News Teilnahme von Apple an der CES 2010?

Ok, die Treiber selber zu schreiben waere unsinn, das leuchtet mir jetzt auch ein.

Dass Apple auf OpenCL setzt, statt auf CUDA, heisst ja nicht, dass sie grundsaetzlich jede Zusammenarbeit ablehnen. Oder glaubst du, Apple beharrt blindlings sich selbst schadend auf seinen Prinzipien? Warum setzten sie denn auf OpenCL? Vielleicht ist OS X dafuer viel besser geeignet als fuer CUDA? Ich weiss es nicht.

An weniger Hardware kann man sich aber doch immer besser anpassen - egal woher die Treiber kommen - als an mehr Hardware. Man hat einfach mehr Ressourcen pro Hardware. Das ist ewas Pie mal Daumen, aber die Tendenz ist doch klar?! Wenn nicht, warum?

Das Argument, dass die Treiber ueber dem Mittelklasse Bereich einfach nur besser sind, ist zwar plausibel, aber ob das ausreicht, kann ich nicht beurteilen.
 
... OS X steckt nie Low-End-Systemen. ...
Und genau deshalb wird der Marktanteil nicht mehr viel weiter steigen. Die Hardwareauswahl für OS X ist zu eingeschränkt und zu teuer.
Entweder kann man mit der angebotenen Hardware nichts anfangen oder man kann sie sich nicht leisten.

Abgesehen davon haben sie auch die Kontrolle ueber das, was mit Apple-Produkten assoziiert wird und damit ueber ihr Image. OS X steckt nie Low-End-Systemen. Apple-Software steckt immer in einer Huelle aus Aluminium aus einem Guss und Glass. Plastik findet man bei Apple kaum noch. Dazu ein durchgehend ansehnliches Design.
Ich denke aber, dass die Leute gut zwischen Hardware und Software unterscheiden können.
Das heißt: Auch wenn OS X auf jeder Hardware laufen würde, die Macs wären aufgrund der Qualität und des Designs immer noch was besonderes.

Ich muss dir absolut recht geben, die Apple-Hardware ist was besonderes (ich frage mich, warum es so gut wie kein Hersteller schafft, auch nur was annähernd so gut aussehendes zu liefern - sei es ein Laptop, ein mp3-Player oder was auch immer).

Aber da sich viele diese Hardware nun mal nicht leisten können, ist nun mal kein größerer Anteil für OS X drin, solange es nicht auf anderer Hardware läuft.

Und das finde ich schade.

Was den AppStore angeht: Der würde auch ohne Restriktionen überzeugen! Das selbe gilt für iTunes und natürlich auch für OS X.

..und hat Erfolg damit.
Fragt sich eben, wie lange. Ich hoffe, dass restriktive Konzepte keine Zukunft haben und Apple gezwungen wird, umzudenken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich tippe darauf, dass diese Gerüchte Mist sind. Der Rückzug von der Macworld ist der letzte in einer langen Reihe von Schritten, bei denen Apple sich mehr und mehr von Veranstaltungen, die sie nicht kontrollieren (die Macworld wird ja von IDL veranstaltet) zurückzieht. Eine Präsenz auf der CES anstelle der Macworld hätte für Apple überhaupt keine Vorteile.

Erstens würde Apple dann direkt mit Microsoft und vielen anderen um die Medienaufmerksamkeit konkurrieren. Derzeit erscheinen Meldungen von neuen Apple-Produkten immer als etwas eigenständiges und nicht als noch irgend etwas von einer sowieso großen Messe. Mehr Exklusivität und eben nicht wie ein anderer Consumer Electronics-Hersteller zu erscheinen sind beides große Teile des Apple-Markenimages. Nebenbei angemerkt: Würde Apple die Keynote von Microsoft kriegen? Ich halte das für sehr unwahrscheinlich.

Mehr interessierte Kunden ist auch unwahrscheinlich. Der größte Teil der potentiellen Apple-Kunden fährt schlicht und ergreifend nicht nach Las Vegas um sich dort von Macs überzeugen zu lassen. Apple erreicht deutlich mehr Leute durch normale Läden, besonders mit den Apple-Stores, die ja praktisch eine Dauer-Apple-Messe sind.

Zu guter letzt ist der Termin der CES (wie schon der der Macworld) ungünstig. Apple kündigt Produkte praktisch immer mit "Bestellbar ab heute" an (es gibt Ausnahmen, aber sie sind selten). Die CES und die Macworld liegen aber beide direkt hinter dem großen Weihnachtsgeschäft. Für Firmen, die ihre Pläne längerfristig bekannt geben (Microsoft beispielsweise) mag das kein Problem sein, aber es wird viel vermutet dass dies einer der Gründe ist, wieso Apple die Macworld verlassen hat.

Apple braucht keine Messen. Wenn Apple ein Event veranstaltet und etwas neues herausbringt, dann ist die Technologiepresse so oder so hellauf begeistert (ich weiß dass einige das nicht mögen, aber bezweifeln kann das wohl kaum einer). Die Kunden können sich in den Apple-Stores und bei Firmen wie Gravis etc. viel besser über die Produkte informieren. Wenn die Macworld schon als schlechte Idee angesehen wird, dann ist die CES nicht besser.
 
Ich tippe auch drauf, dass die Gerüchte flasch sind. Aber ich hoffe trotzdem mal drauf:
Erstens würde Apple dann direkt mit Microsoft und vielen anderen um die Medienaufmerksamkeit konkurrieren.
Genau, hoffentlich ;)

Zwei große Keynotes sind auch nicht schlecht, das macht die Sache sogar interessanter ;)
 
Wenn überhaupt bauen die da einen Stand à la Apple-Store auf. Eine Keynote wird es sicher nicht geben. Die CES liegt viel zu nahe an der Macworld und der Termindruck und der Mangel an Produkten waren ja der Grund dafür, warum man dort nicht mehr erscheinen wollte.

Auf eine Keynote-Schlacht zwischen Microsoft und Apple werden wir dann wohl verzichten müssen.

PS: Mir ist es auch schleierhaft, warum kein anderer Hersteller seine Produkte so schön designen und darstellen kann, wie das Apple schafft. Es gibt doch so viele Produktpiraten, warum bekommen die nicht auch mal einen Uni-Body hin :)
 
die Taktik ist ziemlich ausgepfeilt, wie ich finde. Bei der eigenen MacWorld erwarten die eingeschworenen Fans immer neue Wunder. Ich kann da aus Erfahrung sprechen, jedes Jahr auf neues wird in tausenden Blogs, News-Sites und Macforen gerätselt, gemunkelt und vermutet, was Steve Jobs diesmal präsentieren wird. Gerade nach der überraschenden iPhone-VOrstellung 2007, die kaum jemand erahnt hat, erwarten viele Fans jedes Jahr solch einen Überraschungskracher, auch wenn Apple ihre Produkte manchmal lieber verfeinern will als ständig neue Generationen rauszubringen.

Und auf der CES können Sie sich ein stückweit von ihren Hyper-Fans abwenden, die trotz aller Enttäuschungen und Motzerei weiterhin Apple-Produkte kaufen, und mehr Außenstehende erreichen.

cyqu_rayte schrieb:
..und hat Erfolg damit.

Richtig. Freiheit in allen Ehren, aber manchmal sind properiätere Lösungen und einheitliche Vermarktung einfach übersichtlicher und schneller. Früher musste man sich für den Palm und für WindowsMobile überall sein Zeug zusammen suchen, jetzt gibt es alles aus einer Hand im AppStore, mit wenigen Klicks. Genau das Gleiche gilt auch beim iTunes Store.
Als zeitbeschränkter Mensch mag ich es einfach, nicht lange suchen zu müssen. Warum alle Menschen immer überall nach Freiheit und nach openSource schreien, ist mir schleierhaft. Das birgt auch immer ein Stück Unordnung. Diese OpenMoko-Spielereien haben sich letztlich auch nicht durchgesetzt, zumindest in der breiten Masse nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Doppelpost zusammengefügt, bitte Forenregeln beachten)
Früher musste man sich für den Palm und für WindowsMobile überall sein Zeug zusammen suchen, jetzt gibt es alles aus einer Hand im AppStore, mit wenigen Klicks.
Ein AppStore hat nichts mit Freiheitseinschränkung zu tun. Die zugehörigen Lizenzbestimmungen schon.
Man kann auch leicht einen AppStore mit Freiheiten kreieren ( wie es Microsoft wahrscheinlich demnächst tun wird und Google schon getan hat).
 
naja beim AppStore hab ich noch nichts vermisst, was verboten wurde. Außerdem finde ich es gar nicht so schlimm, wenn da ein bissl aufgeräumt wird. Pornos, nutzloses Zeug, Abzockerei ("I Am Rich" - 800US$) und Viren will ich gar nicht haben.
Dass Microsoft und Google nachziehen, zeigt doch wieder einmal, dass alle Apple hinterhecheln. Die ganzen iPhone-Klone von RIM, HTC, LG, T-Mobile etc. sind da nur ein weiterer Beweis für.
 
Pornos, nutzloses Zeug, Abzockerei, und Viren? Sowieso illegal.

Und zu vermissen ist da sehr vieles: Navi-Software, besserer Interbetbrowser, alternativer Mediaplayer, besseres Mailprogramm...... dazu dann Copy&Paste, Bluetooth-Dateiübertragung, Zugriff auf Dateisystem, USB-Stick-Modus...... die Liste ist ja unendlich lang.

Und das gäbe es ja alles ohne Apples Restriktionen. Ohne die wäre das iPhone nicht nur gut, sondern perfekt (abgesehen von der Kamera).

Restriktionen machen ein Produkt niemals besser. Apples Produkte wären auch ohne Restriktionen das, was sie sind. Und wohl noch viel besser.

Und HTC baut übrigens schon VIEL länger Handys mit Touchscreen. Die waren damals schon besser als das iPhone (hardwareseitig).

Storm und Touch HD sind zwar als direkte Konkurrenz positioniert, aber noch LANGE keine Klone.
 
Zuletzt bearbeitet:
cyqu_rayte schrieb:
.. Oder glaubst du, Apple beharrt blindlings sich selbst schadend auf seinen Prinzipien? Warum setzten sie denn auf OpenCL? Vielleicht ist OS X dafuer viel besser geeignet als fuer CUDA?
Das ist ja nun vollkommener Quatsch - was hat es mit blinden prinzipien zu tun, sich von hardware unabhängig zu machen, was Steve Jobs' Darwin immer gewesen ist? Sie setzen aus dem gleichen Grund auf OpenCL aus dem sie schon immer auf OpenGL setzen und niemals 3Dfx Glide (es gab mal Glide-Grafikworkstations mit vier Voodoo-1-Karten als "Quantum3D") - sie sind nicht an Hardwarehersteller gebunden und damit frei von monopolistischen Preisforderungen.

cyqu_rayte schrieb:
.. An weniger Hardware kann man sich aber doch immer besser anpassen
Wenn die Treiber vom Hersteller geschrieben werden, braucht der OS-Hersteller nichts anpassen - wozu sollte der OS-Hersteller die Treiber nochmal selbst verändern? Apple bietet eine stabile Treiber-API, an die sich alle Hardwarehersteller halten. Nicht Apple passt seine Treiberschnittstelle an irgendwelche proprietären Wunschvorstellungen zum Ausschalten von Konkurrenz des Hardwareherstellers an, sondern umgekehrt - die treiberschnittstelle ist da und der Hardwarehersteller sieht zu, wie er sie nutzt.
 
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