Ich habe (technischen) Fortschritt zwar auch immer kritisch begleitet - Aufklärung und so -, aber selten grundsätzlich in Frage gestellt oder gar abgelehnt. Abgesehen davon ist die Annahme, dieser ließe sich in (einigermaßen) freien Gesellschaftssystemen aufhalten, töricht.
Wie vor gerade nicht allzu langer Zeit beim Thema Blockchain erlebt, ist auch KI im Endkundenmarkt weiterhin auf der Suche nach sinnvollen Anwendungsfällen. Auf OS-Ebene habe ich für mich bisher noch keinen entdeckt. Ich "arbeite" selten mit dem OS, sondern mit auf diesem laufender Software. Daher habe ich dort den ganzen Kladderaddatsch deaktiviert. Nun bin ich allerdings nicht "andere", they're mileage may vary. Sofern ein lokal laufendes KI-Modell aber eines Tages (geht vielleicht auch schon) eine "bessere" Suche von Content (Treffer wie auch energetische Bilanz) ermöglicht, würde ich es wohl nutzen. Dazu ist ein OS-Anbieter als Lieferant auch nicht erforderlich.
Professionell entwickle ich schon lange nicht mehr. Aber hobbymäßig überkommt es mich einmal im Jahr für mehrere Wochen und ich hänge abends wochenlang an der IDE. Vor zwei Monaten war es dann wieder soweit. Das "Projekt" wurde vor ~5 Jahren gestartet, ist seit Längerem zu ca. 30% fertig und die Todo-Liste ist nach jedem "Anfall" wieder 30% länger. ^^
Also mal schauen, was mit KI-Support geht. Kurz: Bei größeren "Vorhaben" nie wieder ohne!
Obwohl ich nur den interaktiven Chat-Modus (Frage/Antwort) verwende, hat sich der messbare Ouput "dramatisch" erhöht. Wirklich generieren (auf explizite) Anfrage lasse ich nur Unit Tests, das funktioniert mit dem optimierten Meta-Prompt für den Coding-Style mittlerweile hervorragend. Soviel Output bekomme ich rein manuell überhaupt nicht dargestellt, dazu ist Testerstellung für mich notwendige, aber nach wie vor lästige Pflicht.
Noch hilfreicher ist aber die Unterstützung bei den kleinen, aber potentiell fiesen Leerstellen der Testabdeckung. Selbst wenn ich einen menschlichen Code-Reviewer hätte, kämen "wir" wohl niemals ex-ante auf eine solche Abdeckung.
Und ich kann auch nicht behaupten, dass der KI-Chatbot ansonsten keine sinnvolle Hilfe böte. Nach meiner bisherigen (noch recht kurzen) Erfahrung, sind die Vorschläge/Impulse zu Implementierungsansätzen, CleanCode/Lesbarkeit, Refactorings etc. zu 90% sinnvoll. Ich übernehme sie selten in dieser Form, aber den Grundideen folge ich sehr wohl oft.
So könnte es dann 2026 vielleicht tatsächlich eine Alpha-Version geben.
Ich denke zudem, dass solche Coding-Buddies die Einstiegshürde zum "Erlernen" neuer Programmiersprachen deutlich senken können. Rust, eines Tages ist es soweit.
Ach ja, Instagram, TikTok, YouTube usw. waren auch schon vor KI in nicht unbeträchtlichem Ausmaß 'Slop'.