µC Einstieg - STK 500?

Liberator

Lt. Junior Grade
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Hi.

Nachdem ich mittlerweile gefühlte 1000 mal fluchend (z.T. erfolglos) versucht habe irgendwelchen eigentlich lapidaren Aufgaben mit ner analogen Schaltung zu realisieren (mangels Alternativen) will ich mich jetzt mal mit µCs beschäftigen.

Natürlich hab ich google ausführlich und genüsslich gequält, würde mich aber freuen wenn sich jemand findet, der mir das so abnickt.

Da ich mich nicht mit selbstgelöteten Programmier-Schaltungen rumärgern will, die ja wegen irgend nem Misst eh nicht funktionieren, ist mir das AVR STK 500 Entwicklerkit aufgefallen. Gefällt mir prinzipiell sehr gut, beschreiben und direkt einfach In-/Output Tests in einem - klasse. Die Auswahl an beschreibbaren Controllern ist recht groß und die sind auch recht günstig. Vermutlich nicht die Neusten und Besten, aber sollte mir locker reichen.


Lange Rede kurzer Sinn:

1. Ist das STK 500 als Einstieg empfehlenswert?

2. Welche Programmiersprache verwendet das eigentlich? Ich habe da widersprüchliche Informationen gefunden. Die einen sagen Assembler, die anderen C/C++. Oder geht beides? (Ich habe sowohl in Assembler, als auch in C++ Grundkenntnisse, aber C ist natürlich weitaus komfortabler)

3. Das STK 500 unterstützt ja nur die RS232 Schnittstelle. Man mag es kaum glauben, aber mein PC hat keinen Com-anschluss mehr. Zwar bekommt man PCI Karten mit RS232 Controller und 2 Anschlüssen quasi nachgeworfen, aber über USB wäre das ganze ja schon schicker. Sucht man bei eBay nach "STK 500 usb" gibt es einige Adapter; aber taugt das auch was? Oder doch lieber ne PCI Karte?


...puh, doch einiges an Text geworden. Schon mal danke fürs Lesen :)
 
Atmel uC sind eigentlich ohne Frage zu empfehlen. Solide Geräte die gut für Anfänger geeignet sind. Was mir persönlich auch gut gefällt sind Pic uC. Je nachdem was du machen willst damit wäre das auch ein Einstieg: http://www.mikroe.com/eng/products/view/757/easypic-v7-development-system/

Aber Achtung! Der Funktionsumfang ist GIGANTISCH (Aus Anfängersicht!). ATmel eher für richtige Anfänger und die Pic Sachen vielleicht mit etwas Erfahrung (Studenten E-Technik, ...).

Zu deinen Fragen:

2.) Ich persönlich programmieren meine uC und C. Auch da ist wieder die Frage was du machen willst. Mit Assembler kannst du genauer kontrollieren wie lange dein Programm benötigt. Falls zu Zeitkritische Dinge machen willst, dann ist dies eher zu empfehlen. Aber als Einstieg ist C eher geeignet und auch bei den meisten uC kein Problem.

3.) Ich persönlich kenne Fälle, bei denen es Probleme gab mit Adaptern. Einige Geräte erkannte er nicht und man war teilweise wirklich auf eine richtige RS232 Schnittstelle angewiesen. Was allerdings mit PCI Karten ist weis ich nicht.
 
Hi,

tut mir leid,dass ich dir nicht weiter helfen kann was das STK 500 angeht, aber hast Du dir auch schon mal die Arduino-Plattform angeschaut?

Sie ist, was ich so gelesen habe, in letzter Zeit sehr beliebt.
Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen: z.B:http://arduino.cc/en/Main/ArduinoBoardADK

Und wenn ich es richtig weiß, soll es relativ leicht sein, dass Board mit einem Android Gerät kommunizieren zu lassen.

Vlt schaust Du es dir mal an. Die Community bietet bestimmt viele Tutorials.

gruß
Ergänzung ()

Auf den Arduino sind im übrigen auch Atmel uCs

Edit: ...Einsatzbeispiel :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke schonmal soweit.

Naja, ein paar Grundkenntnisse bringe ich mit (Student Mechatronik), aber Microcontroller sind für mich halt doch Neuland.
Den STK 500 hab ich mir auch deshalb ausgeguckt, weil der offenbar extrem weit verbreitet ist. Soll heißen, damit haben sich schon zig Leite beschäftigt und egal was für Probleme jemals auftreten, es wird sich eine Lösung finden.

Die Arduino sieht zwar interessant aus, aber scheint mir ehr n Exot zu sein; da lasse ich lieber erstmal die Finger davon.

Pic schaut interessant aus. Nur habe ich da die Befürchtung das es mich erschlagen wird und es ist auch ein gutes Stück teurer als die AVR Platform.

Ich denke ich werd mir mal ein STK 500 zulegen. Sehe ich das richtig - es geht beides? Assembler und C? Klasse Sache :)
Das USB-Gelump zu Problemen führen kann, hab ich mir fast gedacht. Dann halt mit PCI Karte, wird schon gehen. Notfalls kram ich nochmal n altes Sockel A Mainboard raus, das hat noch native Com Schnittstellen :D
 
Liberator schrieb:
Die Arduino sieht zwar interessant aus, aber scheint mir ehr n Exot zu sein; da lasse ich lieber erstmal die Finger davon.
im Gegenteil ;)
Ein Arduino ist ein fertiges Board mit einem AVR-Mikrocontroller ;) Und die Arduinos sind ziemlich beliebt, du findest quasi nichts, was damit noch nicht gebaut wurde.


Also ich würde zum Einstieg auch einen Arduino empfehlen. Wenn du direkt low-level auf dem Mikrocontroller anfängst, musst du dich in ziemlich viele Details reinlesen und oft in das tausendseitige AVR-Handbuch reinsehen für bestimmte Dinge.
Arduino abstrahiert den AVR indem es die komplexen Dinge versteckt und durch simple Funktionen leichter benutzbar macht. Wenn dir eines Tages ein Arduino nicht mehr reichen sollte oder ähnliches kannst du diesen aber auch einfach mit dem AVR Studio wie jeden anderen Atmel Mikrocontroller programmieren.

Mit einem Arduino stehen dir also beide Wege offen, der leichte und der schwerere. Und du kannst jederzeit für jedes Projekt zwischen beiden wechseln oder sie miteinander kombinieren (direkte Atmel-Befehle im Arduino).
 
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