Ich höre jetzt seit ende der 80ziger/anfang 90ziger elektronische Musik und bin dabei durch so ziemlich alle Bereiche gehuscht, die man sich so vorstellen kann. Ich nutze hier mit absicht den Begriff "elektronische Musik", auch wenn ich überwiegend Techno meine, doch hat "Techno" in der öffentlichkeit diesen faden Beigeschmackt der "Bum Bum-Musik" und Techno ist alles andere als reines "Bum Bum". Dieser stereotypischen Auffasung trete ich damit also etwas entgegen. Sagt man nämlich, dass man elektronische Musik hört, reagieren die Gegenüber ganz anders und lassen sich eher auf ein Gespräch ein, als wenn man sagt, man höre Techno.
Von Ambient, Trance, Tekkno, Gabba, Hardstyle, Goa, überMinimal, Electro, Acid, Schranz, bis zu House etc. habe ich schon in so ziemlich jede Richtung reingeschnuppert und bin auch mal länger oder weniger lang bei einer Richtung geblieben. Mittlerweile bin ich aber wieder etwas ruhiger geworden und höre am liebsten Französischen House wie z.B. Etienne de Crecy oder Alex Gopher, wobei mein absoluter Favourite wieder einer ganz anderen Richtung angehört. Johannes Heil hat es mit in den ganzen Jahren am meisten angetan. Seine Richtung, seine Styles, seine unendlichen Möglichkeiten, elektronische Musik in so unterschiedlichen Facetten zu produzieren und dabei seine persönliche Note zu behalten, so dass man seine Lieder auf anhieb erkennt, haben mich einfach überzeugt. Ich kenne sonst kaum einen Künstler, der so abwechslungsreich ist und es doch immer wieder schafft, mich aufs neue zu begeistern.
Auf Parties ist es wieder was ganz anderes. Da kommt es darauf an, wo ich bin. Höre da auch extrem gerne House, wenn man in nem kleinen Club sitzt, gemütlich nen Cocktail trinkt und sich unterhält. Hat ich dann aber mal Lust, richtig aufzudrehen, dann höre ich am liebsten Schranz.
Es gibt auch in den ganzen anderen Richtungen ne menge Sachen, die ich auch so hin und wieder ganz gerne höre, doch sind diese eher ins Hintertreffen geraten. Mir persönlich ist es relativ Wumpe, was jetzt gerade für eine Richtung seinen Höhepunkt erreicht. Goa und Trance, sowie Gabba kann ich z.B. gar nichts mehr abgewinnen. Ich höre dass, was ich mag, auch wenn einige meinen, dass ich damit aus der Reihe tanze. So gibt es z.B. noch Jimi Tenor, der einige wirklich abgefahrene Tracks hat und den ich auch sehr gerne höre.
Scheiß auf die Masse, höre das was dir gefällt!
Die elektronische Musikrichtung, speziell House, gefällt mir persönlich am besten und höre ich auch am meisten. Es ist nun aber nicht so, dass ich mit anderen Musikrichtungen gar nichts am Hut habe. Ich habe auch durchaus andere Sachen zu Hause, wie Synthie Pop, Rock, Punk, etc. Höre ich zwar nicht so oft, aber auch dort gibt es wirklich gute Künstler und Alben, bei denen ich der Meinung bin, dass sich eine Anschaffung lohnt. Dennoch würde ich sagen, dass mich das Fieber ende der 80ziger/anfang der 90ziger gepackt hat und bis heute nicht losgelassen hat, wobei ich mich auch so einschätze, dass es mich auch in den nächsten 30 Jahren nicht mehr loslassen wird.
