Godde schrieb:
Manchmal denke ich mir: was ist, wenn Silvester gar nichts passiert ist?
Ich glaube, dass in Köln schon mehr passiert ist als sonst üblich, aber nichts, was es dort nicht schon gab, nur eben gehäuft. Die Zahl von über 500 Anzeigen kommt durch die Diebstähle zusammen, die Zahl der sexuellen Übergriffe machen dabei den etwas geringeren Teil aus.
Was man bei den Meldungen aus Köln, wie auch den anderen Städten aber nicht vergessen darf: Die mediale Berichterstattung führt automatisch dazu, dass es zu mehr Anzeigen kommt. Dinge, die vielleicht manch eine Frau vorher schweigend hingenommen hat, bringt sie nun zur Anzeige: Richtig so, aber gleichzeitig ergibt das ein verzerrtes Bild darüber, was passiert ist. Der Abgleich mit Ereignissen der Vergangenheit lässt dann, fälschlicherweise, den Schluß zu, dass an Silvester 15/16 etwas stattfand, was es zuvor noch nie gab (siehe Äußerungen vieler Spitzenpolitiker). Genau das wissen wir jedoch nicht, weil die Fakten anderer Jahre, anderer Veranstaltungen, eine Dunkelziffer haben, die in Köln inzwischen nur noch einen kleinen Teil darstellen dürfte.
Godde schrieb:
Das kommt einem wie ein perfides Spiel vor. Nur wem nützt das alles?
Von rechten Spektrum bis zur Bundeskanzlerin, selbst der SPD, ist es ein weites Feld. Die "überbesorgten" Bürger sind zahlreich und drohen Wahlen zu beeinflussen, daher verkünden nun auch viele Politiker die obligatorische "volle Härte des Gesetzes" (juristischer Murks) und wollen schneller "abschieben". Wen eigentlich? Die Täter, die sie gar nicht fassen konnten? Nein, natürlich auch die anderen, die daran gar nicht beteiligt waren.