Wie bereits erwähnt wurde: Solche Zahlen sind in verschiedenster Hinsicht mit sehr viel Vorischt zu geniessen und damit auch argumentativ nur sehr schwer zu verwenden.
- Es ist unklar wie und wo diese Zahlen erhoben werden
- Es ist aber klar, dass an vielen relevanten Punkten (beuspielsweise private / nicht-öffentliche Bitorrent-Tracker) keine Zahlen erhoben werden. Ebensowenig bei anderen Verbreitungswegen.
- Die Downloadzahlen sind keinesfalls auch nur annähernd zu vergleichen mit den Ladenverkäufen, die dem Hersteller damit entstanden sind. Viele Leute die eine schnelle Leitung haben 'sammeln' quasi Games, Filme usw. und installieren sie danach nicht mal unbedingt geschwiege denn, dass sie sie gekauft hätten, wenn sie dafür hätten Geld ausgeben müssen.
Der Schaden der die Raubkopien der Industrie zufügen ist sicherlich existent, aber er ist vermutlich auch deutlich kleiner, als die Indzstrie es gerne behauptet.
Zudem muss man auch sagen, dass die Industrie sich in enormem Masse selber schadet, durch die Art, wie sie mit der Kundschaft ungehen.
Da wundert es wenig, dass diese, wenn sie oft genug verarscht wurden, sich dann zum Teil die Spiele zum Testen (Pre-Release Demos sind ja auch keine Selbstverständlichkeit mehr) vor dem Kauf herunterladen, um sich selbst zu schützen.
GTA4 ist hier ja gerade ein trauriges Paradebeispiel... läuft bei soooo vielen Käufern gar nicht oder nur mangelhaft.
Kauft einer im Autohaus n' Wagen, will damit wegfahren und der geht nichtmal an... das würde niemand auf sich sitzen lassen sondern den selbstverständlich gleich da stehenlassen und ein Ersatzmodell verlangen. Der Spiele-Käufer hingegen wird auf irgendwelche Patches vertröstet, die eventuell irgendwann mal kommen und wenn er Glück hat die Probleme teilweise beheben (inzwischen gibt es ja leider auch genügend Beispiele von Games, deren 'Reparatur durch Patches' vom Hersteller eingestellt wurde, obwohl sie nie ein akzeptables Funktionsniveau erreicht haben).
Und dieses Argument zieht, finde ich, nicht nur technisch, sondern auch inhaltlich/spielerisch ein Stückweit. Denn viele Spiele sind auch einfach schlecht, werden aber durch monate- oder gar jahrelanges Gehype und falsche Versprechungen attraktiv gemacht. Selbst wenn sie technisch gut funktionierenn sind sie eine Enttäuschung und der Käufer wird sich ärgern, wenn er Geld dafür ausgegeben hat, weil er an falsche Versprechungen und beeinflusste Medienberichte geglaubt hat.
Den 'Downloadhit Nummer Eins', Spore, würde ich beispielsweise zu dieser Sorte zählen. Ein anderes Beispiel, welches mir persönlich untergekommen ist war 'Empire Earth III'.. das hat bestimmt kein einziger Mensch auf der Welt auch nur annähernd gut gefunden und JEDER Käufer wird sich in den Arsch gebissen haben, dafür Geld verschwendet zu haben. Aber da gabs zum Glück wenigstens eine Pre-Release-Demo, der man die Schlechtigkeit des Spieles bereits angemerkt hat.