USB-Schnittstelle oder Alternative noch Jahrzehnte im Angebot?

karli1

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Hi,
es geht bei einem Gerät (kein Computer) um eine extrem simple Elektronik, die 20-40 Jahre halten soll und dessen
äußerst variable Einstellungenen bislang per USB-Anschluss abspeicherbar waren.
Nun frage ich Euch, ob USB für diesen Zeithorizont die sinnvollste Schnittstelle ist oder eine andere zukünftig länger
aktuell sein wird?
mfG Karl
 
Glaskugel sagt weiß ich nicht. Woher sollen wir sowas wissen :D
Ich denke nicht mal das es 40 Jahre durchhält...
In 40 Jahren wirst du wissen, ob es Planet Erde überhaupt noch gibt, geschweige denn USB... da aber das Protokoll bekannt ist, wird man theoretisch immer einen Adapter bauen können.
 
...USB 1.0 kam 1996, gibt es eine aktuelle Alternative, die ähnlich lange auf dem Markt sein könnte?...
 
40 Jahre sind wirklich sehr lange, da kann man nur raten. Generell dürfte man mit USB-C aber schon sehr gut dastehen. Aktuell läuft praktisch die ganze Welt mit USB und selbst wenn es abgelöst wird, wird man dafür noch sehr, sehr lange Adapter kriegen.

Es gibt ein paar Anschlüsse wie RS-232, die schon eine längere Zeit existieren, aber abseits einiger Nischen kommt man auch meist nur mit USB-Adapter weiter heutzutage. Einzig Ethernet über RJ-45 ist vielleicht so lange wirklich aktuell geblieben, aber eher schlecht für simple Datenübertragung geeignet.
 
Den COM-Port gab es schon in den 1980er Jahren. Und selbst heute gibt es noch Adapter X auf COM.
Ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster: So weit wie USB verbreitet ist, sollte es in den nächsten 40 Jahren aussterben, so wird es passende Adapter geben.
 
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sehr viel länger als es den (IBM kompatiblen) pc gibt.
IEEE488 GPIB z.b.-->60er jahre
 
Das Problem wird nicht USB sein, sondern die Treiber.

Sprich wenn dein Gadget einen eigenen Treiber braucht, kanns eher schlecht ausschauen.
Wie genau es funktioniert kannst natürlich nur du sagen, aber ich persönlich, würde für so einen Fall, zusätzlich zum USB Port im Gerät eine Seriell-Schnittstelle vorsehen, über die die Werte einprogrammiert werden können.

Am besten mit einem Klartext-Protokoll, welches ohne Anleitung bedienbar ist, sprich z.B wenn ein unbekanntes Kommando kommt auf das "help" Kommando hinweisen, und im Help-Kommando dann alle verfügbaren Einstellungen auflisten.

Denn ich bin mir sehr sicher, dass man sehr lange Adapter für TTL-Serial bekommt, selbst wenn nichtmehr USB genutzt wird.

Dazu eben die deppensichere Variante: Diese Pins auch noch beschriften "5V TTL: GND - Tx - Rx" und beim booten des Geräts eine Meldung über Serial schicken, damit man nicht Baudrate raten muss.
 
Mit dem Blick in die Zukunft sollte man sehr vorsichtig sein. Und man kann es auch schlecht davon ableiten, wie lange Schnittstelle XY in der Vergangenheit überlebt hat. Die Entwicklung geht heute deutlich schneller voran, als zB vor 30 Jahren. Wie lange dauerte es von USB 1 zu USB 2? Und wie lange von USB 3 zu USB 3.x. usw. Wenn Du sicher sein willst, musst Du selbst alle x Jahre checken, kann ich das noch nutzen, was ich da vor x Jahren gekauft habe.
 
Stimmt, das mit den Treibern kann ein Problem werden. Ist ja heute schon Teilweise ein Problem. Der Treiber müsste ja dann irgendwie auf den Adapter drauf.
Was für ein Gerät ist es denn?
 
Nilson schrieb:
Ist ja heute schon Teilweise ein Problem. Der Treiber müsste ja dann irgendwie auf den Adapter drauf.

Nicht rauf, sondern upgedatet werden.
Im praktischen Fall: Es bringt dir nichts, wenn du heute einen Treiber für Windows XP hast, der wird nicht auf Win10 laufen.

Desswegen der Vorschlag eine Fallback-Lösung zu haben. Mir fällt da eben z.B eine serielle Schnittstelle ein, da man dazu im Extremfall für egal welches Betriebssystem einfach einen passenden Microcontroller kauft, und den zu einem X->Serial Adapter programmiert.

Sowas ist nicht schwer, und wenn man ein cooles altes Gadget wiederbeleben will ist das die kleinste Hürde. Akkus bzw. Battieren sind wsl. schwieriger.
 
Vergiß es, für den von dir genannten Zeithorizont zu planen. Vor 30 Jahren hat man nicht einmal gewußt, was USB sein soll.
 
Nilson schrieb:
Den COM-Port gab es schon in den 1980er Jahren. Und selbst heute gibt es noch Adapter X auf COM.
Ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster: So weit wie USB verbreitet ist, sollte es in den nächsten 40 Jahren aussterben, so wird es passende Adapter geben.

Den Com Port gibt es seit einer Ewigkeit.

Die RS-232-Schnittstelle (oft auch COM-Schnittstelle oder V.24 genannt) wurde in den 1960er Jahren hauptsächlich für Einsatzbereiche in der Telekommunikation (z.B. Fernschreiber, später Modems) und EDV (zur Anbindung von Terminals an Mainframes) entwickelt. Die letzte Aktualisierung der Spezifikationen der RS-232-Schnittstelle erfolgte 1997.

Also USB in welcher Form auch immer sollte schon 40 Jahre überleben.
Auch wenn USB dann nicht mehr Aktuelle ist, aber die Com Schnittstelle ist es auch heute nicht mehr, aber man kann den Com Port immer noch verwenden.
 
Ich würde auch eher auf einfache Technik setzen, wenn diese 40 Jahre halten soll ... und da gehört USB definiert nicht zu. Treiber-Support ist ein Thema, Haltbarkeit bei USB ein anderes. Eine einfache serielle Schnittstelle dürfte hier zukunftssicherer sein...

Bei meinem PC-Board muss ich extra die Kompatibilität zu "antiquierten USB-Schnittstellen"(!) aktivieren ... sonst nix USB 1.(0/1). Was gibt es heute noch an USB 1.1? Wenig. Eher ältere Sachen. Was wird es in 5 Jahre noch neu an USB 1.1 geben? In 10 Jahren? ... was wird es in 10 Jahren an USB-C geben? Gerade USB entwickelt sich ja doch recht zügig. Ob man in 40 Jahren noch einen Adapter für USB-C auf USB-xyz findet? Ich bezweifel es ganz stark! Vermutlich benötigt man dann ein halbes dutzend Adapter um den USB-C-Port erreichen zu können .. ;)
 
XY-Problem.

Was ist das für ein Gerät?
Was soll das Gerät machen?
Das Gerät soll Einstellungs/Konfigurationsdateien lesen und schreiben, richtig? Sollen diese Dateien auf ein herausnehmbares Medium geschrieben werden, oder soll man sich via Funk/Kabel mit dem Gerät verbinden?
 
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wie heisst es so schön?
vorhersagen sind schwierig, speziell wenn sie die zukunft betreffen.

aber ich schließe mich an: das, was nummer sicher am nächsten kommt, ist jedenfalls eine spielart der klassischen seriellen.

was das problem von adaptern allgemein ist, als beispiel usb auf com, ist die zeitkritische kompenente.
eine "echte" com hängt an einem hardware interrupt, d.h eignet sich für zeitkritische anwendungen.

aber wenn das dann am usb emuliert wird, war es das dann mit definierten reaktionszeiten. aus, vorbei.
 
Wenn der Threadhersteller nichts konkretes fragt - siehe #14 dann kann er sich prinzipiell ja über Lifycycle Management, Embedded Geräte und "Industrie" Varianten und Hersteller Informieren.

Die verschiedenen RS232/RS485, USB, Ethernet, CAN-Bus haben verschiedene Anwendungsprofile und Garantien. Der Hype bei "Industrie 4.0" und 5G betrifft zB die drahtlose Chip zu Chip Kommunikation bei der dann die böse fehleranfällige Verkabelung entfällt.
Die Funklizenzen der entsprechenden Funkbänder sind aber nicht über 40 Jahre vergeben - aktuell lt. BnetzA wohl nur bis max. 2040.

Bei Chips / Computerplatinen sind 10 Jahre Verfügbarkeit der Hardwarekomponenten Standard im Embedded Bereich.
Solange das Protokoll ausreichend dokumentiert ist, sind längere Supporzeiten kein Problem - der Linux Kernel unterstützt bereits diverse Industrieprotokolle + Geräte und inzwischen wohl ~20 Jahre Support via SLTS/ CIP.
Im genannten Zeitraum laufen vielleicht auch Schutzpatente aus, die einem Nachbau entgegenstehen könnten. Im Hobby/Makerbereich gibt es jetzt schon relativ viel Prototyping, PCB und Chipdesign auf FPGAs.
 
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