Ukraine Konflikt - was denkt ihr?

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reditalian schrieb:
Putin halte ich für einen Psychopathen.
Das ist nun mal Einstellungsvorausetzung als Diktator.
Er ist aber auch noch Oberstleutnant des Geheimdiestes. Mit Fronterfahrung in der DDR.
Also hoch qualifiziert für den Job. Effizient in seinen angezettelten Kriegen.
Tschetschenien, Georgien, Krim, Ostukraine. Hoch gefährlich.


reditalian schrieb:
China möchte ja auch gerne Taiwan wieder nach China holen.
Wird es auch. Gefällt uns nicht. China hat aber noch eine alte Rechnung mit "dem Westen" offen.
GB hat China im 19.Jahrhundert von einer Weltmacht zu einem kaputten, wehrlosen Staat gemacht.
China holt sich zurück was China gehört. Honkong und Taiwan.
 
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Ich weiß nicht, wieviel Foristen noch den kalten Krieg erlebt haben, aber persönlich fühle ich mich in das Ende des kalten Kriegs zurückversetzt, gefühlt.
 
Matze99 schrieb:
Wenn man das wollte, ginge das völkerrechtlich durchaus - die Ukraine bittet ja um militärische Hilfe.
So funktioniert das geopolitisch und nach Internationalem Kriegsrecht aber nicht. Zum einen stellt Russland sich noch als Verteidiger dar und nicht als Aggressor. Aber selbst wenn sich am Ende alle einig sind das Russland Aggressor ist, haben wir keine Schutzbündnisse mit der Ukraine.
Also wäre unser Eingreifen von Russland als Angriffskrieg einzustufen. Es sind leider Kleinigkeiten wie diese die am Ende entscheiden wo bisher "Neutrale" Positionen wie China und Indien stehen werden und wer in den Geschichtsbüchern als Bösewicht dasteht.
Ergänzung ()

poly123 schrieb:
Ich weiß nicht, wieviel Foristen noch den kalten Krieg erlebt haben, aber persönlich fühle ich mich in das Ende des kalten Kriegs zurückversetzt, gefühlt.
wann soll der denn deiner Meinung nach zuende gegangen sein?

Edit: hab nochmal Google gefragt und es gilt wohl 1990. Aber so recht sehe ich nicht, das die Drohgenbarden wirklich vom Tisch gewesen wären.
 
@poly123
Miterlebt habe ich den kalten Krieg nicht mehr, aber aktuell fühlt sich das für mich ne ganze Ecke heißer an als das, was ich aus Erzählungen so kenne. Tatsächlich empfinde ich Vergleiche mit den Anfängen des Zweiten Weltkriegs als passender. Alleine die Rhetorik von Putin und seine komplett wahnsinnigen Traktate der letzten Monate und Jahre sprechen eher nicht dafür, dass er es bei einer angeblichen Entnazifizierung belassen wird.

Wenn Putin unbedingt irgendwas entnazifizieren will, kann er das doch im Kreml und in seinem eigenen Kopf machen. Würde auch nicht zu so vielen unschuldigen Toten führen.
 
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Keylan schrieb:
So funktioniert das geopolitisch und nach Internationalem Kriegsrecht aber nicht. Zum einen stellt Russland sich noch als Verteidiger dar und nicht als Aggressor. Aber selbst wenn sich am Ende alle einig sind das Russland Aggressor ist, haben wir keine Schutzbündnisse mit der Ukraine.
Also wäre unser Eingreifen von Russland als Angriffskrieg einzustufen. Es sind leider Kleinigkeiten wie diese die am Ende entscheiden wo bisher "Neutrale" Positionen wie China und Indien stehen werden und wer in den Geschichtsbüchern als Bösewicht dasteht.

Wenn die Ukraine den Westen um militärischen Beistand bittet, sind wir berechtigt, die russischen Invasionstruppen auf ukrainischem Boden zu bombardieren und die russischen Flugzeuge im ukrainischen Luftraum abzuschießen.

Die Ukraine selbst darf das ja auch, ist dazu aber nur sehr begrenzt in der Lage.
 
Unter den Waffen schweigen die Gesetzte. Mit Kosovo wurde damals ein Präzedenzfall geschaffen und das sind jetzt die Folgen, auch wenn es niemand wahr haben will. Die Geschichte wiederholt sich jetzt in der Ukraine, nur das jetzt plötzlich alle schweigen, weil niemand Krieg mit einer Atommacht will.
 
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@Keylan
Solange ausländische Truppen auf Geheiß der dortigen Regierungen auf deren Hoheitsgebiet stationiert sind, ist das legitim. Oder sind alle Auslandseinsätze in Afrika oder im nahen Osten von uns auch "Angriffskriege" gewesen?
Etwas anderes wäre es, wenn in russisches Staatsgebiet vorgedrungen würde, das hat aber ja wirklich niemand vor.
Außerdem interessiert es mich einen feuchten Kehricht was China davon hielte oder was in Geschichtsbüchern steht - zumal Geschichte eh von Siegern geschrieben wird.
Der einzige Grund, dass wir der Ukraine nicht beistehen ist Unfähigkeit auf der einen und Angst auf der anderen Seite unter dem Deckmantel der Diplomatie.

Btw. Hat die USA nicht irgendwelche paramilitärischen Schergen wie Russland, die sich un die Drecksarbeit kümmern können, oder ist die Ukraine strategisch nicht wichtig genug?

D3xo schrieb:
weil niemand Krieg mit einer Atommacht will.
Die Ukraine hätte niemals ihre sowjetischen Atomwaffen abgeben dürfen, dann hätten wir das Problem nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie schon angeklungen, neben dem Leid, was Putin der Ukraine und den eigenen Menschen bringt, ist es auch ein Präzedenzfall für weitere Staaten, wenn man bedenkt, dass China täglich mit Überflügen militärischer Flugzeuge Taiwan provoziert und diesen Staat eh noch nie anerkannt hat, wäre es bei einem Erfolg Russlands eine Frage der Zeit bis der Angriff kommt.

Die amerikanischen Streitkräfte spielen da schon einige Angriffsszenarien durch, meistens gewinnen die chinesischen Truppen und wenn ein Land erst besetzt ist, wird es umso schwerer.

Die Frage ist, was man machen kann, Sanktionen werden bisher eher belächelt, zur Not sperren sie unser Gas und liefern mehr an China, die Kontensperrungen gegen die Oligarchen sind doch ein Witz, die werden ihr Geld schon in Sicherheit haben.

Auf jeden Fall kann der "Westen" jetzt den Fehler ausbaden, sich in den letzten Jahrzehnten abhängig gemacht zu haben.
 
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Keylan schrieb:
wann soll der denn deiner Meinung nach zuende gegangen sein?

Edit: hab nochmal Google gefragt und es gilt wohl 1990. Aber so recht sehe ich nicht, das die Drohgenbarden wirklich vom Tisch gewesen wären.
Ja, mehr oder weniger mit dem Mauerfall, lang ist es her. Bin Anfang 40, alles miterlebt, aber hatte nicht bedacht, nochmals so eine Eskalation mitzuerleben.
 
poly123 schrieb:
Ich weiß nicht, wieviel Foristen noch den kalten Krieg erlebt haben, aber persönlich fühle ich mich in das Ende des kalten Kriegs zurückversetzt, gefühlt.
Tja, das waren noch Zeiten, da konnte man sich auf die Gaslieferung der Russen noch verlassen.

Da hatten die Russen auch noch Angst vor Leopard und Milan und die fliegenden deutschen Ziegelsteine (Phantom) konnten selbst die MIG 25 ausmanövrieren, weil die Piloten noch fliegen und üben konnten. Das waren noch Zeiten.

Die Russen waren damals noch gut drauf. Warum hat Oberst Petrow eigentlich nie den Friedens-Nobelpreis bekommen. Ach ja, Befehlsverweigerung, geht natürlich gar nicht.
Hat 1983 seine Atomraketen nicht gestartet, obwohl sein Radargerät einen US Angriff gemeldet hat. Der hat gemerkt dass sein Gerät spinnt. Und nicht gemäß seinen Befehlen gehandelt.
 
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@OdinHades
Du verteidigst Bandera-Fans gegen Putin ??Oder wie soll ich das verstehen.
Das ist der Anfang der Eskalationsspirale
 
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OdinHades schrieb:
[...] aber aktuell fühlt sich das für mich ne ganze Ecke heißer an als das, was ich aus Erzählungen so kenne. [...]
Der "Kalte Krieg" war ein heißer Krieg: Korea, Vietnam, Afghanistan.
 
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Der Überfall auf die Ukraine ist Putin.
Mit Russland hat dieser Irrsinn nix zu tun.

Ist Putin weg, ist der Krieg vom Tisch.
 
Schade für die schwache Eröffnung, da ich das Thema sehr wichtig finde und auch sehr komplex in seiner Gesamtheit.
 
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Hatecore schrieb:
Wie schon angeklungen, neben dem Leid, was Putin der Ukraine und den eigenen Menschen bringt, ist es auch ein Präzedenzfall für weitere Staaten, wenn man bedenkt, dass China täglich mit Überflügen militärischer Flugzeuge Taiwan provoziert und diesen Staat eh noch nie anerkannt hat, wäre es bei einem Erfolg Russlands eine Frage der Zeit bis der Angriff kommt.

Die amerikanischen Streitkräfte spielen da schon einige Angriffsszenarien durch, meistens gewinnen die chinesischen Truppen und wenn ein Land erst besetzt ist, wird es umso schwerer.

Die Frage ist, was man machen kann, Sanktionen werden bisher eher belächelt, zur Not sperren sie unser Gas und liefern mehr an China, die Kontensperrungen gegen die Oligarchen sind doch ein Witz, die werden ihr Geld schon in Sicherheit haben.

Auf jeden Fall kann der "Westen" jetzt den Fehler ausbaden, sich in den letzten Jahrzehnten abhängig gemacht zu haben.
Genau genommen wurde Taiwan bis 1971 anerkannt und China dagegen nicht.

Aber trotzdem würde ich darauf hinweisen, dass Angriffskriege nicht trivial sind. Taiwan kann sich wesentlich besser verteidigen als die Ukraine, da Taiwan umfangreiche US-amerikanische Waffensysteme hat, und den großen Vorteil der Lage auf einer Insel (sodass China Landungsboote brauchen würde).
Taiwan hat vor allem umfangreiche Fähigkeiten in Bezug auf U-Boote (von China kaum zu bekämpfen und in der Lage, chinesische Schiffe zu versenken) und Minenleger (Verlegung von Seeminen). Zudem verfügt Taiwan über große Bunkersysteme, unter anderem über unterirdische Flugzeugkavernen für über 300 Kampfflugzeuge.

Bei der Ukraine wiederum wird Russland mit anhaltendem Widerstand rechnen müssen, auch wenn die ukrainische Armee besiegt ist. Sogar die Sowjetunion in den 80ern konnte Afghanistan nie besiegen.

Andersum gesagt: Wenn man ein anderes Land besetzt, fangen die Probleme erst so richtig an. Die USA haben im Irak und Afghanistan verloren, trotz mehr Militär als Russland.
Putin glaubt vermutlich, dass die Ukrainer ihm freundlich gesinnt sind, aber außer in einigen Gegenden im Osten und Süden wird das ne kleine Minderheit sein - unter dem Rest sind genug, um die Ukraine für Putin zu einem weiteren Afghanistan zu machen.
 
D3xo schrieb:
Unter den Waffen schweigen die Gesetzte. Mit Kosovo wurde damals ein Präzedenzfall geschaffen und das sind jetzt die Folgen, auch wenn es niemand wahr haben will. Die Geschichte wiederholt sich jetzt in der Ukraine, nur das jetzt plötzlich alle schweigen, weil niemand Krieg mit einer Atommacht will.
Es ist schon ein kleiner Unterschied ob eine verfolgte ethnische Minderheit aus einem Bürgerkrieg entkommen will, oder russische Söldner in die Ostukraine einmarschieren um eine demokratische Regierung zu stürzen.
 
Performator schrieb:
Es ist schon ein kleiner Unterschied ob eine verfolgte ethnische Minderheit aus einem Bürgerkrieg entkommen will, oder russische Söldner in die Ostukraine einmarschieren um eine demokratische Regierung zu stürzen.
Aus dem Grund bewerte ich auch bspw. die Krim oder eben Donetsk/Lugansk (wo es eine russische Mehrheitsbevölkerung gibt) anders als den Angriffskrieg jetzt.

Der Angriffskrieg jetzt lässt sich nichtmal im entferntesten in irgendeiner Form rechtfertigen und er betrifft ja eben grade nicht nur die Ostukraine, sondern ist ein umfassender Angriff auf das gesamte Land.
 
Der Krieg ist absolut nicht zurechtfertigen aber ,man hätte ja auch Minsk II abarbeiten können
und dann währen wir heute nicht in der Situation.
Und Putin ist bestimmt kein Psycho er hat 6Jahre Geduld mit der Ukraine gehabt
 
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Matze99 schrieb:
aus geopolitschen Gründen

Stichwort geopolitisch:

„Ohne die Ukraine ist Russland keine Großmacht“

mit frdl. Gruß
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j-d-s schrieb:
Ein umfangreicher Luftkrieg gegen die russischen Invasionstruppen in der Ukraine wäre für den Westen zwar teuer und würde zu gewissen Verlusten führen - weil man die in Russland und Weißrussland stationierten Luftabwehrsysteme nicht angreifen sollte - aber würde Putin klar die Grenzen aufzeigen und seinen Vormarsch stoppen.

Nope, das würde auf eine atomare Konfliktlösung hinauslaufen.
 
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