Verständnisfrage: 3TB Kapazität/HDD an einem Asus Crosshair IV voll nutzbar?

Arno Nimus

Commander
Registriert
Feb. 2008
Beiträge
2.178
Hallo zusammen,

Bei mir steht nach längerer Zeit mal wieder der Kauf einer neuen HDD an!

Kann ich 3 TB Kapatzität mit Windows 7 x64, an enem Asus Crosshair IV (neuestes Bios) unter Verwendung von GPT Partiotionierung (Datenträgerverwaltung) voll nutzen, oder ist dafür zwingend ein UEFI-Bios notwendig?

Ich weiss, dass dieses Thema schon öfters besprochen wurde (auch hier im Forum) aber die Antworten sind aus meiner Sicht nicht eindeutig und unmissverständlich!

Daher frage ich vorsichtshalber nochmal nach, bevor ich eine ungünstige Kaufentscheidung treffe...
 
Zuletzt bearbeitet:
Solange du nicht von der 3TB HDD Booten willst, also sie nur als Datenplatte nutzt, kannst du die volle kapazität mit hilfe von GPT nutzen.

Nur wenn du von der 3TB HDD Booten möchtest, wäre zwingend UEFI nötig.
 
Hallo Arno Nimus,

es spricht nichts dagegen, dass du eine 3 TB Platte vollständig mit deinem Board nutzen kannst. Selbst wenn das BIOS beim POST nicht die volle Kapazität erkennt, so kann Windows über den Treiber dennoch auf die gesamte Kapazität zugreifen. Entsprechend wichtig ist ein aktueller AHCI-Treiber, der kein 32-Bit LBA Limit hat (veraltete Treiber bergen die Gefahr von Datenverlust sobald Daten über eine gewisse Kapazitätsmarke geschrieben werden!). Also entweder den aktuellen proprietären AMD-AHCI-Treiber (direkt von der AMD-Webseite laden und nicht von der Webseite von ASUS; die sind in der Regel uralt) oder den Standard-AHCI-Treiber von Microsoft verwenden.

Am besten testest du deshalb vor der Nutzung der Platte, dass die Adressierung richtig funktioniert. Ein äußerst simpler Test stellt die von Ernst@at beschriebene Interpretation des Zugriffsmusters dar. Man kann sich auch den Verlauf der Transferrate anschauen (ist für das ungeübte Auge leichter zu erkennen), aber die Prüfung des Zugriffsmusters geht zum einen schneller und ist zum anderen zuverlässiger (da hier keine Bandbreitenlimitierungen durch unterschiedlich schnelle Schnittstellen möglich sind, die die Fehladressierung verschleiern können)

UEFI ist nur notwendig, wenn du von der 3 TB Platte booten möchtest. Davon würde ich sowieso eher abraten, da die RED eher als Datenlager konzipiert ist und aufgrund der sehr schlechten Zugriffszeiten als Systemlaufwerk kaum taugt.

Einen Disk-Unlocker brauchst du nicht bei Win7 x64. Windows bringt schon alles notwendige mit.

/Edit
Warum hast du deinen Eröffnungsbeitrag nachträglich so stark gekürzt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo ihr beiden,

Das sind ja gute Nachrichten. Ich hatte schon befürchtet, dass es nicht funktioniert. Nun kann ich nur noch hoffen, dass die 3TB HDD auch von meinem Fantec MR-35u3 einwandfrei gelesen werden kann bzw. von diesem Unterstützt wird (laut Aussagen im Fantec-Forum anscheinend ja) dann wäre alles prima!

Vielen Dank für die aufschlussreichen Antworten und speziell auch für die Hinweise mit dem AHCI Treiber (es wird eh mal höchste Zeit, dass ich dessen Aktualität überprüfe, ich schätze schon, dass es da mittlerweile bei AMD eine aktuellere Version gibt) und für den Link zu dem Sentinel-Programm (damit man nicht Daten auf das Laufwerk schreibt, die hinterher verloren gehen!)

Booten möchten ich von dem Laufwerk nicht (ist eine reine Datensicherungsplatte bzw. zur Archivierung) Das BS und sämtliche Programme (inklusive Spiele) liegen seit gut 3 Jahren auf einer SSD!

Madnex schrieb:
/Edit
Warum hast du deinen Eröffnungsbeitrag nachträglich so stark gekürzt?

Habe den Beitrag auf das Wesentliche verkürzt und alles was nicht zur eigentlichen Frage gehört, rausgenommen, auch weil ich hier im Forum über Jahre die Erfahrung gemacht habe, dass man oft keine oder kaum Antworten erhält, wenn man zu sehr vom Thema abschweift bzw. das Eröffnungsposting zu umfassend gestaltet!

Ich hatte allerdings erst nach dem Editieren mitbekommen, dass ich den Beitrag vorher überhaupt schon abgeschickt hatte (hab ich wohl, ohne es zu merken, den falschen Button gedrückt) sonst hätte ich es so gelassen, wie es zuerst war...

Aber eure Antworten waren wirklich SEHR hilfreich (war schon drauf und dran die 2TB-Variante zu bestellen)

Vielen Dank dafür nochmals... :)
 
Arno Nimus schrieb:
Nun kann ich nur noch hoffen, dass die 3TB HDD auch von meinem Fantec MR-35u3 einwandfrei gelesen werden kann bzw. von diesem Unterstützt wird (laut Aussagen im Fantec-Forum anscheinend ja) dann wäre alles prima!
Hier musst du aufpassen. Externe Festplattengehäuse emulieren gerne über die Firmware des Bridge-Chips 4 KiB Sektoren (entweder generell oder ab einer bestimmten Festplattenkapazität). Das bedeutet, sollte der Bridge-Chip mal kaputt gehen, dass du die Festplatte nicht einfach ausbauen und intern anschließen kannst, um an die Daten ran zu kommen.

So gut wie alle heutigen Festplatten haben tatsächlich 4 KiB Sektoren, emulieren aber eine Sektorgröße von 512 Bytes. Das wird aus Kompatibilitätsgründen zu älteren, auf Low-Level-Ebene zugreifenden Programmen und dem BIOS gemacht. Um Festplatten mit mehr als 2 TiB mittels MBR vollständig nutzen zu können, also auch unter WinXP, wird bei externen Festplatten in der Regel eine erneute Emulation zurück auf 4 KiB Sektoren durchgeführt.

Du solltest dich mal erkundigen, ob das dein Gehäuse macht. Da Win7 das GPT-Partitionsschema unterstützt, ist das nicht notwendig.

Arno Nimus schrieb:
und für den Link zu dem Sentinel-Programm (damit man nicht Daten auf das Laufwerk schreibt, die hinterher verloren gehen!)
Der Benchmark der Zugriffszeit ist nicht Bestandteil von HDSentinel sondern von HD-Tune Pro. HDSentinel zeigt bei Ungereimtheiten aber direkt eine Warnung an.

/Edit
Übrigens hat der AHCI-Treiber beim Betreiben der Festplatte über die USB-Schnittstelle nichts damit zu tun. Ich bin davon ausgegangen, dass du sie intern anschließen möchtest. Ein Test auf Fehladressierung solltest du trotzdem durchführen. Denn manche externen Festplattengehäuse haben erst nach einem Firmware-Update gelernt mit 2 TiB+ Festplatten umzugehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beschrieben wird die Platte über einen internen Wechselrahmen im PC, der über den normalen SATA-Controller auf dem Mainboard angebunden ist (also genauso wie die normal intern verbauten HDDs. Aber ich nutze sie (ausschliesslich lesend) auch an dem besagten Fantec MR-35U3.

Wird das dennoch zum Problem?

So wie ich dich verstanden habe, besteht das Problem erst dann, wenn man die HDD über dieses externe Gehäuse auch beschreibt, oder?!

Für das MR-35u3 bzw. dessen Controller gibt es sogar ein Firmwareupdate. Ich werde es wohl allein deshalb schon einspielen, da ich mit der aktuellen Temperaturgrenze, wo der Lüfter auf halber Drehzahl anspringt (40° C) sowie der Temperatur für die volle Drehzahl (erst 45°C) und auch der Zeit, nachdem das Gehäuse bei Nichtnutzung der Platte diese in den Ruhemodus schickt, nicht zufrieden bin (10 min sind mir zu kurz) und man dies über die Ini-Datei anpassen kann <- bevor man das FW-Update einspielt) Möglicherweise wird dadurch auch die Kompatiblität zu grösseren Festplatten verbessert. (dummerweise sind für solche FW-Update einfach keine Changelogs zu finden, es ist schon schwierig genug, sie überhaupt aufzutreiben)

Auf der Fantec-HP steht zu diesem Gehäuse, dass es mit jeder 3,5"-HDD umgehen kann (von einer Kapazitätsgrenze, nur bis 2 TB etc. ist dort zumindest keine Rede!)

Du solltest dich mal erkundigen, ob das dein Gehäuse macht. Da Win7 das GPT-Partitionsschema unterstützt, ist das nicht notwendig.

Bin mir nicht ganz sicher, ob ich diesen Satz richtig verstanden habe? Was genau ist nicht notwendig?

Kann es sein, dass das externe Gehäuse ein Problem mit GPT-Partitionierung oder beim Lesen von 4K-Sektoren hat?

Ich habe schon recherchiert (zu dem Gehäuse bezüglich 3TB Support) Aber man findet kaum etwas wirklich "überzeugendes" dazu (Dass man das Gefühl hätte, dass die Leute, die darüber schreiben es mit Sicherheit wüssten und bestätigen können!)

Wahrscheinlich wird man ins kalte Wasser springen und es selbst ausprobieren müssen (mit dem externen Gehäuse, meine ich!)

Eventl. wäre es doch weiser, vorsorglich die 2TB-Version der Red zu kaufen? Nicht dass es hinterher zu bösen Überraschungen kommt...?!
 
Arno Nimus schrieb:
Bin mir nicht ganz sicher, ob ich diesen Satz richtig verstanden habe? Was genau ist nicht notwendig?

Windows 7 kann GPT lesen, daher wären die 4K nicht nötig meint Madnex.
Diese 4K emulation bräuchte man nur wenn man zb Windows XP verwendet, was ja kein GPT lesen kann. Denn dann wären trotz MBR die gesamten 3TB unter XP verfügbar.
 
Ah, ok, verstehe, danke für die Erklärung! :-)

Dann bleibt jetzt nur noch die Frage der Kompatiblität zum besagten Fantec MR-35U3 (ich muss da nochmal genauer recherchieren, eventl. finde ich zu dem Thema doch noch etwas übers Googlen oder gar über Rezensionen zu dem Gehäuse!)
 
Arno Nimus schrieb:
Beschrieben wird die Platte über einen internen Wechselrahmen im PC, der über den normalen SATA-Controller auf dem Mainboard angebunden ist (also genauso wie die normal intern verbauten HDDs. Aber ich nutze sie (ausschliesslich lesend) auch an dem besagten Fantec MR-35U3.

Wird das dennoch zum Problem?
Ja, das kann zum Problem werden. Das ist abhängig davon, ob das Fantec tatsächlich eine 4k-Emulation durchführt (wovon ich ausgehe, da auch WinXP ohne irgendwelche Einschränkungen als unterstütztes Betriebssystem genannt wird).

Gehen wir mal davon aus, dass das Fantec tatsächlich 4 KiB Sektoren emuliert. Initialisierst und formatierst du die Festplatte im Fantec, wird die Partition und das Dateisystem nicht mehr erkannt, wenn du die Festplatte intern bzw. über den Wechselrahmen anschließt (ebenso andersherum). Der Bridge-Chip des Fantec Gehäuses sorgt dafür, dass das Betriebssystem meint, dass das Laufwerk 4 KiB Sektoren besitzt. Schiebst du die Festplatte in den Wechselrahmen, um sie intern zu betreiben, fehlt diese Emulationsschicht, und das Betriebssystem erkennt eine Festplatte mit einer Sektorgröße von 512 Bytes. Die Adressen der Sektoren sind plötzlich also andere und die zuvor geschriebenen Daten (was auch für die Verwaltungsinformationen der Partitionen und des Dateisystems gilt) sind nicht mehr zu finden.

Frage am besten mal im Support-Forum von Fantec nach, ob dieses externe Festplattengehäuse eine 4k-Emulation durchführt und wenn ja, ob es möglich ist eine Firmware ohne diese Emulation zu bekommen. Schildere einfach was du vor hast, dass du die Festplatte wechselweise intern und im Fantec Gehäuse betreiben möchtest. Ich hoffe nur, dass die Support-Mitarbeiter diese Problematik kennen.

Arno Nimus schrieb:
Eventl. wäre es doch weiser, vorsorglich die 2TB-Version der Red zu kaufen? Nicht dass es hinterher zu bösen Überraschungen kommt...?!
Unter Umständen kannst du auch bei einer 2 TB Platte dieses Problem haben. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob die 4k-Emulation erst ab einer bestimmten Festplattenkapazität aktiviert wird oder generell aktiviert ist.
 
Also sowohl bei meinem Gehäuse mit Genesys Logic chip, als auch beim anderen Gehäuse mit ASMedia chip wird erst bei über 2TB die 4K emulation aktiviert.

Gibt von manchen Herstellern aber auch extra Firmwares die zb ohne 4K emulation sind.
Zb von Silverstone
Die lassen sich meist natürlich auch bei anderen Gehäusen mit gleichem Chip verwenden. Aber man sollte natürlich nicht zu viel experimentieren
http://www.silverstonetek.com/product.php? pid=310&area=de#tab5

EDIT: Auf der Internetseite von Fantec gibts ein Firmware update für das MR-35U3. Das hat ja scheinbar einen LucidPort USB300 Chip. Da ist mir zumindest nix bekannt dass es da ne emulation geben würde. Ich hab eine Docking Station mit USB300 chip, und die hat zb auch keine emulation auf 4K
http://www.fantec.de/produkte/speic...fantec_mr_35u3_externer_35_hdd_wechselrahmen/
 
Zuletzt bearbeitet:
Erstmal erneuten Dank für euer sichtliches Bemühen um Aufklärung und generell für euer Engagement (ist man hier sonst nicht unbedingt gewohnt, daher bin ich besonders erfreut darüber!) ;-)

Ich glaube ich muss die Situation bei mir noch mal detailliert beschreiben, da ich wie ich jetzt sehe, das oben versäumt hatte:

1. Bislang habe ich 2x HD204UI verwendet (bis dato in beiden Geräten ohne erkennbare Probleme)
2. Die farbrikneuen HDDs wurden in den Wechselrahmen im PC eingeführt, initialisiert (PC-Neustart) und über die Datenträgerverwaltung von Win 7 x64 via MBR standardmässig partitioniert und formatiert (ich ändere dabei nichts an den Voreinstellungen, abgesehen davon, dass ich das Häkchen bei "Schnellformatierung" entferne, weil ich denke, dass eine langsame Formatierung der Laufwerke für selbige besser ist, auch wenn es ungleich länger dauert!) Auch teile ich die Festplatten nicht mehr länger in mehrere Patitionen auf!
3. Hinterher prüfe ich die Cluster mit "HD Tune Pro" auf defekte Sektoren (das dauert ca. nochmal so lange wie die langesame Formatierung) Bisher hatte ich bei meinen HDDs nie irgendwelche Defekte und auch im Nachhinein keinerlei Datenverlust.
4. Die Laufwerke werden dann am PC im Wechselrahmen nach und nach mit Daten gefüllt.
5. Wenn sie voll beschrieben sind, entferne ich sie und verwende sie fortan nur noch in dem besagten externen Gehäuse (Fantec MR-35U3) auch, weil ich dann eine neue HDD für den Wechselrahmen kaufe und dieser somit wiederum belegt ist!
6. Da das MR-35U3 über eine USB 3.0 Schnittstelle verfügt, ebenso wie mein Mainboard auch und ich somit Daten mit seq. Transferraten/Geschwindigkeiten von ~ 100 MB (lesend und schreibend) übertragen kann, ist das auch kein Problem, falls ich doch mal etwas an den Daten auf dem Laufwerk nachträglich ändern muss/will oder diese Daten am PC benötige!
7. Auf diese Art hatte ich bisher zum Glück niemals irgendwelche Probleme! (mit den besagten HD204UI von Samsung)
8. Ob das Gehäuse 4K-Sektoren tatsächlich emuliert bzw. dort eine solche Emulationsschicht anlegt (auch wenn die HDD bereits vorher am PC partitioniert, formatiert und voll beschrieben wurde?) kann ich natürlich nicht einschätzen (würde dann wohl bedeuten, dass ich diese Laufwerke, würde ich sie jetzt wieder im PC nutzen wollen, dort nicht mehr initialisiert bzw. die Partitionen nicht mehr länger erkannt werden?) Gibt es denn eventl. irgendeine Möglichkeit, das gefahrlos (für die Daten auf den HDDs) zu überprüfen? (ob der Controller tatsächlich 4K Sektoren emuliert?)

Alles ziemlich verwirrend und krude, diese Konzeption! (vor allem da Hersteller von entsprechenden Gehäusen diese wichtigen Infos zurückhalten und über sowas in den Produktspezifikationen kein einziges Wort verloren wird!)

Ich habe hier für das Fantec MR-35U3 ein Firmwareupdate liegen (noch nicht eingespielt) mit der Bezeichnung "lucidport usb 2580", das wohl mit dem Gehäuse bzw. vielmehr dessen Controller kompatibel, jedoch neuer sein soll, als jenes (LucidPort USB300 Rev2) das Fantec auf seiner HP anbietet (und man kann vor dem Einspielen wie oben bereits geschrieben, die Temperaturschwelle für den die beiden Lüftergeschwindigkeiten über die ini-Datei anpassen, ebenso wie das Zeitintervall für den Ruhezustand der HDD!) Leider findet man auch keine Angaben über Emulierung von 4K-Sektoren in der Beschreibung zu dieser Firmware (zumindest konnte ich keine finden!)

Wozu würdet ihr raten bzw. für welche HDD würdet ihr euch in meinem Fall entscheiden?

Gibt es hinsichtlich der 4-Sektoren Unterschiede zwischen HDDs von Samsung und Western Digital?

Ihr habt oben angemerkt, dass die 4K-Emulierung ggf. erst bei Laufwerken > 2TB von dem Controller angewendet wird?

Bedeutet dies, dass so ein Gehäuse HDDs mit >2TB ansonsten nicht lesen kann? (bzw. die Daten die darüber hinausgehen?)

Oder warum wird von diesen Controllern sonst ggf. überhaupt die 4K-Emulationsschicht angelegt?

Im Zweifelsfall müsste ich wohl ein ensprechendes 3TB-Laufwerk erstmal mit beiden Gehäusen (im PC im Wechselrahmen UND danach im externen Gehäuse) ohne Daten oder nur mit Dummy-Files testen um festzustellen, ob die Daten dort beim Wechsel der Gehäuse noch sicher sind? (das Worst-Case-Szenario wäre es ja, die Festplatte voll zu schreiben und dann beim Wechel auf das Gehäuse sämtliche Daten zu verlieren!)

Ich habe bisher nur folgende Aussage dazu gefunden, die aber letztlich wohl auch nichts in Bezug auf das besagte (möglichen) 4K-Emulations-Problem klärt:

http://www.fantec-forum.de/index.php?page=Thread&threadID=467

Ich habe versucht, der Diskussion zu folgen, komme aber ehrlich gesagt vom Verständnis her auch nicht mehr ganz hinterher. (Spätestens an der Stelle, wo einer schreibt, seine per GPT am Win 7 x64 PC partitionierte 3TB HDD würde sowohl im PC als auch am MR-35U3 erkannt werden, könne aber bei Letzterem keine Partition erkennen <- irgendwie ein Widerspruch in sich selbst, nach meinem Verständnis) Vielleicht kann jemand von euch es ja besser interpretieren, als ich, ob man das Gehäuse nun wechselseitig (PC<->Fantec MR-35U3) gefahrlos mit 3TB-HDDs nutzen kann oder nicht...
 
@Arno Nimus
Warum fragst du nicht einfach im Support-Forum von Fantec nach, wie es damit aussieht? Der Thread, zu dem du verlinkt hast, ist jedenfalls schon relativ alt und mittlerweile sollten die Erkenntnisse der Support-Mitarbeiter bezüglich des 2 TiB+ Themas auch weitreichender sein.

Ihr habt oben angemerkt, dass die 4K-Emulierung ggf. erst bei Laufwerken > 2TB von dem Controller angewendet wird?

Bedeutet dies, dass so ein Gehäuse HDDs mit >2TB ansonsten nicht lesen kann? (bzw. die Daten die darüber hinausgehen?)
Ja. Abhängig davon, wo die Festplatte initialisiert wurde (ob intern oder extern im Festplattengehäuse), wird die Formatierung der Festplatte (Partition, Dateisystem) nicht mehr erkannt, wenn sie an den anderen Anschluss umgesteckt wird.

Oder warum wird von diesen Controllern sonst ggf. überhaupt die 4K-Emulationsschicht angelegt?
Aus Kompatibilitätsgründen zu älteren Betriebssystemen, die das GPT-Partitionsschema nicht unterstützten (wie z.B. Windows XP).

Alle "nackten" Festplatten melden derzeit dem Betriebssystem eine Sektorgröße von 512 Bytes (auch, wenn sie tatsächlich 4096 Bytes beträgt). Mit dem MBR-Partitionsschema sind hiermit bis zu 2 TiB (2,2 TB) verwaltbar. Bei größeren Festplatten ist deshalb zwingend das GPT-Partitionsschema notwendig, um die volle Kapazität nutzen zu können. Das unterstützen ältere Betriebssysteme, wie Windows XP, aber nicht.

Um auch mit dem MBR-Partitionsschema, und somit auch unter älteren Betriebssystemen, Festplatten mit mehr als 2 TiB verwalten zu können, bedient man sich des Tricks die Sektorgröße auf 4096 Bytes zu erhöhen (in diesem Fall durch den Bridge-Chip emuliert). Dadurch lassen sich mit dem MBR bis zu 16 TiB verwalten.

Gibt es denn eventl. irgendeine Möglichkeit, das gefahrlos (für die Daten auf den HDDs) zu überprüfen? (ob der Controller tatsächlich 4K Sektoren emuliert?)
3 TB Platte besorgen und ausprobieren oder im Support Forum von Fantec nachfragen.

Unter Windows 7 kann mit dem Konsolenbefehl "fsutil fsinfo ntfsinfo <Laufwerksbuchstabe>:" überprüfen, welche Sektorgröße dem Betriebssystem gemeldet werden. Wurde die Festplatte aber schon an einem anderen Anschluss initialisiert und formatiert, merkt man es sowieso, da die Partitionen entweder erkannt oder nicht erkannt werden.

/Edit
Den Beitrag habe ich etwas unter Zeitdruck verfasst. Sollte ich auf etwas eingegangen sein, dass du dir schon selbst beantwortet hast, nimm es mir bitte nicht übel.
 
Madnex schrieb:
Unter Windows 7 kann mit dem Konsolenbefehl "fsutil fsinfo ntfsinfo <Laufwerksbuchstabe>:" überprüfen, welche Sektorgröße dem Betriebssystem gemeldet werden. Wurde die Festplatte aber schon an einem anderen Anschluss initialisiert und formatiert, merkt man es sowieso, da die Partitionen entweder erkannt oder nicht erkannt werden.

Besser noch wäre wmic diskdrive get bytespersector,model

fsutil zeigts ja nur bei NTFS partitionen.

Code:
08.03.2013 18:25:22 |C:\Users\Win8-User>wmic diskdrive get bytespersector,model
BytesPerSector  Model
512             ST33000651AS
512             WDC WD20 EARS-00MVWB0 USB Device
512             ST3000DM001-9YN166
512             ST33000651AS
512             Hitachi HDT721010SLA360 USB Device
512             WDC WD5000BEVT-00ZAT SCSI Disk Device
1024            Samsung S2 Portable USB Device
512             SAMSUNG SSD 830 Series
512             ST3000DM001-9YN166
4096            Freecom USB Memory USB Device
​
 
Madnex schrieb:
@Arno Nimus
Warum fragst du nicht einfach im Support-Forum von Fantec nach, wie es damit aussieht? Der Thread, zu dem du verlinkt hast, ist jedenfalls schon relativ alt und mittlerweile sollten die Erkenntnisse der Support-Mitarbeiter bezüglich des 2 TiB+ Themas auch weitreichender sein.

Du hast recht: Der Moderator dort (Lars) scheint auch ziemlich kompetent zu sein. Es wurde von ihm (in einem anderen Topic dort) auch bereits klargestellt, dass das MR-35U3 grundsätzlich auf jeden Fall mit Festplatten bis 4TB umgehen kann. Es fragt sich jetzt nur noch, ob es auch entsprechende Partitionen solcher HDDs erkennt, die am PC erstellt und formatiert wurden!

Das muss ich noch herausfinden...

Madnex schrieb:
Ja. Abhängig davon, wo die Festplatte initialisiert wurde (ob intern oder extern im Festplattengehäuse), wird die Formatierung der Festplatte (Partition, Dateisystem) nicht mehr erkannt, wenn sie an den anderen Anschluss umgesteckt wird.

Es ist also sicher, dass die 3TB HDD, wenn ich sie am PC (mit GPT natürlich) partitioniere und formatiere, sie am MR-35U3 nicht mehr erkannt wird? Falls ja, scheidet ein solches Laufwerk für mich definitiv aus!

Madnex schrieb:
Aus Kompatibilitätsgründen zu älteren Betriebssystemen, die das GPT-Partitionsschema nicht unterstützten (wie z.B. Windows XP).

Verstehe...

Madnex schrieb:
Alle "nackten" Festplatten melden derzeit dem Betriebssystem eine Sektorgröße von 512 Bytes (auch, wenn sie tatsächlich 4096 Bytes beträgt). Mit dem MBR-Partitionsschema sind hiermit bis zu 2 TiB (2,2 TB) verwaltbar. Bei größeren Festplatten ist deshalb zwingend das GPT-Partitionsschema notwendig, um die volle Kapazität nutzen zu können. Das unterstützen ältere Betriebssysteme, wie Windows XP, aber nicht.

Um auch mit dem MBR-Partitionsschema, und somit auch unter älteren Betriebssystemen, Festplatten mit mehr als 2 TiB verwalten zu können, bedient man sich des Tricks die Sektorgröße auf 4096 Bytes zu erhöhen (in diesem Fall durch den Bridge-Chip emuliert). Dadurch lassen sich mit dem MBR bis zu 16 TiB verwalten.

Alles klar, jetzt verstehe ich es besser. Danke für die Aufklärung...

Madnex schrieb:
3 TB Platte besorgen und ausprobieren oder im Support Forum von Fantec nachfragen.

Ich frage lieber im Fantec-Forum nach, denn wenn ich so ein Laufwerk kaufe, und sich dann herausstellt, dass die Partition vom MR-35U3 (oder anderen Geräten, an die ich es ebenfalls anschliessen könnte!) nicht erkannt wird, dann dürfte es schwer werden, diese hinterher noch umzutauschen bzw. möchte ich auch nicht unbedingt. Das Laufwerk wäre dann für mich aber weitestegehend unbrauchbar! (selbst wenn es zu keinem Datenverlust kommt!)

Madnex schrieb:
Unter Windows 7 kann mit dem Konsolenbefehl "fsutil fsinfo ntfsinfo <Laufwerksbuchstabe>:" überprüfen, welche Sektorgröße dem Betriebssystem gemeldet werden. Wurde die Festplatte aber schon an einem anderen Anschluss initialisiert und formatiert, merkt man es sowieso, da die Partitionen entweder erkannt oder nicht erkannt werden.

Gut zu wissen, danke für die Info!

Madnex schrieb:
/Edit
Den Beitrag habe ich etwas unter Zeitdruck verfasst. Sollte ich auf etwas eingegangen sein, dass du dir schon selbst beantwortet hast, nimm es mir bitte nicht übel.

Nein nein, das ist völlig ok, das Gefühl hatte ich nicht. Bin ganz im Gegenteil dankbar, dass du (ebenso wie @VelleX) dir die Zeit nimmst/Mühe machst es ausführlich zu erklären (selbst wenn ich doch zu einer 2TB-HDD greife, sind die dadurch gewonnenen Erkenntnisse für zukünftige entsprechende Anschaffungen ganz sicher nicht verloren oder vergebens, denn die Zeit, wenn man doch mal 3TB-Laufwerke und grösser anschafft, wird bestimmt noch kommen...) Ein bisschen schade ist es, einfach weil die 3TB-Variante halt im Vergleich doch eine Ecke günstiger ist, aber der mögliche Ärger, der mir blüht, sollte es letztlich doch nicht funktionieren bzw. das Risiko ist mir diese Einsparung letztlich dann doch nicht wert!

@VelleX:

Danke auch nochmals an dich...!
 
Arno Nimus schrieb:
Es ist also sicher, dass die 3TB HDD, wenn ich sie am PC (mit GPT natürlich) partitioniere und formatiere, sie am MR-35U3 nicht mehr erkannt wird? Falls ja, scheidet ein solches Laufwerk für mich definitiv aus!
Nicht unbedingt. Das kommt, wie bereits geschrieben, darauf an, ob das externe Gehäuse eine 4k-Emulation durchführt oder nicht. 3 TB können mittels GPT auch mit 512 Byte Sektoren verwaltet werden. Nur kann WinXP damit nichts anfangen, was die Kompatibilität zu diesem noch weit verbreiteten Betriebssystem beeinträchtigen würde.
 
Ok, dann müsste ich tatsächlich mal im Fantec-Supportforum nachfragen, ob der Bridge-Chips/Controller im MR-35U3 eine 4K-Emulierung vornimmt oder nicht (so wie ich oben VelleX verstanden habe, scheint das eher nicht der Fall zu sein, bzw. er vermutet das zumindest, aber solange das nicht sicher ist, ist es mir zu riskant) Wie gesagt ist es schwer darüber etwas in Erfahrung zu bringen. In Datenblättern zumindest konnte ich bisher rein garnichts dazu finden!

Ideal wäre es natürlich, wenn sich jemand, der dieses Gehäuse auch selbst besitzt und darin bereits 3T-HDDs verwendet hat, diesbezüglich meldet, der mit 100%-iger Sicherheit aus eigenen Erfahrungen bestätigen kann, dass es damit nicht zu dem besagten Problem kommt...
 
Zum Abschluss nochmal kurz eine kleine Rückmeldung (vielleicht hilft es dem ein oder anderen, der sich in einer ähnlichen Situation befindet und auch verunsichert ist):

Bin nun letztlich doch das Risiko eingegangen, eine 3TB WD-Red (WD30EFRX) zu kaufen und muss sagen, dass die von mir geäusserten Bedenken zum Glück unbegründet waren:

Es funktioniert alles so wie es sollte, nachdem ich die Festplatte unter Win 7 x64 via GPT/NTFS partitioniert/formatiert habe und zwar auch in dem oben (in meinem zweiten Beitrag erwähnten) externen USB3-Gehäuse Fantec MR-35u3. (wobei das sicherlich auch vom Gehäuse, bzw. dessen Controller abhängig ist, wie bereits besprochen) Habe die Platte dazu probehalber komplett befüllt und dort ausprobiert um sicher zu gehen: Die komplette Kapazität wird erkannt und es ist alles da und lässt sich auch dort lesen/abspielen, auch über andere, externe Geräte)

Somit düften in Zukunft dann wohl auch HDDs >3TB (WD hat ja für Ende dieses Jahres innerhalb der Green- und Red-Reihe HDDs mit Kapazitäten von 4 und 5TB angekündigt bzw. die Roadmap, die im Internet aufgetaucht ist, hat es offenbart, dass diese kommen sollen) kein Problem sein, schätze ich...

P.S.: der Support bei Fantec im Forum war i.Ü. weder sonderlich freundlich, geschweige denn hilfreich (man wollte mir partout eine WD-green "aufschwatzen" mit dem Hinweis, dass es mit der Red-Reihe in "normalen" Systemen angeblich Probleme geben würde oder könnte und reagierte dann fast schon beleidigt/persönlich betroffen, weil ich mich darauf nicht einlassen bzw. gemäss meinem Gefühl und dem was ich anderswo vielfältig las/hörte nicht einlassen wollte: Wie im Kindergarten... <- dort werde ich gemäss solcher Eindrücke/Erfahrungen in Zukunft somit sicherlich nicht mehr fragen/posten!) :rolleyes:
 
Alternate 1
Zurück
Oben