Umstieg von Win7 auf Ubuntu: Fragen

shortrange

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Hallo,

vor kurzer Zeit habe ich mich dazu entschlossen, teilweise auf Linux umzusteigen. Als Einsteiger-Distribution habe ich Ubuntu gewählt. Da ich von Windows 7 komme, habe ich noch einige Fragen bezüglich dem neuen Betriebssystem:

- In Windows gibt es ja eine Registry. Gibt es sowas bei Linux auch?
- Ist es bei Linux auch so, dass wie bei Windows, alle Programme und Anwendungen unendlich viel in der Registry
ändern? (Falls es sowas gibt, sonst eventuell woanders?)
- Braucht man Programme wie CCleaner um alte Browserverläufe und nicht mehr benötigte Anwendungsdaten zu löschen?
- Ist das Terminal mit CMD zu vergleichen?
- Was ist kompilieren und wie geht das?
- Kann man die Starterleiste bei Linux an den unteren Bildschirmrand legen?
- Warum gibt es viele Treiber nur für Windows bzw. sind die Treiber nicht öffentlich? Schließlich habe ich doch für die Hardware bezahlt, da kann der Hersteller doch auch Kompatibilität mit mehr als einem Betriebssystem bieten?

Danke für eure Antworten :)
 
-Nein
-Entfällt
-Nö. Da gibts Ordner im Hematverzeichnis, die du löschen kannst. Ansonsten die Browsereigenen Funktionen nutzen.
-Ja
-Das zusammenbauen von ausführbaren Binärprogrammen aus Quelltext. Das musst du als Einsteiger nicht beherrschen. Ansonsten: Wikipedia deiner Distribution ansehen
-Bei der Oberfläche "XFCE 4" geht das. Ob das bei Unity und anderen Oberflächen geht, weil ich nicht.
-Weil es noch zu wenig Linux-User gibt, sodass es sich nicht lohnen würde. Ich denke, dass sich die Hersteller auch darauf verlassen, dass sich die Community selbst hilft.
 
Thermi schrieb:
-Weil es noch zu wenig Linux-User gibt, sodass es sich nicht lohnen würde. Ich denke, dass sich die Hersteller auch darauf verlassen, dass sich die Community selbst hilft.

Die Anzahl der User ist - so denke ich - mehr als ausreichend. Der Grund ist wohl ein anderer (s. z.B. Grafikkarten):
Linux ist vom Grundprinzip her quelloffen - jeder kann sich den Quellcode ansehen und verändern. Die Treiber enthalten aber häufig Informationen, die der Hersteller nicht preisgeben möchte (Wettbewerbsvorteil und ähnliches). Deshalb sind viele Treiber nicht quelloffen. Nun dürfen solche Programmelemente aber nicht unter Linux verwendet werden. Ein Dilemma ...
 
shortrange schrieb:
- Warum gibt es viele Treiber nur für Windows bzw. sind die Treiber nicht öffentlich? Schließlich habe ich doch für die Hardware bezahlt, da kann der Hersteller doch auch Kompatibilität mit mehr als einem Betriebssystem bieten?
richtig, du zahlst für hardware, aber nicht für software
 
shortrange schrieb:
- In Windows gibt es ja eine Registry. Gibt es sowas bei Linux auch?

GOTT SEI DANK nicht.

shortrange schrieb:
- Braucht man Programme wie CCleaner um alte Browserverläufe und nicht mehr benötigte Anwendungsdaten zu löschen?

Nein, die brauchst du aber auch schon unter Windows nicht unbedingt. Die meisten Programme speichern ihre Daten in deinem Benutzerordner. Unter Linux ist das alles viel durchsichtiger und einfacher, da einfach alles in deinem Benutzerordner ist. Lösche ich den Ordner /home/zehkul/.config, ist von 80% der Programme am Rechner jede meiner Einstellungen weg, die restlichen 20% liegen so in /home/zehkul.

shortrange schrieb:
- Ist das Terminal mit CMD zu vergleichen?

Ja, nur stinkt das eine zum Himmel und das andere ist gut benutzbar und macht Spaß.

shortrange schrieb:
- Was ist kompilieren und wie geht das?

Muss dich gerade auf Ubuntu nicht interessieren.

shortrange schrieb:
- Kann man die Starterleiste bei Linux an den unteren Bildschirmrand legen?

Du kannst alles legen wohin auch immer du willst. Als Einsteiger probierst du am besten erst einmal eine Reihe von Desktopumgebungen aus. (LXDE, KDE, Gnome, XFCE, um mal die wichtigsten zu nennen) Lässt sich einfach und mit einem Klick übers Software Center installieren. Selber Rumbasteln ist dann Sache für die Fortgeschritteneren, zuerst sollte man mit dem System grundlegend zurechtkommen, bevor man sich seine eigene Desktopumgebung zusammenschraubt. Nicht, dass es so kompliziert wäre, man stellt sich einfach eine Reihe Programme zusammen, aber nach dem ersten Wechsel auf Linux hat man normalerweise andere Sorgen.

shortrange schrieb:
- Warum gibt es viele Treiber nur für Windows bzw. sind die Treiber nicht öffentlich? Schließlich habe ich doch für die Hardware bezahlt, da kann der Hersteller doch auch Kompatibilität mit mehr als einem Betriebssystem bieten?

Treiber unter Linux sind alle im Kernel. Es gibt auf den Seiten der Hardwarehersteller deshalb auch keine Treiberinstaller zum Runterladen, weil das eben so nicht funkioniert. Der Treiber wird zum Herr Linus geschickt, der den dann mit in den Kernel nimmt.

Es gibt zwar auch Hardware, für die es tatsächlich keine Linuxtreiber gibt, aber hier sieht es definitiv eher danach aus, dass du dich wunderst, warum der Downloadknopf für Linux fehlt. Gewöhn dir diesen Gedanken lieber sofort ab, unter Linux drückt man nicht auf Download und dann doppelt auf die .exe, das ganze System funktioniert anders. Entweder du hast die Software schon, oder du installierst sie aus den Paketquellen. Und wenn sie nicht in den Paketquellen ist, fügst du eine weitere Paketquelle hinzu, anstatt zu versuchen, das Programm manuell zu installieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vergleichbares mit der registry:

die Ordner

.config
.local


bei gnome: gconf-editor (sieht sogar ähnlich wie regedit aus :D )




CMD mit bash, ash, zsh, tcsh, etc. zu vergleichen ist ein bißchen unfair - darum:

eher mit Powershell zu vergleichen & können trotzdem mehr
 
Vielen Dank für Eure Antworten, ich werde mich weiter damit beschäftigen ;)

freak01 schrieb:
Vergleichbares mit der registry:

die Ordner

.config
.local


bei gnome: gconf-editor (sieht sogar ähnlich wie regedit aus :D )

Zehkul schrieb:
GOTT SEI DANK nicht.
Wenn ich ein Programm deinstallieren möchte, ich also um Software Center auf "Entfernen" klicke und den dazugehörigen Ordner im Persönlichen Ordner lösche, ist das Programm dann restlos entfernt? Oder bleiben dann noch irgendwo Daten liegen?



ghecko schrieb:
Du kannst deine Maschine hier ja mal posten. Dann kann man dir Infos darüber geben, welche Treiber du am Ende wirklich nachträglich benötigst. Bei einem standart Desktop ist das meist nur der Grafiktreiber.
Die einzigen Treiber, an die ich gedacht hatte, sind:

- Treiber von Intel (Intel Management Engine, INF) für i7-3770k
- Grafiktreiber von Nvidia für Gigabyte GTX 660 Ti OC
- Treiber von VIA und Intel für die USB 3.0 Anschlüsse
 
Zuletzt bearbeitet:
Intel Treiber: Sind bereits im Kernel. Chipsatzkram, USB Treiber etc. auch …
Nvidia Treiber: NVidia ist eine beschissene Firma, die keine echten Linuxtreiber liefert, aber unter Ubuntu kannst du recht einfach den proprietären Treiber installieren. Irgendwo in den Menüs rumklicken oder so. ^^

shortrange schrieb:
Wenn ich ein Programm deinstallieren möchte, ich also um Software Center auf "Entfernen" klicke und den dazugehörigen Ordner im Persönlichen Ordner lösche, ist das Programm dann restlos entfernt? Oder bleiben dann noch irgendwo Daten liegen?

Für das Programm installierte Abhängigkeiten werden glaube ich nicht unbedingt deinstalliert, aber es gibt auch irgendein Kommando, das dann alles nicht verwendete wegräumt. Keine Ahnung, ich benutze Ubuntu nicht, aber prinzipiell ist das bei allen Linuxpaketverwaltungen mehr oder weniger so. Einstellungen des Programms liegen wie gesagt in deinem Benutzerordner, die werden nicht gelöscht, aber die kannst du ja jederzeit löschen. Auch unabhängig vom Programm, um zB die Einstellungen zurückzusetzen.

Ein Paket unter Linux ist eigentlich nur eine Liste von Dateien, die im System abgelegt und bei einer Deinstallation wieder entfernt werden. Wann zählt ein Programm überhaupt als installiert? Wenn es in einem Ordner im Path liegt? Linux ist ungemein simpel, und Distributionen wie Archlinux treiben das noch auf die Höhe, das fasst nicht mal Systemkonfigurationen an.
 
Tunguska schrieb:
Linux ist vom Grundprinzip her quelloffen - ... Deshalb sind viele Treiber nicht quelloffen. Nun dürfen solche Programmelemente aber nicht unter Linux verwendet werden. Ein Dilemma ...
FAAAAALSCH.
Natürlich darf man Closed Source auch unter Linux betreiben. Oder hast du den Sourcecode für Steam und insbesonderen Steam-Spiele zur Hand?
Hersteller machen sich schlicht und ergreifend nicht die Mühe, ihre Treiber für Linux zu schreiben, weil sie entweder auf MS-Abweichler scheißen oder aber von MS geschmiert werden.

Zehkul schrieb:
Ja, nur stinkt das eine zum Himmel und das andere ist gut benutzbar und macht Spaß.
CMD ist in seinen Grundzügen auch noch quasi DOS... das kannst du wohl kaum ner dynamisch weiterentwickelten BASH, DASH,... vergleichen. Wenn, dann musst du die MS Power Shell mit den modernen Linux Shells vergleichen, und hier herrscht durchaus Augenhöhe.

Treiber unter Linux sind alle im Kernel. Es gibt auf den Seiten der Hardwarehersteller deshalb auch keine Treiberinstaller zum Runterladen, weil das eben so nicht funkioniert. Der Treiber wird zum Herr Linus geschickt, der den dann mit in den Kernel nimmt.
Auch: FAAAAALSCH.
- Treiber können als Modul außerhalb des Kernel existieren. Belies dich mal zum Thema Monolith und Microkernel
- Treiber können auch Closed Source sein und landen nie im Kernel... bestes Beispiel ist der proprietäre NVidia Kernel.

Die GPL untersagt NICHT, dass man sie in Kombination mit Closed Source verwendet. Es gibt viel proprietäre Software für Linux, ohne wäre das OS nicht langfristig lebens- und konkurrenzfähig.

shortrange schrieb:
Wenn ich ein Programm deinstallieren möchte, ich also um Software Center auf "Entfernen" klicke und den dazugehörigen Ordner im Persönlichen Ordner lösche, ist das Programm dann restlos entfernt? Oder bleiben dann noch irgendwo Daten liegen?
Unter Umständen bleiben ein paar systemweite Konfigurationsdateien sowie der "Installer" liegen. Die wirst du los, indem du das Paket über "restlos entfernen" entsorgst.
ABER: Anders als bei WIndows ist das SCHEISS EGAL. Die paar KByte Config-Dateien fressen kein Brot auf der Festplatte, und sie kosten anders als Registry-Reste auch kein Quentchen Leistung.

Und natürlich bleiben Abhängigkeiten installiert. Die kannst du unter Umständen separat entfernen, spätestens über das automatische Aufräumen.

Zehkul schrieb:
Nvidia Treiber: NVidia ist eine beschissene Firma, die keine echten Linuxtreiber liefert, aber unter Ubuntu kannst du recht einfach den proprietären Treiber installieren. Irgendwo in den Menüs rumklicken oder so. ^^
Was definiert denn bei dir einen "echten" Linuxtreiber? 100% FOSS? Ist doch schwachsinn, dann ist Steam also auch nur eine "unechte" Linux-Version? Doom 3 und Quake 3 hab ich damals auch nur "unecht" nativ gedaddelt?

Die proprietären Treiber von AMD oder NVidia sind genauso "echt" Linux wie sie auch "echt" Windows sind. Sie sind proprietär, weil die Firmen wohl tatsächlich nicht gegenüber der Konkurrenz die Hosen runter lassen will. Das hat aber quasi keinen Nachteil für den User, denn dem geht es am Ende nur darum, dass die 3D-Anwendung mit 60fps läuft...

Die proprietären NVidia-Treiber für Linux sind besser als alles, was AMD zu bieten hat... und die Intel-Treiber sind, obwohl quelloffen und durchaus brauchbar, bei mir im Büro durch eine unglaubliche Instabilität ausgezeichnet. Sobald ich mal die CPU und die Onboard-Grafik auslaste crasht mir die X-Session. Soviel zu Intel...

Für das Programm installierte Abhängigkeiten werden glaube ich nicht unbedingt deinstalliert, aber es gibt auch irgendein Kommando, das dann alles nicht verwendete wegräumt
apt-get autoremove oder man verwendet ein grafisches Tool wie den Hausmeister.
hat nix mit Ubuntu zu tun, das ist bei allen Debian-artigen so....
 
kurz zum thema deinstallieren: dafür würde ich stets die paketverwaltung SYNAPTIC nutzen, denn dort kannst du "einfach" auf "vollständig"-entfernen klicken und auch die daten im benutzerordner verschwinden restlos. wenn du mit dem deinstallieren dann iwann fertig bist, schließt du alles, öffnest ein terminalfenster und gibts

sudo apt-get autoremove

ein und alle zusätzlichen pakete die mitinstalliert wurden für das gewünschte programm, verschwinden dann auch restlos. dann kannst du dir sicher sein, dass alles weg ist ;) bleibt kein schmutz zurück der dein system verlangsamt, aber das ist bei linux eh nicht der fall ;) du kannst 10000 programme installieren ohne auch nur ein bisschen an systemgeschwindigkeit zu verlieren. ausgenommen natürlich programme die im autostart landen, aber das kann man auch entfernen ;)

linux ftw ;) und viel spaß!
 
Daaron schrieb:
Auch: FAAAAALSCH.
- Treiber können als Modul außerhalb des Kernel existieren. Belies dich mal zum Thema Monolith und Microkernel
- Treiber können auch Closed Source sein und landen nie im Kernel... bestes Beispiel ist der proprietäre NVidia Kernel.

Oh Mann. Klar kann man hier nun Haare spalten, einem Linuxneuling werden deine „Korrekturen“ meiner bewusst einfach gehaltenen Erklärungen aber nicht wirklich weiterhelfen. :rolleyes:

Daaron schrieb:
Die GPL untersagt NICHT, dass man sie in Kombination mit Closed Source verwendet. Es gibt viel proprietäre Software für Linux, ohne wäre das OS nicht langfristig lebens- und konkurrenzfähig.

Die GPL besagt sehr wohl, dass die Software nicht zusammen verwendet werden darf, das hat aber natürlich nichts mit Programmen wie Steam im normalen Userland zu tun. NVidia hat aber zB sehr wohl Probleme damit, dass sie DMA-BUF dank GPL nicht verwenden dürfen. Die proprietären Grafiktreiber gibt es nur deshalb, weil die entsprechenden Schnittstellen, die sie nutzen, nicht unter GPL stehen und sie über ein LGPL Modul ihren proprietären Code „einschleusen“. Aber was interessiert das noch mal einen Umsteiger? Genau, gar nicht.

Daaron schrieb:
Was definiert denn bei dir einen "echten" Linuxtreiber? 100% FOSS? Ist doch schwachsinn, dann ist Steam also auch nur eine "unechte" Linux-Version? Doom 3 und Quake 3 hab ich damals auch nur "unecht" nativ gedaddelt?

Das ist alles Userland, da ist proprietäre Software nicht schädlich bzw. sogar erwünscht, da viele Geschäftsmodelle eben nur mit proprietärer Software überhaupt erst funktionieren. Im Kernel hat proprietärer Code aber eigentlich nichts zu suchen.
 
Es spielt keine Rolle, was wo angeblich nichts zu suchen hat. Fakt ist: Schnittstellen für proprietäre Treiber existieren und können genutzt werden. Es liegt also nicht an "Hersteller wollen nichts öffentlich machen", dass es keine Linux-Treiber für manche Geräte, besonders Drucker, gibt. Das liegt einzig und allein daran, dass die Hersteller auf Nicht-MS-User scheißen, evtl. weil sie eben kräftig von MS geschmiert wurden.
 
Ich hatte auch nicht behauptet, dass die Offenheit des Kernels für fehlende Treiber sorgt, lediglich, dass die fehlenden Downloadknöpfe für Treiber auf die Existenz des Treibers im Kernel hindeuten, bzw. dass Linux eben generell anders funktioniert und ein Umsteiger sich diese Vorgehensweise schleunigst abgewöhnen sollte.
 
Das entfernen eines Programms mit samt seinen Einstellungen und Abhängigkeiten kann auch mit dem apt-get Parameter purge erledigt werden.
 
nach Entfernen des Programms bleiben eben die Konfigurations-Dateien oder die Nutzerdaten,

z.B. im Falle von Firefox

.mozilla/

dann diesen Ordner /home/user/.mozilla

entfernen - oder eben belassen, wenn man das Programm später wieder brauchen sollte


anderes Beispiel:

Steam:

.local/share/Steam

da dies wirklich viel Speicher belegen kann

mal per du -hs ~/.local/share/Steam

prüfen, wieviel Speicher das benötigt


etwa mit Serious Sam 3: BFE:

du -hs .local/share/Steam/
5.8G .local/share/Steam/





Zu temporären Dateien:

wenn du KDE nutzt, können sich unter /var/tmp/kdecache-user

einige hundert Megabyte (im Extremfall Gigabyte) an Daten anhäufen

diese dann mit Vorsicht löschen (Hintergrundbilder können darunter sein)






Naja jedenfalls - der Countdown läuft:


Ein schönes, erholsames und erfolgreiches 2014 :)
 
Zehkul schrieb:
Ich hatte auch nicht behauptet, dass die Offenheit des Kernels für fehlende Treiber sorgt
...nein, du sagtest nur, dass die Treiber an "Herrn Linus" geschickt werden, der sie in den Kernel einbaut.... was eben falsch ist. Kein Hersteller, der auf proprietäre Treiber setzt, wird das tun, und man kanns den Leuten auch nicht verdenken.

lediglich, dass die fehlenden Downloadknöpfe für Treiber auf die Existenz des Treibers im Kernel hindeuten
Ich hab auch schon Fälle gesehen, wo zwar ein Treiber im Kernel vorhanden ist (oder als Modul), es aber passendere quelloffene beim Hersteller zum Download gab, entweder zum Selbst-Kompilieren oder als .deb/.rpm

Ich hab z.B. während Ubuntu 12.10 ein paar Probleme mit dem Kernel-eigenen Treiber für meine X-Fi gehabt. Ein separat nachinstalliertes Modul und etwas Arbeit mti der Blacklist hat die Probleme beseitigt.
 
Leider rutscht das hier etwas in Fachdiskussionen ab.

Ich kann dir nur raten, vor dem Umstieg Linux mal zu testen, installiere alle deine notwendigen Programme und versuche damit klar zu kommen.
Zum Testen kannst du Linux virtuell unter Win7 laufen lassen. Installiere dir VirtualBox, das simuliert dir einen PC, wo du dann Linux installieren kannst (kannst auch unter Linux Win7 laufen lassen).

Wenn du die für dich passende Linux Distribution gefunden hast, deine Programme gefunden hast, dann erst würde ich mir Linux richtig auf mein System installieren. So habe ich das auch gemacht. Es braucht einfach eine gewisse Zeit der Umstellung.

Im Prinzip läuft Linux out of the Box, auch Grafik usw. Man kann sich dann natürlich spezielle NVidia oder AMD Treiber nachinstallieren damit man bessere Performance hat.

Wenn du hin und wieder Spiele zockst, dann kannst du Win7 und Linux gleichzeitig installiert lassen. Hier zuerst Win7 installieren und dann Linux. Du kannst dann beim Booten auswählen was du starten möchtest. In Deinem Fall einfach min 30GB auf der HDD frei machen (die Partition mit Gparted verkleinern) und dann Linux installieren.

Zum Umstieg empfehlen kann ich Linux Mint XFCE, das kommt deiner gewohnten Oberfläche am nächsten. Mint basiert auf Ubuntu. Habe das schon einigen Win Umsteigern installiert und bisher waren noch alle zufrieden.

Lg
 
Daaron schrieb:
...nein, du sagtest nur, dass die Treiber an "Herrn Linus" geschickt werden, der sie in den Kernel einbaut.... was eben falsch ist. Kein Hersteller, der auf proprietäre Treiber setzt, wird das tun, und man kanns den Leuten auch nicht verdenken.

Ja, wie war das noch mal mit bewusst einfach gehaltenen Erklärungen?

Daaron schrieb:
Ich hab auch schon Fälle gesehen, wo zwar ein Treiber im Kernel vorhanden ist (oder als Modul), es aber passendere quelloffene beim Hersteller zum Download gab, entweder zum Selbst-Kompilieren oder als .deb/.rpm

Ebenfalls nicht wirklich relevant für Linuxneulinge.

John_k22 schrieb:
Leider rutscht das hier etwas in Fachdiskussionen ab.

Und genau das wollte ich eigentlich nicht. Aber offenbar muss man sich immer absolut korrekt ausdrücken, auch wenn es dem eigentlichen Thema des Threads, nämlich jemandem zu helfen, der schon mit einfachen „Fachbegriffen“ vermutlich nichts anfangen kann, nur schadet, sonst tanzt sofort die Korrektheitspolizei an.
 
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