen, die mich für einige zeit ins gefängnis bringen würden und ganz sicher stellen, dass die mutter ihr kind nie wieder anschreien kann.
 
beinahe ein jahr ist es her und an der situation hat sich rein garnichts geändert. jugendamt habe ich kontaktiert, siehe oben.

habe auch kürzlich mal wieder mit der frau gesprochen aber es is leider immer noch die gleiche geschichte. sie rechtfertigt sich damit, dass das damals genau so war und schiebt alles von sich weg.

gestern wurde ich allerdings positiv von meinen andere nachbarn überrascht. eine nachbarin (rentnerin, wohnt schon ~20 jahre in diesem haus) klingelte an meiner wohnungstür und zeigte mir einen handgeschriebenen brief. das haus sammelt jetzt unterschriften für eine "sammelbeschwerde".

obs was bringt? ich bezweifle es. ich denke auch schon etwas länger darüber nach eine strafanzeige zu erstatten. nicht gegen lärmbelästigung sondern wegen kindesmisshandlung und evtl. noch unterlassener hilfeleistung gegen meinen vermieter oder gleich das jugendamt. offenbar hat niemand gehandelt oder haben die einfach garkeine möglichkeiten zu handeln?

die frau ist wirklich keinem mehrfamilienhaus zuzumuten. gibt es nicht sowas wie betreutes wohnen für überforderte mütter mit geistig eingeschränkten kindern? die frau braucht professionelle hilfe, das ist sicher.
 
Ne Anzeige wegen Kindesmisshandlung kann dir übrigens ne Anzeige wegen übler Nachrede bzw. falscher Beschuldigungen einbringen.
Geh doch einfach wenn es hoch her geht rüber und klingel. Kann denn keiner mehr was auf dem direktem Wege klären? Und nimm kein Blatt vor den Mund. Sag ihr dass es sich in deiner Wohnung anhört als wenn sie ihr Kind schlagen würde. Sag ihr auch du bist nicht der einzige dem das aufgefallen ist. Jetzt wo alle anderen Wege gescheitert sind hast du doch nix zu verlieren. Du gibst doch eh nix auf das Verhältnis zu deinen Nachbarn.
Übrigens hast du in Post #49 geteigt das du kein bischen besser bist. Wenn du das Kind also kennen würdest stände seinerseits eine Straftat sie sie Mutter betrifft an. Schlagen?Abstechen?Töten? Das sind Sachen die einen ins Gefängnis bringen.
Zur Not mach doch einfach mal ne Aufnahme mit dem Handy wenn es wieder losgeht. So hast du was in der Hand wenn du mit ihr redest.

Edit: Gehts dir eigentlich mehr ums Kind oder um deine Ruhe?
 
@Timomsv, ich hab doch schon mit der frau direkt drüber geredet, erst vor ein paar wochen.

ich geh übrigens nicht jeden morgen um 7 aus meiner wohnung nur um bei der frau zu klingeln und zu fragen ob sie mal die schreie unterlassen kann. das passiert nämlich nahezu täglich. oder mal um 23uhr abends. irgendwann hörst du halt auf etwas zu unternehmen, weil es nichts bringt.

zu post #49: ich finde unter extremsituationen ist es durchaus legitim selbstjustiz auszuüben. in welchem umfang und in welcher situation ist wieder eine andere diskussion. rein hypotetisch: wenn du eine mutter in der fußgängerzone siehst, die ihr (14-16 jähriges) kind schlägt, würdest du es für gerechtfertigt halten zu der mutter zu gehen und ihr ins gesicht zu schlagen?

über die probleme einer strafanzeige bin ich mir bewusst. verleumdung usw.

die letzte frage ist kompliziert, wie schon hier im thema erwähnt. ich bin kein pädagoge oder heiliger samariter. würde ich zu entscheiden haben, würde ich der mutter sofort das sorgerecht entziehen.

ich habe aber nicht zu entscheiden und so kann ich leider "nur" meine rechte als mieter einfordern. ich bin mieter und muss entsprechend handeln. als bürger wäre es eigentlich meine pflicht zusammen mit dem restlichen ort die frau öffentlich zu steinigen.

also, mir gehts eigentlich um beides aber ich habe nur die möglichkeite meine ruhe einzufordern.
 
Zornbringer schrieb:
zu post #49: ich finde unter extremsituationen ist es durchaus legitim selbstjustiz auszuüben. in welchem umfang und in welcher situation ist wieder eine andere diskussion. rein hypotetisch: wenn du eine mutter in der fußgängerzone siehst, die ihr (14-16 jähriges) kind schlägt, würdest du es für gerechtfertigt halten zu der mutter zu gehen und ihr ins gesicht zu schlagen?



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Du hast doch den Knall nicht gehört.........Ich würde ganz sicher keine Frau schlagen. Zeigt aber wessen Kindes Geist du bist. Geh doch einfach mal rüber und donner ihr ordentlich eine ins Fressbrett mit der Begründung das du Gewalt gegen Kinder scheisse findest.
Ich bin an der Stelle raus.
 
Timomsv schrieb:
Du hast doch den Knall nicht gehört...

ja, zeigt auch sehr gut, wessen kindes geist du bist... ich stelle eine hypotetische frage und du kennst mich schon so gut als ob wir uns ein ganzes leben lang kennen würden.

du gehörst also zu der kategorie "lieber weggucken"? oder "erstmal drüber reden"? ich habs in meinem konkreten fall schon mehrfach mit reden versucht. das soll keine rechtfertigung für andere mittel sein. nur ein hinweis, dass reden leider nicht immer was bringt.

ich habe in meinem leben noch nie jemanden zusammengeschlagen oder generell physischen schaden zugefügt. das letzte mal als ich eine körperliche auseinandersetzung hatte war im sportunterricht in der realschule.

du hast mir gegenüber massive vorurteile, basierend auf einer rein hypotetischen frage, die ich nichtmal selbst beantwortet habe. fass dir mal an den kopf und denk nochmal drüber nach was du mir an den kopf wirfst.

ich bin der letzte der irgendjemandem wirklich körperlichen schaden zufügt, selbst wenn ich manchen menschen wirklich gerne mal richtig in die fresse schlagen würde. darüber zu schreiben ist eine sache, es zu tun wieder eine andere.
 
Selbst wenn man Zeuge wird, wie eine Mutter auf offener Strasse ihr Kind schlägt, hat man ihr noch lange keine auf die Ohren zu hauen, denn das zieht eine Strafanzeige mindestens wegen Körperverletzung nach sich und dabei spielt es keine Rolle, warum man zugeschlagen hat.

Deine von dir angesprochene Selbstjustiz ist hier in Deutschland verboten und es ist auch gut so, dazu gehören auch solche "Bürgerpflichten" wie öffentlich steinigen, die vielleicht in anderen Kulturkreisen Usus sein mögen, aber garantiert nicht in Deutschland. Wir leben hier nicht mehr im Mittelalter.
 
_Systemfehler_ schrieb:
Selbst wenn man Zeuge wird, wie eine Mutter auf offener Strasse ihr Kind schlägt, hat man ihr noch lange keine auf die Ohren zu hauen, denn das zieht eine Strafanzeige mindestens wegen Körperverletzung nach sich und dabei spielt es keine Rolle, warum man zugeschlagen hat.

strafrechtlich gesehn tut man das natürlich nicht. strafrechtlich gesehn hält sich auch jeder an geschwindigkeitsbegrenzungen. aber wie siehts moralisch aus? moral und gesetz sind nicht immer eins.

_Systemfehler_ schrieb:
... Deutschland... Wir leben hier nicht mehr im Mittelalter.

richtig, wir leben in 2012 wo sich kinderschänder und raubkopierer ihre zellen teilen.

so, hoffe, das ist jetzt noch nicht zu viel offtopic geworden.

mal wieder zurück zu meiner eigentlichen frage, getan hat sich ja in diesem jahr nicht viel. was kann man noch tun? vermieter tut nichts, jugendamt tut nichts. nochmal versuchen? polizei? staatsanwalt?
 
Was Du noch machen könntest wäre, wenn Du in keiner all zu großen Stadt wohnst, die Hausätrzte mal Bescheid sagen. Denn wen die Mutter wirklich das Kind schlagen sollte hinterlassen diese Schläge ja Hämatome die denn der Arzt dem Jugendamt mitteilen sollte/ Muss und spätestens denn sollte das Jugendamt reagieren.

Aber typisch Deutschland. Es muss erst was passieren damit die Ämter reagieren. Sieht man ja oft genug in den Median dass das Jugendamt erst reagiert wenn es schon längst zu spät ist und sich denn rausredet.

That is germany.
 
Bei der Polizei wegen Ruhestörung melden.
Sollte es wirklich jeden Tag etwa um die gleiche Uhrzeit vorkommen dies gleich mitteilen.
Die Polizei kommt in solchen Fällen meist um die genannte Uhrzeit raus und hört sich das was passiert an um danach dann zu handeln.
 
Smash32 schrieb:
Bei der Polizei wegen Ruhestörung melden.

sry, hab ich das vergessen? die waren auch schonmal hier, hat die frau nicht sonderlich interessiert.

zitat: "die machen auch nix."
 
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