Studienfinanzierung...

Realsmasher schrieb:
Aber klar, wer nie gelernt hat mit Geld umzugehen, der muss halt nebenher ackern, braucht 2 Jahre länger und hat am Ende 10k Schulden und 50k Gehaltsausfall. (= eine Halbe Eigentumswohnung oder 2 dicke Autos)

Jeder hat andere Ansprüche.
Für 60k bekomme ICH bspw. nicht mal ein dickes Auto.

Realsmasher schrieb:
Jeder nach seiner Fasson...

Eben, und manche wählen ihre Uni nicht nur nach den Kosten aus. Da gibt es sicher noch andere Faktoren, die ein Rolle spielen könnten. :rolleyes:
 
Ob man als Erstsemester eine HiWi Stelle bekommt liegt an den Lehrstühlen, die handhaben das alle anders. Wenn man schon ein paar Semester studiert hat kann man jedenfalls schon eher interessante Aufgaben übernehmen. Das erste Semester würde ich villeicht erstmal schauen wie groß der Zeitbedarf fürs Studium ist, dann merkt man ja ob genug Zeit fürs arbeiten bleibt.
 
Die gewählte Uni ist mMn fast egal, zu 95% besteht das Gelernte nach der Zeit aus Eigeninitiative.

Und die fehlt eben, je mehr die Zeit dafür fehlt.

Für den Job später machts auch keinen Unterschied wo man studiert hat, kann ich jedenfalls nicht behaupten.

Viel entscheidender ist das Können, gerade wenn man etwas gefunden hat das andere Absolventen nicht füllen können. Das bloße Wissen aus dem Studium haben alle anderen Absolventen auch, damit kommt man nicht weit.


@ Christian77:

deine Luxusansprüche fern jeglicher Realität können wohl kaum Grundlage für ein Thema wie eine Studienfinanzierung sein.


Aber keine Sorge, solche Nobelstudenten gibts auch im Osten. Das sind dann die, die sich zu fein sind im Studentenwohnheim zu wohnen mit 5 Minuten Fußweg zum Hörsaal, sondern stattdessen zum doppelten Preis weit weg wohnen und 15 Minuten Fahrweg haben.
Nach 4-8 Wochen haben diese sich zum Großteil vom fachlichen Inhalt des Studium verabschiedet und geben häufig nach dem ersten Semester auf.

Fands immer lustig wie viele leere WG Zimmer kurz nach Beginn des Semesters schon wieder zur Verfügung standen.


Lehrjahre sind keine Herrenjahre, das gilt für ein Studien insbesondere.

Gerade was Physik oder auch Informatik betrifft. Da schließt vielleicht jeder 3te(?) das Studium überhaupt ab.

Davon haben nochmal x% zu lange gebraucht oder haben zu schlechte Noten, weswegen sie bei Bewerbungen aussortiert werden.

Aber warum schreib ich das überhaupt, kommen eh nur blöde Kommentare die was von Lifestyle quatschen und mich als Meckeropi hinstellen. Mach mal jeder seine eigenen Erfahrungen.
 
In bestimmten Fällen mag die Uni egal sein. Das kann man aber sicher nicht verallgemeinern.
In wieweit eine Differenzierung Sinn ergibt, sei mal dahin gestellt.
Die Realität ist aber in vielen Fällen eine andere.

Jedem, der in einer teueren Stadt studiert, vorzuhalten, dass er nicht mit Geld umgehen kann, muss man eigentlich auch nicht weiter kommentieren.

Aber die Menschen sind zum Glück verschieden und jeder muss seinen eigenen Weg finden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Realsmasher schrieb:
(...)
Gerade was Physik oder auch Informatik betrifft. Da schließt vielleicht jeder 3te(?) das Studium überhaupt ab.
Wenn überhaupt. Bei mir (damals noch Physik-Diplomstudiengang) sind damals nach dem ersten Semester schon gut die Hälfte der Leute ausgestiegen, nach dem zweiten dann nochmal etliche, und als es dann so richtig mit theoretischer Physik losging und man gemerkt hat "ok das Studium ist weniger lustige Experimente machen und mehr abstrakt denken/rechnen, rechnen und nochmal rechnen" naja da hat sich dann nochmal ein großer Anteil verabschiedet. Nach sechs Semestern (am Ende des Grundstudiums) hat "mein Jahrgang" dann in nen mittelgroßen Seminarraum für ~50 Leute gepasst, anfangs haben wir regelmäßig auch die größten Hörsääle für hunderte von Leuten überfüllt.
 
Christian77 schrieb:
Jedem, der in einer teueren Stadt studiert, vorzuhalten, dass er nicht mit Geld umgehen kann, muss man eigentlich auch nicht weiter kommentieren.

Hab ich nicht getan, es geht hier nicht um jeden, sondern um die Situation das man einen Kredit bräuchte oder umfassend jobben muss um es zu ermöglichen.

Leute mit BAfög Höchstsatz oder reichen Eltern haben hingegen kein Problem damit und können das durchaus tun.
 
Das geht auch so.
Ich habe keine reichen Eltern, aber auch kein BAfög erhalten und habe meine Studienzeit in München mit Werkstudenten-/HiWi-Tätigkeiten und dem Bildungskredit gut überstanden.
Den Bildungskredit kann man schon im ersten Berufsjahr zurückzahlen, wenn man nur will.
Wieviel man arbeitet kann man je nach Situation (Prüfungen/Semesterferien) anpassen, so dass das Studium eben nicht darunter leidet. Die Firmen und erst recht die Lehrstühle sind da sehr flexibel.

Man kann auch aus allem ein Problem machen... .
 
hill01 schrieb:
Wenn überhaupt. Bei mir (damals noch Physik-Diplomstudiengang) sind damals nach dem ersten Semester schon gut die Hälfte der Leute ausgestiegen, nach dem zweiten dann nochmal etliche, und als es dann so richtig mit theoretischer Physik losging und man gemerkt hat "ok das Studium ist weniger lustige Experimente machen und mehr abstrakt denken/rechnen, rechnen und nochmal rechnen" naja da hat sich dann nochmal ein großer Anteil verabschiedet. Nach sechs Semestern (am Ende des Grundstudiums) hat "mein Jahrgang" dann in nen mittelgroßen Seminarraum für ~50 Leute gepasst, anfangs haben wir regelmäßig auch die größten Hörsääle für hunderte von Leuten überfüllt.

Hat vollkommen Recht. Das Physik Studium ist wenig Praktika und sehr viel Theorie. Dadurch auch sehr anspruchsvoll. Mathe in großen Mengen. Sehr viel musst du rechnen. Selbst am Wochenende hast du nicht wirklich Zeit für Freizeit, da du Übungsblätter rechnen musst usw. Gilt als einer der schweren Studiengänge, darum auch so wenig Leute die das machen. Außerdem gibt es keine Physik Industrie, dh. du musst woanders unterkommen zb. in der Sofware branche. Wäre es dann nicht schlauer gleich Info zu studieren. Solltest dir mal überlegen was du machen willst. Wenn die Wahl auf Physik fällt, dann musst du dir bewusst werden, dass viel Freizeit weg ist und du viel wirklich sehr viel rechnen musst. Glaube nicht, dass du dann noch viel nebenbei arbeitetst^^.

Grüße
 
@ Christian:

darf man fragen in welcher Höhe du dich verschulden musstest?

Ob man das schnell bezahlen kann steht außer Frage, aber weg ist das Geld trotzdem.

Zudem, hast du ein anspruchsvolles MINT Studium absolviert und das in Regelstudienzeit trotz Arbeiten?

Falls ja, Respekt, das zeichnet dich aus. Leider schaffen das nur sehr wenige, weswegen man nicht von sich selbst auf andere schließen sollte, nach dem Motto: "geht schon gut".

Das dachte ich am Anfang auch. Nach ein paar Semester waren alle Freunde von der Uni weg weil sie es nicht geschafft haben, was sehr schade war, aber daran muss man sich gewöhnen.

Gerade deshalb sind Pauschalisierungen sinnlos.

Studium ist nicht "4 gewinnt" sondern maximaler Einsatz, gerade von Anfang an.
Ein Studium wird umso leichter, je weiter man fortgeschritten ist. Wer die Prüfungen der ersten 2-3 Semester geschafft hat, schafft zu 90% auch das Studium.

Da würde ich keinesfalls anfangs was riskieren indem ich mir gleich eine Arbeit suche.
 
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