Unterschiede Switch

Eine Reserve muss natürlich immer vorhanden sein. Wenn gleich am Anfang alles belegt ist, dann ist es klar, dass ein größerer Switch Sinn macht.

Beispiel bei mir:
Aber wenn ich wie bei mir im Büro 5 Doppeldosen verbaue und nur 3 PCs und ein Drucker anschließe, dann möchte ich nicht 10 Ports am Switch dafür verbrauchen. Ich habe auch andere Räume mit Reservedosen, falls die Möbel mal anders stehen sollen. Deshalb kommen dort nicht mehr Geräte ans LAN.
Insgesamt plant man halt am Anfang, wie viele LAN-Geräte dran kommen könnten. Und dann rechnet man noch eine Reserve dazu.
 
Sorry, aber der Switch ist und bleibt die falsche Stelle zum Sparen. Switches sind heutzutage derart günstig, dass es nicht der Rede wert ist ob man bei 5 Doppeldosen bzw 10 Ports nur einen 8er Switch hinstellt, "weil nur 3x2 Ports zur Zeit benutzt werden" oder gleich einen 16er nimmt und dann eben auch aktuell ungenutzte Dosen ans Netz bringt. Das hat auch nichts damit zu tun, "dass Geld keine Rolle spielt", sondern schlicht und ergreifend mit "Sparen am falschen Ende".

Wenn man so knapp plant, ist es in 9 von 10 Fällen nur eine Frage der Zeit bis der Boomerang zurück kommt. Im Zeitalter der Digitalisierung und dem Internet der Dinge steigen auch die Anforderungen an das heimische Netzwerk. Früher hatte man im Wohnzimmer kein einziges Internet - Gerät. Heute wollen TV, BD Player, AVR und Media Receiver/Player gerne ins Netzwerk.
Den Zuwachs an Geräten bemerkt mittlerweile auch Otto Normal und deswegen gibt es hier ja oft genug Threads, in denen gefragt wird ob man einen zweiten 8er Switch an den bestehenden 8er anklemmen kann, weil der ja nicht mehr ausreicht.

Wenn man also x Dosen hat, ist man gut beraten, auch alle einzuplanen. Heute sagst du noch, dass entweder die Dose in der linken Ecke nutzt oder die in der rechten Ecke - je nachdem wie die Möbel stehen. Nächste Woche kommt dann die Erkenntnis, dass beide Dosen gleichzeitig aber auch ganz cool wären ;)


Wie dem auch sei, das muss jeder selbst entscheiden. Wenn man sich wirklich sicher ist, dass nie der Fall eintreten kann bzw wird, dass man eben doch auch die vermeintliche Reserve benötigt, kann man natürlich auch sparen.
 
Beispiel:
Ich verbaue 48 Doppeldosen, möchte aber vorerst nur 15 LAN-Geräte anschließen, die vielleicht mal um 5 erweitert werden. Somit sind max. 20 Anschlüsse von 96 belegt.
Wieso sollte ich dann 2 Stück 48er Switches verbauen?
Es reicht doch ein 24er, Notfalls ein 48er (falls man sich nicht sicher ist). Der Unterschied von 150€ zu 500€ ist schon deutlich!

Ich gehe von ganz anderen Flexibilitäts-Reserven aus, wie ihr. Die werden niemals alle gleichzeitig gebraucht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum mit einem 48er Switch aufhören? Besser gleich 96, nur um sicher zu gehen.

Wo fängt man da an und wo hört man auf?
Ich habe jetzt einen 24er Switch für 80 EUR verbaut. Der 48er hätte 250 EUR gekostet... Sollte ich wirklich irgendwann man mehr als die 24 brauchen kann ich es mir immer noch überlegen aber günstiger wäre auch dann einfach einen zweiten 24er zu nehmen.
Aktuell sind auch nur 12 Ports belegt.
 
@Masamune2
Ganz meine Meinung!
 
Hi,

wo man anfängt und wo aufhört? Wenn er sein komplettes Netzwerk mit den 48 Ports abgedeckt bekommt macht es keinen Sinn, wegen 30 oder 40 Euro einen kleineren Switch zu nehmen.

Warum mit einem 48er Switch aufhören? Besser gleich 96, nur um sicher zu gehen.

wenn du 96 Ports in deinem Heimnetz brauchst brauchst du 96. Wenn weniger dann weniger. Natürlich macht es keinen Sinn, bei 40 genutzten Ports einen 96er Switch zu kaufen, so viel sollte schon noch klar sein.

Aktuell sind auch nur 12 Ports belegt.

wenn der dir reicht ist er der richtige. Wenn du 30 Dosen im Haus hast brauchst du einen größeren Switch. So schwer ist das nicht...

VG,
Mad
 
Jeder hat seine Meinung und bleibt auch dabei. Somit hat jede weitere Diskussion keinen Sinn.
 
In der Tat. Wir haben gänzlich unterschiedliche Ansichten davon was "Reserve" bedeutet.

50 Doppeldosen, 2 verlegte LAN-Kabel pro Dose. Schon bei meinen 5 Doppeldosen habe ich fast 100 Meter LAN-Kabel verlegt. Bei 50 Dosen kann man wohl getrost von einigen Hundert Metern Kabel ausgehen. Werden davon nur max 20% genutzt, ist es fraglich ob man da noch von Sparsamkeit sprechen kann, wenn man sich für einen kleineren Switch entscheidet..

Wie dem auch sei, mag sein, dass wir auch irgendwie aneinander vorbei reden. So oder so werden wir uns aber kaum gegenseitig überzeugen können, also Schwamm drüber ;)


@Riddimno: Du musst natürlich selbst wissen ob es wirklich ein 48er Switch sein muss. Bei massiven Überkapazitäten - wie im obigen Beispiel jemals nur maximal 20% überhaupt genutzt - stellt sich natürlich in der Tat die Frage ob man beim Switch dann auch die 80%, die niemals genutzt werden, auch wirklich vollständig versorgen muss. Evtl. reicht es ja für den Anfang beispielsweise, von jeder Doppeldose tatsächlich erstmal nur den linken Port zu nutzen - schon reicht ein 24er Switch aus. In diesem speziellen Fall müsste ich daher wahli sogar beipflichten. Ich definiere "Reserve" eben nicht durch 80% Überkapazität, sondern genau andersherum durch etwa 20% "Luft nach oben". Entspricht dein Szenario aber in etwa dem was wahli beschreibt, ist wahli's Strategie durchaus legitim.

So oder so solltest du dir den Kauf des Switches aber gut überlegen. Je größer der Switch desto wichtiger wird der Funktionsumfang. Kann man einen 16er oder auch einen 24er Switch noch einigermaßen problemlos und preislich überschaubar ersetzen und/oder an anderer Stelle weiterverwenden, ist ein 48er Switch schon ein ziemlicher Klotz am Bein. Hast du heute zB noch kein Telekom Entertain, können dir Multicasts bzw. IGMPv3 mehr oder weniger egal sein. Und was ist in einem halben Jahr? Oh, Entertain war im Angebot? Hast du doch zugeschlagen? Brauchst du nun doch IGMPv3? Viel Spaß dabei, dir für teuer Geld einen neuen 48er Switch anzuschaffen, wenn der alte das nicht kann.

Egal wie man nun "Reserve" definiert oder welche Features man (aktuell) tatsächlich braucht, je größer der Switch umso mehr rückt der Funktionsumfang in den Fokus. Einzelfunktionen wie zB PoE kann man später zur Not auch mit einem kleinen 8er PoE-Switch nachschieben, aber grundsätzliche Funktionen wie VLANs oder eben besagtes IGMPv3 sollten am zentralen Hauptswitch unbedingt vorhanden sein, weil eine Nachrüstung solcher Funktionen im Gegensatz zu PoE nun mal einen Austausch des kompletten Switches nach sich zieht - und das tut bei einem 48er Switch deutlich mehr weh als bei einem 24er.. Da ich beispielsweise derzeit nur 1 PoE-Gerät habe und später maximal noch 2-3 dazukommen, habe ich mich gegen einen zentralen 24er Switch mit PoE entschieden. Stattdessen nutze ich momentan noch den PoE-Injektor meines APs und werde mir später im worst case einen kleinen 8er PoE-Switch dazustellen, wenn ich zB noch eine IP-Kamera anschaffe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jep, bei 20% Reserve ist eh klar, dass alles am Switch sofort angeschlossen wird. Endlich sind wir uns einig ;)
 
Wenn er sein komplettes Netzwerk mit den 48 Ports abgedeckt bekommt macht es keinen Sinn, wegen 30 oder 40 Euro einen kleineren Switch zu nehmen.
Aber vielleicht bei 170 EUR mehr?


Ich frage mich halt immer noch was in einem Privathaushalt mit so vielen Ports gemacht wird. Der Verdacht liegt nun mal nahe das man er hier mit der Reserve leicht übertrieben hat.
 
Danke für die anregende Diskussion. Aber wie man schon feststellt, muss man es wohl doch selbst abwägen.

@Raijin: Natürlich werden nicht alle Dosen benötigt. Aber ich hab für mich selbst entschieden, dass es mir lieber ist 125 Euro mehr (im Vergleich zum selben Modell mit 24 Ports) auszugeben, als überall nur einen Port aller Doppeldosen zu belegen.

Der Switch kann bereits IGMPv3. Auf PoE hab ich bewusst verzichtet, da ich bereits einen 5-Port PoE Switch für die Überwachungskameras benutze und den weiterverwenden kann.

Ich hab ihn mir auf alle Fälle schon gekauft und er macht sich gut in meinem 19" Schrank ;-)
 
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