Bericht Trumps Kill Switch: Wie die EU Alternativen zu MS365, ChatGPT und Co. aufbauen will

Andy

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Wäre schön, wenn Europa da unabhängiger werden würde. Gibt aber noch viel zu tun.

P.S.
Sich China oder gar Russland anzubiedern ist keine Alternative.
 
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Super, noch mehr Rechenzentren die Speicher brauchen.....
 
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Opensource klingt toll, aber nur wenn sie ständig auch supportet wird und nicht irgendwann keiner mehr dafür entwickelt und dann die Aussage kommt „an der Entwicklung kann sich jeder beteiligen“. Dann soll das von mir aus lieber ein dafür abgestelltes EU-Unternehmen machen, was direkt der EU-Kommision in Brüssel unterstellt ist und dauerhaft finanziert werden kann.
 
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Das Thema zeigt schonungslos, wie naiv die europäische Digitalpolitik der letzten 15 Jahre eigentlich war.

Wir haben kein Wissens- oder Entwicklerproblem in Europa, sondern ein Skalierungs- und Mutproblem. Wenn die EU jetzt nicht massiv Geld in eigene Infrastruktur und die Förderung des Open-Source-Ökosystems pumpt, schauen wir bei der nächsten Eskalationsstufe nicht nur zu, sondern stehen im schlechtesten Falle vor abgeschalteten Systemen.

Am Ende scheitert Europas digitale Souveränität weniger am Know-how als an unserer eigenen Bedenkenträger-Mentalität (ich nenne es auch gerne unsere "Volksdepression"): Wir beklagen zwar lautstark die Abhängigkeit von Big Tech, opfern echte Veränderung und Risikobereitschaft aber nur zu gern der eigenen Bequemlichkeit und bürokratischer Überregulierung.
 
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Bin beruflich tief drin im Microsoft-Ökosystem. Und das ganze Thema macht mir durchaus auch Sorgen und ich würde mir da definitiv mehr Souveränität seitens der EU wünschen.
Ich frag mich nur, wie das klappen soll? Die Office-Produkte ersetzen? Geschenkt, geht einfach. Aber ein M365 geht in so vielen Dingen über Office-Produkte hinaus. Ich kann sicherlich alles iwie durch ne Einzellösung ersetzen - aber wer soll dann bitte die Administration noch stemmen? Dafür sind doch gar nicht die Personalkapazitäten und oder überhaupt das nötige Wissen vorhanden. Meine private Infrastruktur zuhause läuft auch auf Linux-Basis, aber mir würde im Traum nicht einfallen das in der Firma so anzuwenden. Schlicht, weil es zeitlich nicht drin wäre, dass überhaupt alles zu supporten.
Ich will nicht sagen, dass es nicht möglich wäre - aber der Weg dahin ist lang und sehr sehr steinig. Und so doof es klingt - viele können sich den gar nicht leisten. Wenn ich xk€ Microsoft Lizenzen im Monat für x ITler + Supportverträge ersetze, dann kostet mich das am Ende wahrscheinlich auch noch bedeutend mehr Geld.

Wieso können wir Menschen uns nicht einfach mal zusammenraufen und auf dieser scheiß Welt mehr miteinander und weniger gegeneinander wagen...
 
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Na ja, wird dann wohl auf staatlich betriebene und finanzierte Software in der EU rauslaufen. Man muss sich ja nur mal anschauen wi aktuell schon die Starrups stattfinden. Wenn jemand in der EU eine tolle Idee hat verlässt er die EU und versucht es in den USA damit. Glaube nicht das sich das so schnell ändert.
 
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Mit Abstand die meisten Rechenzentren in der EU werden in Frankreich gebaut, weil dort Strom bezahlbar und verfügbar ist. Wie sehr Deutschland hinterher hinkt sieht man bspw daran, dass in Frankfurt bis in die 2030er Jahre keine weiteren Strom-Kapazitäten für Rechenzentren verfügbar sind.

Wenn die EU den Marktanteil an Rechenleistung nicht weiter verringert wäre das schon ein positives Ergebnis des Chips-Acts.
 
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Das Pentagon, Lokheed Martin (F35) und JPMorgen sowie viele andere laufen dafür mit SAP.
 
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Zum KI-Teil sag ich mal nichts, aber Open Source Lösungen für die Verwaltung halte ich für eine gute Herangehensweise. Als ob wir nicht in der Lage wären, eine Alternative zu Microsoft 365 auf die Beine zu stellen.
Es wird dauern, aber ist absolut möglich und da wartet ein riesiger Kundenstamm, den die EU und nationale Regierungen dazu zwingen können, von amerikanischen Lösungen wegzumigirieren. Das wird teilweise Probleme geben, aber langfristig definitiv weniger schlimm und teuer als weiter an den Amis zu hängen.

In der Privatwirtschaft ist das Problem, es gibt keine schlüsselfertige Lösung im gleichen Umfang wie M365 und Co. und die wird auch keiner aus eigenem Antrieb entwickeln.
Ich kann heute zu dutzenden IT-Dienstleistern marschieren und mir das Kombopaket aus Betriebssystem, Identitätsverwaltung, Office-Suite, CRM, Security und was weiß ich nicht alles von Microsoft verkaufen lassen. Wenn ich was anderes will, muss ich deutlich mehr suchen und hoffen, dass die für die meisten Anforderungen was haben, was irgendwie zusammen funktioniert.

RobZ- schrieb:
Der richtige Weg wäre Frieden mit Russland
Das ist eine Entscheidung Russlands und nicht der EU. Denke nicht, dass die Ukraine daran interessiert ist, ihre Souveränität einfach aufzugeben.
 
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Kaufmannsladen schrieb:
Sich China oder gar Russland anzubiedern ist keine Alternative.
Es muss ja nichts mit Anbiedern zu tun haben.
Eine Partnerschaft auf Augenhöhe ist zumindest denkbar. Beim Trump-Regime ist diese Möglichkeit aktuell ziemlich ausgeschlossen...
 
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"Europa hat nur wenig Faustpfand, wenn es zu Handelskonflikten im Tech-Geschäft kommt. Dazu zählen etwa der Chipmaschinen-Produzent ASML und weitere Unternehmen aus der Lieferkette wie Zeiss aus Deutschland."

Warum soll das wenig Faustpfand sein?

Diese Dinge sind essenziell.

Ansonsten... Für KI braucht es viele parallelisierte Recheneinheiten und Arbeitsspeicher mit hoher Bandbreite.
Alles kein Zauberwerk.
 
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@kamanu seh ich ähnlich.
M365 hat einfach alles, was einen Betrieb notwendig macht. Sharepoint für Daten, Teams zur Kommunikation, Defender/Purview für Compliance und Security, Entra für Nutzer, Power Automate und Copilot für Automatisierung und AI, Intune zur Endpoint Verwaltung.

Das alles in eine Einzellösung abzubilden ist zwar möglich, aber welches Unternehmen möchte das denn zahlen?
Ganz zu schweigen von der Verfügbarkeit. Ich hab desöfteren einen Stromausfall oder das hops gehen eines Servers erlebt, als die Serviceeinschränkung durch MS/M365. Den einzigen kritischen Punkt seh ich eben bei der zickigen Blondine in den USA, die mal eben den ganzen Privacy / Transatlantic Data Act über Bord werfen kann, wodurch die ganze Nutzung der Dienste mal eben obsolet werden kann.

Nichts desto trotz wünsch ich mir aber eine gute Alternative aus Deutschland / Europa, die einen ähnlichen Weg gehen wird, um mit möglichst wenig Bastel- und Klebaufwand auszukommen.
 
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Was die EU nicht immer alles will. 😅

Die merken auch nichts...
 
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Kaufmannsladen schrieb:
Sich China oder gar Russland anzubiedern ist keine Alternative.
Was heißt Anbiedern , die verkaufen ein Produkt wir kaufen fertig , man muss kein Streit anfangen und es allen versauen und den länderern überlassen was sie importieren

Da braucht es keine f. USA die es für die ganze Welt versaut ... Wegen denen und ihren Zollkrieg das Leben für alle beschissener gemacht und als das nicht gereicht hat hat man Mal Dank Krieg mit Iran für alle auf dem Erdball nochmals die Energie Preise an die Wand gefahren

Ich hab kein Problem mit Sanktionen gegenüber Russland oder China aber bitte nichts aufgezwungen durch dritte und wenn wir ehrlich sind am meisten hat nicht China oder Russland der Weltwirtschaft geschadet sondern einzig die USA ...man muss sich das Mal überlegen paar hampelmänner einer Regierung ruinieren es für Milliarden Menschen und wir kommen noch halbwegs gut davon anderen sterben deshalb ....

Von daher zum Thema besser in allen unabhängig von der USA machen in allen was geht
 
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Da Politiker nur bis zum Ende der Legislaturperiode denken wird sich da langfristig erstmal gar nix ändern.

Jetzt wird geredet was man nicht alles machen sollte aber fürs unsetzen ist dann natürlich keine Zeit mehr und bei der nächsten Legislaturperiode wird wieder nur geredet anstatt gemacht usw. Will halt niemand dafür verantwortlich sein, wenn was schief geht sollte man tatsächlich mal was umsetzen wollen weil das könnte ja dem eigenen Ruf schaden.
 
Das erinnert mich an die EU-Cloudplattform. Heute kennen wir es als Gaia-X. Das Ziel war mal eine offene Alternative, auch für Normalos, zu den US-Plattformen zu schaffen. Heute gibts Gaia-X und ist nur für Unternehmen und fast niemand kennt diese Plattform. Es gibt ein paar Halo-Projekte, aber ansonsten nutzt jeder weiterhin AWS und Co. In meinem Job nutzen all unsere Kunden nur die US-Plattformen (AWS Cloudstorage, Microsoft Entra, MS Azure, MS365 etc). Vielleicht kennt hier jemand aus eigener Erfahrung Firmen die Gaia-X durchgehend einsetzen? Irgendjemand?
 
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Da jetzt endlich der politische Wille da ist europäische Produkte und Dienste als Alternative zu entwickeln muss jetzt die Bevölkerung ist Boot geholt werden das diese Dienste auch genutzt werden.

yetisports schrieb:
Mit Abstand die meisten Rechenzentren in der EU werden in Frankreich gebaut, weil dort Strom bezahlbar und verfügbar ist. Wie sehr Deutschland hinterher hinkt sieht man bspw daran, dass in Frankfurt bis in die 2030er Jahre keine weiteren Strom-Kapazitäten für Rechenzentren verfügbar sind.
Ein Märchen das immer wieder erzählt wird. Der Atomstrom in Frankreich ist nur günstig weil er massiv vom Staat (also dem Steuerzahler) enorm subventioniert wird. Die Atomwirtschaft ist übrigens ein großer Faktor für das französische Staatsdefizit. Wie übrigens in allen Ländern mit Atomstrom und nur halbwegs sinnvoll wenn Nukleartechnik auch militärisch genutzt wird. Verfügbarkeit ist auch so ein Ding, wenn im Sommer wegen Trockenheit kein Kühlwasser mehr aus den Flüssen genommen werden kann wie die letzten Jahre regelmäßig vorgekommen.
 
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