Distro-Hopping bzw. Desktop-Hopping beenden

Mondgesang schrieb:
Ich habe also ganz klassisch MIT dem System gearbeitet, und nicht AM System als Selbstzweck. Ich brauche wohl mal wieder einen fordernden Task :D
Ich wollte es nicht schreiben, weil ich dachte, das könnte man in den falschen Hals bekommen. Aber war ehrlich gesagt auch mein Gedanke, dass du eventuell nur ein Hobby brauchst. Dann fließt die Langeweile nicht in Distro-Hopping. Nicht böse gemeint, ich kenn das selbst von anderen Dingen.
 
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Leider ist das bei mir glaube ich ein Zwang. Denn eigentlich ist mein Alltag mit mehreren Nebengeschäftszweigen, Verwaltung etc voller als für mich gesund wäre. Ich glaube sogar, dass dieses Hopping ein Coping-Mechanismus meines Hirns ist. Ähnlich wie Doom Scrolling auf Social Media. Dopaminkick, Sucht nach Neuem, nach dem nächsten coolen Ding, das hinter dem nächsten Scroll auf mich wartet.
 
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Letzendlich nehmen sich die Distros gar nicht soviel. Es läuft eigentlich darauf hinaus, wie aktuell soll es sein und welchen Paket-Manager möchte ich nutzen.

Mal von speziellen Distro's wie NixOS, Bazzite oder FedoraSilverblue abgesehen, die halt anders gewartet/konfiguriert werden.

Die Desktop-Environments gibt es meist auf allen Distrubutionen (zumindest die großen wie KDE und GNOME).

Mit deinem Linux-Erfahrungen solltest du dir das selbst leicht beantworten können :)

ich selber bin mittlerweile bei Arch hängengeblieben. Ich mag einfach pacman/yay und es ist alles sehr aktuell, mit den Nachteilen die man manchmal hat. Hier muss man sich nur zu helfen wissen.

Seit dem ich aber ausschliesslich AMD Hardware habe sind die Probleme gleich null.

DE nutze ich KDE und Hyprland. Je nach Laune.
 
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  • Beschäftige Dich nicht mit Deiner Sucht! Gib ihr kein Futter. Wenn Du mit irgendwas PROBLEME hast, die Du konkret lösen willst, dann gucke danach, aber ansonsten lies nicht hier, nicht auf anderen IT-Seiten, schaue keine entsprechenden Videos.
  • Von dem, was Du bisher von Linux gesehen hast, ist doch was dabei, was annehmbar ist für das, was Du willst/brauchst. Entscheide Dich davon für etwas nach logischen Gesichtspunkten. - - Wenn Du Dich trotzdem nicht recht entscheiden kannst, mach mit den in Frage kommenden Möglichkeiten Flaschen drehen.
  • Benutze den Computer nur für Dinge, wo Du ihn brauchst oder wofür Du ihn Dir anfangs eingerichtet hast.
  • Mache mehr ohne Computer: Schau mal ins richtige grüne Gras, in Nachbars Garten (oder den eigenen), geh raus, gehe anderen Hobbies nach, geh mehr unter Menschen!

Du hinterfragst Dich, das ist gut, dann ist Hopfen und Malz noch nicht verloren.

Und es kam mir auch neulich so vor, dass Du Dinge ein bisschen hinterfragst. Ich finde das eine gute Eigenschaft und finde es ehrlich gesagt Verschwendung, das v.a. im Zusammenhang mit Computern auszuleben. Ich hoffe, das ist nicht missverständlich...

Mondgesang schrieb:
Als mein Online-Geschäft noch im Aufbau war und ich nur das vor Augen hatte, da war für mich Distro, Desktop, Theme, bla bla alles egal. Ich hatte mein OpenSUSE Leap 15 mit XFCE und fertig aus die Maus. Da lief der Browser, die Libre Office Calc Datei, der Dateimanager und fertig.

Ich habe also ganz klassisch MIT dem System gearbeitet, und nicht AM System als Selbstzweck. Ich brauche wohl mal wieder einen fordernden Task :D
Du meinst, weil Du das Fordende vom Aufbau Deines Online-Geschäfts nicht mehr hast, brauchst Du anderes Fordendes? Oder wie kams, dass Dir der vorhandene Computer damals reichte und jetzt nicht mehr?
 
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@Tanne vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich werde ernsthaft dran arbeiten.

Tanne schrieb:
Oder wie kams, dass Dir der vorhandene Computer damals reichte und jetzt nicht mehr?
Ich glaube, dass der Aufbau des Geschäfts an sich schon pures Dopamin war. Alles war neu, aufregend, spannend, erste Erfolge, ich hatte also quasi nur noch Augen dafür und der Computer war, wie es eigentlich auch sein sollte, ein Werkzeug, ein Mittel zum Zweck.
 
Und vor dem Aufbau des Geschäfts, hattest Du da auch was, was Dir Dopamin gegeben hat?
 
PeacemakerAT schrieb:
Bin selbst noch etwas am testen der gängigen Distros, recht gut gefallen hatte mir bisher OpenSUSE Tumbleweed @ KDE. Etwas zugänglicher als die typischen Arch Derivate, aber trotzdem aktuelle Kernel & Pakete.
Das ist, nach den Erfahrungen, die ich seit Mai 2024 mit opensuse gemacht habe, inzwischen auch meine Empfehlung an jeden, der nach meiner Meinung dazu fragt, auch wenn ich slowroll statt tumbleweed nutze.
 
Ich weiß nicht ob meine Frage hier rein passt, kann ggf. ja dann verschoben werden.

Aber kann mir jemand erklären, wo den der Hauptunterschied zwischen den großen Distros liegt
  • Debian
  • Arch
  • Fedora

Der Kernel der unter allen sitzt, schein ja der selbe zu sein.

Aber unterscheiden sich die Distros auch in der Programmierung? Also weichen diese Komplett voneinander ab, oder ist die Programmierung ähnlich und der Hauptunterschied ist der Paketmanager usw.

Verstehe nicht warum es so viele Hauptdistros und noch viele viele mehr Abspalungen dazu gibt.
 
@blodern

Der Linux-Kernel ist allen "Distros" gleich. Wobei z.B. Debian derart modular ist, dass es auch andere UNIX-like Kernel wie etwa BSD-Kernel verwenden kann. Eine "Distribution" ist ein Gesamtpaket an "Dingen", die über diesen Kernel eben gestülpt werden. Paketmanager, Userland, eigene Bordmittel und tools (siehe X-Apps von Mint oder YaST von SuSE).

Darüber hinaus kann man die Distros bzw eher ihre Schöpfer als "Lager" bezeichnen. Leider ist dieser "Tribalism" auch etwas das die Linuxwelt spaltet, statt zu vereinen. Diese Lager haben auch unterschiedliche Philosophien und Herangehensweisen. Stabilität oder Bleeding Edge, Point Release oder Rolling Release, Community (z.B. Debian) oder Corporate-gestützt (z.B. Red Hat Enterprise Linux, Ubuntu, SuSE Linux Enterprise), oder etwas dazwischen (z.B. Fedora oder OpenSUSE), Free Open Source Only oder offen für Proprietäres zwecks flüssigerer Nutzererfahrung, alles möglichst roh oder alles möglichst für den Benutzer vorkonfiguriert und vorbereitet.

Es gibt zig Arten auf die sich Distros bzw ihre Macher unterscheiden. Und oft sind diese Philosophien das, was einem die Entscheidung schwierig macht. Das Technische ist nur für einen GANZ GANZ KLEINEN Personenkreis interessant. Ob Btrfs, ext4 oder zfs benutzt wird, interessiert den Normalnutzer nicht. Ihm sagen diese Begriffe nicht mal was. X11, Wayland, apt, dnf, zypper, pacman, etc. Alles Diskussionen von tech-versierten Leuten für tech-versierte Leute.

Ich habe z.B. auch eine Zeit lang OpenSUSE mit KDE verwendet einfach, um "lokale" Projekte zu unterstützen, da die SuSE GmbH in Nürnberg und der KDE e.V. in Berlin sitzen.
 
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blodern schrieb:
Verstehe nicht warum es so viele Hauptdistros und noch viele viele mehr Abspalungen dazu gibt.
Naja. Das ist so ein bisschen wie mit Teesorten. Jeder hat halt leicht unterschiedliche Vorstellungen bzw. Ideen was zu machen und da gibts ja auch keine Standard-Teesorte.

Und das Linux-Ökosystem begünstigt das ja auch. Weil Du darin vielfältigste Softwareprojekte hast aus denen Du Dich bedienen kannst. Und es gibt eben auch genug Leute, die sich dann: Na da bastel ich mir jetzt mal ein System raus auf die Weise, wo ich denke, das es richtig ist.
Und Abspaltungen gibt es deshalb, weil derjenige dann denkt: "Ist ja nicht alles falsch was die machen, aber hier und da würde ich schon was verändern also übernehme ich das".

Sprich: Unterschiedliche Distributionen gibts vorallem deshalb, weil es die (einfache) Möglichkeit gibt, das zu tun und es dann Menschen gibt, die Gebrauch davon machen.
 
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Mondgesang schrieb:
Wie ist/war es bei euch? Chronische Hopper? Sucht in den Griff bekommen? Wie? Tipps und Erfahrungen sind IMMER gerne gesehen.
Ich wage mich auch mal an eine Antwort.

Angefangen als Teenager in vollkommenem Blindflug mit SuSE Mitte der 90er, ein System was schon immer sehr durchskriptet war, landete ich irgendwann zum Lernen und Experimentieren bei Debian, was sich dagegen weit weniger wehrte. Das blieb in der Anfangszeit meines Studiums auch noch einige Jahre meine Homebase mit kleinen Ausflügen zu anderen Distros links und rechts. Ab 2006 wurde es dann Ubuntu 6.06. Und das blieb dann lange Jahre meine Homebase für alles in verschiedenen Varianten, es war auch damals hochpopulär mit großer Community und guter Doku.

Dann wurden Rolling Releases immer interessanter, und nach diversen Bauchklatschern mit Gentoo und Arch landete ich lange bei Antergos, was zumindest in Arch immer die Drehrädchen für mich richtig setzte, dich ich vermutlich immer übersehen hatte. Natürlich nicht, ohne nebenbei auch mal grüne (Thumbleweed) oder blaue (Fedora) Gefilde zu betreten. Natürlich habe ich noch weit mehr Distros ausprobiert, aber ernsthaft angewendet habe ich diese meistens nicht.

Und heute bin ich sehr glücklich bei CachyOS, mit Ausnahme meines Homelabs, das auf Debian läuft, und natürlich SteamOS auf meinem Steamdeck. Aber vielleicht ist dir ein Muster aufgefallen, was bei mir letztendlich das Hopping beendet hat: Im Laufe der ganzen Jahre Hopping entwickelt man ja selber ein Gefühl dafür, wo man sich tendenziell wohler fühlt als woanders, eine Homebase halt. Es gibt noch immer Sachen, wo ich genau weiß, das löst eine andere Distro vielleicht besser, aber das kommt dann meist mit anderen Sachen, die mich persönlich wiederum eher nerven. Aber Dinge, die mich Nerven, gibt's natürlich auch dort, wo meine Homebase ist, speziell bei CachyOS/Arch würde ich hier die Drucker/Scannereinrichtung hernehmen. Etwas was in Ubuntu z.B. bei meinem Gerät ganz automatisch funktioniert. Aber das ist halt eine Sache, die macht man einmal und dann funktionierts.

Letztendlich verbleibe ich derzeit auf dem, was sich mir am wenigesten in den Weg stellt und von der Philosophie her so gestrickt ist, dass es meinem Gusto und Erwartungen am nächsten kommt. CachyOS bietet mir ein behutsam modifiziertes Arch (und damit immer die neueste Software) mit ein paar Extras, die mir gut gefallen und Debian ist für meinen Server ein rock solid System ohne großen Schnickschnack, um das ich mich nicht viel kümmern muss und man für alles eine Anleitung findet. Ich mag Straight Forward. Deswegen bin ich letztendlich auch von Ubuntus weg.

Und aktuell befriedigt meinen Entdeckerdrang, dass ich dadurch, dass ich mich jetzt relativ festgelegt habe, eben immer besser und versierter in den Distros werde, die ich jetzt betreibe. Das ist ja das Problem beim Hopping. Da verbleibt man eher an der Oberfläche. Stück für Stück so richtig eine Distro zu meistern erzeugt auch sehr viele Erfolgserlebnisse. Dann mag woanders das Gras vielleicht grüner sein, aber in meinem Garten kenne ich die Grashalme alle mit Vornamen.

Ok das war jetzt etwas übertrieben, aber im Prinzip ist das mein Ansatz, dem zu entkommen: Nimm die Distro her, die dir immer das beste Gefühl gegeben hat, und lerne sie RICHTIG kennen. Dann willst du gar nicht mehr hüpfen.
 
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Grimba schrieb:
Stück für Stück so richtig eine Distro zu meistern erzeugt auch sehr viele Erfolgserlebnisse. Dann mag woanders das Gras vielleicht grüner sein, aber in meinem Garten kenne ich die Grashalme alle mit Vornamen.

Ok das war jetzt etwas übertrieben, aber im Prinzip ist das mein Ansatz, dem zu entkommen: Nimm die Distro her, die dir immer das beste Gefühl gegeben hat, und lerne sie RICHTIG kennen. Dann willst du gar nicht mehr hüpfen.
Das ist eine gesunde Einstellung finde ich. Ich glaube ja bei der kleinsten Unzulänglichkeit dass das ganze System Käse ist und woanders irgendwo das perfekte, vollkommene System auf mich wartet. Stattdessen einfach das nehmen, was einem am wenigsten im Weg steht und sich aber auch damit wirklich mal auseinandersetzen. Dann ist man vermutlich schon so tief in der Materie, dass man gar nicht mehr weg WILL.
 
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BoeserBrot schrieb:
@4nanai Aus Interesse: Wie hast du die Arch-Installation von einem Laptop zum nächsten migriert?

Ich habe entweder einfach die ganze SSD physisch übernommen oder geklont.
 
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