Ununtu 20.04 Desktop auf E1800 AMD

Waldfluss

Cadet 3rd Year
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Hallo Forum,

Ich wollte auf den Rechner meiner Eltern Ubuntu 20.04 installieren. Dieser hat eine AMD E1800 CPU und 4GB RAM.

Laut ubuntu.com ist 2x2GHz CPU empfohlen. Heißt es, ich könnte Glück mit den E1800 haben? Kann man das vorher checken? Finde keine Liste unterstützter Prozessoren.

Danke Euch
 
GHz haben nicht viel mit der reellen performance zu tun.
Die Anzahl Kerne Strengenommen auch nicht.

Die Frage ist meist eher, wie viele Instruktionen Pro Takt moeglich sind, welche beschleuniger Module verbaut sind etc.

Jedes Betriebsystem wird darauf schon laufen. Nutz aber halt nicht den Ubuntu Standard Dekstop, sonder geh bspw. auf Mate. Das schont sehr viele ressourcen
 
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Ganz ehrlich, Ghz sagt hier nichts aus. Der E1800 ist einfach nur langsam und wird sich entsprechend verhalten. 4GB RAM ist auch alles andere als genug, das OS sollte also so leicht wie möglich sein. Ich denke da eher an Xubuntu oder Lubuntu oder noch abgespektere Distris. Die retten die Leistung aber ebenfalls nicht, denn wo nichts da ist...
 
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ghecko schrieb:
Ich denke da eher an Xubuntu oder Lubuntu oder noch abgespektere Distris
Meine Eltern würden nur E-Mail und Firefox nutzen. Vielleicht ab und zu Office.
Und eine fertige Ubuntu USB habe ich halt da... 🙂
Wird es - abgesehen, dass es langsam ist, prinzipiell gehen?
 
Waldfluss schrieb:
Wird es - abgesehen, dass es langsam ist, prinzipiell gehen?
Prinzipiell. Allerdings nicht Alltagstauglich. Jeder Raspberry Pi 4 rennt Kreise um das Teil und die sind schon Grenzwertig für den Alltag. Das heutige Internet ist einfach zu viel für die CPU, selbst mit konsequentem Adblock. Laptops werden weggeworfen und verschenkt die deutlich schneller sind.
 
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Zorin OS 16 Lite wäre auch zu nennen, aber:

diese CPU ist der Lahmarsch unter den Lahmen, das weiß ich. Ich hatte sowas mal hier und geht mit modernen Anforderungen gar nicht. Damals schon nicht.
 
Würde vielleicht noch Puppy (https://distrowatch.com/table.php?distribution=puppy), antiX (https://distrowatch.com/table.php?distribution=antix) oder das gute Raspbian für Desktops (https://www.raspberrypi.com/software/raspberry-pi-desktop/) in den Raum werfen als light weight Distros.

Ansonsten schließe ich mich hier mal der Runde an: Das Ding ist langsam. In synthetischen Benchmarks liegt es sogar hinter einem Atom X7-Z8700... ugh.

So sehr ich auch für die Weiterbenutzung alter Hardware bin, das im Vergleich zu einem passenden OS finden viel größere Problem ist die notwendige Performance (und ein Stück weit auch Hardware-Unterstützung) für das Internet. Während das Abrufen von Mails noch relativ unproblematisch funktionieren sollte, mag ich für das Surfen im Netz da nicht meine Hand ins Feuer legen. Gerade etwas aufwändigere Webseiten könnten hier schnell zum Problem werden, mal von YouTube ganz abgesehen.
 
Ja, die Hardware ist stark limitiert. Da auf jeden Fall mit schlankeren Varianten als dem Standard-Ubuntu arbeiten. Einige gute Alternativen wurden bereits genannt, je nach Gefallen der Desktop-Umgebung eignet sich technisch gesehen auch die folgend verlinkte, ressourcensparende Distribution:

https://antixlinux.com/about/
 
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Das Problem mit den schlankeren GUIs ist halt, dass sie nicht mehr soo schlank sind. "Früher" konnte man halt noch Lubuntu empfehlen, aber seit dessen Umstellung auf lxqt ist das auch nicht Ressourcen schonender als Xubuntu oder Mate.
Wirklich schlank wäre Bodhi Linux, auch auf Ubuntubasis. Aber dessen GUI bricht halt mit Gewohnheiten.

Ich würde hier trotzdem zu Xubuntu, Mate oder Lubuntu raten. Aber auf jeden Fall eine Minimalinstallation (wird automatisch angeboten) vorschlagen. Da wird nur das nötigste installiert und anstatt träge Dickschiffe wie Firefox oder Libre Office kann man was schlankeres nehmen.
Wenn nichts anders als der Ubuntu-Stick vorhanden ist, kannst ja den Lubuntu, Mate oder Xubuntu Desktop nachinstallieren. Geht einfach! Und bei Bedarf Gnome löschen. Da wäre ich aber etwas vorsichtig!

https://wiki.ubuntuusers.de/Desktop/
 
Installier halt einfach Ubuntu und teste es.

Grundsätzlich ist der Prozessor jedoch sehr langsam und die 4GB Ram sind schlicht zu wenig. Daran ändern auch irgendwelche Distributionen oder Geschmacksrichtungen von Ubuntu nichts. Spätestens wenn man mit Firefox eine Seite ansteuert, die viel Javascript bzw. Multimediainhalte hat, ist der Rechner am Ende. Das Einzige was sich damit erreichen lässt, ist Frust am Gerät.
 
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Es ist genau so wie @Piktogramm sagt.

Man kann sich zwar eine Distro suchen die mit der CPU Leistung und den 4 GB RAM auskommt, allerdings steht man spätestens bei der Interaktion mit dem Internet vor den Problem, dass Webseiten sich nicht an die Distro anpassen und trotzdem verdammt viel Leistung und RAM benötigen.

Quelle: Ich, der bis 2019 ein Thinkpad x230 mit i5 und 4 GB RAM als Backup hatte und mal mehr als 3 Tabs geöffnet hat...

Wäre ein Tablet (iPad, Samsung Tab A) eine Option? Für reines Browsing und Email sind die Dinger mehr als schnell genug.
 
Danke euch für das Feedback 🙂

Habe es installiert, Installation lief problemlos. Rechner startet in weniger als 1 Minute. Habe bisschen rumgesurft, bis jetzt lief es.... youtube und Co. nichts anspruchsvolles für die HW.

Beim runterfahren kommt irg. Fehlermeldung, die unmöglich zu lesen ist, weil etwa 0.1 Sekunde zu sehen ist.

Sonst läuft bis jetzt alles...
Hoffe es ist kein Sicherheitsproblem, was nicht sichtbar ist? Weil die CPU z.B. für irgendwelche Module zu schwach ist und diese nicht ausgeführt werden oder so... oder ist sowas Quatsch? 😬

Viele Grüße
 
Ich kenne Linux nicht ohne irgendwelche Error-Messages :D
 
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Genau, die können aber in den allermeisten Fällen vernachlässigt werden ;)
 
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@Waldfluss
Mein 8Jahre altes Notebook hat ein Mehrfaches der Leistung und je nach Webseite macht es keinen Spaß, wundert mich, dass es bei dir flüssig klappt?!

Nunja, wegen des Linux Fehlers, im Terminal (ich kann das nicht anders), journalctl -p 0..4 eingeben. Das spuckt Lognachrichten aus, das -p beschränkt dabei das angezeigte Loglevel. Damit kannst du nach Fehlern suchen. Die Voreinstellung ist jedoch, dass die Logs nach jedem Herunterfahren zurückgesetzt werden. Daher noch eine kleine Änderung:
sudo nano /etc/systemd/journald.conf wobei da die folgenden Zeilen abändern (und das "#" am Anfang der entsprechenden Zeile entfernen)

Code:
Storage=persistent
SystemMaxUse=4M

Nano kannst du schließen und speichern indem du [Strg]+[X] drückst und die Schreibanfrage mit [y] bestätigst.

Danach noch ein sudo systemctl reload-or-restart systemd-journald.service

Danach kannst du das System herunterfahren und beim nächsten Start sollten die Fehlermeldungen die beim Herunterfahren auftauchten mit journalctl lesen.

PS: sudo führt alles mit root, also maximalen Rechten aus. Es wäre zu empfehlen, dass du NIE wild Befehle kopierst, die rootrechte benötigen. Ich empfehle dringend sowohl die Einsteigerfreundliche Wiki der deutschten Ubuntu Community zu nutzen und die manpages, siehe; https://wiki.ubuntuusers.de/man/

PPS: Das ist voll viel Text für Sachen die mich keine 20s kosten...
 
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Piktogramm schrieb:
und je nach Webseite macht es keinen Spaß, wundert mich, dass es bei dir flüssig klappt?!
Ich denke jeder definiert flüssig etwas anders. Ich bekomm Pickel wenn Youtube sich erst nach 5 Sekunden aufgebaut hat und dann nur 320p geht, andere sind da flexibler.
 
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