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News Szenarien für DSL-Abschaltung: Selbst im Idealfall liegt Glasfaser erst ab 2031 vor

User007 schrieb:
Genau das ist der aus wirtschaftsbeförderlicher Sicht elementare Irrtum in der Zuweisung - es ist eben nicht genug "Bedarf" geschaffen, weil's noch gem. dem libertären Wahlfreiheitsgedanken genügend Alternativmöglichkeiten gibt.​
Vor allem billigere Alternativen, welche die Bedürfnisse zu oft noch genauso gut erfüllen.
User007 schrieb:
Es wird so viel künstlich verknappt (etc.), um Nachfrage im Marktgeschehen zu initiieren bzw. befördern - wieso, und zwar mal konsequent, nicht hier?​
Künstlich aufgeblähte Downloads/Streams, nur um Bedarf zu erzeugen?
 
rezzler schrieb:
Künstlich aufgeblähte Downloads/Streams, nur um Bedarf zu erzeugen?
Was sollte daran absolut unmöglich oder auch nur unwahrscheinlich erscheinen?
Aber dahingehend war ja mein intendierter Gedanke zwecks zeitnäherer Zielerreichung in die genau gegengerichtete Ausprägung abzielend.​
 
blastinMot schrieb:
Die Telekom weigert sich nicht.
Kostenfrei würden nach und nach alle angeschlossen, sobald ein Tarif bestellt wird.
Will dein Vermieter ja scheinbar nicht.

Alternativ könnte dein Vermieter kostenpflichtig bei der Telekom bestellen. Das will er wahrscheinlich auch nicht.
Bei uns auf dem Dorf ist das Kostenfrei - es wird gefördert. Jedoch ist bis jetzt nur 1 Haus angeschlossen

Zitat: Immobilien, die im Bereich des geförderten Ausbaus liegen, schließt die „GlasfaserPlus GmbH“ grundsätzlich kostenlos an das Glasfasernetz, unabhängig von der Anzahl der Wohneinheiten, an. Eigentümerinnen und Eigentümer der Immobilien müssen dafür den kostenlosen Hausanschluss beauftragen.
 
User007 schrieb:
Was sollte daran so schwer sein?
Nun, genau das dachte sich ein gewisser A. Scheuer bei der Einführung der PKW-Maut auch. Das Ergebnis ist bekannt. Gesetzgebung ist kompliziert, wenn man es richtig macht.

User007 schrieb:
Es wird, wie 's auch schon bei anderen existenziell-infrastrukturellen "Dingen" manifestiert ist, einfach gesetzlich mit Befristung eine Versorgungtechnologie verbindlich vorgeschrieben
Nun, die anderen infrastrukturellen Versorgungstechnologien sind meines Wissens ganz und gar nicht flächendeckend manifestiert. An was hast du da konkret gedacht?
 
Higli schrieb:
Oder zähle ich mit Vectoring zu den Gigabit-Kunden, weil ja bis zum Verteilerkasten die Glasfaser liegt?
Nein.
Gamefaq schrieb:
EBENSO das Deutschlands Firmen die Glasfaser ausbauen endlich aufhören sollen WERBEWIRKSAM nur die "Home Passed" Zahl anzugeben (deine "Glasfaser bis zum Verteilerkasten" Frage...)
Wobei das zu seiner "Verteilerkasten"-Frage nicht passt. Glasfaser die nur für FTTC zu einem Verteilerkasten läuft und nicht für die Versorgung der anliegenden Haushalten mit FTTH vorgesehen ist erzeugt eben keine "Homes Passed".

Gamefaq schrieb:
die aber nichts aussagt zu den Leuten die es wirklich haben oder haben könnten! Siehe Link dazu der das aufdröselt warum diese Zahlenangabe so mies ist!
Wobei der Artikel da ziemlich ungenau bis irreführend ist.

So behauptet er, dass "Homes Connected" vorliegen müsste, damit man einen Glasfasertarif buchen kann. Das ist nicht richtig. Das geht auch bei "Homes Passed" (zumindest sofern Eigentümer nicht schon ein Veto eingelegt haben). Zusätzlich geht das auch in der Vorvermarktung, also bevor überhaupt etwas gebaut wurde.

Bei der Diskussion ab wann ein Haushalt als "Homes Passed" gezählt wird wäre es meiner Meinung nach sinnvoll gewesen zu erwähnen dass eine Faser oder ein Leerrohr vorhanden sein muss, welches zur Versorgung der Adresse und Wohnung mit FTTH vorgesehen ist. Zumindest für die offizielle deutsche Statistik im Breitbandatlas. Deswegen ist es ja auch erstmal egal wieviele Leerrohre und Glasfasern vor der Haustür vorbei laufen. Wenn die nur für andere Zwecke vorgesehen sind (FTTC, Versorgung anderer Adressen, Versorgung von Mobilfunkstandorten...) ist das kein "Homes Passed".

Oder:
Immerhin: Bundesförderprogramme wie „Gigabit-RL 2023“ und der Breitbandatlas unterscheiden nur zwischen Home Connected und Activated. Home Passed wird dort nicht als volle Versorgung anerkannt.
Der Breitbandatlas weiß nichts über "Homes Connected" oder "Homes Activated". Die Statistik über die FTTH-Verfügbarkeit basiert dort auf "Homes Passed". Ist ein Haushalt "Homes Passed" versorgt ist er auch nicht mehr förderfähig für einen weitern Ausbau.

Auch behauptet der Artikel, "Homes Passed" bedeutet "vorbei verlegt; potenziell versorgbar, aber nicht verbunden".
In der Realität werden diese Begriffe als Obermenge der nächsten Ausbaustufe verwendet. "Homes Passed" beinhaltet also die Haushalte bei denen dieGlasfaser nur am Haus vorbei läuft, aber auch die bereits angeschlossenen Haushalte ("Homes Connected"). Letztere beinhalten sowohl die nicht genutzten vorhandenen Anschlüsse als auch die aktiven Anschlüsse ("Homes activated").
 
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rezzler schrieb:
@Gamefaq Doch, aber das kannst du nicht den ausbauenden Firmen in die Schuhe schieben. Die Leute hatten ihre Chance und sehen aus $Gründen keinen Bedarf dafür.
Doch kann ich weil die Firmen werben damit das sie ein Kabel auf einer Straße gelegt haben und damit Theoretisch (!) alle Haus und/oder Wohnungsbesitzer Glasfaser HABEN. Das ist aber eben ein falsch Angabe weil selbst wenn alle Besitzer ihnen eine Unterschrift gegeben haben das sie Glasfaser wollen ist damit noch niemand angeschlossen worden.

Es gibt über Deutschland verteilt enorm viele Straßen bzw. ganze Siedlungen wo die Kunden SEIT JAHREN darauf warten das der Anschluss bis zum Haus stattfindet und/oder der Anschluss in der Wohnung. Wohlgemerkt seit Jahren. Deswegen ist diese Zahl so eine Augenwischerei!
 
Gamefaq schrieb:
Doch kann ich weil die Firmen werben damit das sie ein Kabel auf einer Straße gelegt haben und damit Theoretisch (!) alle Haus und/oder Wohnungsbesitzer Glasfaser HABEN.
Genau. Weil es nicht am Anbieter scheitert.
Gamefaq schrieb:
Das ist aber eben ein falsch Angabe weil selbst wenn alle Besitzer ihnen eine Unterschrift gegeben haben das sie Glasfaser wollen ist damit noch niemand angeschlossen worden.
Hätten sie die Unterschrift gegeben wären sie schon angeschlossen oder auf dem Weg dahin.
Gamefaq schrieb:
Es gibt über Deutschland verteilt enorm viele Straßen bzw. ganze Siedlungen wo die Kunden SEIT JAHREN darauf warten das der Anschluss bis zum Haus stattfindet und/oder der Anschluss in der Wohnung. Wohlgemerkt seit Jahren.
Ist in solchen Gebieten überhaupt ein Gf-Ausbau angekündigt gewesen? Oder redest du hier von Gebieten, wo der Gf-Ausbau einfach noch nicht fertig ist?
 
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rezzler schrieb:
Hätten sie die Unterschrift gegeben wären sie schon angeschlossen oder auf dem Weg dahin.
Dachten die auch...:


DAS ist kein Einzelfall und kannst im Netz von praktisch fast allen Anbietern finden das trotz verlegter Glasfaser auf der Straße oder sogar schon wie in dem Video ins Haus, Jahre lang sie nicht weiter machen.
 
Deutschland ist echt traurig
 

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@Easy1991 Also wenn diese Statistik der Maßstab ist, dann ist die Lösung einfach: Nächsten Montag werden alle DSL und DOCSIS Anschlüsse abgeschaltet. Und dann liegt der Anteil der Glasfaseranschlüsse an allen stationären Breitbandanschlüssen bei 100%.
Und schon hat Deutschland das weltweit beste Breitbandnetz (nach dieser Statistik). :)
 
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Gamefaq schrieb:
DAS ist kein Einzelfall
Verzögerungen beim Ausbau gibt es sicherlich überall, das ist richtig. Trotzdem werden die Leute dort in absehbarer Zeit ihren Anschluss erhalten. Der ausbauende Netzbetreiber verdient nichts an der Leitung, solange der Ausbau nicht bis in die Wohnung zustande kommt. Einzige Ausnahme ist, wenn der Betreiber zwischenzeitlich pleite geht. Das ist aber glücklicherweise kein Massenphänomen; im Einzelfall natürlich trotzdem ärgerlich.

Und meines Wissens zählt so ein laufender Ausbau weder zu "homes passed", noch zu "homes connected".
Die melden die Zahlen doch in der Regel erst, wenn der Ausbau wirklich abgeschlossen ist? Aber selbst wenn, da läge da halt immer ein konstanter Offset dazwischen.

Insofern hat @rezzler da einfach recht, dass "homes passed" die korrekte Kenngröße ist, um den Ausbaufortschritt zu messen.

T1984 schrieb:
Lösung einfach: Nächsten Montag werden alle DSL und DOCSIS Anschlüsse abgeschaltet.
Du lachst, aber im Endeffekt ist genau das ja einer der Hauptgründe für die Diskrepanz: Andere Länder haben möglicherweise gar kein Kabelnetz und teilweise schon gar kein VDSL ausgebaut. Wenn ADSL die einzige Alternative ist, dann würden auch hierzulande mehr Leute zur Glasfaser greifen und die Zahlen sähen deutlich besser aus. Und der flächendeckende Ausbau, der nun mal dauert, hat natürlich schon viel früher begonnen.
 
Web-Schecki schrieb:
Du lachst, aber im Endeffekt ist genau das ja einer der Hauptgründe für die Diskrepanz: Andere Länder haben möglicherweise gar kein Kabelnetz und teilweise schon gar kein VDSL ausgebaut.
Klar. Das ist genau einer der Punkte auf die ich hinaus wollte: die Statistik ist insbesondere auch ein Maß für die Verfügbarkeit alternativer (halbwegs interessanter) Technologien im Festnetz. Frankreich z.B. war zumindest bis vor wenigen Jahren das Land in der EU mit dem höchsten Teil an Haushalten die bestenfalls einen ADSL-Anschluss bekommen konnten (in ländlichen Gegenden ca 50% im Jahr 2021). Wer dort in den letzten Jahren einen FTTH-Ausbau bekommen hat konnte dadurch erstmals weg von ADSL. Da ist der Anteil der FTTH-Nutzer natürlich hoch.

Der andere Punkt ist, dass die Statistik nichts über die allgemeine Verfügbarkeit aussagt. Nehmen wir an in einem hypothetischen Land können nur 1% der Haushalte einen stationären Breitbandanschluss nutzen, aber diese basieren ausschliesslich auf FTTH. Die anderen 99% der Haushalte haben keinen Netzanschluss. In diesem Land läge der Anteil der FTTH-Anschlüsse an allen genutzten Anschlüssen bei 100%. Die 1% die stationäre Anschlüsse nutzen können haben keine Alternative. Und die restlichen 99% gehen nicht in die Statistik ein, das sind ja zwangsläufig keine Nutzer stationärer Breitbandanschlüsse.
 
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