Streaming Setup

MasterMaso

Lt. Commander
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Apr. 2018
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1.846
Hallo,

ich möchte in möglichst naher Zukunft auch versuchen zu streamen. Derzeit besitze ich das Sennheiser PC 320, angeschlossen an mein Asus Prime B350 Plus. Ich finde aber, dass mein Mikro zu leise ist und ein geringes Rauschen hat. Gibt es eine Möglichkeit, dass ich die Qualität verbessere und mich lauter mache ? Wenn ich das soweit in OBS einstelle höre ich mich immer so verfälscht an.
Gegen eine Investition in ein besseres Sound Setup hätte ich auch nichts, da es ja auch außerhalb des Streamings einen Mehrwert bieten würde.
Es wird ja immer eine Kopfhörer + Mic + Soundkarte vorgeschlagen. Was würdet ihr mir vorschlagen ? Ich hatte das Sennheiser damals gekauft, da man der Firma immer ein gutes Mikro nachsagt. Mein PC 3 Chat vorher hat mich aber irgendwie mehr überzeugt als mein jetziges Sennheiser. Vielleicht gibt es ja auch was damit ich dieses Headset verbessern kann.

MfG MasterMaso
 
Ist extrem stark vom Budget abhängig, sowie von anderen umständen.

Ja, Kopfhörer und Mikro separat bietet sich an.
Wer es unkompliziert will, pappt sich ein Modmic an seinen Kopfhörer. Allerdings hat man dann einfach zusätzliche Kabel runterhängen. Manche mögen das nicht. Das Modmic hat aber eine ordentliche Sprachqualität und man kann das Mikro nahe am Mund positionieren, was die Aufnahme um einiges vereinfacht.

Eine andere Option wäre ein Standmikrofon. Ich nutze z.B. ein Samson Meteor und finde die Qualität gemessen am Preis tatsächlich recht ansprechend. Einen Podcast würd ich damit nicht machen, aber für Streams und Gameplayvideos reicht es. Allerdings muss auch ein Standmikro möglichst nahe an das eigene Gesicht ran und es nimmt Umgebungsgeräusche noch etwas besser mit auf. Bei mir kein grosses Problem, aber eine Mechanische Tastatur würdest du extrem gut hören. Es ist zudem anfällig auf Erschütterungen, oder wenn man gegen den Tisch haut, etc.

Die qualitativ beste, aber auch teuerste Option wär dann wiederum ein Mikro & Boomstand & XLR-Mixer und dazu ein Kopfhörer. Da kann ich aber nix empfehlen.

Was den Kopfhörer an sich angeht, fahr zu einem HiFi Händler. Also nicht MediaMarkt, Saturn und co., sondern wirklich ein gut sortiertes Fachgeschäft. Nimm eigene Musik und etwas Zeit mit und hör dich mal quer durch's Sortiment. Hier werden dir viele einen beyerdynamic empfehlen, und dagegen ist im Grunde auch nichts einzuwenden - aber das Hörerlebnis ist extrem subjektiv. Für mich waren die beyer z.B. nix und es wurde ein Sennheiser, anderen wiederum gefallen diese nicht und man holt sich einen AKG, etc.
Also: probehören!
 
Wenn ich jetzt für die gesamte Kobination erstmal 100€ ausgeben würde, ließe sich damit schon was ordentliches finden ? Leider kostet das Modmic ordentlich was. Dieser Fio KHV, verstärkt/verbessert der auch das Mikro ?
 
Kurzes Feedback zum Samson Meteor Mic. Ich hab mir das nach Empfehlung auch geholt, jedoch will ich keinen Extra Arm am Tisch haben.
Wie Captain Mumpitz schon sgte ist es sehr sehr empfindlich - beim Streamen ist es ja immer aktiv also nimmt es die mechanische Tastatur und andere Umgebungsgeräusche stark auf.

Leider kann ich es für diesen Einsatzweck nicht mehr empfehlen
 
Mit 100€ brauchst du eigentlich nichtmal anfangen.
Alleine ein wirklich guter Kopfhörer kostet dich schon mal 150€ aufwärts, ein Modmic 80€ oder ein XLR-Mikrofon ebenfalls um die ~100€. Dazu bräuchtest du noch einen XLR-Mixer.

der KHV ist ein Kopfhörerverstäker, macht also genau das: den Kopfhörer verstärken. Hat mit dem Mikro gar nix am Hut.

Wenn du das Budget nicht hast oder nicht ausgeben willst, kannst du nur bei deinem Headset bleiben.


@maxik das Meteor positioniert man am besten so nah wie möglich am Körper/Gesicht. Meines steht relativ nahe der Tischkante. Dann ist es ein herumprobieren mit dem Pegel.
Ich hab keine Mecha Tasta, einen recht leisen Rechner und lebe alleine - die einzigen Umgebungsgeräusche produziere ich somit selber ^^
 
Ja ich habe leider eine Mechanische Tastatur und auch sonst ist es in meinem Haus nicht gerade super leise.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sind denn gute Kopfhörer erforderlich ? Ich könnte ja auch das Headset weiterverwenden oder eine Soundkarte/Mixer vorschrauben oder ich hole mir ein recht gutes Ansteckmic.
 
@MasterMaso dann käm nur entweder ein Modmic oder eine noch teurere lösung mit einem entsprechenden Kondensatormikrofon in Frage und dann kannst du schon mal mind. 200€ rechnen.

Absolut billigste Lösung für deine Zwecke: Superlux KH plus das Modmic.


edit: notwendig ist hier gar nix, es geht um deine eigenen Ansprüche, bzw. die deiner Zuschauer wenn es um die Mikrofonqualität geht. Kopfhörer sind Headsets in der Soundqualität halt ziemlich überlegen, der Superlux ist die Billigvariante, die ab und an Empfehlung findet.
Ein Ansteckmic von Zalman & co. ist für Teamspeak usw. super, aber für Streaming und Gameplayaufnahmen würd ich dann doch mehr investieren wollen.
 
Würde die Creative Soundblaster Omni denn eine Verbesserung bringen, bezogen auf das Mic ? Was vielleicht noch wichtig wäre, kann die Soundkarte mein Mic schnell muten ?
 
MasterMaso schrieb:
Würde die Creative Soundblaster Omni denn eine Verbesserung bringen, bezogen auf das Mic ?
Wenn die Störquelle dein Onboard-Sound ist, vermutlich.

Vergiss was hier stand, das ist Klinke gewesen.
Du bekommst aber auch USB-Varianten von Kondensatormikrofonen auf Amazon hinterhergeschmissen.
Damit umgehst du die Soundkarte als Störquelle.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Chillaholic Bei einem Kondensatormikrofon ist leider das Problem, dass man wahrscheinlich meine Tastatur hören wird.
 
Das kommt immer auf die Positionierung des Mikros sowie die Einstellungen an
 
Mit einem Großmembran Mikro musst du nicht unbedingt deine Tastatur mit aufnehmen, kommt halt darauf an welche richtcharakteristik es hat etc.

Aber um mal butter bei de fische zu machen, wenn du nur "wenig" geld ausgeben willst
Kleinmixer
Mikrofon
Mikrofon-Arm
Kopfhörer (recht guter klang für'n schmalen Taler)
FiiO E10k

biste bei ~250€ sofern du den FiiO nicht willst un vorerst mit dem Onboard-Sound auf den ohren leben kannst biste bei 170€

Klanglich sollte dich das wirklich nach vorne bringen und wirklich günstiger wirst wohl nicht kommen... Eher teurer

Edit: im groben und ganzen muss ich @Captain Mumpitz zustimmen, es kommt auf deine Ansprüche an, aber wie gesagt du willst ja auch das es lockend für die zuschauer ist!

Bei 99% auf dem markt befindlichen Headsets die normalsterbliche kennen hast ein Rauschen, da die mikros emfpindlich wie sau sind!

Ausnahmen bilden hier z.b. die hier Beyerdynamic DT 797 PV, damit sparst du dir dann aber auch den Mikrofon-Arm sowie das Mikrofon, um einen Mixer mit 48V Phantomstrom kommste aber nicht rum!
 
Zuletzt bearbeitet:
MasterMaso schrieb:
Bei einem Kondensatormikrofon ist leider das Problem, dass man wahrscheinlich meine Tastatur hören wird.
Wenn man so argumentieren würde, dann dürftest du dir keines der bisher genannten Mikrofone zulegen!
Egal ob Headset, ModMic, Samson Meteor oder von mir aus auch der übliche XLR-Großmembraner. Im Endeffekt sind es alles Kondensatormikros.

Wie Captain Mumpitz es schon völlig richtig angedeuetet hat:
Die Empfindlichkeit gegenüber störenden Geräuschen aus der Umgebung ergibt sich vornehmlich aus dem Abstand zum Mikro.

Davon abgesehen sollte man natürlich ein wenig darauf achten, ein Mikro mit einer passenden Richtcharakteristik zu wählen. Für solche Zwecke wären das Nieren, Supernieren, Hypernieren oder Keulen, wobei jede Variante natürlich so seine spezifischen Vor- und Nachteile mit sich bringt. Meistens kommen Mikrofone für Sprachaufnahmen mit einer einfachen Niere.

Die Samsons würde ich bei einer akustisch unkontrollierbaren Umgebung persönlich nicht empfehlen. Mein Samson Go Mic USB ist ebenfalls sehr anfällig für das Klackern der Tastatur, das Summen des Deckenfluters oder das Brummen der vorbeifahrenden Autos. Wenn man sich die Polardiagramme ansieht, dann fällt auf, dass sowohl das Go Mic als auch das Meteor nach hinten hin sehr schlecht schirmen (-> keine saubere Nierencharakteristik).

Das ModMic - ruhig in der v4, die Kugelcharakteristik der v5 braucht eigentlich kein Mensch - ist gewiss kein sonderlich preiswertes, geschweige denn hochwertiges Mikrofon. Allerdings bietet es nach wie vor das Alleinstellungsmerkmal des Ansteckmechanismus direkt am Kopfhörer, eine Nierencharakteristik und eine immerhin passable Aufnahmequalität, wenn denn der Mikrofoneingang nicht zum Flaschenhals wird.

Günstiger und zugleich besser ist nochmal etwas spezieller. Wenn man sich auf die richtige Handhabung einlassen kann, aber dennoch machbar:
https://geizhals.de/pronomic-scm-1-a700104.html
https://geizhals.de/behringer-u-phoria-umc22-a1021210.html
+ Stativ
+ ggf. Spinne

An deiner Stelle würde ich mir ein Audio-Interface oder einen kleinen Mixer zulegen und zunächst versuchen, das Sennheiser-Mikro per Rode VXLR+ 48V Adapter an den XLR-Anschluss zu bekommen. Die Aufnahmelautstärke sowie das Rauschen sollten damit schonmal besser werden. Jedenfalls so weit, bis das Mikro selbst zum Flaschenhals wird.
Wenn du dich dann noch entscheiden solltest, dein Equipment insgesamt aufzuwerten, dann hast du schonmal den entsprechenden Eingang und kannst dir einfach ein XLR-Mikro deiner Wahl dazubestellen.
 
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Captain Mumpitz schrieb:
@maxik das Meteor positioniert man am besten so nah wie möglich am Körper/Gesicht. Meines steht relativ nahe der Tischkante. Dann ist es ein herumprobieren mit dem Pegel.
Ich hab keine Mecha Tasta, einen recht leisen Rechner und lebe alleine - die einzigen Umgebungsgeräusche produziere ich somit selber ^^

Könntest du mal die Pegeleinstellungen reinsetzen bitte?
 
@maxik ich hab erst letzte Woche meinen neuen Rechner zusammengebaut und seither nicht gestreamt und aufgenommen, bzw. nur mal kurz testweise. Ich muss mich erst wieder rantasten, aber gebe dir die genauen Einstellungen gerne mal durch sobald ich das Setup wieder soweit vorbereitet habe.
 
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Über den Mixer kann ich auch mein Mikro muten ? @CrazyT
Wäre es nicht besser ein USB Mikro zu kaufen ?
 
besser? nein. Einfacher? Ja.

USB Mikrofone sind viel simpler, da Plug & Play. Sie bieten aber auch bei weitem nicht die selbe Qualität, bzw. Frequenzumfang und Dynamik wie das mit XLR-Mikrofonen der Fall ist.
Von daher wiederhole ich mich: deine Ansprüche und die deines Publikums sind entscheidend.

Und ja, über den Mixer steuerst du Ein- und Ausgabe von Audio direkt. Das Mikro mutest du dann, indem du z.b. den Gainregler ganz nach links drehst. Ebenfalls kannst du nur die Lautstärke deiner Kopfhörer verändern, oder alles zusammen auf einmal.
 
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