News US-Militärausrüstung illegal online verkauft

Zum Thema F-14:
Die Amis haben dem Iran damals F-14 mit manipulierter Avionic ausgeliefert, was aber erst nach Wochen festgestellt wurde. Ich denke, die Iranis würden einiges dafür geben mit den Jets auch Waffen verschießen zu können, denn zur Zeit sind es nur zivile Flugmaschinen... ;-) Deswegen achten die Amis auch peinlichst genau darauf, das die Technologie dazu nicht außer landes kommt.
 
Hätten die von Anfang an Inventuren durchgeführt, dann wären die Amis nicht so schlagkräftig - Inventur und Bestandsführung bindet viel Personal & Ressourcen. In Deutschland wissen sie, welcher Panzer wann an welchem Baum in der Ukraine oder sonst wo verendet ist. Heute schön zu wissen für die Historiker, damals aber nicht von Erfolg gekrönt.
Der Bedarf pro amerikanischen Feldzug wird wohl eher grob geschätzt und dann in Größenordnungen nachbestellt - wie sonst könnte eine dermaßen riesige Militärindustrie existieren und wachsen (ein nicht geringer Teil der ca. 750 Mrd. Dollar/Jahr des Staatshaushaltes zzgl. der Einnahmen aus dem freien Export [wieviel der illegale Export bringt verrät leider keiner]).
Was nicht alle wird
- nimmt man entweder wieder mit nach Hause (denn der nächste Konflikt lässt bei den Amis nie lange auf sich warten)
- verkloppt es offiziell/inoffiziell an Interessierte
- schmeißt Zivilisten/Terroristen/Anderen-isten aufs Dach
- geht den Weg des normalen Schwunds "Puff, weg war's Sergant"
 
schmibu schrieb:
Die Amis haben dem Iran damals F-14 mit manipulierter Avionic ausgeliefert, was aber erst nach Wochen festgestellt wurde. Ich denke, die Iranis würden einiges dafür geben mit den Jets auch Waffen verschießen zu können, denn zur Zeit sind es nur zivile Flugmaschinen... ;-)
Die F14 sind komplett und es wurde nach der Auslieferung auch nur eine Software geändert. Sie haben sich in Kriegen schon mehrfach gegen andere Flugzeuge durchgesetzt und diese abgeschossen. Das Problem ist lediglich die Wartung und die dazu benötigten Ersatzteile.
Durch Ausschlachten anderer Maschinen und Schwund durch Abstürze wird die funktionierende F14-Flotte mit der Zeit immer kleiner.

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Wie schon im Thread angesprochen wurde, können sie sicher viele Teile kopieren. Eigentlich selbstverständlich. Wenn sie aber alle Teile kopieren könnten, müssten sie keine anderen Maschinen ausschlachten bzw. sie hätten wesentlich mehr flugfähige F14.

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Zum Thema G3: Iran und Bangladesh (Q: Wikipedia) hatten G3-Lizenzen von H&K. Durften in der Vergangenheit also hoch offiziell richtig und total echte G3 bauen. Ob sie das jetzt noch tun, es noch dürfen bzw. ein G3 noch gefragt ist, weiß ich auch nicht.

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Eine Inventur ist eine Bestandsaufnahme. D.h. das US-Militär hat erst 2006 damit angefangen zu schauen, welche Geräte, die da sein müssten, auch wirklich im Bestand sind. Sowas macht der Supermarkt um die Ecke schon seit Ewigkeiten regelmäßig. Man muss schließlich wissen, wo noch Ware fehlt bzw. ob irgendwo massiver Schwund festzustellen ist. Letzteres scheinen sie jetzt festgestellt zu haben.
 
Ich wusste doch, dass Heckler & Koch in solchen Gegenden Lizenznehmer hatten. ;) Soviel zum Thema Kopie. Die meisten G3 die durch die Welt geistern dürften demnach sehr echt sein auch wenn sie rechtlich Kopien sind. Man darf da nicht naiv sein. Was staatliche Armeen nicht mehr benutzen weil es durch moderneres ersetzt wird, landet schnell und nahezu ausnahmslos in privater Hand. Anders ist es gar nicht zu erklären, wie die Milizen dieser Welt an moderne Waffen in solchen rauen Mengen gelangen können. Den selbst wenn das Know How da wäre, zu kopieren, fehlt es meist an Zeit, Rohstoffen und Arbeitskraft (ergo zu teuer) um in solchen Mengen herzustellen. Selbst eine Kopie ist meistens teurer als auf dem Schwarzmarkt gebrauchtes Militärmaterial zu kaufen. Der Film Lord of War kratzt da sicherlich nur an der Oberfläche, dass Vorgehen, die dort aufgezigt werden, dürften aber ziemlich realitätsnah sein. Denn nicht nur die Amis lassen in Krisengebieten viel Kriegsmaterial einfach zurück weil ein Rücktransport zu teuer ist. Das ist sicherlich vorallem vor dem Ende des Kalten Krieges der Fall gewesen und heute sicherlich nicht mehr so extrem aber es sind eben genau diese Waffen, die sich in den Händen der Terroristen und Milizen hauptsächlich befinden. Die M4 oder G36, die nachfogler der m16 bei amis und dem G3 der deutschen findet sich kaum in solchen Händen, da diese erst nach diesen politischen entwicklungen zu den Standardwaffen dieser Armeen wurden.
 
@ Mustis

Die SpiegelTV-Reportage zeigte mittelalterlich anmutende Produktion von AK47, M16, G3, Stalinorgeln, 19.Jh. jagdwaffen in Beluchistan (Belutschistan) - die Typen, die das dort illegal fertigen, kopieren, sie hatten nie Lizenzen und haben mit iranischen Staatsfertigungsanlagen oder Bangladesh oder oder so viel zu tun, wie du mit der US-Atomwaffenproduktion. Vielleicht haben die die Datenblätter mal von einem Iraner erhalten, vielleicht wars aber auch ein Deutscher oder ein Russe, who cares.
 
Da ein G3 nicht mehr ist als ein paar Kilo Metall richtig zurechtgeschmiedet wird das auch kein Problem sein wenn die die irgendwo in Absurdistan von irgendwelchen Rebellen zusammengeschustert werden. So wayne.
 
Eben und die nicht benannten F14-Teile in der News werden möglicherweise kein größeres Problem darstellen. Wäre da komplizierte Boardelektronik gehandelt worden, wäre das vermutlich auch benannt worden um besser Panik machen zu können, aber irgendwelche Tankhalterungen oder Fenstergriffe oä. werden kaum son wahnsinniges Sicherheitsproblem sein, das der Iran ausschließlich aus Originalfertigung beschaffen können würde.
 
Hatte die US Navy nicht selber mal einen Flugzeugträger bei ebay versteigert?
Allerdings komplett ausgeschlachtet und "nur" noch schwimmfähig.
Allerdings ist das mit der Inventur schon ein ziemlicher brüller (O_O)
 
Naja, interessant an dem Artikel ist vor allem folgender Satz:
"..., dass offenbar der Fehler eines Einzelnen zu dem Irrtum geführt habe, obwohl eigentlich laut Vorschriften über den Verbleib und Transport jeder einzelnen Atomwaffe genauestens Buch geführt werden muss, um Fehler zu vermeiden."

Daraus kann sich jeder selbst ableiten, was eine ständige Inventur bringt...
 
Hier nen Schräubchen und da ne Düse gekauft und schon hat man nen F16 Kampfjet. Da hat das Militär mal wieder an der falschen Stelle gespart. Naja wer Lord of War gesehen hat der weiß das dies hier nur einTropfen auf den heißen Stein ist.
 
Jetzt macht euch mal nicht in die Hose ! Das kennen wir doch so von denen !
Aber wenigstens gewinen sie ihre Kriege ! ...unsere Bilanz ist da eher ernüchternd .... ich denke da an die WELT-Kriege,... ;-)
 
@ Felix, wenn man nur blödsinn zu sagen hat, kann man sich das ganze sparen. Dein kommentar ist schlicht dümmlich. 1. sind das nich nur die Amis. Aus den Sowjetstaaten sind viel größere Mengen und viel komplettere, zerstörerische Sachen gesickert. und auch unsere Deutschen Heereswaffen sind weltweit ein renner wie man am G3 sehen kann. Also spar dir das übliche USA gebashe.

und wer wann einen Krieg gewinnt oder verliert ist ziemlich schnuppe. Im Krieg gibt es keine Gewinner, was die Weltkriege und alle aktuellen Kriege dieser Welt wohl ziemlich eindrucksvoll beweisen. aber insbesondere beim 2. Weltkrieg ist es meiner Meinung nach leicht daneben wenn man es irgendwie negativ sieht, dass die deutschen verloren haben....
 
Mustis schrieb:
... und auch unsere Deutschen Heereswaffen sind weltweit ein renner wie man am G3 sehen kann. ....
Was kann man denn an Waffen, die nie im besitz der Bundeswehr waren, sehen? Achso, auch wieder der Monitor-Möchtegernlinks-Propaganda auf den Leim gegangen, dass -- naja, siehe meine Beiträge oben zu Beluchistan.
 
die G3 war also nich bei der Bundeswehr im einsatz? ja ne is klar. XD Soll ich mal wirklich extrem laut lachen?

"Seit 1959 bei der Bundeswehr in vermutlich mehr als 1.000.000 Stück eingeführt, wurde es in den verschiedensten Versionen produziert und in mindestens 47 Länder exportiert. Außerdem wurde es in Brasilien, Burma, Frankreich (Fr 3), Griechenland, Großbritannien, Iran, Malaysia, Mexiko, Norwegen, Pakistan, den Philippinen, Portugal (M1961), Saudi-Arabien, Schweden, Thailand und der Türkei in Lizenz hergestellt. In den meisten dieser Länder war neben dem Militär auch die Polizei mit dieser Waffe ausgerüstet. Auch in der Bundesrepublik wurde diese militärische Waffe bei der Polizei eingeführt. Bisher wohl noch kaum bei Schusswechseln mit Straftätern eingesetzt, wird sie aufgrund der gegenüber der Pistolenmunition stärkeren Energieabgabe hin und wieder zum Beispiel zum Töten von entlaufenem Nutzvieh benutzt."

Quelle Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/HK_G3

Dabei gleich mal mit dem Lizenzproblem aufgeräumt.

Man kann sich wirklich schnell als unwissend hinstellen....

und wo die 1.000.000 G3 geblieben sind, dafür gibts auch reichlich quellen. ein großteil ist verkauft worden an andere Staaten und wohin sie von dortaus hin gewandert sind ist schwer nachvollziehbar, aber anhand von seriennummer ist mehrfach und stichfest belegt worden, dass ehemalige Bundeswehr G3 heute in Miliz- und terrorbeständen lagern.
 
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@ Mustis

Öhm, einmal kiurz nachdenken und du solltest verstehen, dass nicht jedes Gewehr, das bei der Hisbollah auftauzcht, von der BW stammen muss, nur weil die BW G3-Gewehre eingesetzt hat und teilweise immernoch einsetzt. Dieser Rückshcluss, den du da ziehst, ist extrem unsinnig. Ich habe in meinem Leben viel Butter gekauft, die Hisbollah-Kämpfer nutzen auch Butter beim Essen - haben die ihre Butter deswegen von mir?
 
nei, natürlich nicht! Aber deine Aussage war, kein G3 der bundeswehr würde dort auftauchen und DAS ist naiv. Wo denkst du landen die Dinger nach dem du sie aussortiert hast. Du glaubst doch nicht allen ernstes das die 600.000 Stück oder wieviele es von den 1.000.000 waren verschrottet haben... Oo. Die werden an Staaten verkauft, die nicht grade als die letzten Schurkenstaaten bekannt sind und sich dafür interessieren. und wenn die neues bekommen, dann verschwindet das irgendwo in privater Hand. Glaubst du wirklich, dass es die Industriestaaten nachhaltig interessiert was mit ihrem altgerät passiert? Solange man nicht mehr nachweisen kann, dass die direkt an solche Gruppierungen verkauft wurden, interessiert die das nicht die Bohne! Und der Vergleich mit der Butter ist dümmlich als dir bewusst sein mag. Also ich ess nie Butter die ein anderer gegessen hat, da sie meist ihren Zustand dabei nachhaltig und unwiederbringlich ändert. =)

wie das dann mit beständen der Türkei endet oder den ehemaligen Lizenznehmern im Iran und Pakistan kannst du dir selbst überlegen. ;) Und meines erachtens ist auch die Lizenzproduktion mit dem "heimatland" verbunden.
 
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Werf nicht wieder alles durch einen Topf - in Beluchistan gab es nie eine offizielle Waffenproduktion, da gab es nie Lizenznehmer. (Beluchistan ist ungleich Iran)

Und ob 0,2% aller Hisbollah-G3 irgendwann mal im Besitz der Bundeswehr waren, interessiert außer Reißerreportagen von ARD-(früh-)Abendserien echt keine Sau - die Hisbollah hat dadurch keinen enormen Vorteil erhalten, weils die Dinger eben beim "Beluchen umme Ecke" als astreine Kopie für lau gibt. (genau wie die ganzen Katjuschas, die die auf Israel abfeuern und von denen Reißernews immer wieder gerne behaupten, es wären alte Bestände offizieller Staaten der Gegend dort, obwohls dafür keinen Beleg gibt und es die Dinger in Beluchistan als astreine Kopie fürn Appel undn Ei gibt - aber wenn man den Staaten die Schuld gibt, lassen sich zukübnftige Kriege besser begründen, siehe Irak)
 
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@Mustis, MountWalker
Ich glaube ihr wart gerade ein wenig aneinander vorbei :)
Der eine meinte wohl die Waffen-Modelle, die u.A. von der deutschen Bundeswehr eingesetzt werden, die auch sonst wo im Umlauf sind. Der andere meinte exakt die Waffe, die ziemlich sicher nicht den Weg aus der Hand eines deutschen Soldaten in Terror-Hände gemacht hat.

Damit hättet ihr beide wohl recht, wenn das so gemeint war. Nur ein wenig aneinander vorbei :)
 
Doch ich meine, dass auch Waffen, die direkt bei der Bundeswehr eingesetzt wurden, heute in der Welt rumgeistern. Denn die haben mitnichten 700.000 (geschätzt, da ja noch G3 im Einsatz sind) Stück von den 1.000.000, die nur bei der BW im einsatz waren, verschrottet. Da wurden eine Menge verkauft, natürlich an Staaten. Doch was die dann nach der Ausmusterung aus ihren beständen damit gemacht haben, dass interessiert die BW oder Deutschland doch nicht mehr, was ich persönlich als falsch ansehe.
 
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