System für Kasse (Miniserver / Workstation)

Muffmeister

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Hallo an alle,

ich bin auf der Suche nach einer professionellen Lösung für ein PC-basiertes Kassensystem des österreichischen Herstellers APRO.

Das dahinterstehende System basiert auf Consumer-Hardware, die eigentlich nicht auf den 24/7-Betrieb ausgelegt ist. Aktuell ist dort ein Lenovo ThinkCentre M70t 11T6002GGE als "Server" im Einsatz. Es läuft Win11 Pro darauf und ist in eine Domäne eingebunden. Dieses System wurde damals aus Zeitdruck und Kostenersparnis in einer Nacht- und Nebenaktion verbaut...

Die damals (2023) geforderten Hardwarespecs waren folgende, die das bisherige System auch vollständig erfüllt:

Intel i5 Gen. 9 oder neuer
16GB RAM
1TB SSD (512 reichen aus...)
Win 10/11 Pro oder Server 2019/2022
SQL Server Standard 2019

Im weiteren Einsatz sind diverse Epson TM-T20III - Bondrucker, iPhones/iPads unterschiedlicher Generationen als Boniergeräte sowie EC-Geräte, die alle mit der Serverkasse per LAN und WLAN kommunizieren. Der Netzwerkbackground basiert auf Ubiquiti (UDM Pro, USW 24 Pro, U6-LR-APs).

Der Lenovo-PC soll nun durch Hardware ersetzt werden, die auf Dauerbetrieb ausgelegt ist. Die Überlegung ist eine Workstation oder ein Miniserver.

Im Internet findet man oft refurbished Server mit veralteter HW oder richtig professionelle 1U- und mehr Serverrack-Lösungen. Workstations sind meistens mit Grafikkarten ausgestattet, die für den Einsatzzweck gar nicht gebraucht werden und teilweise auch Consumer-HW als Unterbau haben.

Hat jemand von Euch vielleicht einen Vorschlag für eine möglichst kostengünstige Lösung?

Vielen Dank im Voraus.
 
Ich verstehe jetzt das Ziel nicht wirklich.

Du möchtest eine Semi-Professionelle Lösung durch eine Bastellösung ersetzen? Wo ist denn da der Sinn? Auch verstehe ich deine Anforderung nicht. Du möchtest eine Business-Lösung aber ohne Service?

Ich würde zu einem Systemhaus gehen. Mir ein Angebot holen. Meine Ziele beschreiben und dann auf Hardware mit Support und Service gehen.

Warum sind die alten Server wohl so günstig? Korrekt, da sie keinen Support mehr vom Hersteller haben. Nach 3-5 Jahren ist da eben Ende.

Sicher kann alte Hardware noch lange laufen, aber noch einmal: Was ist denn dein Ziel? Macht deine aktuelle Lösung Probleme oder möchtest du dir gerne nur den Anschein geben, einer professionellen Lösung, anstelle eben einer solchen?

19" wären für mich nur etwas, wenn eigene, klimatisierte Räume für die Technik verfügbar sind. Sonst bleibt es bei einem Mini-Server, da du den Radau sicher nicht im Laden möchtest und das Ding ggfls. nicht gekühlt bekommst.

Was ich merkwürdig finde: Du sprichst von Domäne und Windows Pro ... Wo ist da die Domäne? Wenn bereits ein Server vorhanden ist: Die Installation in eine VM packen und fertig.

Wenn du es korrekt bauen willst, brauchst du einiges an Lizenzen und Virtualisierung. Dann reden wir bereits über 2-4 Server Instanzen und dem Know-How dazu.

An Hardware wirst du um zwischen 5000-10000€ rechnen können und an Dienstleistungszeit sicher noch einmal solch eine Summe.
 
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Haha... ich programmiere selbst Kassen von Vectron, TiPOS, APro und Co. in AT.
Hättest du mal eine vernünftige Lösung gekauft und wärst nicht zur APro gegangen ;)

Soll also heißen, dass der Server dir einfach nur die Schnittstellen bieten soll und dass dort maximal die BackOffice-Software läuft etc.? Es soll also nicht direkt an der Maschine gearbeitet werden oder muss dort das Service-Personal auch noch direkten Zugriff erhalten, weil an der Maschine auch noch direkt boniert/verkauft wird?

Wer ist der Payment-Provider? Bzw. sind die EC-Terminals im Kassenverbund oder werden die einfach StandAlone via WiFi betrieben? Habt ihr die RKSV-Lösung mit der Online-Signatur oder hängt am Server auch noch ein RK-Chip für die QR-Code-Erstellung?

Warum nicht direkt von APro machen lassen? Die verkaufen dir ja nicht nur ihre Software und ihre Dienstleistung, sondern auch die passende Hardware. Zu teuer?

Wieviele Kassenarbeitsplätze bzw. mobile Terminals sind überhaupt im Netz und was ist dein Budget? Bei kleineren Anlagen wäre es absolut nicht unüblich, dass der Server auch direkt die Hauptkasse der Anlage ist. Die muss ohnehin meist 24/7 laufen. Da gibt es reichlich passende Hardware am Markt in Form von All-In-One TouchPC's mit potenter APU/CPU und RAM, SSD, OS nach Wahl.

lazsniper schrieb:
wäre eine all-in-one lösung mit z.b. sumup nicht die einfachere wahl?
Jeder seriöse Kassenanbieter bietet dir All-in-One an (auch APro)... nur du musst es halt nicht so kaufen. Oftmals soll Bestandshardware übernommen werden und man kauft nur die Software + Peripherie + Installationsaufwand, weil es halt einfach günstiger ist.

Und wenn APro schon nicht die beste Firma am Markt ist... aber SumUp?! :kotz:
Die Geräte sind billiger China-Schrott, der Support ist grottenschlecht, die Transaktionsgebühren viel zu hoch...

Und Kunden die das SumUp-System z.B. in der Zwischensaison nicht nutzen, fliegen gerne mal kommentarlos aus den Payment-Verträgen raus (wegen Inaktivität). Wenn das Geschäft dann in die nächste Saison startet, steht der Laden ein halbe Ewigkeit. Hab ich grad bei SumUp schon dutzende Male live miterlebt.
 
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wollt ihr euch überhaupt gedanken um die technik machen? frisst doch nur geld, nerven und zeit. wäre eine all-in-one lösung mit z.b. sumup nicht die einfachere wahl?
 
Muffmeister schrieb:
Das dahinterstehende System basiert auf Consumer-Hardware, die eigentlich nicht auf den 24/7-Betrieb ausgelegt ist. Aktuell ist dort ein Lenovo ThinkCentre M70t 11T6002GGE als "Server" im Einsatz. Es läuft Win11 Pro darauf und ist in eine Domäne eingebunden. Dieses System wurde damals aus Zeitdruck und Kostenersparnis in einer Nacht- und Nebenaktion verbaut...
Ganz ehrlich bis auf das Windows 11 seh ich da erstmal kein Problem und anscheinend läuft die ganze Geschichte ja auch, also an Leistung scheint es nicht zu fehlen.
Muffmeister schrieb:
Der Lenovo-PC soll nun durch Hardware ersetzt werden, die auf Dauerbetrieb ausgelegt ist. Die Überlegung ist eine Workstation oder ein Miniserver.

Im Internet findet man oft refurbished Server mit veralteter HW oder richtig professionelle 1U- und mehr Serverrack-Lösungen. Workstations sind meistens mit Grafikkarten ausgestattet, die für den Einsatzzweck gar nicht gebraucht werden und teilweise auch Consumer-HW als Unterbau haben.
Ganz ehrlich das Thema Dauerbetrieb ist Quatsch, wer hat dir das eingeredet?
Die Systeme haben wir auch im Einsatz und die haben sich als ziemlich Robust herausgestellt, sind halt Officelösungen, auch zwischen einer Workstation und PC oder Server gibt es ausser entsprechende Hardwareausstattungen kaum unterschiede was die Lebensdauer angeht wenns nicht gerade ein China PC war.
Muffmeister schrieb:
Hat jemand von Euch vielleicht einen Vorschlag für eine möglichst kostengünstige Lösung?
Mach regelmäßige Backups, stell einen Baugleichen PC daneben und wenn der mal abrauchen sollte tauscht du die spielst das Backup zurück und bist GLücklich.
 
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Meine Erfahrung ist das Business PCs (wie die Thinkstation) durchaus in Industrie und Gewerbe erfolgreich im 24/7 Betrieb verwendet werden. Die sind meist sehr hochwertig und machen selten Problem, wenn doch gibt es ja Hersteller Support den man beim Kauf seperat erwerben kann.
 
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Die professionelle Lösung heißt hier weder Server noch Workstation sondern Industrial PC. Macht aber wegen einem i.d.R. keinen Sinn.

Ich bin da aber voll bei dem Vorschlag von sikarr:
stell einen Baugleichen PC daneben und wenn der mal abrauchen sollte tauscht du
günstiger geht nicht.
Besser wäre nur noch das Ding zu virtualisieren, dann bist du komplett unabhängig von der Hardware.

Zwei M70t, beide mit Proxmox, einer hostet die Kassen-VM, einer hostet den Proxmox Backupserver. Fällt der Kassen-VM Host aus, stellst du das Backup auf dem zweiten Proxmox Host wieder hier. Reine Wiederherstellungszeit vermutlich deutlich unter einer Stunde.
Physisch getrennte Backups wären damit ebenfalls gleich gelöst.
Der zweite Host sollte ~2GB mehr RAM(-Reserve) haben für den PBS.
 
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tRITON schrieb:
Du möchtest eine Semi-Professionelle Lösung durch eine Bastellösung ersetzen? Wo ist denn da der Sinn? Auch verstehe ich deine Anforderung nicht. Du möchtest eine Business-Lösung aber ohne Service?
Die einzige Bastellösung, die wir dort vorgenommen haben, war der Einsatz eines Consumer-Office-PCs anstatt einer Workstation oder sogar Mini-Server Lösung.

tRITON schrieb:
Was ich merkwürdig finde: Du sprichst von Domäne und Windows Pro ... Wo ist da die Domäne? Wenn bereits ein Server vorhanden ist: Die Installation in eine VM packen und fertig.

Wenn du es korrekt bauen willst, brauchst du einiges an Lizenzen und Virtualisierung. Dann reden wir bereits über 2-4 Server Instanzen und dem Know-How dazu.
An unserer Zentrale haben wir einen Server, der die Domäne inkl. AD etc. bereitstellt. In der Vergangenheit hatten wir eine zentrale Lösung mit Kassen-VMs, die an unsere Außenstandorte angebunden waren. Von dieser Konstellation sind wir aus diversen Gründen abgerückt, einer davon waren immer wieder Internetprobleme an den Außenstandorten.

Mr. Smith schrieb:
Haha... ich programmiere selbst Kassen von Vecton, TiPOs, APro und Co. in AT.
Hättest du mal eine vernünftige Lösung gekauft und wärst nicht zur APro gegangen ;)
Wir sind mit APRO zufrieden und kennen diverse andere Hersteller. Wir hatten Ewigkeiten Vectron in Betrieb, haben Lightspeed und auch SumUP ausprobiert. Sind dann aber zu APRO gewechselt und auch damit zufrieden.


Mr. Smith schrieb:
Soll also heißen, dass der Server dir einfach nur die Schnittstellen bieten soll und dass dort maximal die BackOffice-Software läuft etc.? Es soll also nicht direkt an der Maschine gearbeitet werden oder muss dort das Service-Personal auch noch direkten Zugriff erhalten, weil an der Maschine auch noch direkt boniert/verkauft wird?
Der Server soll nur die Schnittstellen bereitstellen und alle Geräte administrieren. An dem Gerät wird nicht aktiv gearbeitet.

Mr. Smith schrieb:
Wer ist der Payment-Provider? Bzw. sind die EC-Terminals im Kassenverbund oder werden die einfach StandAlone via WiFi betrieben? Habt ihr die RKSV-Lösung mit der Online-Signatur oder hängt am Server auch noch ein RK-Chip für die QR-Code-Erstellung?
Unseren direkten Kassenvertrieb kann ich hier nicht nennen, aber diese sind Reseller/Verteiber von Nexi ehem. Concardis. Die EC-Geräte sind im Kassenverbund und nicht stand-alone.


Mr. Smith schrieb:
Wieviele Kassenarbeitsplätze bzw. mobile Terminals sind überhaupt im Netz und was ist dein Budget? Bei kleineren Anlagen wäre es absolut nicht unüblich, dass der Server auch direkt die Hauptkasse der Anlage ist. Die muss ohnehin meist 24/7 laufen. Da gibt es reichlich passende Hardware am Markt in Form von All-In-One TouchPC's mit potenter APU/CPU und RAM, SSD, OS nach Wahl.
Wir haben 10 iPhones als mobiles Boniergerät und zwei iPads als stationäre Bonierlösung im Betrieb. Dazu 6 EC-Geräte und 8 Bondrucker.

sikarr schrieb:
Ganz ehrlich bis auf das Windows 11 seh ich da erstmal kein Problem und anscheinend läuft die ganze Geschichte ja auch, also an Leistung scheint es nicht zu fehlen.
Ja das System läuft seit guten drei Jahren problemlos.

sikarr schrieb:
Ganz ehrlich das Thema Dauerbetrieb ist Quatsch, wer hat dir das eingeredet?
Die Systeme haben wir auch im Einsatz und die haben sich als ziemlich Robust herausgestellt, sind halt Officelösungen, auch zwischen einer Workstation und PC oder Server gibt es ausser entsprechende Hardwareausstattungen kaum unterschiede was die Lebensdauer angeht wenns nicht gerade ein China PC war.

Mach regelmäßige Backups, stell einen Baugleichen PC daneben und wenn der mal abrauchen sollte tauscht du die spielst das Backup zurück und bist GLücklich.
Es gibt diverse Stimmen aus unserem Systemhaus, die diese Lösung mit dem "Office-PC" als nicht vertrauenswürdig ansehen, weil nicht auf 24/7 ausgelegt. Bin ich auch anderer Meinung.

Backups werden täglich vom gesamten System gemacht. Aus dem Grund habe ich mich für diese Lösung entschieden: raucht der Office-PC ab, können wir ein Ersatzgerät ziemlich schnell wieder in Betrieb nehmen.


Am Ende geht es mir / uns nur darum, vielleicht die mehr oder weniger professionelle Bastellösung mit einem Office-PC durch eine Workstation oder Miniserver zu ersetzen. Wie auch hier in dem Thread zu sehen, sind die Meinungen da verschieden. :)
 
Muffmeister schrieb:
Consumer-Hardware, die eigentlich nicht auf den 24/7-Betrieb ausgelegt ist.
Das ist einfach Quatsch, es gab/gibt Festplatten, die extra für Dauerbetrieb sind. Aber ne SSD ist bloß ne Platine, so wie CPU und Board auch.
Consumer Hardware, wo Leute wochenlang auf Twitch durch streamen läuft doch auch.
Und Business Hardware hat auch keine Garantie ewig zu laufen. Die kann dir auch nächste Sekunde kaputt gehen. Hat dann aber, bei nem Server, zum Beispiel 2 Netzteile, geht eins kaputt übernimmt das andere. Und man kann im laufenden Betrieb das defekte raus ziehen und ein neues reinstecken. 0 Sekunden Ausfallzeit, niemand merkt etwas davon.

Viel wichtiger als alles andere, ist der Support dahinter. Wenn die Kasse kaputt geht, wann steht eine funktionierende, neue da?
Kaufst du jetzt einen gebrauchten Server kaufst ohne Support Vertrag, was genau hast du dann? Exakt, gar nichts. Wenn der kaputt geht, ist der kaputt, genau wie die aktuell verbaute Hardware.

Also entweder du lässt alles so wie es ist, oder du holst von einem Systemhaus eine Lösung inkl. 24h Austausch-Service oder ähnliches.
 
Muffmeister schrieb:
Das dahinterstehende System basiert auf Consumer-Hardware, die eigentlich nicht auf den 24/7-Betrieb ausgelegt ist.
Mach dir darum nicht so viele Gedanken. Die schlimmste Belastung für Elektronik/Platinen sind (thermische) Lastwechsel, und die entstehen durch Ein/Ausschalten, aber nicht durch Dauerbetrieb.
 
Vielleicht hätte ich im Eingangspost schreiben sollen: [...] nach einer vermeintlich professionellen Lösung [...]

Ich bin auch der Meinung, dass die aktuelle Lösung so gut ist. Wenn der PC abrauchen sollte, können wir das Herzstück des Systems ziemlich schnell austauschen.

Mit diesem Thread wollte ich mal Meinungen abseits von unserem Systemhaus hören. Letztendlich scheiden sich auch da die Geister: der eine Kollege sagt, dass es so gut und kostengünstig ist, der andere behauptet, dass das so gar nicht klar geht, da keine Profi-HW als "Server" eingesetzt wird. Höchstens mit dem redundanten Netzteil von Serverracks gebe ich denen vielleicht recht, aber das ist in einem Mini-Tower nicht umzusetzen...
 
Faustregel: Wenn du (oder Kollegen) zu euren Geschäftszeiten ein Ersatzgerät schneller in Betrieb nehmen könnt, als das Systemhaus einen Techniker schicken kann, dann kommt ihr günstiger, wenn ihr euch für den Notfall einen zweiten PC hinstellt (oder wisst, welchen ihr umfunktionieren könnt, den ihr sonstwie benutzt), dann ist das mit Consumer-Technik überhaupt kein Problem und muss nicht mit teurem Server plus Servicevertrag erschlagen werden.
 
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Muffmeister schrieb:
Es gibt diverse Stimmen aus unserem Systemhaus, die diese Lösung mit dem "Office-PC" als nicht vertrauenswürdig ansehen, weil nicht auf 24/7 ausgelegt.
Ich kenne solche Diskussionen, die wollen verkaufen. Die Lenovo Thinkcentre sind super in Qualität und Stabilität, wir setzen die seit Jahren ein, ohne wirkliche Probleme und einige laufen auch hier dauerhaft.
Muffmeister schrieb:
Am Ende geht es mir / uns nur darum, vielleicht die mehr oder weniger professionelle Bastellösung mit einem Office-PC zu ersetzen.
Aber da ist doch schon ein OfficePC drann und eine Bastellösung wäre es wenn man jetzt irgend einen Selbstgebauten Rechner da hinstellen würde. Es ist halt die Frage was wollt ihr erreichen, also euer Risiko wenn die Kiste stirbt und wie lange es wieder dauert bis ihr weiter arbeiten könnt, Stichwort BCM.
Smily schrieb:
Kaufst du jetzt einen gebrauchten Server kaufst ohne Support Vertrag, was genau hast du dann? Exakt, gar nichts. Wenn der kaputt geht, ist der kaputt, genau wie die aktuell verbaute Hardware.
Ist auch bei einem neuen Server so, am Ende gehts nur darum wer bezahlts, auch Server gehen kaputt da schützt dich auch ein Supportvertrag nicht. Nur die Ersatzteilfrage ist damit geklärt.
 
Es hängt halt primär davon ab wer die Software auf den Geräten betreut.
Wird unbekannte Hardware von Apro konfiguriert werden die kein Pauschalangebot abgeben, ihr zahlt die Technikerstunde für die Installation, die Supportstundensätze für etwaige Zusatzleistungen. In der Realität sind die Anschaffungskosten der Hardware verglichen mit Folgekosten für Dienstleistungen / Supportabsicherungen rasch irrelevant wenn der Techniker mal im Haus steht/fernwartet und "mal" herumprobiert.
Wenn ihr die Software selbst betreuen könnt such dir ein paar IT Systemhäuser in der Nähe und lass dir Pauschalangebote erstellen und Vergleiche/Verhandle. Vor allem natürlich beim Support.
Wie @stefan92x schon schreibt, wenn die Supportkosten im Vertrag die Anschaffungskosten im Nutzungszeitraum überschreiten machts Sinn dir Vorkonfigurierte Ersatzgeräte hin zu stellen.
Wenns Primär an den Gesamtkosten scheitert wirst es über Consumerhardware auch nicht retten können, dann machts wahrscheinlich eher Sinn auf Konfigurationsarme/Prebuilt Hardware+Software wie HelloCash und ähnliches zu wechseln.
 
Muffmeister schrieb:
Ich bin auch der Meinung, dass die aktuelle Lösung so gut ist. Wenn der PC abrauchen sollte, können wir das Herzstück des Systems ziemlich schnell austauschen.
Wie @stefan92x schon angedeutet hat, mach eine Kosten/Nutzen Analyse. Stell die Kosten für Neuanschaffung und Servicezeiten gegenüber und dann hast du auch was um das vor deinem Chef zu Rechtfertigen. Die Systemhäuser wollen verkaufen und dann natürlich das wo sie auch gut verdienen können. Im übrigen gibt es die Supportverträge auch für die Thinkcentre und dann hast das genauso abgedeckt wie bei einem Server, die Frage ist halt braucht es wirklich einen Server und das sehe ich da eher weniger.

Was man im Auge behalten sollte wären die Netzteile und Datenträger, je Nach dem was auf der SSD los ist könnte die tatsächlich früher sterben.
stefan92x schrieb:
dann ist das mit Consumer-Technik überhaupt kein Problem
Es sei den sie raucht ständig ab, was aber bei der eingesetzten Lösung nicht der Fall sein sollte.
 
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@sikarr Solche Sachen passieren zu 99,9 % der Fälle sowieso außerhalb der Geschäftszeiten von Systemhäusern und müsste dann sowieso von mir und meinem Kollegen in Eigenregie erledigt werden oder mit sündhaft teurem Notfallsupport. Ein äquivalentes System kostet aktuell mit den ganzen Preissteigerungen ca. 850 - 1000 € netto. Wir haben auch noch zig baugleiche Rechner als reine Office-PCs im Einsatz, die man im Notfall dorthin karren um unkonfigurieren könnte.

Eigentlich dürfte auf den SSDs nicht allzu viel passieren, ich werde trotzdem mal die Smart-Werte mit CrystalDisk auslesen.
 
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@Muffmeister ich habe aktuell einen ähnlichen Fall.
Wir haben eine Software auf einem Thinkcentre Laufen, schon älter aber läuft, historisch gewachsen.
Leider ist die Arbeitslast auf dem Gerät mittlerweile so gestiegen das wir in ein Hardwarelimit rennen.
Also Neue Hardware, ich habe ein Angebot für eine Thinkstation eingeholt, damit wäre es Problemlos abgedeckt, Kosten 6500€. Unser Systemhaus drängt auch hier auf einen Server, das System wäre langsamer als die Thinkstation und fast dreimal teuerer. Begründung auch hier die Laufzeit, nicht für jeden Fall ist ein Server nötig, bei der Anwendung nutzen mir 72 Kerne die dann mit 2ghz takten und 1,5TB Ram halt nix.
Ergänzung ()

Muffmeister schrieb:
Wir haben auch noch zig baugleiche Rechner als reine Office-PCs im Einsatz, die man im Notfall dorthin karren um unkonfigurieren könnte.
Wie gesagt, buchst halt noch ein Lenovo Premier Support für 4-5Jahre dazu hast du auch vorOrt Service usw.
Muffmeister schrieb:
Eigentlich dürfte auf den SSDs nicht allzu viel passieren, ich werde trotzdem mal die Smart-Werte mit CrystalDisk auslesen.
nur wegen dem SQL Server, der könnte der SSD zusetzten, allgemein wäre ein Monitoring zu empfehlen das euch warnt.
Ergänzung ()

Muffmeister schrieb:
Wir haben auch noch zig baugleiche Rechner als reine Office-PCs im Einsatz, die man im Notfall dorthin karren um unkonfigurieren könnte.
haben wir in der Firma auch, min. tägliche Backups von allen Systemen, geht eins kaputt nimmt man einens was entberlich ist und spielt das Backup über das Netz zurück, der ganze Vorgang hat keine 20min gedauert und alles lief wieder. In der zwischenzeit konnte das defekte Gerät untersucht und über den Service abgewickelt werden.
 
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Mit den Angaben und dass alles zufriedenstellend läuft, bin ich auch im Lager „zweiten Rechner als Ersatz in den Schrank stellen“.
 
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sikarr schrieb:
Wir haben eine Software auf einem Thinkcentre Laufen, schon älter aber läuft, historisch gewachsen.
Leider ist die Arbeitslast auf dem Gerät mittlerweile so gestiegen das wir in ein Hardwarelimit rennen.
Also Neue Hardware, ich habe ein Angebot für eine Thinkstation eingeholt, damit wäre es Problemlos abgedeckt, Kosten 6500€. Unser Systemhaus drängt auch hier auf einen Server, das System wäre langsamer als die Thinkstation und fast dreimal teuerer. Begründung auch hier die Laufzeit, nicht für jeden Fall ist ein Server nötig, bei der Anwendung nutzen mir 72 Kerne die dann mit 2ghz takten und 1,5TB Ram halt nix.
Ja sowas ähnliches haben wir an unserem Zentralstandort auch und haben vor einigen Jahren den dortigen Server inkl. weiterer HW für einen Haufen Geld auf den damals neusten Stand gebracht. Die dort laufenden VMs lasten den Server zu gefühlt 1% aus. Also total overpowered...
sikarr schrieb:
Wie gesagt, buchst halt noch ein Lenovo Premier Support für 4-5Jahre dazu hast du auch vorOrt Service usw.
Weißt Du ungefähr was der Spaß kostet?

sikarr schrieb:
nur wegen dem SQL Server, der könnte der SSD zusetzten, allgemein wäre ein Monitoring zu empfehlen das euch warnt.
Eben habe ich an drei betroffenen Standorten die Smart-Werte ausgelesen und bisher sieht nach 15 - 20.000 Betriebsstunden alles gut aus. Muss man trotzdem im Blick halten. Ich spreche mal unser Systemhaus drauf an, dass diese Standorte auch mit in das Monitoring gehen, bisher wird nur unser klassischer Server davon abgedeckt.
sikarr schrieb:
haben wir in der Firma auch, min. tägliche Backups von allen Systemen, geht eins kaputt nimmt man einens was entberlich ist und spielt das Backup über das Netz zurück, der ganze Vorgang hat keine 20min gedauert und alles lief wieder. In der zwischenzeit konnte das defekte Gerät untersucht und über den Service abgewickelt werden.
Müsste bei uns im Fall der Fälle ähnlich schnell gehen, aber vielleicht gibt es da Probleme mit der TSE.
Ergänzung ()

steirerblut schrieb:
Es hängt halt primär davon ab wer die Software auf den Geräten betreut.
Hierzu noch die Anmerkung, dass die Software inkl. SQL-Datenbank von unserer Kassenfirma gepflegt wird. Der Rest wird von uns in Eigenregie in Verbindung mit unserem Systemhaus betreut. Beschränkt sich aber größtenteils nur auf Windows- und AV-Updates.
 
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@Muffmeister
Wichtig ist nur, wo in Österreich das System steht. Im Wiener Umland sehe ich das sehr unkritisch.
In Vorarlberg oder Tirol sieht das wieder ganz anders aus.

Hier hast du, speziell in der Nähe von Bergbahnen derartige Lastspitzen und Überschwinger im Stromnetz (z.B. durch Anfahr- und Bremstests), dass ständig Netzteile abrauchen. Auch wenn sich im Sommer die Gewitterwolken an den Berghängen abregnen, ist die Stromzufuhr die größte Schwachstelle und nicht der Dauerbetrieb.

Performance benötigt eine so kleine Anlage kaum. Das ist ja noch vergleichsweise winzig.

Ich würde über eine vernünftige Online-USV für den Server nachdenken. Je nach Bundesland kann das sehr sinnvoll sein. Abseits davon, brauchst du bei APro einfach nur eine möglichst engmaschige Sicherung der Pseudo-SQL-Datenbank.

Die dann wieder auf irgendeinem Zweit-PC zum Laufen zu bekommen, ist überhaupt kein Problem. Ein Kassentechniker muss abschließend in 99% aller Störfälle trotzdem nochmal über die Anlage drüber schauen. Aber auch das geht bei APro remote über die Störungs-Hotline. Dann zahlt man notfalls halt mal die halbe Technikerstunde (üblicher Stundensatz für einen Kassentechniker liegt so bei ~160€). Oder eventuell existiert hier ohnehin bereits ein Wartungsvertrag?!

Also selbst an Sonn- und Feiertagen sollte der mit 30min Aufwand nie mehr als 160€ für den Fernwartungseinsatz kosten. Daraus muss man jetzt keine Wissenschaft machen, geschweige denn einem Systemhaus zig-tausende Euros in den Rachen werfen, für vermeintliche Profi-Hardware.

Einzig ECC-RAM wäre vielleicht "nett"... aber auch das ist hier eher Luxus als Notwendigkeit.
 
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