News Telekom: Großer Streik und schlechte Zahlen

Und genau das ist ja wieder das, was Deutschland nicht versteht ...

Man sieht nur eine Prozentzahl ... Aber diese Prozentzahl sagt absolut gar nichts aus!

Wenn Herr Obermann auf 9% seines Gehaltes verzichten würde, dann würden hier alle lachen und diese Kürzung als lächerlich ansehen.

Wenn aber der Arbeitnehmer auf 9% seines Gehaltes verzichten soll und damit von "weit über Branchenüblichen Lohn" zu "nicht mehr so stark über Branchenüblichen Lohn" fällt, dann wird schön Laut Buuuuhh geschrien.

Ach ja und natürlich ist das Management mal wieder Schuld :freak:

Mittlerweile scheint es ja Volkssport geworden zu sein, dass Management für alles und jeden verantwortlich zu machen. Wenn die Arbeitnehmer nicht die Schuld tragen, dann muss es das Management sein ... *pah lachhaft!
Das es sowas wie einen Markt und eine natürliche Fluktuation gibt wird einfach mal ignoriert.

Wer hat Schuld an der Misere in der die Telekom jetzt steckt?
- Die Hotliner vielleicht, die mit ihrer schlechten Laune, ihrem inkompetenten Auftreten und teils mit grober Unhöflichkeit dafür gesorgt haben, dass ich keine Lust mehr habe Kunde beim "rosa Riesen" zu sein?
- Die Preise und die Entscheidung der Kunden diese Preise nicht zu zahlen?

Würde mal sagen, dass dies zwei wichtige Faktoren sind. Management kann ich da keine Erkennen!
Das Management hat erkannt, dass die Preise zu hoch sind und dass der Service nicht das hält, was er verspricht. Also versucht man gegen zu steuern. Das passiert jetzt.

Wo soll man denn eurer Meinung nach die laufenden Kosten des Unternehmens reduzieren?

Ach jetzt kommen sicher wieder die "stillen Rücklagen" ...


Einfach Lachhaft!
 
Tatsache ist aber auch, dass ein Unternehmen bzw. eine Unternehmenssparte ohne Kunden keine Existenzberechtigung hat. Die Kunden sind zum Großteil schlichtweg nicht bereit, für ein Produkt oder eine Dienstleistung 50 Euro zu zahlen, wenn sie ein gleichwertiges Angebot für 20-30 Euro bekommen können. Diese Haltung ist zutiefst rational. Und der Markt setzt sich nun einmal aus Angebot und Nachfrage zusammen.

Im Fall der T-Com ist es die Anbieterseite, die sich anstrengen muss, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden. Wenn sie keine Nachfrager (kunden) mehr findet, braucht sie auch keiner mehr. Dann landen die Jobs eben bei der Konkurrenz, denn die muss ja auch zusehen, wie sie die unzähligen neuen Kunden versorgt, die von der T-Com abgesprungen sind.
 
Bei dem Gewinn sollte man Leute einstellen, Leute mit Qualifikation, den Service verbessern, etc, aber wird das gemacht, hauptsache man steht vor den Aktionären gut da und der Gewinn wächst...
Wie bei der Bahn, aber die Mitarbeiter sind ja nur die tragenden Stützen, mit denen kann mans ja machen.

Und das Management, egal wo, kann mir doch niemand erzählen, dass die Leute zu irgendwas besonderen fähig sind, ein Jahr das Unternehmen ruiniert, geht man ins nächste mit fetter Abfindung, irgendwas stimmt da definitiv nicht und das kannst du, Deadalus, auch nicht schönreden. Was meinst du warum die Leute keinen Bock haben, frag am besten jemand der bei der Telekom gearbeitet hat oder noch da arbeitet, vielleicht bekommst du dann mal echte Informationen aus dem Leben. Aber die Leute jammern ja nur rum...
 
Zuletzt bearbeitet:
edit: ok, falsch

Hast du denn auch Kontakt zu Leuten die entlassen werden sollen, die finanzielle Situation ist doch in vielen Fällen jetzt schon an der Grenze, ich finde die Unternehmen sind sich heutzutage ihrer sozialen Verantwortung nicht mehr bewusst.
 
Ich brauche nichts schönreden ... denn die Realität sieht weitaus "schöner" aus als du, lieber Benjamin_L, mit deiner absolut nicht fundierten Aussage darstellen willst.

Möchtest du also, dass die Telekom ihre defizitären Bereiche noch weiter ins Defizit treibt?

Das EBIT ist eine Zahl! Diese Zahl sagt bei weitem weniger aus als du meinst.

Wenn eine Firma ein Produkt A und ein Produkt B verkauft, aber mit Produkt A ein Verlustgeschäft fährt dann wird sie über kurz oder lang die Vermarktung von Produkt A aufgeben, selbst wenn der Gewinn durch Produkt B den Verlust aufwiegt.

Und genau so ist es bei der Telekom! Die Telekom kann bei der gegenwärtigen Marktsituation nicht mit den anderen Anbietern im Privatkundensektor konkurrieren. Selbst bei Exakt gleicher Leistung würden die Angebote der Telekom noch immer teurer sein als die der Konkurrenz.
Der einzige Weg um diese Sparte überhaupt am Leben zu erhalten ist es durch eine Preissenkung neue Kunden zu werben. Dies kann, da sich die Kostenstruktur in erster Line aus Fixkosten und Personalkosten zusammen setzt, in erster Linie nur durch Rationalisierungen geschehen.
Dafür gibt es 2 Möglichkeiten:
1.) Leute feuern und der Rest arbeitet viel mehr
2.) Gehälter senken und Arbeitszeiten leicht erhöhen


Also müssen die T-Com Mitarbeiter mal etwas von ihrem hohen Ross fallen ...

Das jetzige Einkommen eines Mitarbeiters im Call Center liegt weit über dem, was beispielsweise ein Ingenieur als Lohn erwarten kann. Da fehlen irgendwie die Relationen ...
 
Telekom soll mal was tun anstatt Kunden zu abzocken , als ob die kein Gewinn mit der abzockerei haben :mad:
 
Wie ich schon tausend mal geschrieben habe, es gibt kein hohes Ross, viele Familien sind schon an der Grenze, 40h Woche, Haus abzahlen, Kinder in die Schule schicken, überleben, kein Urlaub, nichts besonderes und jetzt komm mir du noch mal mit hohem Ross. Wenn man keine Ahnung hat...
Wer hat denn nicht rechtzeitig auf den Markt reagiert, Entwicklungen verschlafen, bestimmt die Mitarbeiter, gell. Und da ist es nur verständlich, dass die noch mehr Abstriche machen, noch schlechtere Arbeitsbedingungen haben, Hals über Kopf in Arbeit stehen und kein Land sehen, da kann der Service mit weniger Leuten ja nur besser werden, seltsame Logik.
 
Benjamin_L schrieb:
Hast du denn auch Kontakt zu Leuten die entlassen werden sollen, die finanzielle Situation ist doch in vielen Fällen jetzt schon an der Grenze, ich finde die Unternehmen sind sich heutzutage ihrer sozialen Verantwortung nicht mehr bewusst.

Am Rande:

Ich habe zwei Freunde die bei der Telekom als Service Techniker arbeiten.
Beide gestehen auf der einen Seite ein, dass das Management keine Schuld an der derzeitigen Entwicklung trägt und dass in Erster Linie das Kundenverhalten maßgeblich für die Entwicklung verantwortlich ist. Dennoch gehen sie beide streiken ...
Wie man ohne Lohnanpassungen die Konkurenzfähigkeit des Unternehmens, und damit auch die Jobs, sichern will, konnten sie beide nicht sagen. Dennoch gehen sie streiken ...

Zu deinem Beitrag:

Die Situation eines Menschen mit einem Monatsbrutto von über 3000€ soll also schlecht aussehen? Zieht man die ca. 40% Abgaben ab (wohlgemerkt Steuerklasse 1 also ohne Kinder und Frau) bleiben noch immer 1800€ Netto. Nach der geplanten Lohnsenkung um 9% wären es noch ca. 1640€. Netto für einen Arbeitnehmer im Call Center.
Und du meinst, dass da die finanzielle Situation angespannt ist?

Oh mein Gott, dann kann man sich wohl keinen Mercedes mehr leisten

So weit ich informiert bin wird es bei der Telekom eben keine Entlassungen geben! Gerade deswegen will man doch die Gehälter kürzen.

Wer hat denn nicht rechtzeitig auf den Markt reagiert,

Ja genau ... man hat nicht rechtzeitig reagiert. Man hätte die Gehälter nämlich schon vor Jahren kürzen müssen.
Das darfst du dem Management gerne vorwerfen.

Entwicklungen verschlafen,

Du meinst die Entwicklungen, dass alle anderen Anbieter günstiger sein konnten, da die Mitarbeiter weniger verdienen?
Tja die Entwicklung hat man wirklich verschlafen.

Wie ich schon tausend mal geschrieben habe, es gibt kein hohes Ross, viele Familien sind schon an der Grenze, 40h Woche, Haus abzahlen, Kinder in die Schule schicken, überleben, kein Urlaub, nichts besonderes und jetzt komm mir du noch mal mit hohem Ross.

Ach und wessen Leben beschreibst du da?
Sicher nicht das eines Telekom Mitarbeiters...

34 Stunden Woche mit umfassender Überstundenregelung. 30 Tage Tarifurlaub. Ein Monatsnetto mit dem ein Leben selbst für eine 5-köpfige Familie kein Problem ist. Jobsicherheiten und Fördermaßnahmen. Die "Call Center" Angestellten können sogar teils zu Hause arbeiten.

Verdammt hartes Leben hat so ein Telekom Mitarbeiter da ...
 
Zuletzt bearbeitet:
@7 nutel

was fürn schwachfug... wenn die Telekom alle streikenden rauswerfen würde, pissen die sich doppelt und dreifach an den eigenen Karren.
1.: NIEMAND darf wegen eines Streiks gekündigt werden, sofern die Arbeiter in einer Gewerkschaft mitglied sind und diese Gewerkschaft einen "Vertrag" (weiss nich wie man das genau bezeichnet...) mit dem Arbeitgeber hat. hier würden hohe Abfindungsforderungen geltend gemacht werden.
2.: die Telekom würde weit mehr Stellenabbau haben, als die ausgliedern wollten. Ergo: Wie wolln die dann ihre Kunden betreuen?
3.: Die Telekom würde Zuschüsse vom Staat bzw. direkt vom Arbeitsamt aufs Spiel setzen.
4.: Zigtausend Künden würden allein aus Solidarität (da geh ich ganz stark davon aus) ihren Vertrag bei der Telekom kündigen, hinzu kämen zigtausend Kündigungen wegen des immer schlechter werdenden Supports.
5.: Niemand würde einen Job bei der Telekom annehmen, wenn man weiss, dass der Arbeitgeber im Streikfall kündigt.
6.: Aus all den oben genannten Gründen kann der Konzern über kurz oder lang seine Pforten schliessen.

Ergo: Dein Post ist unüberlegt und unqualifiziert, da fragt man sich wieso du sowas überhaupt loslässt...

b2t:
Die Telekommitarbeiter haben mein vollstes Verständnis. Ich bin zwar nich Telekom Kunde, hab dadurch also eh weder Vor- noch Nachteile. Aber selbst wenn ich Kunde wär (was ich über kurz oder lang sein werd, sobald VDSL hier verfügbar ist), würde ich den Willen nach Streik nachvollziehen können und respektieren. Was die Telekom mit seinen Mitarbeitern macht ist ne Frechheit ohnegleichen.
 
Wer verdient denn bitte so viel, wo hast du denn diese Zahl herausgegriffen, Beamte im gehobenen Dienst? Leute im Büro bestimmt nicht. Mercedes, klar, kann sich so eine Familie wie ich sie beschrieben hab sicherlich leisten. Immer die Pauschalierungen, Vorurteile, alles auf einem Haufen.
 
Solangsam rächt sich die vielen Fehlentscheidungen des Managements der vergangenen Jahre, nur Schade das der kleine Mann mal wieder dafür büsen muss. Na hoffentlich kommen hierdurch die Pläne der Regierung wieder hoch die Manager stärker in die Verpflichtung zu nehmen. Dies wollte auch die/der Unternehmensverbund schon längst haben.

Der Fall Telekom könnte so evtl. zu einem doch für die Zukunft gefestigtere Unternehmensmentalität führen. Warten wir es ab.
 
@Benjamin

Der Telekom Mitarbeiter wie hier schon vielfach belegt wurde.

Verdammt noch mal setze dich mit der Materie auseinander bevor du hier von Dingen laberst von denen du nicht die geringste Ahnung hast.

Hauptsache meckern und große Reden schwingen über die zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit in dieser Welt ...

Peinlich wird es dann wenn man seine eigenen Unwissenheit als Wissen verkauft und gar nicht merkt, was man da für einen Müll von sich gibt.

Da macht das diskutieren natürlich Sinn ...
*pah

@maclion

Solangsam rächt sich die vielen Fehlentscheidungen des Managements der vergangenen Jahre,

Welche Fehlentscheidungen wären das denn?
 
Wenn du von mir redest dann bist zu unglaublich bescheuert, weißt nichts von mir und meiner Familie und wagst es so über mich zu reden. Soviel zu gutem Stil.
 
@Der Daedalus
wie du weist jetzt nicht was ich mit den vielen Fehlentscheidungen meine. Die haben offenkundigt angefangen mit Ron Sommer und dauern leider bis heute an. Das fängt von den Outsourcing an und hört bei den doch so geliebten Immobliensachen auf. Und dazwischen sind soviele Unternehmenspolitische Fehler getroffen worden das sich die Fachpresse seit 1996 fast monatlich das Maul über Telekom zerrissen haben.
 
Hör doch auf, Deadalus hat Allwissenheit gepachtet und beschimpft lieber andere Leute, auch wenn er absolut keine Ahnung hat, nicht mal weiß wie es ist wenn man da seit Anfang an dabei ist.
 
Wenn ihr euch beim Diskutieren gegenseitig bitte nicht "schwachfug" "labern" "keine Ahnung" "Peinlich" um die Ohren hauen würdet; kurzum, wenn ihr bitte nicht persönlich werden würdet, dann könnte das hier ja ganz interessant sein.
Also, attackiert bitte Argumente sachlich, und der Thrad kann offen bleiben!
 
Benjamin_L schrieb:
Wer verdient denn bitte so viel, wo hast du denn diese Zahl herausgegriffen, Beamte im gehobenen Dienst? Leute im Büro bestimmt nicht. Mercedes, klar, kann sich so eine Familie wie ich sie beschrieben hab sicherlich leisten. Immer die Pauschalierungen, Vorurteile, alles auf einem Haufen.

Benjamin_L schrieb:
Wenn du von mir redest dann bist zu unglaublich bescheuert ...

Es geht uns darum, dass wir hier seit über 20 Beiträgen über die derzeitigen Gehälter der T-Com-Mitarbeiter reden, die ich dann auch noch einmal hier zitiert habe, obwohl sie schon in einem anderen Telekom-Thread standen, den aber nicht jeder gelesen haben muss. Und Du mischt hier munter mit (die Beiträge 40, 43, 45 und 48 waren von Dir), bevor Du die oben zitierte Frage stellst. Ich hoffe das Unverständnis, das darüber geäußert wurde, ist hiermit geklärt.
 
Hier geht es ja ab. Als Vorschlag für alle Seiten: In Zukunft wird nur noch gegen Lebensmittel gearbeitet. Für alle, ausnahmslos. Nieder mit dem Kapital. Ihr seht ja, wohin das alles führt. Und alles nur wegen ein paar Münzen...irgendwann bricht mal ein Krieg deswegen aus :)
 
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