USB-C Kabel falsch herum beschaltet?

CoMo

Commodore
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Hallo,

ich habe dieses Kabel gekauft https://www.amazon.de/dp/B0CX4Q3DM6

Es soll einen USB-C eMarker beinhalten. Mein Testgerät zeigt allerdings keinen an.

Code:
Power Transmission:
PD <65W ✅
PC2.0/3.0 ❌
PD3.1 ❌

eMarker:
Please Connect TypeC Cable

Jetzt kommts. Wenn ich das Kabel falsch herum ans Testgerät anschließe, sieht das ganze so aus:

Code:
Power Transmission:
PD <65W ✅
PD2.0/3.0 ✅
PD3.1 ❌

eMarker:
Type: Passive Cable
Latency: 10-20ns (<2m)
Power [20V, 5A][100W]
Speed [USB 2.0] 480Mbps
Vendor 0x0000/0
VER HW:0x00 FW:0x00

So funktioniert also der eMarker und das Kabel kann plötzlich PD2.0/3.0 Power Transmission.

Das macht doch überhaupt keinen Sinn? Man schließt doch die lange Seite ans Ladegerät an und nicht die kurze mit den drei Steckern. Hat der Hersteller hier irgendwas falsch beschaltet oder dern eMarker Chip falsch programmiert? Oder auf der falschen Seite eingebaut? Oder was hat das zu bedeuten?
 
sind denn solche Kabel eigentlich in der USB Konvetionen vorgesehen oder ist das so eine china eigenkreaktion, was funktionieren kann, aber eigentlich nicht soll

denn alleine so eine Konfiguration wie hier gezeigt

1775692204565.png


würde mir schon extremes Stirnrunzeln verursachen.

und für den Preis und dem Verkäufer ... well ...

CoMo schrieb:
Das macht doch überhaupt keinen Sinn? Man schließt doch die lange Seite ans Ladegerät an und nicht die kurze mit den drei Steckern.

naja doch schon, denn das Endgerät kann damit das Kabel als ein entsprechendes Kabel identifizieren und dann beim Ladegerät eine höhere Spannungen anfordern um mit mehr Leistung zu laden

https://www.elektronik-kompendium.de/sites/com/1809251.htm

Ein Endgerät, z. B. ein Smartphone muss dem Netzteil immer aktiv mitteilen, welche Kombination aus Spannung und Stromstärke gefordert ist. Sonst ist nur USB 2.0 mit 5 Volt und 0,5 Ampere (500 mA) erlaubt. In der Praxis halten sich viele Endgeräte nicht an diese Vorgaben von USB 1.0, USB 2.0, USB 3.0 und USB-BC und missachten die Pflicht einen hohen Strombedarf anzumelden, weshalb es immer wieder Probleme gibt.
 
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CoMo schrieb:
Das macht doch überhaupt keinen Sinn? Man schließt doch die lange Seite ans Ladegerät an und nicht die kurze mit den drei Steckern. Hat der Hersteller hier irgendwas falsch beschaltet oder dern eMarker Chip falsch programmiert? Oder auf der falschen Seite eingebaut? Oder was hat das zu bedeuten?
Eigentlich relativ einfach wieso es nicht funktionieren kann. Nehmen wir als Beispiel das Bild das @Sebbi in seiner Antwort zeigt. Du hast ein Notebook, ein Smartphone und eine Powerbank gleichzeitg angeschlossen. Was soll jetzt der eMarker Chip melden? Spannung auf 20V um den Notebook zu laden, 12V fuer das Smartphone oder was auch immer die Powerbank benoetigt? Dann werden halt ein paar Geraete u. U. gegrillt. Im schlimmsten Fall gibt es 5V da alle USB Geraete damit klarkommen. PD funktioniert nur mit Punkt zu Punkt Verbindungen. Mit 3 Kabelendungen ist keine korrekte Zuweisung moeglich da das Netzteil nicht gleichzeitig verschiedene Spannungen ueber das gleiche Kabel bereitstellen kann.
Wenn Du das Kabel verkehrt herum einsteckst gibt es garantiert nur noch einen Verbraucher der kommunizieren kann welche Spannung er benoetigt. Das duerfte das beobachtete Verhalen erklaeren.
Bei Kabeln die sich nicht an USB Standards halten ist mit Einschraenkungen zu rechnen um Beschaedigungen zu vermeiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann macht die Konstruktion doch überhaupt keinen Sinn? Niemand schließt das Kabel falsch herum ans Ladegerät an. Der eMarker Chip ist dann doch in 100% aller Nutzungsszenarien sinnlos?

Der Tester ist ein Treedix TRX5-0816. Er hat 2 Reihen mit USB-Ports. OUTPUT und INPUT. An OUTPUT kommt der Stecker, der ans Ladegerät kommt. An INPUT kommt der Stecker, der ans Endgerät kommt.

Korrekt angeschlossen:
richtig.png


Und falsch herum angeschlossen:


falsch.png
 
CoMo schrieb:
Ist das Kabel nun in Ordnung oder nicht?

wie oben geschrieben ich würde sagen ist ok

denn wie gesagt, das Endgerät muss ja erkennen, das die das Kabel für PD geeigent ist und das bei über den Datenbus entsprechend kommunizieren, damit das NT umschaltet auf den gewünschten PD Modus.

ich würde es aber nicht betreiben so wie angegeben, wäre mir zu riskannt ggf andere Endgeräte zu grillen.
 
CoMo schrieb:
Dann macht die Konstruktion doch überhaupt keinen Sinn? Niemand schließt das Kabel falsch herum ans Ladegerät an. Der eMarker Chip ist dann doch in 100% aller Nutzungsszenarien sinnlos?
Genau deswegen kauft man keine solchen Kabel da sie mit modernen Geraeten nicht sinnvoll betrieben werden koennen.
Solche Verteiler waren zu Zeiten als Verbraucher nur 5V und max. 1A gezogen haben gerade noch akzeptabel. Sind aber seitdem verschiedene Ladepannungen moeglich sind nutzlos und obsolet.
 
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