News Telekom: Großer Streik und schlechte Zahlen

Im Thread „Telekom-Streik: Verdi nimmt erste Hürde“ (# 23) habe ich schon einmal auf die Gehaltsschere zwischen der T-Com und ihren Mitbewerbern hingewiesen:

Demnach verdienen sowohl Monteure als auch Call-Center-Agents (egal ob mit oder ohne Berufserfahrung) bei der T-Com wesentlich mehr als vergleichbare Mitarbeiter bei der Konkurrenz, wobei die T-Com-Angestellten zugleich die kürzeste Wochenarbeitszeit haben (mit 34 Stunden gegenüber 38-40 Stunden bei der Konkurrenz).

http://www.telekom.de/dtag/cms/content/dt/de/303044;jsessionid=F7DF0B042A3CC320D478AD3F36F32916

Wenn ich die Monteure mit Berufserfahrung herauspicke und das Jahresgehalt durch 52 Wochen und das Ergebnis noch einmal durch die Wochenarbeitszeit teile, dann liegt der T-Com-Monteur bei einem Stundenlohn von 19,74 Euro. Das Elektrohandwerk in Rheinland-Pfalz zahlt dem gegenüber nur 12,92 Euro. In Sachen-Anhalt liegt der Schnitt erwartungsgemäß niedriger bei knapp 8,92 Euro.

Die T-Com zahlt bezogen auf die Stundenlöhne also 121,3 Prozent mehr als die IG-Metall in Sachsen-Anhalt für ihre Beschäftigten herausgeholt hat und immer noch 52,8 Prozent mehr im Vergleich zu Rheinland Pfalz.

Und was fordert die T-Com? Lediglich 9 Prozent Lohnabschlag und die 38-Stunden-Woche, die bei der Konkurrenz der Normalfall ist , wenn dort nicht sogar 40 Stunden gearbeitet werden. Aber anscheinend fällt den Beschäftigten die Rückkehr in die Realität zu schwer. Deshalb wird lieber gestreikt.
 
Auf der einen seite finde ich es gut das gestreikt wird, auf der anderen seite sind streiks immer schlecht für die kunden...
 
@21 genau das meine ich nämlich, es ist unverständlich wie man da solch ein Fass aufmachen kann andere müssen mit noch weniger leben/arbeiten bei mehrarbeit
 
wafze schrieb:
wär einen festen arbeitsplatz haben will muss dafür auch opfer bringen

Genau aus dem Grund wird gestreikt du Torfnase. Die Leute haben eben keinen FESTEN Arbeitsplatz, sondern gar nichts. Eine Arbeitsplatzzusage bis 2010/2012 ist ein Witz. Danach wird die Sparte verkauft und die Leute sitzen auf der Straße...


Außerdem gehts auch weniger um die Mehrarbeit - die tut einem nicht weh. Sondern viel mehr gehts darum, dass bei dem einen an der Lohnschraube gedreht wird, um bei den anderen wieder nur dran gewackelt wird.

Wir 12% die im Vorstand 2% - und wer mehr leistet liegt wohl auf der Hand.
 
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@NeoTiger
Als ob man in jedem Kaf DSL bekommt.
Aber du willst mir doch nicht etwa erklären, dass die "Auslagerung" von 50.000 Mitarbeitern diese Probleme lösen würde?

@Schnitz
Gute Idee! :-)
 
@ Popelkau & keshkau

Ach ja und ihr seit Diejenigen, die das festlegen?

Aber ich schreibe es ja auch gern noch mal, wir schauen doch einfach mal was in Eurer Branche üblich ist, und bilden daraus einen Schnitt. Danach passen wir Euer Gehalt an. Solltet ihr drüber liegen, dann gibt es eben eine Kürzung. Dürfte Euch aber nicht stören, weil Ihr ja sagt, dass eine Lohnanpassung an das marktübliche Niveau was völlig verständliches ist.

Eure Argumentation ist auf Neid aufgebaut, wenn die mehr bekommen als ihr, dann sollen sie mal fein die Klappe halten.

Solange es einen nicht selbst betrifft kann man immer fein reden, aber wenn es dann mal so weit ist, dann sind die Worte von gestern wieder ganz schnell vergessen...

Aber bevor wieder die Aussage kommt, nein ich arbeite nicht bei der DTAG, nein auch Verwandte arbeiten da nicht. Ich bin lediglich bemüht in meinem Denken den Tellerrand zu überblicken....
 
@ Keshkau:

Schon alles richtig was Du sagst...aber wenn man schon einmal die T-Commer mit der Konkurrenz vergleicht, dann kann man ja auch gleich mit einem tschechischen Telekomiker vergleichen - oder weil gerade so aktuell mit einem chinesischen, die sind z.Z. besonders günstig.

Das Problem mit solchen Vergleichen ist: man findet immer irgendwo, irgendjemanden der für noch weniger Geld arbeitet. Soll das etwa der Maßstab sein an dem wir uns und unsere Gesellschaft messen? Wäre es nicht sinnvoller die Konkurrenz der Telekom zu bestreiken und die zu zwingen ANGEMESSENE Löhne zu zahlen?

Die Gewerkschaften haben übrigens mehr als genug Dreck an den Händen. Immerhin haben sie die Tarifverträge mit Arcor, Alice & Co. abgeschlossen und sind folglich an den dort vereinbarten Niedriglöhnen mitschuldig

Leider muss keiner der Gewerkschaftsverantwortlichen für solch einen Lohn schuften. Kann man auch nicht erwarten...immerhin haben die ja studiert und sind gleich danach in die Gewerkschaft eingetreten wo man sicherlich nicht von HartzIV leben muss..

Edit: Lieber keshkau, dann verrate mir doch wie weit nach unten? Du kannst nicht ernsthaft die Lebenshaltungskosten in Indien oder China mit den unserigen vergleichen. Falls ja, dann kann man unser steuerfinanziertes Bildungswesen auch an die Budgets der asiatischen Uni's anpassen. Also keine € 8000 Gehälter für Professoren mehr, keine (mehr oder weniger) erstklassige Ausstattung der Universitäten mehr und auch keine staatlichen Sozialleistungen mehr. Schöne Zukunft.
 
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@nutel zum Beitrag 7

einen dümmeren Kommentar kann ich mir kaum vorstellen. Wie alt bist du eigentlich? Wir leben nicht mehr im frühkapitalistischen England im ausklingenden 19. Jahrhundert, wo der Arbeitnehmer an sieben Tagen 12-16 Stunden zu arbeiten hatte, kaum seine Familie ernähren konnte, seine Lebenserwartung kaum höher als 45 Jahre war, es keine Arbeitnehmerrechte und Gewerkschaften gab und Kinderarbeit an der Tagesordnung war.

Arbeitnehmerrechte, so wie z.B. die Mitbestimmung und zuerst das Streikrecht sind Garanten für den sozialen Frieden und den innergesellschaftlichen Zusammenhalt. Und auch, das ungebildete Boardteilnehmer ihren Senf, sei er noch so unqualifiziert, dazugeben dürfen. Also halte deine Finger still, schreib ein paar SMS an die Kumpels im Block und/oder mache deine Hausaufgaben. Dir auch nur oberflächlich zu erklären, welchen Sinn und Auswirkungen Arbeitnehmerrechte in unserer Gesellschaft haben, würde wahrscheinlich meine Zeit und Muße und dein intellektuelles Fassungsvermögen übersteigen. Manchmal ist es einfach nicht zu fassen, was für ungebildete Ignoranten unser Bildungssystem so hervorbringt, die dann ihre Ignoranz per inhaltlosem Beitrag auch noch zur Schau stellen.
 
@azurlord
Erstens arbeite ich nicht in dieser Branche, zweitens habe ich keinen Grund, auf die Gehälter der T-Com neidisch zu sein, drittens lege ich überhaupt nichts fest.

Ich frage mich nur, warum sich die T-Com-Mitarbeiter darüber wundern, dass ihnen die Kunden weglaufen, wo doch die Konkurrenz günstiger ist. Ich frage mich, warum sie nicht erkennen wollen, dass ihr im Vergleich zur Konkurrenz recht hohes Lohnniveu wesentlich zu dieser Entwicklung beiträgt. Ich frage mich, ob die T-Com-Mitarbeiter effizienter arbeiten als ihre Kollegen bei den Mitbewerbern, weil sie sich die Freiheit nehmen, 4-6 Stunden pro Woche weniger zu arbeiten als die Leute bei der Konkurrenz. Ich frage mich auch, ob sie lieber gleich ihren Job verlieren möchten, statt die Chance zu ergreifen, für die nächsten Jahre für etwas weniger Geld arbeiten zu können. Und ich frage mich, ob sie ernsthaft glauben, in unserer dynamischen Wirtschaft gäbe es so etwas wie lebenslange Jobgarantien. - Es verschwinden immer wieder Jobs an der einen Stelle, während woanders Jobs entstehen. Das ist ein ganz normaler Prozess, ohne den wir heute noch alles in Handarbeit machen müssten. Ich verweise nur auf den Boom der Call-Center. Diese "Beamten-Mentalität" der Telekom-Mitarbeiter ist in meinen Augen weltfremd.

@Paladin72:
Bei einem Monteur wird man diesen Vergleich nicht anstellen, bei einem Call-Center-Agent mitunter schon, wenn man ausreichend viele Leute im Ausland bekommen kann, die gut deutsch sprechen. Ob das ein Maßstab sein soll oder nicht, ist eine Frage, die der Markt ganz von allein beantwortet. Wenn den Kunden der Preis wichtiger ist als die Nationalität oder der Standort seines Call-Center-Agents, dann spielt dieser Vergleich eine Rolle. Und dann sind die überteuerten Arbeitnehmer ihren Job los.

Wie gesagt, wenn man diese Realität nicht zu erkennen gewillt ist, trifft es einen früher, falls doch, passt man sich eben den Bedingungen an, notfalls mit Lohnkorrekturen nach unten.
 
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Man müsste mal sehr genau nachforschen, was diese Mitarbeiter verdienen. Allgemein war es ja meist so, das gerade die Mitarbeiter bei diesen alten Monopolen nicht schlecht verdient haben. Ich glaube nämlich, das sich so mancher über deren Gehaltsscheck freuen würde.
Als nächstes müsste man überprüfen, wie sich denn nun die Gewinnstruktur genau aufgliedert. Es mag ja sein, das die Telekom unterm Strich noch gut Gewinn macht, aber vielleicht hat sie eben auch Posten, die ein dickes Minus ohne erkennbaren oder mit zu geringem Nutzen haben. Ein solcher Posten kann oben angesprochenes Thema durchaus sein.
Ich halte aktive Gewerkschaften für einen essentiellen Bestandteil einer funktionierenden Marktwirtschaft. Nur ist es die Frage, wann die Gewerkschaft ihre Muskeln spielen soll? Wenn die Metallarbeiter im Osten genau so kurze Arbeitszeiten wollen, wie im Westen? Wenn die Mitarbeiter in der Autoindustrie ihren Nachtzuschlag nicht mehr schon um 15:00Uhr erhalten?
Ich bin mir nicht sicher, ob es den Telekommitarbeitern wirklich so schlecht geht, wie es in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Ich weiß aber, das die Gewerkschaft wenig unternommen hat, als bei der Firma meines Vaters neue freiwillige Samstagsarbeitstage eingeführt wurden oder sonstige Späße. Aber das war ja auch nur ein kleiner regionaler Betrieb mit vielleicht 2000 Mitarbeitern und lange nicht so populär wie die Telekom.

@azurlord
Da "purple" noch nicht da ist, übernehme ich das mal ;-)
Nur weil die Kommentare nicht deiner Meinung entsprechen, sind sie plötzlich sinnlos? Hm, jetzt kann ich mir durchaus vorstellen, warum es immer so schwer ist bei Verhandlungen auf eine Einigung zu kommen. Wollen wir mal hoffen, das bei den Verhandlungen Menschen sitzen, die eine größere Kompromissbereitschaft und Toleranz aufweisen.
 
@ keiflin1
Nett formuliert, aber mach nicht unser Bildungssystem verantwortlich. Das steht zwar mit PISA auch nicht rosig da, aber grundsätzlich schafft es dieses Bildungssystem ja durchaus vernünftige Individuen heranzubilden. Ich glaube hier sollte man eher vermittelte Werte wie Toleranz und die Bereitschaft seine Aussagen mit dem entsprechen Wissen zu untermauern, nebst einer gewissen und gesunden Selbstkritikfähigkeit, als Argumentationsbasis heranziehen.

Aber das Fazit, vor allem auch aus den vorangegangenen Diskussionen zu dem Thema zeigt mir, dass eben auch die nötige Zugänglichkeit in einer Diskussion hier nicht gegeben ist.

Armes Deutschland.


@ Straputsky
Dann hast Du die letzten Diskussionen schlecht verfolgt, das Einzige was purple mir gegenüber tat war, dass er sagte das ich keine Ahnung habe und dass da noch viel mehr Dinge eine Rolle spielen würden. Das war Alles, Gegenargumente konnte ich nie lesen. Daher mein lakonischer Nachsatz zu diesem Menschen. Ansonsten sie Text oben, vielleicht hilft es ja ;-)

@ keshkau
Dann hast Du nicht aufgepasst, die 34 Stunden Woche wurde bei der DTAG nicht eingeführt weil die Gewerkschaften und Mitarbeiter das so wollten. Sie würde eingeführt, weil der Vorstand die Ansicht vertrat, dass zu wenig Arbeit da sei, also man kündigen wolle. So einigte man sich damals auf eine Kürzung der Wochenarbeitszeit auf 34 Stunden und gleichzeitig wurde auch das Gehalt um diesen Betrag gekürzt. Nun will man das Gehalt wieder kürzen, aber will auch wieder mehr Wochenstunden. Wie geht das in Deinen Augen zusammen? Ist die Arbeit auf einmal wieder da?

Des Weiteren bin ich der Letzte der behaupten würde, dass Jobgarantien sinnvoll oder zu erwarten sind. Hier geht es nur darum, dass ein Unternhemen nicht nur an seinen Mitarbeitern sparen kann, es geht auch anders. Aber weil diese das immer wieder erleben und den darauf folgenden Versprechungen einfach nicht mehr glauben wollen, wird gestreikt.
 
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Ich finde es prinzipiell ja gut, dass es Gewerkschaften gibt, mit denen man eine "Stimme" gegen die Arbeitgeber bilden kann ...

Bei einem Unternehmen wie der Telekom mag es ja noch gehen, dass die bestreikt werden ... wäre ich bei einem kleinen Arbeitgeber angestellt, würde ich persönlich nie im Leben streiken, da man sonst sofort bei der ersten guten Gelegenheit dann sowieso auf die Straße gesetzt wird ... Man muss ja auch verstehen, dass wenn es dem Arbeitgeber gut geht, auch dem Arbeitnehmer gut geht (Bei kleinen und mittleren Unternehmen) ...

Ich meine wir leben hier auch irgendwo in der Marktwirtschaft ... Wenn die Telekom ihre Kosten senken will, kann ich das nachvollziehen ... Und nur weil die Telekom ein großes Unternehmen ist, muss sie deshalb noch lange nicht den Menschen ihre Arbeitsplätze auf Ewigkeit sichern ... es gäbe sicherlich Millionen Arbeitnehmer, die alles darum geben würden, einen sicheren Arbeitsplatz bis 2012 zu haben ...

Und ich finde nicht, dass derartige Einschnitte, wie sie die Telekom plant, zu weit gehen ... Eine Wochenarbeitszeiterhöhung ist durchaus akzeptabel und wird zurzeit mehrfach durchgeführt ... also diesbezüglich eigentlich nichts Neues ... und eine Lohnkürzung von 9% ist schon eine Menge ... jedoch sollte man auch vor Augen halten, dass man sonst arbeitslos ist ... Wenn ich Telekom-Mitarbeiter wäre und mir würde das alles nicht gefallen, würde ich mir einen neuen Arbeitgeber suchen und fertig ... diese Veränderung wird sowieso über kurz oder lang bei der T-Com bzw. T-Service kommen ...

Wie gesagt, jeder soll denken und davon halten, was er meint ...

Robin
 
Leute, Leute....

Seid Tagen die selben Beiträge. Der ein beschimpft den anderen als ignorant, der ander meckert zurück, die Argumentation sei hirnlos... Wir sich ja eine Diskusionsplattform, aber irgendwie ist es doch Langweilig, wenn ihr eure Post´s einfach kopiert (ja, leicht übertrieben) und zu ähnlichen Themen jeden Tag aufs neue raushaut:volllol:
 
Ich frage mich: Wie kann Jemand, der eine Familie hat wie ich, von 1400 Brutto im Monat diese dann ernähren (Lohn:Walter Medien)? Da verdient man in vielen anderen Branchen wesentlich mehr, da wird einem ja Angst und Bange wenn das ein MARKTÜBLICHER Lohn ist.

Sicherlich mag der Lohn dem Einen oder Andren hoch erscheinen bei der T-Com, aber bei Milliarden Überschüssen, warum sollen die Arbeitnehmer nicht was vom Kuchen haben ? Mal was nebenbei: in den letzten 10 Jahren hat sich das Managment des Konzerns um mehr als 200% die Löhne erhöht, weils dem Laden ja so gut ging .... zumal das Managment immer wieder soviele Dinge versemmelt, die nun die Mitarbeiter ausbaden sollen.

Kenne Jemanden der arbeitet bei Daimler, bei 35 Stunden Woche hat der nen Lohn da komme ich aus dem staunen nicht raus. Aber ich könnte ja auch den Lohn haben, muss da nur anfangen, genau wie er, schön am Band mit Schichtsystem.

Finde es schon frech wie Einige meinen sich hier rausnehmen zu müssen, das die sich nicht so anstellen sollen. Kommt die Telekom damit durch, welcher Konzern kommt dann ? Allianz ? Die wollten doch schon, trotz Rekordgewinnen, Stellen abbauen. Dann machen die auch nen Schnitt und kürzen die Löhne wie die Telekom um fast 20-30% .... ist ja der Marktübliche Lohn ....
 
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wenn die telekom wirklich was tun will, um ihre kunden zu halten, dass ist das die besitigung von zwei dingen:


- beamtenmentalität bei den angestellten
- überbordende bürokratie

durch neugründungen von lohndumpinggesellschaften und auslagern von dienstleistungen wird nichts besser. es werden nur noch mehr mitarbeiter in die nullbockhaltung getrieben.
 
Diese schei* Gewerkschaften, diese Saubanden kann ich echt nicht ab. Die Mitglieder glauben wirklich, das die Gewerkschaften zum Wohle der Arbeitnehmer da sind. Dabei sind die Chefs der Gewerkschaften die, die am meisten profitieren. Ich möchte echt nicht wissen wieviel die Gewerkschaftsbosse pro Jahr verdienen. Achwas verdienen die bekommen das, von verdienen kann ja nicht die Rede sein.

38 statt 34 Stunden pro Woche arbeiten. Was ist daran so schlimm? Auch wenn sie dann weniger bekommen, bekommen die bestimmt immer noch mehr als es üblich ist für diese Branche.
 
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...mich würde mal interessieren, ob Ver.di eigentlich noch Ihren Telefonanschluss bei der DTAG hat...
 
azurlord schrieb:
(#31) Die 34 Stunden Woche wurde bei der DTAG … eingeführt, weil der Vorstand die Ansicht vertrat, dass zu wenig Arbeit da sei, also man kündigen wolle. So einigte man sich damals auf eine Kürzung der Wochenarbeitszeit auf 34 Stunden und gleichzeitig wurde auch das Gehalt um diesen Betrag gekürzt.

Nach der von Dir beschriebenen Arbeitszeitverkürzung auf 34 Stunden wurden also auch die Gehälter entsprechend abgesenkt. Das bedeutet, die Stundenlöhne, die in dem von mir zitierten Bereich bei knapp 20 Euro lagen, haben sich nicht verändert. Der von mir oben angestellte Vergleich beruht aber auch den Kosten pro Stunde und ist deshalb weiterhin gültig. Die T-Com steht aber weiterhin vor dem Problem, dass ihr Lohnniveau 50 Prozent höher liegt als in Rheinland-Pfalz (siehe obiges Beispiel) und dass ihr die Kunden weglaufen. Was soll sie machen, um den Nachteil bei den Lohnkosten einzudämmen? Sie muss im Personalbereich wieder wettbewerbsfähig werden, egal wie. Und deshalb sollen die T-Com-Mitarbeiter in etwa so viel arbeiten wie die Beschäftigten bei der Konkurrenz.

Bei der Berechnung des Stundensatzes für den Monteur mit Berufserfahrung (34.900 Euro) ergibt sich bei einer 38-Stunden-Woche ein Stundenlohn von 17,66 Euro (gegenüber bisher 19,74 Euro). Zugleich soll der Lohn um 9 Prozent gekürzt werden, also von 34.900 Euro auf 31.569 Euro. Der neue Stundenlohn beträgt dann (bei 38 Stunden) nur noch 15,98 Euro. Das scheint wenig zu sein. Aber er liegt auch nach dieser Anpassung immer noch um 23,68 Prozent über den Vergleichslohn von Rheinland-Pfalz. Die T-Com-Mitarbeiter stürzen also nicht ins Bodenlose. Sie fallen ziemlich weich.
 
MagicTS schrieb:
38 statt 34 Stunden pro Woche arbeiten. Was ist daran so schlimm? Auch wenn sie dann weniger bekommen, bekommen die bestimmt immer noch mehr als es üblich ist für diese Branche.

Verdammt noch mal sind hier einige wirklich zu blöd oder tun sie nur so?


Es geht nicht in erster Linie um die Erhöhung der Arbeitszeit. Es ist das ganze Paket um das es geht. Wissen hier einige was Auslagern überhaupt bedeutet? Dann will ich das einigen mal erklären die das nicht kapieren.


Die Telekom will den Service-Bereich auslagern um Kosten zu sparen. Das heißt sie schreibt zukünftig die Serviceleistungen aus (hoffentlich wissen hier einige was eine Ausschreibung ist) und der mit dem billigsten Angebot gewinnt.

Das heißt also selbst wenn die Telekom mit der Auslagerung eine Arbeitsplatzgarantie gibt bis 2012 das danach Massenentlassungen drohen, denn ein Call-Center in Rumänien oder Ungarn ist von den Lohnkosten her natürlich wesentlich billiger.

Zwar wird es dann wieder ein Aufschrei geben aus der Politik wenn mal eben 10.000 oder 20.000 Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden aber alle Arbeitsplätze wird man dennoch nicht halten können. Also geht der Stellenabbau nach 2012 schleichend voran jedes Jahr 2000 Mitarbeiter weniger z.B.

gruß
Lumi25
 
Also man streicht Urlaubs und Weihnachtsgeld und sagt die Stellen sind sicher, danach droht man wieder Leute zu entlassen, wenn die Mitarbeiter nicht mehr arbeiten für das gleiche Geld, dann kürz man die Arbeitszeit und folglich den Lohn, und später erhöht man dann die Arbeitszeit wieder bei gleichem Lohn. Und immer dasselbe, um den Arbeitsplatz zu sichern, da würdest du dir kaum verarscht vorkommen keshkau oder? Aber es ist ja nur fair und nötig...
Und wenn man bisher nicht mal mehr in Urlaub fahren kann ist das mit dem weich fallen auch blanker Hohn, pfui! Rede mal mit jemanden der wirklich seit 40 Jahren dabei ist, wie sich die Mitarbeiter fühlen, wie der Draht zum Management ist und dann reden wir weiter. Gilt auch für den lebenserfahrenen MagicTS... Das bisschen mehr arbeiten.
 
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