Verschiedene Fragen zu Aktien und Dividenden

Klar da hast du natürlich recht. Der Freibetrag ist allerdings auch so ein deutsches Ding, in Österreich gibt's den z. B. nicht. (Ich wohne aber nicht in Österrreich, hab also die 801€ :))
Ich befürchte allerdings, dass unsere im Bereich Wirtschaft und Finanzen äußerst kompetenten Politiker den Freibetrag bald auch kippen könnten, mit der Begründung, es gäbe doch eh keine Zinsen. Das der auch für Dividenden gilt ist egal, außerdem "ist das eh nur was für Reiche" (kann ich mir gut aus dem Mund eines SPD-Politikers vorstellen).

Tatsächlich müsste man ja 400.000€ auf einem Tagesgeldkonto haben um bei 0,2% Zinsen den Freibetrag als Single komplett zu nutzen, und da die SPD grad eh schon an der Abgeltungssteuer rumspielt...

Die Sache bei meiner Investitionsstrategie ist die: Ich plane, nie zu verkaufen (weder Einzelaktien, noch ETFs), außer ein Unternehmen passt überhaupt nicht mehr (Geschäftsmodell komplett geändert, Dividendenstreichung, Politik mischt sich zu sehr ein :rolleyes: etc.). Daher muss ich eigentlich nie Steuern auf Kursgewinne zahlen, sondern nur auf Dividenden.

Klar nutzt man da anfangs den Freibetrag nicht ganz aus, sondern erst Jahr für Jahr immer mehr (wenn man denn kontinuierlich investiert), aber so schlimm finde ich das nicht.
 
also mit dem Kauf von Tesla anfang der Woche habe ich bis jetzt erstmal nichts verkehrt gemacht :D
 
Bist du der Kaufempfehlung von Goldman Sachs gefolgt oder war das Zufall?

Naja, ich wünsch dir, dass das Kursziel hält, unrealistisch ist es ja nicht auch wenn ichs immer noch überbewertet finde.
 
Es war meine eigene Strategie.
Ich zitiere mich mal (Post #172 vom letzten Sonntag)
Und genau da setzt meine Strategie an. Ich kaufe Aktien nach einem stärkeren Rücksetzer und warte bis sie wieder 5% bis 10% gestiegen sind und verkaufe dann.
 
Naja, gerade bei Tesla wurde immer von den Banken die die Kapialerhöhungen belegten, zuvor Kaufempfehlungen ausgesprochen, da mag sich jeder selbst seinen Teil zu denken. Klar sollte sein, dass es bei der sportlichen Bewertung die Risiken der Tesla Aktien enorm sind und das ganze nichts mit solidem Investment in Aktien zu tun hat, sondern pures Zocken ist, aber bei der Strategie immer noch Rücksetzern zu kaufen, ist das wohl generell auch so beabsichtigt.
 
Die "Strategie" ist genauso gut, wie beim Roulette immer auf rot zu setzen. Kann funktionieren, muss aber nicht :D
 
feynman schrieb:
Die "Strategie" ist genauso gut, wie beim Roulette immer auf rot zu setzen. Kann funktionieren, muss aber nicht :D

Ohne Risiko gehts auch an der Börse meiner Meinung nach nicht. Jedenfalls nicht wenn ich eine hohe Rendite anstrebe und das muss einem klar sein.

Gerade Tesla ist da ein schönes Beispiel, das Unternehmen wird wahrscheinlich bis 2020 keinen Gewinn verbuchen können bzw. ob die jemals Gewinn machen ist fraglich, aber sie sind eben der Pionier auf dem Gebiet der Elektrofahrzeuge und sofern sich die Technik durchsetzt, wird Tesla sehr gut da stehen.
 
Natürlich geht's nicht ohne Risiko. Dafür kannst du aber selbst bestimmen, wie viel du im worst case verlierst.
 
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feynman schrieb:
Die "Strategie" ist genauso gut, wie beim Roulette immer auf rot zu setzen. Kann funktionieren, muss aber nicht :D

Welche funktioniert, wenn man bei Verlust den Einsatz verdoppelt, sofern man genug Geld hat und das Casino kein Limit zulässt :P (also funktionierts in der Praxis nicht)

Wobei man beim Casino wenigstens genaue Gewinn-/Verlustwahrscheinlichkeiten hat, auf der Börse nicht. (allerdings sind die Verlustwahrscheinlichkeiten beim Casino natürlich gegen den Spieler ausgelegt)
 
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Naja, im besten Falle kannst du am Markt und damit an der Börse partizipieren, indem du dem Unternehmen, in das du investiert hast, zum Erfolg verhilfst ;)
 
feynman schrieb:
Die "Strategie" ist genauso gut, wie beim Roulette immer auf rot zu setzen. Kann funktionieren, muss aber nicht :D
so ein Quatsch, die Wahrscheinlich für Rot liegt bei knapp unter 50% (wegen der Null).
Und jetzt schau dir mal die Kurse eines wirtschaftlich soliden Konzerns an, der einen kleinen Rücksetzer hat. Wie oft hat der Kurs innerhalb von 3 Monaten wieder mindestens 10% zugelegt?
Die Quote dafür liegt, bei denen Unternehmen die ich beobachte, bei 80-90%.

Natürlich kann mal ein größerer Crash kommen, aber dann geht jeder Kurs nach unten. Danach aber auch wieder steil nach oben, siehe Anfang des Jahres.
 
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Das ist deine Erfahrung die auf deinen Beobachtungen basiert, aber sicherlich keine Gesetzmäßigkeit beschreibt.

Ich kenn Unternehmen, die hatten mal einen Kurs von 120, sanken innerhalb weniger Wochen auf 60 und dann weiter runter auf 30. (Das war vor einigen Jahren. Der Kurs heute ist auf ~11 (war zwischenzeitlich wieder auf 30, aber dann kommts eben darauf an wann man eingestiegen ist bei der Abwärtsspirale).

Hättest du mit 60 gekauft, hättest du nie eine Rückwärtsbewegung gehabt. Bei 30 hättest du nie Gewinn gehabt. Es gibt sehr wohl Unternehmen die nach einer Korrektur nicht mehr zurück schwenken sondern seitwärts gehen oder sogar leicht abwärts.
Und auch nach einem Crash steigt nicht jeder Kurs wieder.
 
Spacy Boy schrieb:
Naja, im besten Falle kannst du am Markt und damit an der Börse partizipieren, indem du dem Unternehmen, in das du investiert hast, zum Erfolg verhilfst ;)
So ein Quatsch, oder hast Du genug Milliarden um da wirklich etwas zu bewegen? Außerdem bekommen ja beim Kauf von Aktien an der Börse eben nicht die Unternemen des Geld, sondern die Alteigentümer der Aktien. Ausnahmen sind hier nur Kaptialerhöhungen und zuweilen IPOs, wenn damit eine KE einhergeht.

Zum Thema ob man bei fallenden Kursen einsteigen sollte, muss man immer genau betrachten warum die Kurse so gefallen sind. Da gibt es eben viele unterschiedliche Gründe die auch nicht immer klar sein müssen und es gilt immer noch der alte Spruch nicht in ein fallendes Messer zu greifen.

Zu Tesla erinnere ich nur mal an Fisker, die Pioniere sind eben auch längst nicht immer am Ende die erfolgreichsten Konzerne und verschwinden oft genug sogar wieder von der Bildfläche.
 
Holt schrieb:
So ein Quatsch, oder hast Du genug Milliarden um da wirklich etwas zu bewegen? Außerdem bekommen ja beim Kauf von Aktien an der Börse eben nicht die Unternemen des Geld, sondern die Alteigentümer der Aktien. Ausnahmen sind hier nur Kaptialerhöhungen und zuweilen IPOs, wenn damit eine KE einhergeht.
Über den Tellerrand hinausschauen soll ab und zu auch helfen ;). Neben stumpfem Kaufen gibt es noch andere Möglichkeiten ;).
Ergänzung ()

Basti__1990 schrieb:
Es war meine eigene Strategie.
Ich zitiere mich mal (Post #172 vom letzten Sonntag)

Von der Idee her ist das ja nichts innovatives. Ein "Rücksetzer" ist natürlich immer relativ zu betrachten, d.h. du musst erst einmal wissen, wo der Kurs sein müsste, um sagen zu können, ob das Unternehmen unter- oder überwertet ist. Der Weg, quasi den Wert des Unternehmens zu bestimmen stellt ja die größte Herausforderung dar und einen essentiellen Teil einer Strategie dar.
 
Basti__1990 schrieb:
so ein Quatsch, die Wahrscheinlich für Rot liegt bei knapp unter 50% (wegen der Null).
Und jetzt schau dir mal die Kurse eines wirtschaftlich soliden Konzerns an, der einen kleinen Rücksetzer hat. Wie oft hat der Kurs innerhalb von 3 Monaten wieder mindestens 10% zugelegt?
Die Quote dafür liegt, bei denen Unternehmen die ich beobachte, bei 80-90%.

Natürlich kann mal ein größerer Crash kommen, aber dann geht jeder Kurs nach unten. Danach aber auch wieder steil nach oben, siehe Anfang des Jahres.

Sorry, dass ist Zocken. Und zwar ein Reinform. Deswegen auch der Vergleich zum Roulette. Das ist zwar alles nett ausgedacht, aber durch Beurteilung vergangener Kursverläufe kann man nicht auf zukünftige schließen. Vielleicht haben ja Unternehmen, deren Name mit "M" beginnt, in den letzten Jahren überdurchschnittlich performt? Da ist es dann nicht mehr weit zur Esoterik, auch "technische Analyse" genannt.

Aber mach das ruhig mal ein paar Jahre. Aber sei dann bitte auch ehrlich zu dir selbst und bewerte wie du im Vergleich zum Markt abgeschnitten hast (nach Steuern und Transaktionskosten). Und wenn es gut lief, bilde dir nicht ein, dass es an deiner "Strategie" lag. Das war dann einfach nur Glück.

An sich spricht ja auch nichts dagegen zu zocken. Nur sollte man sich dessen dann schon auch bewusst sein.
 
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Naja, im Grunde hat er Recht, die Kursverläufe der Vergangenheit beinhalten keine Information die auf die Zukunft schließen lassen. Da kann man noch soviele Kurven interpolieren und Geraden reinlegen oder irgendwelche Muster suchen...

Die Kurve an sich kann allerdings die Aufmerksamkeit auf eine Aktie lenken.
 
Too big to fail und Ausnahmen bestätigen die Regel. Nur weil es ums Geld geht muss man es doch nicht so kompliziert machen :D
 
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