CPU
Das der i7-2600K ein wenig wärmer wird, ist - sorry - komplett falsch. Der hat eine wesentlich niedrigere TDP und beim Übertakten eine wesentlich bessere Energieeffizienz, bzw. behält der seine Enertgieeffizienz auch bei starker Übertaktung bei. Das heißt, der bleibt definitiv deutlich kühler als der i7-950 - im Verhältnis zur Leistung ist der Unterschied noch mal deutlich größer.
http://www.tomshardware.com/reviews/sandy-bridge-overclocking-efficiency,2850.html
Hyper-Threading haben beide, beide können mit 1333 oder 1600er Speicher betrieben werden. Nachteil bei 1366 ist, dass auch der Chipsatz massiv Energie verbraucht - nicht nur die CPU. Vorteil ist vor allem, dass mehr PCIe-Lanes vorhanden sind.
Speicher
Der Speicherdurchsatz bei Sandy Bridge ist vergleichbar mit dem bei 1366 - tripple hin oder her:
http://www.guru3d.com/article/core-i5-2500k-and-core-i7-2600k-review/18
CPU-Kühler
Auf jeden Fall einen anderen Kühler, der Noctua ist da schon mal ein guter Ansatz. Ich würde dann noch
Coollaboratory Liquid Ultra dazu nehmen, hier was zur Anwendung:
http://www.coollaboratory.com/de/produkte/liquid-ultra/
Festplatten
Die ideale Ergänzung als Massenspeicher wäre eine
WD Caviar Green 2TB. Die ist leise, sparsam - und performant. Hier lohnt es sich auch, am Anfang eine kleine schnelle Partition von 50Gb oder 100GB auf jeder Platte anzulegen - und sei es nur als stille Reserve, wenn man doch mal freien schnellen Speicherplatz benötigt. Ansonsten wäre es aber egal, ob Du SATAII oder SATAIII nimmst. Mechanische Festplatten können auch SATA II nicht ausreizen, und eine SATA III kannst Du auch an einen SATA II-Port hängen.
Alternativ, meiner Meinung nach aber nicht nötig, die
WD Caviar Black 2TB. Wie gesagt - die kannst Du genausogut auch an SATA II hängen. Wenn Du was richtig flottes für bestimmte Zwecke brauchst, dann ist die
VelociRaptor eine hervorragende Platte. So etwas ist zum Beispiel bei Lightroom Pflicht, für die Ircat. Am besten dann das 600GB-Exemplar.
Als Systemfestplatte eine SSD ist auf jeden Fall sinnvoll. Bei intensivem Einsatz von Programmen mit extra Auslagerungsdatei (wie z.B. Photoshop, besonders bei sehr großen Bilddateien) macht es dann auch Sinn, noch eine zusätzliche SSD mit rein zu nehmen - eben für solche Auslagerungsdateien. In Deinem Anwendungsgebiet solltest Du SSDs nehmen, die ausgewogen sind - also nicht nur schnell lesen, sondern auch schnell schreiben können. Zum Beispiel Samsung 470-Series.
Fehlende SATA-Stromanschlüsse kannst Du leicht mit Adaptern nachrüsten.
Gehäuse/Kühlung
Wenn Du es leise und gut gekühlt habe willst, solltest Du zum einen einen Lüftervollausbau vornehmen - bis auf den Seitenlüfter also alle Lüfterslots belegen - und in diesem Zusammenhang dann auch die zum Lieferumfang gehörenden Gehäuselüfter austauschen. Wichtig wäre eine gute Lüftersteuern - alle Lüfter sollen in der Regel schön langsam drehen, es sei denn, es wird heiß, dann sollen die natürlich anfangen, höher zu drehen. Das
Sabertooth, welches ich Dir weiter oben empfohlen habe, bringt eine gute Lüftersteuerung mit und wäre auch von daher hier sehr zu empfehlen. Insofern nicht genug Lüfteranschlüsse auf dem Board sind, kann man mit einem Y-Kabel auch 2 Lüfter an jeden Port hängen.
Als Lüfter wären folgende Exemplare einzusetzten:
Noiseblocker BlackSilentPRO PK-1
zwei Stück für vorne, sofern Du nur einen 5,25"-Schacht belegt, sogar 3.
Noiseblocker BlackSilentPRO PK-2
einer für hinten
Der 180er oben ist mir unbekannt - hier gibt es leider in dem Sinne auch nichts als Ersatz zu empfehlen. Also drin und schön langsam drehen lassen.
Den oberen Festplattenkäfig kann man drehen, was Du auch tun solltest, da dann weniger Luftströmungswiderstand entsteht. Solltest Du ihn gar nicht belegen, wäre es am besten, ihn ganz zu entfernen. In den unteren hinteren Fesplattenkäfig wegen schlechterer Kühlung vorrangig die Laufwerke mit der geringsten Wärmeentwicklung verbauen.
Grafik/Netzteil
Was die Arbeitsleistung angeht, wäre eine professionelle Grafikkarte auf jeden Fall vorzuziehen. Bei Spielegrafikkarten werden die Treiber für professionelle Anwendungen, vor allem OpenGL, künstlich eingebremst und auch nicht gepflegt. Du brauchst dann also viel mehr Hardwareleistung, um die mangelnde Treiberleistung auszugleichen. Dies kann je nach Programm bis zum 20-fachen sein.
Insofern Du sowieso eher Internet-Flash-Games spielst, wäre das mit der Spieleperformance völlig egal. Deine jetzige 5450 legt dies nahe. Bei 3D-Spielen aber nicht mehr - hier hättest Du quasi umgekehrt relativ schlechte Leistung.
Bei professionellen Karten kann man dann auch relativ problemlos ein Multi-GPU Gespann aufsetzten. Die
Quadro 2000, die hier meine Empfehlung wäre, ist SLI-fähig. Da sie maximal 62W verbraucht, wäre dann selbst in einem späteren SLI nur 122W bereitzustellen - und auch nur 122 Watt an Wärme abzuführen. Hierfür würde dann bereits ein
Be Quiet Straight Power E8 400W reichen. Allerdings würde ich bei definitiver SLI-Absicht eine Klasse höher gehen - mit Kabelmanagement, also das
be quiet! Straight Power E8 CM 480W.
Für alles, was an Leistung da drüber hinaus geht, bliebe Dir aber wieder nur 1366 - dafür würde 1155 von den PCIe-Lanes nicht mehr hinkommen. Darunter gäbe es zum Beispiel die
Quadro 600, die aber nicht SLI-fähig ist. Allerding im Vergleich zu Deiner jetzigen 5450 wäre auch das bereits ein Quantensprung.
Als Spielegrafikkarte würde sich hier die
Gainward GeForce GTX 580 Phantom anbieten. Die hat GPU-mäßig massig Leistung und vor allem 3GB VRAM, die sich hier positiv bemerkbar machen sollten. Außerdem ist diese Ausführung leise. Die dann mindestens mit der 580W-Variante oben stehenden Netzteiles. Auf 1155 würde ich davon aber keine 2 Stück mehr betreiben, was insgesamt aber schon sehr hohe Anforderungen auch an die Gehäusekühlung stellen würde und nicht mehr leise zu betreiben wäre. Dies dann zusammen mit einem 850W-Netzteil auf 1366.
Abschließendes
Du kannst durchaus auch jetzt schon ein 1155er Board kaufen - und dann umtauschen, wenn die neuen Revisionen verfügbar sind. Eine gute Strategie bei Dir könnte sein, erst mal 1155 mit Quadro 2000. Dann ggf. eine Zweite Quadro 2000 dazu. Dann zum gegebenen Zeitpunkt Board, RAM und CPU zu verkaufen - und auf den Nachfolger von 1366 zu gehen - mit einer 3ten Quadro 2000 - wobei ich nicht genau weiß, ob davon auch drei gehen - und ob es bis dahin nicht sowieso besser wäre, auch die GPUs zu tauschen. 1155 kann sich aber auch länger als richtige Plattform erweisen, weil zumindest die nächste Generation (IVY) auch noch darauf aufsetzen wird.
Der Sommer wird warm
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