Union möchte tägliche Höchstarbeitszeit kippen. 30,25-35,25 Wochenstunden verteilt auf drei Arbeitstage attraktiv?

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crashbandicot schrieb:
sieht der US-Staat anders. ;)
Das kann doch ein Staat sehen, wie er will.
Wenn ich ihm den Rücken kehre und meine Staatsbürgerschaft aufgebe und damit meine ganzen staatsbürgerlichen Rechte, dann habe ich wohl auch keine Verpflichtungen mehr.

Daß das amerikanische Recht aus dem Spätmittelalter oder so langsam mal an das heute geltende Völkerrecht angepaßt werden müßte ist ja nun hinlänglich bekannt.
 
Samurai76 schrieb:
Und da ist das Problem. Wenn ich eine leichte Erkältung habe, mache ich in deinen Augen wahrscheinlich blau.
Bei ansteckenden Krankheiten sehe ich es genauso - wer Ansteckend ist (Erkältung, Infekt etc.) soll zuhause bleiben. Völlig legitim.
Aber leichte Rücken- oder Kopfschmerzen? Davon abgesehen glaube ich kaum, dass man auf Ansage eine Erkältung bekommt.
Wie geschrieben - ich habe es schon oft genug erlebt, dass Leute plötzlich krank waren, wenn sie z.B. keinen Urlaub genehmigt bekommen haben oder mal vom Chef gerügt wurden.
Habe ich selbst schon Vertretungsweise erlebt. Kollege wollte Freitag auf Spätschicht Urlaub haben (wegen einer Feier in seinem Nachbarort). Da wir dünn besetzt waren, habe ich das abgelehnt. Prompt kam am Freitag früh die Krankmeldung wegen Fußschmerzen für den Tag.
Was besagten Kollegen dann aber nicht davon abgehalten hat, am Abend auf der Feier auf den Biertischen rumzuhampeln. Möglicheweise natürlich eine Wunderheilung wer weiß.
Ja, das hinterlässt für mich schon einen extrem bitteren Beigeschmack und ist für mich eine typische Sache von "Blau machen".

Reglohln schrieb:
Vielleicht müssten wir erst einmal klären, was du unter "krank sein" genau verstehst, um eine gemeinsame Basis zu schaffen. Auch "auf den Deckel bekommen" hat eine sehr große Bandbreite.
Nun, auf den Deckel bekommen ist für mich recht einfach: Mitarbeiter macht einen Fehler und wird von einem Vorgesetzten o.Ä. darauf hingewiesen und dazu verpflichtet, die Vorgaben einzuhalten. Z.B. hinsichtlich Pausenverhalten/-zeiten, Befolgen von Arbeitsanweisung und -abläufen, hinweise auf Verhalten ggü. Kollegen usw.
Also für mich keine schlimmen Dinge.

foofoobar schrieb:
Mit den Vergleichen zwischen Äpfeln und Birnen ist das schon immer so eine Sache, ich zitiere mal aus dem Link:
Auch wenn die Daten zu den Ländern untereinander schwer vergleichbar sind, heißt das aber nicht, dass die Daten grundsätzlich falsche Aussagen treffen bzw. nicht zulassen. 25 Krankheitstage pro Jahr sind schon nicht wenig. Das sind bei einer 5-Tage Woche halt über 1 Monat.
Man muss sich da immer wieder mal in die Rolle von Selbstständigen versetzen: Du musst den Mitarbeiter bezahlen obwohl er nichts für dich leistet.
Als ginge man zu seinem Friseurtermin, bekommt aber die Haare nicht geschnitten weil der Friseur nicht da ist, muss aber trotzdem dafür bezahlen.
Ja ich weiß, unternehmerisches Risiko usw.... Aber es ist immer die Frage, wieviel Risiko darf dabei wirklich abgewälzt werden?
6 Wochen bezahlte Krankheit am Stück muss sich eine Wirtschaft bzw. jedes Unternehmen erstmal leisten können (und das heißt ja nicht, dass man nur 6 Wochen am Stück pro Jahr krank sein kann).

Wenn man mal Mitarbeiter mit 60, 70 Krankheitstagen im Jahr hat, tut das dem Unternehmen schon weh. Das sind 5-stellige Summen, für die man 0,0 Gegenwert erhält.
 
Khaotik schrieb:
heißt das aber nicht, dass die Daten grundsätzlich falsche Aussagen treffen bzw. nicht zulassen
Doch, wenn in dem Vergleich auch Länder sind, die eine gänzlich andere Krankenvorsorge betreiben. Wie z.B. England. Dort gibt es frei verfügbar in Firmenautomaten Grippe und Schmerzmittel für jeden, der braucht. Warum? Wei lin den ersten 5 Tagen kein Lohn gezahlt wird. Da würde ich dann auch nicht mehr krank werden wollen und die Krankschreibung bis zum Umfallen hinauszögern. Oder Amerika, wo es ohne persöhnliche Vertragsklausel gar kein Geld für irgendwas gibt...
Nein, das sind und bleibt ein Äpfel-Birnen Vergleich, der vorne und hinten hinkt und keine Aussagen zulässt.

Ich halte es, im Gegensatz zu dir, nicht für ein systemisches Problem. Es sind und bleiben m.M.n. Einzelfälle um die sich jede betroffene Firma selbst kümmern muss. Wenn dafür die Grundsätzlichen Regeln angepasst werden, um Mißbrauch zu verhindern, ist kolleteralschaden vorprogrammiert und das System wird für alle schlechter und keinen besser. Ob es das wert ist? Nein, da lieber den jährlichen Steuerbetrug öfter aufdecken.
 
Samurai76 schrieb:
Doch, wenn in dem Vergleich auch Länder sind, die eine gänzlich andere Krankenvorsorge betreiben. Wie z.B. England. Dort gibt es frei verfügbar in Firmenautomaten Grippe und Schmerzmittel für jeden, der braucht. Warum? Wei lin den ersten 5 Tagen kein Lohn gezahlt wird. Da würde ich dann auch nicht mehr krank werden wollen und die Krankschreibung bis zum Umfallen hinauszögern. Oder Amerika, wo es ohne persöhnliche Vertragsklausel gar kein Geld für irgendwas gibt...
Ja, alles richtig. Was es aber nicht falsch macht, dass Deutsche etwa 25 Tage im Jahr im Durchschnitt krank sind. Wie wir damit im Verhältnis zu anderen Ländern stehen, das ist natürlich fragwürdig, da gebe ich dir recht. Darauf habe ich mich aber auch nicht bezogen.

Samurai76 schrieb:
Einzelfälle um die sich jede betroffene Firma selbst kümmern muss.
Und wie sollte man das tun, was schlägst du vor? Kündigen? Nicht möglich. Lohnzahlung verweigern? Nicht möglich. Strafversetzen? Möglich, wird den Mitarbeiter aber wohl nicht motivieren, wieder mehr zu arbeiten, eher im Gegensatz.
Einzige Möglichkeit: Wenn möglich möglichst schnell in Ruhestand schicken und so loswerden. Womit wir wieder beim Punkt wären, ob das Fair ggü. Menschen ist, die kaum oder nie Krank waren und nicht vorzeitig in den Ruhestand geschickt werden.
Welche großen Möglichkeiten hat ein Unternehmen denn, das selbst zu regeln? Gerade in Betrieben mit starken Gewerkschaften? Da kriegst du ja teilweise nicht mal Leute raus, die Betriebsmittel klauen....

Samurai76 schrieb:
Ob es das wert ist? Nein, da lieber den jährlichen Steuerbetrug öfter aufdecken.
Was hat denn Steuerbetrug jetzt mit dem Missbrauch des Krankheitssystems mit Lohnfortzahlung zu tun?
 
Khaotik schrieb:
was schlägst du vor? Kündigen?
Nach 2 Jahren mit je 60 bis 70 Krankheitstagen ist es möglich, schon juristisch durchgekaut.
Khaotik schrieb:
Was hat denn Steuerbetrug jetzt mit dem Missbrauch des Krankheitssystems mit Lohnfortzahlung zu tun?
Es sind beides Systeme, wo durch Mißbrauch Schäden (Kosten) entstehen. Bei Blaumachern sind vielleicht 1Mrd€ zu holen. Bei Steuerbretrug 100Mrd€. Mit gleichem Aufwand bekommst du also bei den Steuern mindestens das 100fache raus. Kosten-Nutzen Rechnung und so.
 
Khaotik schrieb:
Prompt kam am Freitag früh die Krankmeldung wegen Fußschmerzen für den Tag.
Was besagten Kollegen dann aber nicht davon abgehalten hat, am Abend auf der Feier auf den Biertischen rumzuhampeln.
Dann wäre eine fristlose Kündigung denkbar gewesen: Klick - vorausgesetzt es liegen auch Beweise für die Anwesenheit des Kollegen auf besagter Feier vor. Sofern ein Missbrauch der Krankschreibung tatsächlich vorliegt, werden sich auch Beweise dafür finden - alles darüber hinaus ist zunächst mal nur eine Unterstellung.
Khaotik schrieb:
Wenn man mal Mitarbeiter mit 60, 70 Krankheitstagen im Jahr hat, tut das dem Unternehmen schon weh. Das sind 5-stellige Summen, für die man 0,0 Gegenwert erhält.
Der Gegenwert für beide Seiten ist durch den Arbeitsvertrag geregelt. Dieser beinhaltet im Rahmen der Gesetzgebung Rechte und Pflichten beider Seiten. Der Gegenwert für den AG ist über die jeweiligen Arbeitseinheiten hinaus insbesondere Know-how, welches im Unternehmen verbleibt, ferner aber auch die nicht aufzuwendenden Kosten zur Personalfindung oder Einarbeitung.

Zudem würde ich, wenn mein AG bei Krankheit nicht zahlen möchte, für meine Anwesenheit mehr Geld verlangen um entsprechend vorsorgen zu können - insbesondere wenn die Arbeitsumgebung ein erhöhtes Gesundheitsrisiko bedingt.
 
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Samurai76 schrieb:
Nach 2 Jahren mit je 60 bis 70 Krankheitstagen ist es möglich, schon juristisch durchgekaut.
Hast du dazu Urteile oder Aktenzeichen zur Hand?
Bei uns kenne ich einige solche Kandidaten, gekündigt wurde noch nie jemand. Es werden dann andere Arbeitsplätze angeboten, das sind die einzigen Maßnahmen, die mir bekannt sind. Wenn sich garkein Platz mehr findet, ist eine Kündigung wohl möglich. Aber der Weg dahin ist schon lange und nicht allein mit der Anzahl der Krankheitstage erledigt.
R.Kante schrieb:
Sofern ein Missbrauch der Krankschreibung tatsächlich vorliegt, werden sich auch Beweise dafür finden - alles darüber hinaus ist zunächst mal nur eine Unterstellung.
Ja, da kannst du dann natürlich mal probieren, das gerichtlich zu beweisen. Wie hoch da die Erfolgsaussichten sind, wird mehr als schwer einzuschätzen sein.
P.s.: Passiert ist garnichts. Trotz Meldung an dessen Vorgesetzten.

R.Kante schrieb:
Zudem würde ich, wenn mein AG bei Krankheit nicht zahlen möchte, für meine Anwesenheit mehr Geld verlangen um entsprechend vorsorgen zu können - insbesondere wenn die Arbeitsumgebung ein erhöhtes Gesundheitsrisiko bedingt.
Warum? Machst du deine Arbeit denn schneller wenn du dann da bist? Warum muss denn der AG dein persönliches Ausfallrisiko tragen?
Wenn jemand Kampfsport oder Extremsport betreibt und sich häufig verletzt, warum muss der AG das bezahlen? Findest du das Fair gegenüber denen, die das nicht tun?
DerOlf schrieb:
5,5 Jahre bisher im Betrieb.
Insgesamt 2 Wochen krank (Corona-Quarantäne 2021).
Siehe hier. Pro Jahr sind das im Schnitt ca. 2 Fehltage. Wird es denn gedankt mit Extra urlaub oder Bonuszahlungen? Vermutlich nicht (@DerOlf korrigiere mich gerne wenn doch).

Ich persönlich finde Anreizsysteme sehr gut, in denen Mitarbeiter belohnt werden, die selten krank sind.
Von mir aus könnte man in Zukunft auch mal Lohnerhöhungen als Form von Bonuszahlungen geknüpft an die Krankheitsqoute gewähren. 5% Jahresgehalt für die, die unter 5 Tage im Jahr krank sind.
Wenn man nicht die "bestrafen" will die häufig fehlen, könnte man die die Belohnen, die selten oder nie fehlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Khaotik schrieb:
Ich persönlich finde Anreizsysteme sehr gut, in denen Mitarbeiter belohnt werden, die selten krank sind.
Was aber auch dazu führen wird das sie gerade diejenigen die aufs Geld angewiesen sind, sich dann auch häufiger krank zur Arbeit schleppen. Außerdem werden dann Menschen mit einer chronischen Erkrankung wie Diabetes, Migräne, etc. automatisch benachteiligt. Wie mans macht ist es falsch, entweder wird der AG oder der AN benachteiligt.
 
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Buttkiss schrieb:
Außerdem werden dann Menschen mit einer chronischen Erkrankung wie Diabetes, Migräne, etc. automatisch benachteiligt.
Oder werden sie halt nur nicht bevorzugt? Dann wäre doch jede Leistungszulage auch eine Benachteiligung wenn andere mehr bekommen als ich?
Warum soll nicht jemand mehr verdienen, der ggf. auch mehr Wertschöpfung generiert und zwar dadurch, dass er einfach mehr Tage/Jahr für sein Gehalt auch seine Leistung bringt?
Buttkiss schrieb:
Wie mans macht ist es falsch, entweder wird der AG oder der AN benachteiligt.
Aber nichts machen und einfach so hin nehmen ist dann der richtige Weg?
Ich bin für Solidarität in unserer Gesellschaft - aber auch nur bis zu einem gewissen Punkt.
 
Hallo

Khaotik schrieb:
Und wie sollte man das tun, was schlägst du vor? Kündigen? Nicht möglich.
Selbstverständlich ist eine krankheitsbedingte Kündigung möglich, nicht einfach und an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, aber möglich.
https://www.dgb.de/service/ratgeber/krankheit/
Zitat:
"Wann ist eine krankheitsbedingte Kündigung erlaubt?
Die krankheitsbedingte Kündigung ist grundsätzlich nur möglich, wenn folgende 3 Voraussetzungen erfüllt sind:
  1. Es liegt eine negative Gesundheitsprognose vor. Das heißt: Es ist keine Besserung oder sogar eine Verschlechterung zu erwarten.
  2. Die Fehlzeiten beinträchtigen stark die wirtschaftlichen und betrieblichen Interessen des Arbeitgebers.
  3. Die Interessen des Arbeitgebers wiegen stärker als die des*der Beschäftigten."

Khaotik schrieb:
Hast du dazu Urteile oder Aktenzeichen zur Hand?
Aktenzeichen: 4 SLa 22/24
Hier findest du weitere.

Grüße Tomi
 
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Khaotik schrieb:
Warum soll nicht jemand mehr verdienen, der ggf. auch mehr Wertschöpfung generiert und zwar dadurch, dass er einfach mehr Tage/Jahr für sein Gehalt auch seine Leistung bringt?
Weil es Menschen, die nichts für ihre Krankheit können, benachteiligt werden. Das fördert Unzufriedenheit und somit ggf. ein schlechtes Betriebsklima und weitere negative Folgeeffekte.

Und ein Thema bei KPIs (Fehltage gehören für mich dazu): Die KPIs, welche erreicht werden "müssen", werden auch irgendwie erreicht. D.h., dass die nicht chronisch kranken Menschen durchaus auch krank zur Arbeit kommen. Und dazu zählt nicht nur Husten und Schnupfen.

Anwesenheitsprämie, oder wie man es auch immer nennen möchte, ist für mich persönlich mit das Schlimmste, was eine Firma einführen kann.
 
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Hallo

Reglohln schrieb:
Weil es Menschen, die nichts für ihre Krankheit können, benachteiligt werden. Das fördert Unzufriedenheit und somit ggf. ein schlechtes Betriebsklima und weitere negative Folgeeffekte.
Irgend jemand ist immer unzufrieden, das wird sich nie ändern, egal was man einführt.
Ich finde es besser wenn Leistung belohnt wird und diejenigen unzufrieden sind die keine/wenig Leistung bringen als umgekehrt.
Es gibt doch auch Leistungszulage, Akkordlohn und es ist nicht unüblich das Leistungsträger bei einer Lohnerhöhung positiv(er) bedacht werden.
Wer bei uns im Jahr keine Krankheitstage hat bekommt nächstes Jahr 2 Tage mehr Urlaub, seitdem gibt es weniger "Minikrankheiten" (Gesoffen, Schnüpferli).

Grüße Tomi
 
Es wird immer Leute geben die das System ausnutzen, aber was kann meine Kollegin dafür das sie jeden Monat derart Regelschmerzen bekommt das sie sich nur noch übergeben muss oder der Kollege vom Auto angefahren wurde und mit kaputtem Beim im Krankenhaus liegt?
Khaotik schrieb:
Ich bin für Solidarität in unserer Gesellschaft - aber auch nur bis zu einem gewissen Punkt.
Meiner Meinung nach muss man solche Dinge hinnehmen. Bei AN die offensichtlich und wiederholt "blau" machen kann der AG dann eine Verwarnung ausprechen, solange man dem AN sein Fehlverhalten nachweisen kann. Aber nur anhand der Fehltage mit Konsequenzen rechnen zu müssen halte ich für falsch. Im Zweifel für den Angeklagten usw.
 
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Khaotik schrieb:
Ja, da kannst du dann natürlich mal probieren, das gerichtlich zu beweisen.
Deshalb habe ich ein passendes Beispiel verlinkt.
Khaotik schrieb:
Warum muss denn der AG dein persönliches Ausfallrisiko tragen?
Weil er das persönliche Ausfallrisiko seiner Arbeitnehmehmenden durch seine zugewiesenen Arbeiten und die Umgebung in der sie stattfinden maßgeblich mitbestimmt, sogar verantwortet. AG stellt keinen ergonomischen Arbeitsplatz zur Verfügung? Ja gut, dann soll er sich halt auch nicht wundern wenn die Rechnung dafür in Form von kaputten Rücken und entsprechenden Ausfällen kommt. Ebenso verhält es sich bei der Arbeitsbelastung und dem möglichen Burnout. Der Großteil meiner nicht schlafenden Zeit wird durch meine Arbeit bestimmt, also erwarte ich, dass der AG sich seiner Verantwortung bewusst wird und diese auch wahrnimmt. Wenn ich aufgrund meiner Arbeit krank bin, ist meine Freizeit auch davon betroffen - ist das fair?
Khaotik schrieb:
Aber nichts machen und einfach so hin nehmen ist dann der richtige Weg?
Nichts machen heißt hier die aktuelle Waage zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer-Interessen zu akzeptieren - nicht, dass es diese Waage nicht gäbe.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Irgend jemand ist immer unzufrieden, das wird sich nie ändern, egal was man einführt.
Totschlagargument.

Tomislav2007 schrieb:
Ich finde es besser wenn Leistung belohnt wird und diejenigen unzufrieden sind die keine/wenig Leistung bringen als umgekehrt.
Dass du das besser findest, ist logisch. Und du zeigst chronisch kranken Menschen halt den Mittelfinger. Von menstruierenden Menschen ganz zu schweigen. Kann man so machen, muss man aber nicht.

Tomislav2007 schrieb:
Gesoffen, Schnüpferli
Das Framing ist halt mäßig gut. Vor allem "Schnüpferli". Was auch immer das sein soll. Du kannst eine Erkrankung nicht beurteilen. Das tun Ärzt:innen. Und z.B. ist Alkoholismus eine Krankheit und bedarf Unterstützung und Empathie. Beides findet man bei dir nicht und du wirst gegenüber anderen Führungskräften, die solche Skills mitbringen immer das Nachsehen haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Hallo

Reglohln schrieb:
Unterstützung und Empathie. Beides findet man bei dir nicht
Wieviel Unterstützung und Empathie findest du denn in in der Idee die tägliche Höchstarbeitszeit zu kippen ?
Ob es dir gefällt oder nicht, unsere aktuelle Regierung ist zum Glück deutlich konservativer als die vorherige.

Grüße Tomi
 
Khaotik schrieb:
Man muss sich da immer wieder mal in die Rolle von Selbstständigen versetzen: Du musst den Mitarbeiter bezahlen obwohl er nichts für dich leistet.
Als ginge man zu seinem Friseurtermin, bekommt aber die Haare nicht geschnitten weil der Friseur nicht da ist, muss aber trotzdem dafür bezahlen.
Oder es wie einen Fertigungsprozess ansehen welcher auch Ausschuss produziert.
Ergänzung ()

Buttkiss schrieb:
Was aber auch dazu führen wird das sie gerade diejenigen die aufs Geld angewiesen sind, sich dann auch häufiger krank zur Arbeit schleppen. Außerdem werden dann Menschen mit einer chronischen Erkrankung wie Diabetes, Migräne, etc. automatisch benachteiligt. Wie mans macht ist es falsch, entweder wird der AG oder der AN benachteiligt.
So haben sich die USA ein fettes Drogenproblem gezüchtet. Siehe Oxycontin/Purdue.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Tomislav2007 Du weichst aus.

Aber ob es dir gefällt oder nicht: Nur, weil die aktuelle Regierung konservativer ist und ähnliche Ego-Schiene fährt wie du, ist das noch lange nicht das Richtige. Das ist ähnlich deiner Aussage: "Hey, ich bin maximal egoistisch, also deal with it." Nur leider heißt das im Umkehrschluss nicht, dass das auch die richtige Einstellung ist.
 
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