unRAID – Hardwareberatung / Effizienz & Upgrade‑Optionen

IksDrei

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Hey zusammen,


ich hätte gern eine Einschätzung zu meiner aktuellen unRAID‑Hardware und möglichen Alternativen. Momentan läuft unRAID auf einem Ryzen 7 2700X, allerdings ist das System im Idle recht stromhungrig, weshalb ich über einen Wechsel nachdenke.

Zur Auswahl stehen bei mir folgende drei Plattformen (jeweils mit 64 GB DDR4):
  1. Intel i5‑6500 ASRock Z170 Pro4
  2. AMD Ryzen 7 2700X Gigabyte X470 AORUS Ultra Gaming
  3. AMD Ryzen 5 2700X (vermutlich) Gigabyte X570 Aorus Pro WiFi
Aktuell steckt außerdem eine RTX 2080 Super im System, da ich für Jellyfin Transcoding benötige und der Intel das nicht zuverlässig geschafft hat. Die 2080S wirkt mir aber etwas überdimensioniert – ein Tausch wäre also ebenfalls denkbar.

Einsatzbereich:
  • ca. 10 Docker‑Container (einer davon Jellyfin, dafür die GPU fürs Transkodieren größerer Files)
  • 3 Debian‑VMs (nichts besonders Anspruchsvolles)
  • 1 SSD als Cache
  • 6 HDDs im Array

Ich wäre auch bereit, in neue Hardware zu investieren, solange ich bei DDR4 bleiben kann – alles andere ist mir momentan zu teuer.

Was wäre aus eurer Sicht die sinnvollste bzw. energieeffizienteste Option?
Über ein kurzes Feedback würde ich mich freuen!
 
IksDrei schrieb:
Zur Auswahl stehen bei mir folgende drei Plattformen (jeweils mit 64 GB DDR4):
  1. Intel i5‑6500 ASRock Z170 Pro4
  2. AMD Ryzen 7 2700X Gigabyte X470 AORUS Ultra Gaming
  3. AMD Ryzen 5 2700X (vermutlich) Gigabyte X570 Aorus Pro WiFi

Also X und Z Boards sind idR jetzt nicht die Stromsparer, da gerne mit massig Features ausgestattet. Du hast die Hardware allesamt schon?

IksDrei schrieb:
Momentan läuft unRAID auf einem Ryzen 7 2700X, allerdings ist das System im Idle recht stromhungrig,
Werte dazu?
 
Würde einfach mal gegenrechnen was die neue Hardware kostet, was da der voraussichtliche Verbrauch ist und wie lange es dauert bis es sich tatsächlich lohnt. Bringt sehr lange nix, wenn du 30W/h sparst, du aber 300€ für die neue Hardware ausgibst.
 
Ich muss sagen, du solltest dich mal direkt im Unraid Forum umschauen, da gibts ne größere Hardware Beratungsecke im deutschen Bereich. Da bekommst auch paar Hinweise zu Kniffe zu bestimmten HW Kombis.

Wenn du gerade aufn AM4 bist wäre interessant, welches.
Auf meinem AM4 Board sitzt mittlerweile ein AMD Ryzen 5 PRO 5650G dadurch hab ich auch ECC Support.

Da könntest deine 2080 auch rausnehmen und sparst einiges an Energie.
Wobei ich sogar eher schauen würde, dass du bei Jellyfin einfach deine Medien in Formaten/Codecs speicherst, die sich mit dem Jellyfin Media Player nativ abspielen lassen.
 
Ich habe ein Unraid System mit folgender Hardware am laufen:

Asrock N100M
BeQuiet 300W Gold TFX
8 GB DDR4
ASM1166 6x Sata Erweiterungskarte
2.5G Netzwerkkarte
4 HDDs
1 SSD

Nach einiger Optimierung komme ich damit auf 11.5 Watt Stromverbrauch

Habe aber auch kein Docker, etc.. da am laufen.
Dafür habe ich einen extra Lenovo M720q mit Proxmox, welcher um die 5 - 7 Watt benötigt .
 
Ich habe das gleiche Thema durch. erst hatte ich einen alten Intel (3770k) dann einen AMD 2600x, danach einen modifizierten Lenovo Tiny (hat zu massiven Probleme geführt durch 19v Lenovo - 12v HDD adapter) und jetzt habe ich einen 5655G. Stromsparend war wirklich nur der Lenovo Tiny.

Ich habe auch den Stromverbrauch mit einem A520, B550 und X470 gemessen. A und B sind sehr ähnlich (+-3W idle), X hat ungefähr 3-6W mehr als A/B.

Die Nvidia Karte wenn kein Monitor angeschlossen ist sollte bei weniger als 10W idlen. da macht es keinen unterschied ob ne größer oder kleinere. Da kannst du mehr Strom sparen durch Reduzierung der Lüftergeschwindigkeit oder auch abschalten im Idle
 
Gebraucht eine 4000G oder 5000G APU kaufen. Die jetzige CPU 2700X verkaufen. Am besten schauen das du eine 5000G APU mit midestens 6 Kernen (5600G/5650G) kaufst.
https://geizhals.de/?cat=cpuamdam4&...98_Cezanne~12099_AM4&pagesize=30&promode=true

Würde auch das Intel Board verkaufen. Da kann als Z Variante ein wenig Geld für kriegen. Dann für das Geld ein gebraucht oder neu ein Intel Sockel 1700 (DDR4) kaufen. Da läuft 1200er, 1300er und 14000er Generation drauf.
https://geizhals.de/?cat=mainboards&xf=2833_Intel 1700~2839_DDR4&pagesize=30&promode=false
CPU nach Wahl. Sollte genug auf dem Gebrauchtmarkt verfügbar sein. Ziemlich moderne Plattform und im Idle und Teillast sparsam.
 
Keine Ahnung wie groß die Anforderungen sind, aber mit i5-12400 laufen 4 parallele Transcodes (ohne Tonemapping) direkt über Quicksync mit einigen offenenen Docker Containern und ner VMs offen. Idle 25-40W je nachdem was die Platten gerade machen. Mit Barebone oder Notebookhardware kriegst das sicher noch effizienter hin. Entscheidend ist vor allem die QSV‑iGPU. Ich würde mich aber zuerst um das Encoding am Client kümmern oder wie oben beschrieben kompatible Formate forcieren.
 
Ich habe ein i5-14400 System und das läuft zwischen 18-35W. Ich denke auch, dass eine aktuelle Intel iGPU wenig Probleme haben sollte mit dem Codieren, wobei ich das nicht nutze. Heutzutage kann doch praktisch jeder Client bis H265 hoch alles selbst decodieren. Die Grafikkarte ist halt ein großer Verbraucher, selbst wenn sie nicht "nur" im Idle liegt.

Ich würde mir in deinem Fall mal auflisten, was an Hardware vorhanden ist, was man dafür noch beim Verkauf bekommt und was neue Hardware kostet.
Beim Selbstbau gilt bisher kleines Mainboard, mit kleinem Chip und wenig Extras als Ideal. Alles unnötige deaktivieren. Nur ein RAM Modul. Und eigentlich am wichtigsten, das Netzteil mit hoher Effizienz bei niedriger Last.
CPU kleine AMD APUs mit -G am Ende oder wenn größer, dann die Intel.
Dann ist die Frage ECC RAM oder nicht.
 
Stichwort beim Transcodieren dürfte auch iGPU (Quick Sync) sein. Die Jellyfin Entwickler rieten lange nur zu Intel CPUs.
 
Verbrauchswerte:
Mein aktuelles System (Ryzen 7 2700X + X470 + RTX 2080S) liegt bei 1,2 kWh in 6,5 Stunden, also rund 185 Watt im Schnitt. Das ist mir deutlich zu viel für einen Server, der 24/7 laufen soll.

Plattform / Hardware-Planung:
Ich bin aktuell nur auf AM4, weil das mein alter Gaming‑PC war.
Neue Hardware wäre aber absolut in Ordnung — Intel würde mir sogar besser gefallen, weil die Plattformen im Idle meist sparsamer sind.

Ich würde daher vermutlich:
  • das Intel‑Board + i5‑6500 verkaufen,
  • den Ryzen 7 2700X und den Ryzen 5 ebenfalls verkaufen,
  • und dann etwas kleineres, effizienteres aufbauen.
Warum Transcoding nötig ist:
Transkodierung brauche ich zwingend, weil:
  • ich außerhalb meines Netzwerks die Bitrate reduzieren muss,
  • nicht alle Dateien im passenden Format vorliegen,
  • und ein komplettes Umkodieren meiner gesamten Bibliothek nicht in Frage kommt.
QuickSync‑Problem beim alten Intel‑System:
Ich habe Transcoding bereits mit dem i5‑6500 und QuickSync getestet, aber:
  • die Leistung hat nicht ausgereicht,
  • daher musste ich auf die RTX 2080 Super ausweichen.
Ich gehe aber davon aus, dass ein aktueller Intel‑Prozessor (z. B. 12./13./14. Gen) das deutlich besser kann — und damit die GPU überflüssig wird.
 
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Also bei 185w liegt was Konfigurationstechnisches im Argen. Und dann baut man das Dinge um und landet wieder in der selben wattregion.
 
IksDrei schrieb:
Ich gehe aber davon aus, dass ein aktueller Intel‑Prozessor (z. B. 12./13./14. Gen) das deutlich besser kann — und damit die GPU überflüssig wird.
Von den 13./14. Gen Prozessoren würde ich abraten, da auch mit BIOS Update die Degradation bei einem 24/7 mir zu gefährlich wäre.
Der 14400 ist eigentlich ein 12400 (also 12. Gen) mit 6 zusätzlichen low Power Kernen, was einem sehr viele Threads bietet und gleichzeitig sparsam sein sollte. Sollte deshalb, weil Unraid das noch immer nicht sauber je nach Last auf die Low Power Kerne verteilt. Ich mußte die Docker auf die jeweiligen Threads händisch zuweisen.
Das war jetzt leider nicht so toll.
Du hattest geschrieben, du wolltest gerne deine DDR4 Riegel weiter nutzen, in meinem Fall wollte ich aber bewußt DDR5 haben, wegen dem onboard "ECC", statt eine teure vollwertige ECC Plattform zu nutzen oder ganz auf ECC zu verzichten.
Beachte auch, dass XMP, also Übertaktung, Strom frisst. In der Regel hat so ein Server nicht gerade die Belastung, dass schnellerer RAM relevant wäre, also das kann man erstmal getrost abschalten.
Ggfls brauchst du vielleicht auch ein Addin für die Grafikkarte, damit die sauber runtertaktet im Idle. Wenn die natürlich dauerhaft dekodiert, kann das schon der Grund für einen hohen Verbrauch sein.
 
IksDrei schrieb:
Was wäre aus eurer Sicht die sinnvollste bzw. energieeffizienteste Option?
asrock n100m solange deine VM's keine Desktop Umgebung bereitstellen müssen.

2 onboard sata, eine 4x ASM 1064er Karte mit passendem BIOS, oder ähnlich, 1x nvme ssd cache, usw
immer noch ein pcie slot frei "für alle Fälle"

damit lässt sich vieles abbilden und viel effizienter wird es nicht werden, transcoding kommt auch immer auf das Ziel an, auf welche Auflösung, fps, bitrate, usw du dann transcodest, die iGPU schafft die benannten 4 streams auf 1080p normal, zuhause solltest du jedoch nach Möglichkeit immer auf transcoding verzichten, das nur als Randbemerkung.

Wenn die VM's anspruchsvoller sind, dann eher auf i5 12, 13, 14th gen mit entsprechend cores für den Bedarfsfall, im idle gibt sich das alles nicht wirklich was und hängt eher am Mainboard ab wie hoch da der Verbrauch dann wird.

Wenn die VM's auch noch mit Desktop Umgebung sein sollen, dann macht eine dGPU immer Sinn mit passthrough, nur dann bist du wieder weiter weg von "effizient" ;)

hier mal ein n100m idle mit asm1064er Karte und 2.5G NIC
1x nvme cache
3x sata hdd
2x Lüfter (zero fan mode bei idle)
pico 160 Watt PSU
32 laufende Dockers

aber system in idle und hdd disks im spindown

1774333849942.png


1774334102274.png


bei dir würde es mit 6x hdd und dafür stärker benötigtem Netzteil etwas höher ausfallen, auch das macht einen Unterschied aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Könntest du mir vielleicht eine passende Geizhals‑Konfiguration auf Basis des N100M zusammenstellen?
In Zukunft ist bei mir eventuell eine einzelne VM mit Desktop geplant, aber dafür brauche ich nicht zwingend eine dedizierte GPU.

Transcoding mache ich zuhause gar nicht – das brauche ich nur extern, weil mein Upload (5 Mbit) bei 1080p oder höher sonst nicht mehr ausreicht. Deshalb muss Jellyfin die Bitrate reduzieren.

Wäre das System dann komplett ohne Grafikkarte betreibbar und reicht die iGPU bzw. QuickSync dafür aus?

Wie hast du das eigentlich mit dem Energiemonitor gelöst?
Also womit misst du deinen Idle‑Verbrauch so genau?
 
IksDrei schrieb:
Könntest du mir vielleicht eine passende Geizhals‑Konfiguration auf Basis des N100M zusammenstellen?
wenn das an mich gerichtet war, ich bin nicht der "Geizhals" Typ ;)

Mainboard asrock n100m (solltest du finden)

pico psu (gibt es auch überall und auch sicher günstiger) von amazon hier.

1774365869618.png


4 port sata ist diese hier (auch amazon hier, auch sicherlich weit verfügbar)
https://www.amazon.de/dp/B0BNFBXBNS?ref_=ppx_hzsearch_conn_dt_b_fed_asin_title_7&th=1

aber die musste ich flashen für cstates (Anleitung Unraid Forum)

DDR4 Ram hast du ja

IksDrei schrieb:
Wäre das System dann komplett ohne Grafikkarte betreibbar und reicht die iGPU bzw. QuickSync dafür aus?
ganz bequem, da dein target extern auch niedrig ist wegen deinem 5 mbit upload gibt es ja fast nichts mehr was das nicht schaffen würde sofern hardware acceleration unterstützt wird (codecs).

IksDrei schrieb:
Wie hast du das eigentlich mit dem Energiemonitor gelöst?
selbst geschrieben und als webservice bereitgestellt, c states werden alle 15 Sekunden mit powertop fetched und als json bereitgestellt und Stromverbrauch hole ich aus Homeassistant (Fritz Smart Home).

IksDrei schrieb:
Also womit misst du deinen Idle‑Verbrauch so genau?
den effektiven Stromverbrauch mit Fritz 210 hier, cstates siehe oben.

Thema transcoding, bei so niedriger Last, Beispiel (kurz nach Start) 4k > 1080p 4mbit

1774366734924.png


ginge noch einiges mehr ...

1774366801250.png


ansonsten, wurde hier ja bereits erwähnt, im unraid Forum findest du ganz viele Infos zu empfohlener Hardware, echte Tests, usw usw ... und wenn VM ein Thema ist, schau dir den Gigabyte Thread an von Datacollector, extrem sparsame Konstellation und bei Bedarf mehr Dampf ;)
 
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