Bericht Trumps Kill Switch: Wie die EU Alternativen zu MS365, ChatGPT und Co. aufbauen will

Bright0001 schrieb:
Es hatte nicht im Ansatz den Funktionsumfang von Adobe CC oder Axure, was man aber nicht als Schwäche, sondern als Stärke genutzt hat:
Völlig falsche Analyse. Beide positionieren sich für eine andere Zielgruppe und sind keine Substitutionsprodukte.

Genau das suchst du aber für MS365. Gibt es halt nicht.

Wo sind eigentlich deine weit verbreiteten Lösungen, für das was MS365 kann? Microsoft ist ja so böse und der Featureumfang so einfach nachzubilden, dass die Verbreitung ja im freien Fall sein dürfte.
 
LikeHike schrieb:
Völlig falsche Analyse. Beide positionieren sich für eine andere Zielgruppe und sind keine Substitutionsprodukte.
Ich hab mal gelehrt; Als uns die freien Figma-Lizenzen ausgingen, war eine der Optionen einfach Axure zu benutzen, weil die 30 Tage der Testversion ausreichend gewesen wären.

Will also sagen, dass beide Produkte sehr wohl an UI/UX-Designer gerichtet sind, und sich auch Gegenseitig ersetzen können. Kann jede Software alles, was die andere kann? Nein. Aber das müssen sie auch nicht, um den gleichen Use Case zu bedienen.

Ist so, als ob man sagt, dass ein Diesel kein Ersatz für den Benziner ist, weil man damit ja nicht den Treibstoff des jeweils anderen tanken kann. Stimmt schon, nur völlig irrelevant.

Und unter uns: Um ein Figma zu ersetzen braucht es nicht einmal ein Axure, selbst PowerPoint würde reichen; Aber das ist ne andere Diskussion.

LikeHike schrieb:
Genau das suchst du aber für MS365. Gibt es halt nicht.

Wo sind eigentlich deine weit verbreiteten Lösungen, für das was MS365 kann?
Ich hab nicht ein einziges Wort zu MS365 verloren, das musst du also den Strohmann fragen, den du da aufgestellt hast. Mein Punkt war: Du musst nicht alles können, was die etablierte Lösung kann, um eine valide Alternative darzustellen.

LikeHike schrieb:
Microsoft ist ja so böse und der Featureumfang so einfach nachzubilden, dass die Verbreitung ja im freien Fall sein dürfte.
Du hast meinen Beitrag nicht verstanden: Die These war nicht, dass es so einfach wäre den ganzen Featureumfang nachzubauen, sondern dass der Großteil der Features für den Großteil der User völlig irrelevant ist.

Kannst ja mal das Selbst-Experiment machen, durch die Ribbons in Excel/Word/etc. klicken, und just for fun mal die Anzahl der Icons zählen, auf die du innerhalb der letzten drei Monate nicht gedrückt hast. Sollte die Zahl noch nicht eindeutig genug sein, kannst du auch mal alle Sub-Menüs öffnen, dann sollte sehr offensichtlich werden, was ich meine.

Da sind die 20% des Pareto-Prinzips noch sehr großzügig geschätzt.
 
Bright0001 schrieb:
sondern dass der Großteil der Features für den Großteil der User völlig irrelevant ist
Und mein Punkt ist, dass diese Aussage offensichtlich unwahr ist und deine Argumentation aufgrund einfacher Fehler in der Produktbetrachtung/-Analyse nicht aufgeht.
 
@LikeHike Befindet sich diese offensichtliche "Produktbetrachtung/-Analyse" gerade mit uns in diesem Raum? :lol:

Und sowieso solltest du doch zuerst die Icons zählen! Haste sicher nicht gemacht.:hammer_alt:
 

Das klingt richtig Übel...
Hier Spricht man schon davon, das es für Europa fast zu spät sei. Diese Modelle würden mittlerweile dabei Helfen, sich selbst zu verbessern. Klingt jetzt naiv. Klar. Aber warum kann man nicht "einfach" andere KI's anzapfen und fürs eigene Training, für den eigenen Code nutzen. Machen die Chinesen doch auch? Im Fall von Kimi K3, DeePseek oder wie sie nicht alle heißen, könnte man diese Modelle sogar selber betreiben.

Für die Entwicklung von Soofi hat man jetzt nicht mal eine Milliarde zusammen bekommen. Das ist eben eine Materialschlacht. Die kann man nicht gewinnen (oder wenigstens dabei mithalten), wenn man spart.
Dieses Sondervermögen in Militär ist ein wahnsinniger Fehler! Man hätte dieses Geld Lieber auf KI werfen sollen.
 
Bright0001 schrieb:
Stimmt so halt einfach nicht. Als man mit Android um die Ecke kam, war das iPhone etabliert und weit voraus, und jetzt schau dich mal heute um.
Lol, hier ist ein Revisionist unterwegs. Oder er erinnert sicheinfach nicht so gut. Auf jeden Fall,glaubt ihm kein Wort ;-)

Die beiden Systeme wurden mit knapp einem Jahr Abstand veröffentlicht.
Das erste iPhone hatte keinen Appstore und war im Grunde genommen ein Dumb Phone mit Touchscreen.

Das HTC Dream mit Android war auch eher ein Proof of Concept.

Zu dieser Zeit um 2007 müsste man Smartphones von Nokia oder Blackberry nehmen, wenn man ein Gerät haben wollte das im taglichen Einsatz Sinn macht und Funktionen haben wollte die mit den aktuellen Smartphones zumindest im Ansatz vergleichbar war.

iOS, Android und Windows Phone fühlten sich bis 2010 wie Beta Versionen an. Wer von Symbian oder Blackberry auf die Amis umgestiegen ist, hatte für einige Jahre deutlich weniger Features zur Verfügung and es gab noch nicht so viele Apps in den noch sehr jungen Stores von Apple and Google.

So h richtig los ging es für Apple und Android erst mit dem iPhone 3S bzw. dem Galaxy S in 2010.
 
subcontractor schrieb:
Lol, hier ist ein Revisionist unterwegs. Oder er erinnert sicheinfach nicht so gut. Auf jeden Fall,glaubt ihm kein Wort ;-)
Noch so einer...

Wie wärs mal zur Abwechslung damit, dass ihr auch Belege für eure Aussagen liefert statt einfach nur "du liegst falsch" in den Wald zu rufen, und das auch noch so selbstgefällig, als hätte man gerade das erste Mal Pasta gegessen ohne zu kleckern.

Es hat nämlich buchstäbliche Jahre gedauert, bis man das iPhone eingeholt bzw. überholt hatte:
which-app-has-the-higher-return-on-investment-chart.png.webp


Zumal die Aussage "das iPhone war etabliert" völlig unabhängig davon ist, wie gut oder schlecht iOS zu dem Zeitpunkt war.
 
Rhemsey schrieb:
Das Thema zeigt schonungslos, wie naiv die europäische Digitalpolitik der letzten 15 Jahre eigentlich war.

Wir haben kein Wissens- oder Entwicklerproblem in Europa, sondern ein Skalierungs- und Mutproblem. Wenn die EU jetzt nicht massiv Geld in eigene Infrastruktur und die Förderung des Open-Source-Ökosystems pumpt, schauen wir bei der nächsten Eskalationsstufe nicht nur zu, sondern stehen im schlechtesten Falle vor abgeschalteten Systemen.

Am Ende scheitert Europas digitale Souveränität weniger am Know-how als an unserer eigenen Bedenkenträger-Mentalität (ich nenne es auch gerne unsere "Volksdepression"): Wir beklagen zwar lautstark die Abhängigkeit von Big Tech, opfern echte Veränderung und Risikobereitschaft aber nur zu gern der eigenen Bequemlichkeit und bürokratischer Überregulierung.
Ich denke, es ist absolut unmöglich den Vorsprung im asiatischen und amerikanischen Wirtschaftsraum im Bereich KI noch aufzuholen, die Geschwindigkeit mit der diese Entwicklungen derzeit passieren ist für Europa unmöglich zu halten, davon abgesehen gibt es in Europa nicht einmal annähernd eine Investitionsbereitschaft in der Größenordnung von zig Milliarden so wie in China oder den USA, absolut unmöglich da mitzuhalten. Wir können nur mehr zusehen wie Woche für Woche, Monat für Monat diese rasante Entwicklung voranschreitet und in wenigen Jahren wird die Welt eine andere sein.
 
Ist eigentlich bei anderen beim Lesen des Artikels ebenfalls das KI-Radar angegangen? Der Artikel ist doch mindestens schwer durch KI editiert, wenn nicht sogar größtenteils durch KI geschrieben.

Ich kann mich natürlich täuschen und habe den Text noch nicht durch Pangram geschickt, aber da sind sehr viele KI-typische Phrasen enthalten, die ich von Computerbase früher nicht kenne.

Entbehrt angesichts des Themas nicht einer gewissen Ironie.
 
@Vigilant Aktuelle Frontier-KI hat bestimmte Satzmuster, die sie besonders gerne für kreative Texte nutzt. Dinge wie [Es ist nicht dieses, sondern es ist das] und ein paar weitere. Habe aber gerade mal diesen Artikel hier durch Pangram geschickt und es kam als 100% menschlich zurück.

Ich denke mal, dass das Schreibmuster von uns allen sich ein bisschen verändert, weil heute so viel KI-generiert ist. Wir lesen das, gerade Redakteure auf Recherche, und manches wird halt unterbewusst übernommen.

Der Artikel an sich ist gut, wobei imo die zu unkritische Auseinandersetzung mit der politischen Seite des Themas ein Problem ist. Wir haben keine kommerziellen europäischen Modelle mehr und werden die bei aktueller Gesetzeslage wohl auch nicht haben.

Das Tech Sovereignty Package und die Regeln darum sind eigentlich nur dafür gut, einen neuen Pool an permanenten Subventionsempfängern zu produzieren. Aber das ist ja vielleicht der Sinn der Übung...
 
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