Über welchen Weg Ingenieur Studium?

D

differenzierer

Gast
Hallo Community,

ich bin gerade in der Ausbildung als Elektroniker für Geräte und Systeme und ich möchte mich nach dieser Ausbildung aufjedenfall weiterbilden.

Nur ist meine Frage, über welche Wege mache ich das am besten?
Nach der Ausbildung wäre es möglich entweder Meister oder Techniker zu machen, mit beiden kann ich danach studieren (soweit ich das gehört habe). Der Weg über den Meister wäre wohl kürzer, aber mit dem Techniker wäre ich wohl besser für das Studium vorbereitet.
Im Notfall wenn ich nicht studiere oder es zu schwer für mich ist hätte ich dann auch immernoch den Techniker, der ja auch etwas höher anzusiedeln ist als ein Meister.

Allgemein hätte ich auch ein paar Fragen zum Studium:
Wie lange dauert es ungefähr und wie läuft das ab?
Muss ich sozusagen eine Prüfung ablegen um den Bachelor zu erlangen und wenn ich möchte kann ich danach noch meinen Master machen?
Und wie komme ich eigentlich zu einem Doktortitel?

Viele Fragen, ich hoffe ich bekomme gute Antworten :)

Grüße
 
Der Meister ist nicht vergleichbar mit dem Techniker, da beide ein anderes Aufgabenfeld haben. Wenn Du allerdings studieren gehen willst, solltest Du lieber den Techniker machen, dessen Tätigkeitsfeld ähnelt eher dem eines Ingenieurs.

Wenn Du dann noch einen Master-Studiengang an Deinen Bachelor (BoS) dranhängst, dann bist Du so nahe an einem Ingenieur dran, wie es seit der Reform des Bildungssystemes heute noch möglich ist.

Ein "Dr. E." ist mir bisher noch nicht untergekommen. Den kannst Du auch nur entweder per copy&paste oder eben mit Geduld und viel Hoffnung und ehrlicher Arbeit verliehen bekommen, wenn eine Hochschule der Ansicht ist, Du hättest nun genug bahnbrechendes geleistet (oder aber Du wärest nun berühmt genug, daß man mit Deinem Namen weitere naive Studenten anlocken könnte).

Der BoS wird Dich im mindesten 3,5 Jahre kosten, der Master im Anschluß in etwa 1,5-2 Jahre. Immer vorausgesetzt, Du bleibst in der Regelstudienzeit. Durch den Techniker kannst Du evtl. ein wenig verkürzen.
 
Der erste Schritt auf einem erfolgreichen Bildungsweg ist Eigeninitiative, d.h. hier: sich selbst informieren.
Schau dir die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen deines Bundeslandes an.
 
Wie wäre es während der Ausbildung noch die Fachhochschulreife nachzuholen?
Dann kannst du sofort nach der Ausbildung studieren.
 
boersianer schrieb:
Wie wäre es während der Ausbildung noch die Fachhochschulreife nachzuholen?
Dann kannst du sofort nach der Ausbildung studieren.

Ist es denn möglich während der Ausbildung noch mit der Fachhochschulreife anzufangen? Wäre allerdings etwas kompliziert. Meine Berufsschule ist eineinhalb Stunden mit Bus und Bahn entfernt.

Zu der Berufsoberschule:

Die nächste wäre diese hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Technische_Oberschule_Stuttgart
Allerdings muss ich dort 2 Jahre hin, in der Zeit habe ich auch meinen Techniker.
/edit: Falsch gelesen, doch nur ein Jahr - allerdings wäre mir Techniker doch lieber.
 
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es hängt eher davon ab was du später machen willst,

willst du später möglichst viel theoretisch arbeiten (zb. forschung,...)

oder willst du viel praktisch arbeiten (zb. industrie...)


für theoretisch eher fachhochschulreife, bachelor, master, doktor

für praktisch eher Techniker/Meister (wobei Techniker afaik theoretischer ist, vermutlich aber näher an der Ingenieurstätigkeit dran ist), Bachelor, evtl. Master, Doktor brauchst du wahrscheinlich eher nicht


außerdem, du hast gesagt du wärst durch ein Techniker besser vorbereitet fürs Studium, ich weiß nicht wie's im Elektrobereich ist, aber bei uns im Metall-bereich kannst du das vergessen. der Ingenieur steht im DQR zwar auf dem gleichen Kompetenzniveau wie ein Techniker/Meister aber die Techniker in unserem Studiengang, wussten höchstens im 1-2 Semester mehr als die andern, aber es zieht erst danach so richtig an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nexuz_ schrieb:
aber mit dem Techniker wäre ich wohl besser für das Studium vorbereitet.

Die wichtigste Vorbereitung wäre vermutlich eine ordentliche Mathematikausbildung!
Ich würde daher dringend zur Fachoberschule raten.
Ansonsten hilft die Technikerausbildung sicher in ein paar Vorlesungen weiter, aber überbewerten würde ich das nicht. Letztlich liegt der Fokus der beiden Bildungswege auf unterschiedlichen Stellen
 
Hm, zur Fachoberschule spricht die bessere Mathematikausbildung... für den Techniker allerdings die Berufserfahrung.

In meiner Firma könnte ich den Techniker in Teilzeit absolvieren und danach eventuell ein duales Studium ablegen... somit müsste ich mir nicht wieder einen neuen Job suchen.

Meinen Techniker hätte ich in dieser Variante mit 25 Jahren.

Würde ich nur den Bachelor machen wäre ich mit ca. 28 Jahren fertig... allerdings weiß ich nicht recht ob es sich nach Techniker noch lohnt zu studieren, da beide Gehaltstechnisch nicht weit auseinander liegen und Techniker sehr wohl auch Ingenieursstellen bekommen - vor allem hätte ich dann in meiner Firma ziemlich gute Chancen, wäre mit 25 9 Jahre im Betrieb...

Nehme ich hingegen den Weg über eine Oberschule, wäre ich mit 25 Jahren fertig mit dem Studium. Allerdings hätte ich dann keine Berufserfahrung (außer die Ausbildung) und müsste mir einen neuen Job suchen. Zudem kommt noch dazu, dass ich kein Geld verdiene in dieser Zeit

Abgesehen von der längeren Dauer, hätte ich mit dem Weg über den Techniker viele Vorteile...
 
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Also ich würde es mit dem Teilzeit-Techniker probieren wenn du sicher bei dir in der Firma bleiben kannst. Und wenn du dann vielleicht eine Stelle als Techniker bekommst kannst du jaerstmal gucken ob der Job dich "erfüllt" oder nicht. Studieren kann man eigentlich immer;)
 
boersianer schrieb:
Wie wäre es während der Ausbildung noch die Fachhochschulreife nachzuholen?
Dann kannst du sofort nach der Ausbildung studieren.

Hallo,

das hätte ich auch gesagt.
Wenn du wirklich vor hast zu studieren, macht der Umweg über den Techniker nicht wirklich Sinn, sondern ich würde dann die FH ins Auge fassen. Kostet der Techniker nicht auch was?
Für die FH machst du die 1 jährige Berufsoberschule. Wenn du Angst hast, du schaffst sie nicht auf Anhieb, dann kannst du in vielen Schulen ein zusätzliches Vorbereitungsjahr vorschalten. Wenn du aber motiviert bist ist das ohne das Vorbereitungsjahr in der Regel kein Problem.
In Bayern - bestimmt auch in vielen anderen Bundesländern - kann man dann noch die BOS 13 anhängen. Dann hast du die fachgebundene (nicht allgemeine!) Hochschulreife. Damit kannst du dann alles technische an der Uni studieren und ich meine auch Naturwissenschaften, wie Physik und Chemie. Das würde ich mir allerdings überlegen, scheint nicht ganz so leicht zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Tshoco,

Der Techniker ist soweit ich weiß umsonst auf staatlichen Schulen.

Die Fachhochschulreife direkt mit der Ausbildung zu machen wäre auch eine sehr gute Lösung, wenn nicht sogar die beste. Allerdings weiß ich nicht ob ich jetzt noch mich dafür anmelden kann. Außerdem wäre es sehr kompliziert mit dem Weg zu meiner Berufsschule, vorallem weil ich kein Auto besitze.
 
Nach dem Techniker hast du auch deine Fachhochschulreife wenn du am Ende ein oder zwei Extra-Prüfungen ablegst(Mathe und Deutsch???). Teilweise braucht man dafür aber auch 1 Jahr Beruferfahrung. Ob das bei dem Teilzeit-Techniker auch der Fall ist weiß ich allerdings nicht.

Wenn du allerdings sagst, dass du ganz sicher studieren möchtest, dann würde ich mir den Techniker sparen, die FH-Reife nachholen und studieren gehen;)
Einige Kommilitonen von mir haben die FH-Reife während der Ausbildung in der Abendschule nachgeolt. Soll keine wirklich große Herausforderung gewesen sein.. :D
 
Hi Nexuz_

bedenke bei deiner Entscheidung, dass bei dem Ing. Studium nur mit Mathe und nachmal Mathe du es wuppen kannst.

Maschinenbau ist Mathematik pur ...in allen Bereichen Mechanik, Festikeit ...Statik ...Stömungslehrer Maschinenelemente ...und
Freunde von mir sind Elektroniker geworden und hatten noch mehr (auch sehr theor. Mathe Laplace Transformation usw.) auf dem Zettel....

Schlüssel zum Erfolg in den Ing-Wissenschaften Mathematik und Mathematik ist eigentlich die einfachste aller Wissenschaften - man muss nur ein bischen nachdenken...


Gruß

TH
 
Moin Moin,

also mein Bruder hat Elektrotechnik (FH, Bachelor of Engineering) infolge von seinem Techniker studiert. Vorher ganz normal Ausbildung zum Elektriker (Ich hab kein Plan was genau). Er hat seinen Bachelor nicht in der Regelstudienzeit geschafft (er hat 5 Jahre gebraucht), weil Mathematik einfach grob gesagt zu krass war für ihn.

Mit "Mittlere-Reife"-Mathematik hat er mir gesagt, würde er es keinem empfehlen. Mach am besten noch Fachhochschulreife, die ist nicht wirklich schwer, ich bin auch gerade dabei :) und die FHR bereitet dich sicherlich gut auf das mathelastige Studium vor.

Beste Grüße und viel Erfolg,
André

Geheimtipp:
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Mein Bruder sagte mir, dass viele seiner Kommilitonen damit sehr gut in Matheklausuren abgeschnitten haben!
 
@Jonas5:
Ja, aber in Baden Württemberg ist es sogar so das man ohne extra Prüfung bereits die Fachhochschulreife erlangt hat - auch beim Teilzeit Techniker...
Die Fachhochschulreife in der Abendschule nachzuholen ist bestimmt auch eine gute Idee. Aber solange ich nicht 18 bin ist das beinahe unmöglich und extrem stressig, da ich 90 Minuten Fahrtweg aufjedenfall brauchen würde (Bus + Bahn). Mit meiner normalen Arbeitszeit würde ich es glaube ich nicht rechtzeitig in die Schule schaffen.
Mit dem Auto würde ich hingegen nur 30-40 Minuten brauchen.

Ist es denn möglich eine Abendschule mit 18 Jahren zu beginnen? Da wäre ich zwar noch mitten in der Ausbildung, aber ich hätte ein Auto und es wäre machbar... und ich könnte sogar schon mit 20 Jahren studieren.

@Thunderstruck:
Mathematik ist so ne Sache... aber wenn man den Lösungsweg einmal verstanden hat ist es machbar... demnach finde ich Mathematik nicht so schlimm wie z.B. Philosophie oder ähnliches

@Dig.Artist:
Wie schwer fande er denn die Techniker Ausbildung?
Und was kam da in Sachen Mathe dran? Wieso erlangt man denn die Fachhochschulreife mit dem Techniker, wenn man in Mathe nicht gut genug vorbereitet ist um zu studieren?
Dringt man denn wirklich tiefer in die Materie ein, wenn man direkt die Fachhochschulreife nachholt (z.B. an einer Abendschule) als über den Techniker?

Grüße

//edit:
Ich werde aufjedenfall auch mal nach den Weihnachtsferien in meiner Berufsschule nachfragen ob es noch möglich ist mit der Fachhochschulreife anzufangen. Auch wenn es stressig werden wird, vlt. habe ich ja auch die Möglichkeit meine Arbeitszeit pro Woche runterzuschrauben deswegen.
 
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Also was ich dir empfehlen kann ist definitiv ein Mathe-Vorkurs falls er an der Wunsch-FH angeboten wird. Ich hatte zwar im Abi schon gewisse Grundlagen aber 2 Wochen Mathe am Stück 6 Stunden am Tag macht einen schon recht fit. Mathe war bei mir dann auch nichtmal wirklich ein Problem. Das war dann eher bei Physik (aber das lag eindeutig an dem Professor) :D

Man kann sicher auch mit 18 die Abendschule anfangen. Ich weiß allerdings nichts darüber wie oder wo man das macht. Vielleicht setzt du dich mal mit deinen Lehrern/Ausbilder in Verbindung. Die können dir da bestimmt auch ein paar Tipps geben.

edit: ich meine mich erinnern zu können das ein Kommilitone sagte, dass er über 1 oder 2 Jahre pro Woche 1 oder 2 Stunden extra gemacht hat und dann am Ende seine FH-Reife hatte. Da hatte er sie aber auch nur gemacht weil es angeboten wurde. Er hatte eig nie daran gedacht zu studieren:D
 
Zuletzt bearbeitet:
So, habe mich mal etwas informiert wie es in meiner Berufsschule aussieht mit der Fachhochschulreife:
Ich hätte Montags und Donnerstags Unterricht. Nachmittags - Abends...
In den ersten beiden Jahren jeweils 7 extra Stunden pro Woche und im 3. Jahr 4 extra Stunden.
Am Ende des zweiten Schuljahres hat man eine Prüfung in Deutsch und Englisch, am Ende des dritten in Mathe. Danach ist man im Besitz der Fachhochschulreife.

Allerdings fängt der Unterricht schon um 16:30 an. Also müsste ich schon um 2 oder spätestens halb 3 aufhören zu Arbeiten... anders schaffe ich es nicht rechtzeitig.
Und vorallem habe ich gelesen, dass der Anmeldeschluss schon vorbei ist. Ich werde es trotzdem einfach probieren und nochmal fragen... falls es noch möglich ist jetzt noch anzufangen werde ich das noch mit der Arbeit abklären müssen ... halte ich aber für unwahrscheinlich, dass das klappen wird.

Die wahrscheinlich bessere Variante wäre dann die Fachhochschulreife in einer Abendschule nachzuholen.

Habe aber bis jetzt nur gelesen, dass man dafür 19 Jahre alt sein muss und eine abgeschlossene Berufsausbildung vorhanden sein soll. (Unter anderem auch hier: http://www.fachhochschulreife-nachh...ulreife/fachhochschulreife-an-der-abendschule)

Gibt es noch eine andere, eventuell schnellere Möglichkeit als diese? Ohne die Arbeit kündigen zu müssen, ansonsten könnte ich auch einfach direkt nach der Ausbildung die Oberschule besuchen

//edit:
OK - Nach eigener Recherche habe ich herausgefunden, dass ich die Fachhochschulreife nur nach der Ausbildung nachholen kann. Entweder Vollzeit an einer Oberschule 1-jährig, oder Teilzeit z.b. an einer Abendschule 2-jährig.
Dazu gäbe es noch den Weg über den Techniker... der allerdings am längsten dauert.
Aber ich habe ja noch genug Zeit zum Überlegen, wenn ich aufjedenfall studieren möchte werde ich nach der Ausbildung die FHR nachholen. Wenn nicht, wirds der Techniker
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Kannst hier ja mal irgendwann wieder Bescheid geben für welchen Weg du dich entschieden hast!:D
 
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