"Verfettung" von Windows verhindern

leboef schrieb:
Habt ihr Strategien, die so eine "Verfettung" verhindern? Ich werde in den nächsten Tagen ein neues System aufsetzen. Es wäre schön, ausnahmsweise einmal ein System zu haben, dass ich nach einem Jahr nicht neu aufsetzen möchte.

  1. Installiere Windows 10 mit der aktuellst verfügbaren Version. Dies vermeidet, dass gleich im Anschluss größere Feature-Updates geladen werden müssen und sich der Neuinstallations-Vorgang dadurch insgesamt deutlich verzögert, wodurch sich eine Windows-10-Installation langatmiger darstellen könnte, als sie es eigentlich ist.
  2. Achte darauf, stets einigermaßen performante Hardwarevoraussetzungen zu schaffen. Also beispielsweise für Office mind. 8 GB RAM und als Systemdatenträger eine SSD, keine HDD, sowie als CPU keine der Atoms oder Celerons.
  3. Vermeide jegliche Tunig- und Optimierungstools für Windows! Diese vergrößern das Konfliktpotential erheblich und sorgen im Laufe der Nutzungsmonate für mehr Probleme als Verbesserungen! Nutze stattdessen die windowsinterne Datenträgerbereinigung, schließe dabei die Systemdateien explizit mit ein!
  4. Vermeide Drittanbieter-Virenscanner, Security Suites, usw. Für sie gilt ähnliches wie unter 3.), außerdem sind sie oft für Fehler bei laufenden Windows-Updates mitverantwortlich, wenn sie währenddessen im Hintergrund weiter laufen! Weniger ist mehr!
  5. Wähle die benötigten Programme sorgsam aus und lade sie aus ihren Originalquellen herunter! Zum sorgsamen Auswählen gehört, sich vor dem Download z.B. im Web zu informieren, ob die anvisierte Software z.B. bekanntermaßen Adware huckepack trägt. Ebenfalls können falsche Downloadquellen für Ad- oder Malwarebefall sorgen.
  6. Jegliche Infektion mit Ad-/Malware kann ein System nachhaltig schädigen und für viele Folgeprobleme verantwortlich sein, selbst dann, wenn man die Schad-Software vermeintlich wieder entfernt zu haben glaubt! Ein Schutzkonzept gegen Infektionen ist also für ein jahrelang stabil laufendes System absolut elementar!
  7. Fertige regelmäßig Sicherungsimages der Installation an und lege diese extern ab, verbunden mit einem externen Notfallstartmedium (z.B. bootfähig vorbereiteter USB-Stick), sodass Du im Falle eines Falles sehr schnell wieder das bekannte, stabil und schnell laufende System zur Verfügung hast, sollte doch mal etwas schief gelaufen sein!
  8. Installiere nur wirklich benötigte Programme! Dies verringert Konflikt- wie Angriffsfläche gleichermaßen. Wenn Du Programme testen willst, verwende einen separaten Test-PC oder unter Beachtung aller Sicherheitsvorkehrungen eine VM. Sicherheitsvorkehrungen meint hier u.a., auch in einer VM bitte keine Malware oder Software aus fragwürdigen Quellen auszuführen, z.B. aus Neugierde, etc.
  9. Bei Anzeichen für Hardwaredefekte (z.B. SSD oder HDD mit entsprechenden Symptomen), tausche diese zeitnah aus und lass es nicht lange in diesem Zustand weiter laufen -- Du verschenkst sonst lediglich Zeit und die Probleme bleiben ggf. über längere Abschnitte mit einem unzuverlässig/träge etc. laufenden Betriebssystem bestehen.
 
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leboef schrieb:
Das Problem dürfte jeder hier kennen: nach einer frischen Installation ist Windows wunderbar schnell und zuverlässig. Doch mit der Zeit wird es immer mehr zu einem übergewichtigen Asthmatiker, der so wirkt, als müsste er ständig Tonnen von Gewicht hinter sich her ziehen.
Joa, da hab ich noch so ne dunkle Erinnerung dran, zu XP Zeiten...
Mein (10 Jahre alter) Laptop dagegen wurde noch nie neuinstalliert. Kam mit Win7, Upgrade auf 8, Upgrade auf 10, läuft immer noch flott und reicht im Alltag für alles.

Solange man das System nicht verbastelt und hin und wieder den Autostart aufräumt, läuft Windows mittlerweile dauerhaft sehr schnell.
 
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Einer der größten Errungenschaften von W10 vs. XP/7/8

Eigentlich ist schon alles gesagt was man machen kann.
Ich bin vor einiger Zeit mal unter Einstellungen/Apps und habe alles rausgeworfen, was ich lange nicht benutzt habe. Das gleiche mit Autostart...

Mein größter Resourcenfresser ist Chrome - aber auch nur weil ich meist 50-100 tabs offenhabe
 
Installiere Programme zum Ausprobieren/Testen oder welche, die Du nur wenige Male brauchst, in einer VM, z.B. Hyper-V von Windows und in dem Hauptsystem nur die Sachen, die Du definitiv oft nutzt.
 
mein Windows 7 wurde vor 10 Jahren installiert, viel genutzt und getestet, aber läuft immer noch
wie am ersten Tag. Windows 10 auf dem gleichen Rechner läuft nicht wirklich schneller.
 
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leboef schrieb:
Habt ihr Strategien, die so eine "Verfettung" verhindern?
Ja, ich installiere nur sparsam zusätzliche Software, denn diese "Verfettung" kommt durch die selbst installierten Programme, die zusätzliche Dienste, Hintergrundaufgaben und Autostarts ins System einbringen. Wenn Du also verhindern willst, dass Windows "Verfettet", dann installiere nach der Installation von Windows einfach keine Software - schon hast Du das Problem sehr nachhaltig gelöst.

Regelmässige Systempflege, bei der gelegentlich auch mal der Autostart und die Microsoftfremden Dienste aufgeräumt und ungenutzte Programme deinstalliert werden, hilft ebenfalls. Dazu noch eine ebenfalls regelmässige Datenträgerbereinigung, schon bleibt Windows auch mit installierten Programmen schnell und bläht sich nicht unnötig auf.
 
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leboef schrieb:
Das Problem dürfte jeder hier kennen: nach einer frischen Installation ist Windows wunderbar schnell und zuverlässig. Doch mit der Zeit wird es immer mehr zu einem übergewichtigen Asthmatiker, der so wirkt, als müsste er ständig Tonnen von Gewicht hinter sich her ziehen.
Ich weiß zwar nicht was du mit der Kiste so anstellst, aber ich kenne das Problem zumindest unter Windows 10 nicht. Die letzte Neuinstallation (in Form von Windows zurücksetzen) habe ich nicht gemacht weil Windows zu langsam war, sondern weil ich zu faul war aufzuräumen und einfach eine frische Installation wollte.

Ich installiere aber auch grundsätzlich keine Optimierungs- oder Privacy-Tools. Bei Installationen nehme ich auch im Normalfall die benutzerdefinierte Variante wenn verfügbar. Vor allem wenn irgendwelche seltsamen Installer (Liebe Grüße an Chip und Softonic) zum Einsatz kommen bewahrt einen das vor Adware und ähnlichem Schrott. In Bezug auf Sicherheit beschränke ich mich auf die von Microsoft bereitgestellten Tools und selbstverständlich ist die UAC auf höchste Stufe geschaltet.

Zur Sicherheit (falls doch mal Neuinstallation oder Reset nötig werden) halte ich aber System/Programme sowie Spiele und persönliche Daten jeweils auf eigenen physischen Datenträgern.

Meine Systempflege besteht vor allem in der regelmäßigen Nutzung der Datenträgerbereinigung und der Deinstallation von Programmen die einfach nur nutzlos auf der Platte herumlungern. Zusätzliche Tools installiere ich auch nicht im voraus, sondern erst dann wenn sie wirklich gebraucht werden. Zu oft werden Sachen im voraus installiert auf die man eigentlich auch verzichten könnte.
 
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Windows 10 kommt bereits zu Beginn schwergewichtig daher und ich entferne eingangs direkt Produkteigenschaften, die ich nicht benötige und unnötig Ressourcen binden. Außerdem nutze ich Windows mit lokalem Konto.
 
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Ja, Windows "verfettet" schon von ganz alleine. Ohne das man da großartig was installiert. Dazu ist in dem Ding schon viel zuviel kaputt.
Warum in "%WINDIR%\System32\config\systemprofile\AppData\Local" tausende leerer tmp.Ordner angelegt werden weiß man bis heute auch noch nicht so genau.
Positiv gesehen, sie tragen nicht zur Verfettung des Systems bei.
 
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Hi,

nein, Windows "verfettet" nicht von alleine, jedenfalls kein aktuelles Windows 10.

Wenn schon so viel kaputt ist kann man nur empfehlen: nutzt es nicht.

VG,
Mad
 
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Mein Win10 ist derzeit bei 24gb und wurde 2015 damals mit dem ersten Build installiert. Seitdem nur Upgrades gemacht. Systemwiederherstellung scheint da auch reinzuspielen, die hab ich an.

Früher hat mein Win7 auch zwischen 20-30gb gependelt. Von daher mache ich mir keine Gedanken.


Wichtig ist für mich:
Hintergrundprozesse gering halten bzw. Autostart & Aufgabenplanung clean halten. Dann läuft Windows wie am ersten Tag.

edit
Windows hat auch nen Hardwaretausch von Intel nach AMD problemlos überlebt (2015 gabs noch keinen Ryzen). :-P
 
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Die Frage ist doch, woran man überhaupt festmachen will, daß Windows angeblich "verfettet".

Solange das Ding schnell hochfährt und auch nach der Anmeldung schnell bereitsteht bin ich absolut zufrieden. Selbst wenn da irgendwo ein paar meiner Ansicht nach nutzlose tmp-Ordner sein sollten, warum sollte ich mich daran stören? Wenn Microsoft meint, daß diese Ordner an der Stelle da sein müssen, dann ist das eben so. Ich muß nicht die Hintergründe jeder kleinen Detaillösung verstehen.

Alles was ich will ist, daß das System das tut was es soll. Solange das gegeben ist bin ich zufrieden.
 
leboef schrieb:
Das Problem dürfte jeder hier kennen: nach einer frischen Installation ist Windows wunderbar schnell und zuverlässig. Doch mit der Zeit wird es immer mehr zu einem übergewichtigen Asthmatiker, der so wirkt, als müsste er ständig Tonnen von Gewicht hinter sich her ziehen.
nö, ist nicht der fall. Bis vista war es merkbar, ab win7 nicht mehr.
was du meinst sind die vielen tools/games/zusätze, die DU herunterlädst und installierst... jede installation eines schlecht programmierten tools/game/anwendung hinterlässt in den startoptionen von windows einträge, die, je nach dem, das starten verzögert.... aber das system wird dadurch garantiert nicht langsamer...
das solltest du aber selber merken, als fotospezi sowieso.
 
leboef schrieb:
Das Problem dürfte jeder hier kennen: nach einer frischen Installation ist Windows wunderbar schnell und zuverlässig. Doch mit der Zeit wird es immer mehr zu einem übergewichtigen Asthmatiker,
Klarer Fall - das Problem sitzt vor dem Monitor.

Unter 9x ist das weniger aufgefallen. Aber das XP im Büro wurde 13 bevor es von der Handware dahingerafft wurde (das private erwischte es mit 10). Die waren am Ende so schnell wie zu Beginn. Und sie haben leiden müssen mit Installationen und Deinstallationen.

Im Büro habe ich keinen Rechner mehr, nie Vista und 7 verdauen müssen, aber auch nicht 10, ich schleppe das Schlepptop mit passender Soft mit die optimal geschnitzt ist. Und schon 6 ist. Die zweite Kiste daheim ist 5. und beides 10 (auf Basis 8.0/8.1) läuft wie am Anfang, Neuinstallation? Maximal eine Image das einem HW-Versagen entgegentreten muss.

Träge wird WIN wie jedes Betriebssystem nur wenn es einfach zu viel aufgeladen bekommt. Es wurde schon klar erwähnt - den Autostart muss man im Auge behalten.
Dass man mit Müllsoftware und faulen Treibern WIN an den Karren fahren kann ist auch nichts Neues. Nur - siehe oben: das ist eben Gewalt gegen das System. Behandelt man es anständig rennt es - und rennt, und rennt, und rennt…

CN8
 
leboef schrieb:
Das Problem dürfte jeder hier kennen: nach einer frischen Installation ist Windows wunderbar schnell und zuverlässig. Doch mit der Zeit wird es immer mehr zu einem übergewichtigen Asthmatiker, der so wirkt, als müsste er ständig Tonnen von Gewicht hinter sich her ziehen.

Bei aller Selbstdisziplin, bei der man etwa nur die Sachen installieren, die man auch nutzt - Windows wird scheinbar ohne eigenes Zutun im Laufe der Zeit trotzdem immer schwerer und träger. Klar, Finger weg von Share-/ Nagware etc.. Aber dann gibt es noch trotzdem die Dienste, die nach und nach durch 3rd-Party Installationen im Hintergrund landen und das System verlangsamen. Als Spieler muss man z.B. damit leben, dass ein Kopierschutz im Hintergrund zwangsinstalliert wird. Der EPIC-Store etwa zieht ständig an der Prozessorleistung. Dazu kommen Zwangsupdates, Treiberleichen, unnötiger Ballast in der Registry, Und Manches mehr.

Habt ihr Strategien, die so eine "Verfettung" verhindern? Ich werde in den nächsten Tagen ein neues System aufsetzen. Es wäre schön, ausnahmsweise einmal ein System zu haben, dass ich nach einem Jahr nicht neu aufsetzen möchte.
Nö, ich kenne diese urban Legend, habe davon aber nie was "in the wild" erleben können.

Meine ich damit ich hab nie einen Rechner gesehen, der mit Bloatware im Autostart zugemüllt war? Nein. Aber das ist nicht "verfetten" und schon gar nicht von selber. Wenn der User mehrere sich gegenseitig totbeißende Virenscanner, Browserbars, "Optimierer" und Launcher in eine Ram-seitig unterausgestattete XP-Kiste kippt dann läuft die halt genau so: ständig am auslagern und daher ungemein träge. Ich gehe davon aus genau daher kam diese Mär.

"Finger weg von Share-/ Nagware"
Wieso ist Shareware böse? Shareware ist was gutes und hat mit dem Thema genau -0 zu tun.

"Dienste, die nach und nach durch 3rd-Party Installationen im Hintergrund landen und das System verlangsamen."
99.99% der Dienste verbrauchen nichts von einem heutigen Prozessor. Mein aktuelles System läuft gerade seit dem 15.04., dazwischen ein paar Hibernating-Pausen. Also ca. 110 Stunden = 6600 Minuten = 396000 Sekunden (wird momentan auch zum Homeoffice genutzt) Dabei haben sich angesammelt:
Leerlaufprozess: 1624 Minuten Prozessorlast.
Firefox: 12 Minuten
Die 2 dicksten SVCHOST: je 30 Sekunden
3 folgenden SVCHOST: je 5-6 Sekunden
die restlichen 50 SVCHOST: 0 Sekunden

"Zwangsupdates"
Wird nicht zu Lastspitzen ausgeführt. Eigentlich sogar nur in Zeiten des Leerlaufs. Und das wird auch nicht immer schlimmer, wie suggeriert.

"Treiberleichen"
Belegen Plattenplatz, sonst nichts

"unnötiger Ballast in der Registry"
Belegen minimalen Plattenplatz, sonst nichts. Eine Registry wird nicht "langsamer" nur weil viele Einträge darin sind.

"Und Manches mehr."
Was?
 
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