Telekom - Wollen sie nicht oder können sie wirklich nicht?

Ice T

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Nabend,

ich komme ohne Umschweife zu meiner Frage.

Ich habe zwei Wohnsitze die ungefähr 300 Meter von einaner entfernt sind (nicht die selbe Straße). Bei einem Wohnsitz war bis vor einem Jahr nur DSL 1000 verfügbar - dann wurde mir die RAM Schaltung auf DSL 2000 angeboten, ich habs bestellt und nun funktioniert es einwandfrei mit ca 2300 kbps.

Am zweiten Wohnsitz war schon immer nur DSL 768 verfügbar (Haus auf der anderen Seite bekommt DSL 3000).
Vor einem Jahr wurde mir auch hier laut Verfügbarkeitscheck DSL 2000 RAM angeboten. Habe es hier bestellt, ging alles gut bis ein paar Tage vor der finalen Schaltung ein Brief kam in dem es hieß das es doch nicht möglich sei und ich doch nochmal einen Speed Check machen sollte.. als wäre ich bescheuert. Der Speed Check zeigt heute noch an das DSL 2000 verfügbar ist.

Nun habe ich in den Fritzboxen die Werte für Rauschabstand etc. verglichen - dort ist kein gewaltiger Unterschied so das ich mir nicht vorstellen kann das am anderen Wohnort nicht minimum 1500 geschaltet werden können.

Hier mal die Screenshots der jeweiligen Leitungen:





Nun wollte ich, bevor ich bei der Telekom ein wenig auf den Tisch hau, wissen was ihr dazu sagt als ob eurer Meinung nach hier, also beim unteren Bild, DSL 2000 funktionieren müsste etc.

Kabelinternet ist leider nicht verfügbar.

Danke an alle Antwortenden.

Ice T
 
Die Fritzbox (wie jeder andere Router) handelt mit der Gegenstelle die maximale Übertragungsrate bei jedem Neustart (jeder Einwahl) neu aus, also sind die maximalen Werte meist die, die in der Praxis auch erreicht werden können.

Ich würde behaupten, dies ist ein klarer Fall von "Telekom will nicht" bzw. "Lieber langsam und qualitativ gut" als "schneller und EVENTUELL qualitativ nicht so gut (Verbindungsabbrüche, etc)"

Aber flexibel war die Telekom eh noch nie was die Geschwindigkeit von ihren Anschlüssen angeht...
 
also sind die maximalen Werte meist die, die in der Praxis auch erreicht werden können.

Aber nicht immer. Meine 7270 zeigt z.B. 17.064 kbit/s Downstream an, bekomme netto aber nur ~ 13.400 kbit/s rein.

Ich würde jetzt auch einfach mal darauf tippen, dass die Signalstärke der zweiten Leitung zu gering ist. Aber das ist wirklich nur eine Spekulation.
 
Merle schrieb:
SNR von 7db kann bei schlechten Modems schon grenzwertig sein...

ist bei der SNR je höher desto besser?

@brubbelmichi: Naja laut Webseite isses ja verfügbar, also DSL 2000. Ob man das mit ein wenig Druck erzwingen kann?
 
Ich würde da einfach nochmal nachhaken. Problem bei der Sache ist meist sowieso nur die Tarifstruktur der Telekom. Warum dir mehr geben, wenn sie dir auch für weniger das gleiche Geld abnehmen können? 2000 sollte bei der Leitung schon drin sein, meiner Meinung nach.
Bin selber bei der Telekom und weiß, wie stur die sein können :D
 
Beides sind Fritzbox 3170.
Linecards.. weiss jetzt nicht genau was es ist aber ich gehe mal davon aus das Annex B (beim langsameren Standort) die richtige Angabe ist?

Also der SNR Wert bewegt sich gerne um die 13, so wie bei der anderen Wohnung. Der SNR Wert geht sehr selten auf 7.
 
Also der SNR Wert bewegt sich gerne um die 13, so wie bei der anderen Wohnung. Der SNR Wert geht sehr selten auf 7.
Immer bei gleichbleibender Bandbreite/Leitungskapazität?

Wie siehts mit der Inhaus-Verkabelung aus? Irgendwas anderes als die mitgelieferten Kabel für Router & Splitter verwendet, also irgendwelche Verlängerungen? Gibt es in der Wohnung evtl. mehrere TAE-Dosen?
 
t-6 schrieb:
Immer bei gleichbleibender Bandbreite/Leitungskapazität?

Wie siehts mit der Inhaus-Verkabelung aus? Irgendwas anderes als die mitgelieferten Kabel für Router & Splitter verwendet, also irgendwelche Verlängerungen? Gibt es in der Wohnung evtl. mehrere TAE-Dosen?

Ja, gleichbleibende Bandbreite.

Zur Verkabelung kann ich dir nicht viel sagen.. wurden keine Verlängerungen benutzt und es gibt mehrere TAE Dosen.
 
Ice T schrieb:
Naja laut Webseite isses ja verfügbar, also DSL 2000. Ob man das mit ein wenig Druck erzwingen kann?

Die Verfügbarkeitsprüfung im Internet gibt grob an, welche Technik sich in der Nähe der Wohnung befindet. Dort steht also ein Verteiler für 2000 RAM. Der kann aber auch nicht unendlich viele Slots bedienen. Der ist irgendwann mal voll! Die Telekom gibt bei der Verfügbarkeitsprüfung im Netz sogar den Hinweis, dass eine reale Prüfung erst nach Auftragseingang erfolgt! Diese kann abweichen aus z.B. oben genanntem Grund. Da kannst auch keinen Druck weiter ausüben. BTW: es ist tatsächlich so, dass die Telekom auf die Qualität der Leitung schaut. Mir wurde in der selben Wohnung von 1&1 ne 6000er gelegt mit der ich keine Verbindung zur Gegenstelle aufbauen konnte. Erst als ich von den 6000 nochmal ca. 2000 an Sicherheit für eine stabile Verbindung aufgegeben habe, kam eine sporadische Verbindung zu Stande, die dann am Tag nur noch 1-2mal abbricht. Super Sache! Telekom gab als max. 2000 an und die kamen stabil an, nie ein Ausfall.
Ergo: Du kannst da nix machen! Arrangier dich damit. Der nächste Reiter "Spektrum" wäre übrigens in der Fritzbox auch interessant um die Lage nochmal zu untermauern.

VG
BassT
 
SNR heißt "Signal-/Rauschabstand" und bezeichnet den Unterschied zwischen dem Signal und dem Grundrauschen der Leitung.
Dementsprechend ist da höher = besser, ja.
Je höher die SNR, desto wahrscheinlicher (auch trotz Dämpfung) geht noch ein wenig mehr an der Leitung.
Die Gründe liegen in der DSL Technik selbst. Die Dämpfung macht gewisse Frequenzen unbrauchbar, aber wenn der Signal-/Rauschabstand gut ist können in den nutzbaren Bändern mehr Bits pro Takt übertragen werden. Oder so ähnlich zum Verständnis.
Das sieht man in der Fritzbox am besten, irgendwo im DSL Menü.
 
@ Julz ist eine 7170/3170 ...

Portmangel, Dämpfung etc. kann viele Gründe haben. Was sagt der HFO und PBX Check? Wenns wirklich wichtig ist mal im ok bei Andreas nachfragen.
 
Zur Verkabelung kann ich dir nicht viel sagen.. wurden keine Verlängerungen benutzt und es gibt mehrere TAE Dosen.
Eventuell liegt eine Parallelschaltung vor, die das DSL-Signal beeinträchtigen könnte. Kurzer Check: Alle TAE-Dosen öffnen und schau, ob auf Klemme 1 & 2 jeweils mehrere Adern abgehen. Wenn du eine solche Dose gefunden hast, dann ist das idR die sog. 1. TAE-Dose mit der kürzesten Anbindung zum Netz. An diese Dose sollte das DSL-Modem angeschlossen werden. Weiterhin sollten die zusätzlichen Adern entfernt werden - diese gehen idR zu anderen TAE-Dosen und wirken als Stichleitung bzw. können Antenne spielen - alles ungesund für das fragile DSL-Signal.

Hier noch ein Schema: http://www.tocker.de/analoge-Telefone/parallel/parallel.html

Ach ja: Den Klassiker "korrodierte Kontakte" nicht zu vergessen ^^
 
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