Telefonnummern aus 2 Vorwahlereichen "koppeln"

c.orpID

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Heyho Community,

ein bekannter steht mit seiner Firma gerade vor folgendem Problem:
Nach Firmen- und Privatumzug in einen anderen PLZ und Vorwahlbereich möchte er seine alte Nummer behalten.
Der Hausanschluss in seiner alten Privatwohnung existiert auch noch weiter und wird weiterhin bezahlt.
Jedoch möchte er, wenn er von seiner neuen Privatadresse mit seiner alten Nummer telefonieren und möchte, auch dass anrufe an seine alte Nummer bei der neuen ankommen.
Zweiteres ist natürlich durch Rufumleitung absolut kein Problem, jedoch ist mir (ausser SIP Gate) kein Weg bekannt dass auch für gehende Telefonnummern zu nutzen.

Zur Lage:
- Alter sowie beide neuen Anschlüsse bei der Telekom
- Alter Anschluss via FB 7490
- Beide neuen via FB 7590
- Telekom bietet keine Möglichkeit die Rufnummern zu koppeln (laut ihrere Aussage nicht legal)

Da er bereits 3 Anschlüsse zahlt möchte er sich, sofern möglich, die kosten fürs SIP Gate sparen.
Gibt es diese Möglichkeit oder muss er in den sauren Apfel beissen?

Mfg
c.orpID
 
Da er sicher nur noch SIP-Anschlüsse hat: Normalerweise kannst bei SIP einfach die Nummer welche ausgegeben wird "überschreiben". Dadurch steht dort dann eine andere Nummer als du eigentlich hast. Kann jedoch sein das die Telekom die Funktion nur für Geschäftskunden freigibt.
 
Das ist soweit richtig, kenne ich auch von O2, 1&1 und Co.
Geschäftsanschlüsse hat er natürlich zwecks der Firma.

Die Telekom lässt dieses "überschreiben" aber, laut Auskunft am Telefon, nicht zu da es sich um unterschiedliche Vorwahlbereiche handelt.
Oder wurde ihm hier die Story vom Pferd erzählt?
 
Ich würde es einfach mal ausprobieren, kann aber gut sein das die Telekom es wegen der Vorwahlen wirklich nicht macht.
 
Da er von ITS und EDV keine Ahnung hat mute ich ihm das nicht zu dass er das hin bekommt und ich bin leider gerade geschäftlich unterwegs, kann es also kurzfristig nicht testen :(

Der IT Dienstleister der bei Ihm die Einrichtung vor ein paar Tagen durchgeführt hat meinte aber auch dass hier nur ein Providerwechsel oder ein separater sipgate Anschluss die einzige Lösung wäre.

Da seine Frau bei der Telekom arbeitet scheidet der Providerwechsel aber wohl aus :D
 
Dabei kann dir - oder besser gesagt deinem Bekannten - nur der Provider helfen. Ein anderer Vorwahl-Bereich ist nun mal ein anderer Vorwahlbereich.

Mit einem VoIP-Account ist sowas hingegen möglich. Bei Telekom-VoIP wird der Account jedoch an den Internetanschluss gebunden. Das heißt, das man sich nur vom gebuchten Anschluss aus in den VoIP-Account einloggen kann. Von einem anderen Anschluss aus oder gar von unterwegs ist das so nicht möglich. Diese Beschränkung liegt jedoch nicht im VoIP an sich, sondern ist Telekom-spezifisch. Bei anderen Providern gibt es diese Blockade unter Umständen nicht - bei freien VoIP-/SIP-Accounts sowieso nicht.

Aber: Man kann die Telekom austricksen. Ich habe zB TelekomIP, wohne bei Hamburg und kann problemlos auch in Bayern vom Hotel aus mit meiner heimischen Telefonnummer telefonieren. Das Zauberwort heißt VPN. Richtet man sich am Standort des VoIP-Internetanschlusses einen VPN-Server ein, kann man sich mit diesem von überall auf der Welt verbinden und dann darüber VoIPen, mit allem drum und dran. Dazu ist zB ein Raspberry PI für ~40€ vollkommen ausreichend. Wenn bereits ein NAS wie zB Synology besteht, kann man das auch darüber realisieren. Man benötigt lediglich einen VPN-Tunnel zwischen beiden Standorten und kann sich dann in den VoIP-Account einloggen. Da die VoIP-Verbindung via VPN zum Heimstandort geleitet und erst von dort aus ins www geht, kann die Telekom überhaupt nicht feststellen wo man sich tatsächlich mit dem Telefon befindet - Im Büro im Nachbarort, am anderen Ende Deutschlands oder gar auf der ISS ;)
 
Wieso nicht alle FBs per VPN in ein Netz bringen?

Eingehende Anrufe auf alter Nummer ja / Ausgehende nein :

Ich habe ein Handy per WLAN als "Festnetz"-Telefon bestimmt an FB1. FB2 und FB3 können ihre Rufnummern dann an die von FB1 weiterleiten.


Eingehende und Ausgehende ja :

Will man jedoch auch auf der alte Nummer abgehend Telefonieren, dann geht das bei meinem Lösungsvorschlag nur so, dass man für jede FB ein Handy als FN-Telefon einrichtet und an allen FBs am besten dieselbe WLAN Verschlüsselung einrichtet. Dann kann sich ein Handy per WLAN und dem VPN-Netz der FBs an der jeweiligen Heimat-Fritzbox anmelden und dort eingehende Anrufe entgegennehmen bzw. auf diese FB ausgehend Telefonieren.

Mit Android kann man sogar von Unterwegs eine VPN Verbindung starten und die bricht nicht wie bei iOS immer wieder ab. Ich bin so den ganzen Tag auf meiner FN Nummer erreichbar und meine Handynummer bekommen nur wenige Leute.
 
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Ah, stimmt ja, sind ja Fritzboxxen. Damit kann man das VPN natürlich auch realisieren. Entscheidend ist am Ende das Routing damit der VoIP-Login vom neuen Standort aus auch tatsächlich via Fritz-VPN zum alten Standort geroutet wird.
 
warum einfach, wenn es auch kompliziert geht.

man könnte einfach die anrufe vom alten anschluß an den neuen anschluß weiterleiten.
bei abgehenden gesprächen die alte rufnummer senden ist zbsp. bei sipgate möglich.
 
c.orpID schrieb:
Die Telekom lässt dieses "überschreiben" aber, laut Auskunft am Telefon, nicht zu da es sich um unterschiedliche Vorwahlbereiche handelt.

Das überschreiben nennt sich "CLIP no screening" und ist tatsächlich nicht zulässig wenn sich die Vorwahl ändert.
Nein, das ist korrekt.

Die Telefonie per VPN über den alten "Home Office" Anschluss würde ich nicht machen. Zu viele potentielle Fehlerquellen, TK Anlage zu weit weg von den Geschäftsräumen falls was sein wollte usw. Wenn das mit der Rufnummer ein Thema ist scheint Telefonie wichtig zu sein, dann würde ich da kein halbgares Provisorium bauen nur weils technisch machbar ist.

Wir haben das so gelöst dass wir alle Nummern auf eine Cloud TK Anlage bei NFON portiert haben. Dort können wir für jedes Telefon einstellen was wir wollen. Auch die ausgehend angezeigte Nummer. Über o2 als Digital Phone ist das auch für kleinere Kunden recht interessant.

In der Praxis ist das mit der ausgehenden neuen Nummer aber echt kein Problem, man schreibt ja eh alle Kunden/Partner an dass man umgezogen ist. Hauptsache ist dass man über die bestehenden Nummern noch erreichbar ist.
 
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Ja, da ist etwas Wahres dran. Wenn sich eh die Adresse ändert, sollte man eben einfach auch die Kunden über die neue Telefonnummer im Kenntnis setzen. Solche Spielereien mit VPNs sind zwar technisch möglich, aber @h00bi hat nicht ganz Unrecht, wenn er sagt, dass das zusätzliche Fehlerquellen birgt. VoIP ist prinzipiell sehr sensibel was die Verbindungsqualität angeht. Wenn das VPN zwischendrin mal neuverbindet, o.ä. sind sofort alle Gespräche weg.
 
Hallo

Würde es denn mit einer Anrufweiterschaltung von der alten auf die neue Nummer funktionieren ?
Ich würde es mal versuchen. Funktioniert ja auch von der Festnetznummer auf die Handynummer.
Evtl. fallen kosten an.

MfG
 
h00bi schrieb:
Wir haben das so gelöst dass wir alle Nummern auf eine Cloud TK Anlage bei NFON portiert haben. Dort können wir für jedes Telefon einstellen was wir wollen. Auch die ausgehend angezeigte Nummer. Über o2 als Digital Phone ist das auch für kleinere Kunden recht interessant.

NFON war mir bisher nicht bekannt, hab mal eben gegoogelt und gesehen dass das sogar über die Telekom unter dem Namen DeutschlandLAN angeboten wird, soll er dahingehend mal anfragen.

h00bi schrieb:
In der Praxis ist das mit der ausgehenden neuen Nummer aber echt kein Problem, man schreibt ja eh alle Kunden/Partner an dass man umgezogen ist. Hauptsache ist dass man über die bestehenden Nummern noch erreichbar ist.

Er legt da aus welchem Grund auch immer jedoch großen Wert drauf, hab ihm das auch schon einreden wollen aber das ist wie gegen eine Wand zu labern :D

antreiber schrieb:
Hallo

Würde es denn mit einer Anrufweiterschaltung von der alten auf die neue Nummer funktionieren ?
Ich würde es mal versuchen. Funktioniert ja auch von der Festnetznummer auf die Handynummer.
Evtl. fallen kosten an.

MfG

Das ist natürlich nicht das Problem, das funktioniert ohne weiteres.
Die Sache ist dass ding mit dem "mit der alten Nummer von anderem Standort rausrufen" ^^
 
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Oder so :D

Werds weiter geben, danke für eure Hilfe!
 
Raijin schrieb:
Ah, stimmt ja, sind ja Fritzboxxen. Damit kann man das VPN natürlich auch realisieren. Entscheidend ist am Ende das Routing damit der VoIP-Login vom neuen Standort aus auch tatsächlich via Fritz-VPN zum alten Standort geroutet wird.

Ich weiss ja nicht was du da routen willst, aber ich hab es auch so wie bei Mega-Bryte laufen.

VPN Site-to-Site mit FBs und ich kann ohne aufwendiges Routen an beiden Standorten beide Telefonanschlüsse nutzen mit per WLAN eingebundenen Handies. Bei abgehenden Gesprächen wird die entsprechende Nummer der FB genutzt, zu der man die FB-Fon App verbindet.
Ich kann im WLAN von FB1 sein, aber in der APP die IP der FB2 eingetragen haben. Schon telefonier ich über die Nummer der FB2.
Ich kann mich sogar per Android und VPN auf FB1 Verbinden und dennoch über FB2 telefonieren, weil es die Technik so simpel ermöglicht.
iOS kann man komplett vergessen. Bei jedem Stromsparansatz geht die VPN flöten. (also Dsiplay aus und kurz danach ist auch die VPN weg)

Selten so viel Hekmek gelesen wegen so nem Bissel Telefon.
 
Love Guru schrieb:
Ich weiss ja nicht was du da routen willst
Korrektes Routing ist bei VPNs essentiell.

Wenn man sich zB mit dem Telekom-VoIP Login von Standort A aus dem Netzwerk an Standort B einloggt, blockt die Telekom, weil VoIP beim Rosa Riesen quasi als Festnetz gilt und nur von zu Hause funktioniert. Ohne explizites Routing würde der SIP-Server der Telekom jedoch auch bei einer Standortverbindung stets über die lokale Internetverbindung gehen.

Wenn man sich hingegen mit dem VoIP-Telefon explizit am SIP Server der heimischen Fritzbox anmeldet (und diese dann letztendlich den eigentlichen Login bei der Telekom durchführt) ist das eine andere Situation, die in dem Falle über die Standardroute abgedeckt ist.

Nichtsdestotrotz muss man bei VPNs immer das Routing im Auge behalten, da nicht zwangsläufig alles über die Standardroute läuft.
 
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