Die Ukraine sollte meiner Meinung nach sofort kapitulieren.
1. Russland wird "gewinnen". Putin sagte zwar, dass er die Ukraine nicht besetzen möchte und seine Motivation die Verhinderung eines Genozid und eine Entnazifizierung sei (gestützt durch Bidens Aussage Putin wolle "nur" eine pro-russische Regierung etablieren), jedoch hat Putin mehrfach gezeigt, dass man ihm selbst auf diplomatischen Wege nicht trauen kann. Wie hat es Lindner so schön gesagt, jetzt hat Putin sich als Lügner entlarvt.
Der Westen und vor allem die USA werden militärisch nicht direkt helfen und somit ist es nur eine Frage der Zeit, bis Putins Vorhaben erfolgreich vorbei ist, da helfen auch Waffenlieferungen nicht viel. Die Ukraine braucht Menschen, die die Waffen betätigen können, sprich mehr Soldaten. Russland wird nicht kapitulieren und somit werden bis dahin unnötig Menschen sterben. Nicht falsch verstehen, in einem Krieg sterben Menschen immer unnötig aber bei realistischen Chancen macht es irgendwo natürlich noch einen "Sinn", den ich bei der Ukraine nicht sehe.
Hier hat man, auch international, vor dem Krieg vieles verpennt.
2. Die höchste Brisanz sehe ich nicht jetzt, sondern WENN (!) Russland die gesamte Ukraine besetzt, stehen Soldaten der NATO und Russland an einer Grenze. Wenn hier etwas passiert, kann ein großer Konflikt (3. Weltkrieg) entstehen.
Man stelle sich vor ein amerikanischer Soldat an einer NATO-Grenze zur Ukraine und ein dortiger russischer Soldat beschießen sich.
Ein Toter kann für eine Kriegserklärung reichen und ein Weltkrieg würde unvorstellbares Leid herbeiführen. Wer hat hier schon einen Krieg unmittelbar erlebt? Also nicht nur aus dem Fernsehen.
Putin lässt sich davon nicht mehr abbringen. Wie auch? Auf der Hälfte des Einmarsches: "So, jetzt ziehen wir uns wieder zurück."
Vielleicht wäre eine "Lösung" eine zweigeteilte Ukraine. Westukraine und Ostukraine, wenn sich Putin darauf überhaupt einlassen würde. Wäre das besser als die komplette Ukraine in Putins Hand?
Meiner Meinung nach muss man verhindern, dass russische Soldaten an den NATO-Grenzen sind. Die NATO rüstet jetzt wieder mehr und mehr an den Grenzen auf.
Für mich ist es eine Premiere. Ich bekomme das erste Mal Krieg in (fast) unmittelbarer Nähe mit. Klar, ist immer noch ein gutes Stück von Deutschland weg.
Den kalten Krieg habe ich nicht mitbekommen und die DDR war zwar in großen Teilen auch schrecklich aber halt auch kein Krieg, davon abgesehen, dass ich die DDR ebenfalls nicht miterlebt habe.
Meine Sorge ist halt, dass es nicht bei der Ukraine bleibt. Ich habe Teile von Putins Fernsehansprachen gesehen und was er da so gesagt hat, naja, berechenbar ist er auf jeden Fall nicht.
Die Situation kann man zwar nicht mit dem 2. Weltkrieg vergleichen aber ein Weltkrieg bedeutet großflächige Angriffe und wenn ich mir vorstelle, dass Panzer durch meine Straße fahren oder in meiner Nähe Bomben einschlagen.
