Verständnisfrage SSD (und USB)

eklipse

Lieutenant
Registriert
Juni 2007
Beiträge
702
Hintergrund:
Ich verwende eine SSD (M.2) in einem externen USB Gehäuse. Die SSD unterstützt TRIM/UNMAP. Das USB-Gehäuse/Controller unterstützt dies aber nicht.
Die SSD wird für gelegentliche Fernsehaufzeichnungen am Sat-Reciever verwendet, und ist nun zu etwa 90% belegt. Der Inhalt der SSD wird nun nicht mehr benötigt und kann gelöscht werden, um Platz für neue Aufnahmen zu machen. Es ist hierbei NICHT nötig, den Inhalt unwiederherstellbar zu löschen, da die SSD sowieso wieder mit Aufzeichnungen voll geschrieben wird.
Bei der Suche habe ich immer nur (paranoide) Dinge wie Secure-Erase gefunden, nichts was mit einfachen Löschen zu tun hat.


Frage-1:
Unter der Voraussetzung, dass ich die SSD im USB-Gehäuse belasse, also keine Unterstützung für TRIM vorhanden ist...
wie lösche ich den Inhalt der SSD, damit es für die SSD am Besten ist.?
  • Die Dateien einfach in den Papierkorb werfen, und diesen anschließend löschen.
  • Die Dateien direkt löschen.
  • Eine Schnellformatierung durchführen.
  • Eine normale Formatierung durchführen.
  • Oder einfach neu Partitionieren.



Frage-2:
Sollte ich die SSD einmal irgendwann für das Löschen ausbauen und intern im Computer dafür verbauen, ist ja eine TRIM/UNMAP-Unterstützung gegeben.
Was wäre dann die bevorzugte Methode, um die SSD für den Speichercontroller in einen „optimalen“ Zustand zu versetzen.
  • Die Dateien einfach in den Papierkorb werfen, und diesen anschließend löschen.
  • Die Dateien direkt löschen.
  • Eine Schnellformatierung durchführen.
  • Eine normale Formatierung durchführen.
  • Einfach neu Partitionieren.
  • Oder wäre es sinnvoll das Samsung eigene Herstellertool "Magican" zu verwenden. Wobei ich es eigentlich nur dann installieren würde, wenn es wirklich einen sinnvollen Mehrwert bietet. Ansonsten würde ich gerne auf die Installation desgleichen verzichten.



Frage-3 (In Bezug auf Frage 2):
Wie lange sollte ich die SSD (Samsung 860-evo, 500GB) dann am Rechner etwa laufen lassen, damit der Controller seine Schäfchen alle wieder ordentlich „zusammengesammelt“ hat. Ist eine halbe Stunde ausreichend.?


Besten Dank. Gruß
eklipse
 
eklipse schrieb:
… Die SSD wird für gelegentliche Fernsehaufzeichnungen am Sat-Reciever verwendet, und ist nun zu etwa 90% belegt. Der Inhalt der SSD wird nun nicht mehr benötigt und kann gelöscht werden, um Platz für neue Aufnahmen zu machen. Es ist hierbei NICHT nötig, den Inhalt unwiederherstellbar zu löschen, da die SSD sowieso wieder mit Aufzeichnungen voll geschrieben wird. …

F1 - Schnellformatierung ´leert´ sie.
F2 & F3 erübrigt sich mit Ausführung von F1
 
eklipse schrieb:
Das USB-Gehäuse/Controller unterstützt dies aber nicht.
Hast Du das mal mit dem Tool TrimCheck geprüft? Es muss auf die externe SSD kopiert und dort ausgeführt werden. Man lässt es zweimal laufen, beim ersten mal wird die Testdatei erzeugt und gelöscht, beim zweiten mal wird geschaut ob TRIM funktioniert hat.
eklipse schrieb:
Frage-1:
Unter der Voraussetzung, dass ich die SSD im USB-Gehäuse belasse, also keine Unterstützung für TRIM vorhanden ist...
wie lösche ich den Inhalt der SSD, damit es für die SSD am Besten ist.?
  • Die Dateien einfach in den Papierkorb werfen, und diesen anschließend löschen.
  • Die Dateien direkt löschen.
  • Eine Schnellformatierung durchführen.
Egal, mache wie es Dir gefällt.
eklipse schrieb:
  • Eine normale Formatierung durchführen.
  • Oder einfach neu Partitionieren.
Beides ist wenig sinnvoll.

eklipse schrieb:
Frage-2:
Sollte ich die SSD einmal irgendwann für das Löschen ausbauen und intern im Computer dafür verbauen, ist ja eine TRIM/UNMAP-Unterstützung gegeben.
Das ist unnötig, TRIM verhindert nur, dass die Schreibraten ggf. einfallen, aber die SSD hat einen Pseudo-SLC Schreibcache, den kann sie immer schnell beschreiben wenn vorher genug Zeit war ihn zu löschen und so hohe Schreibraten werden bei der Aufzeichnung doch gar nicht benötigt, schau mal wie große die Dateien bei welche Länge des Videos sind, dann kannst Du Dir das ja leicht selbst ausrechnen. Das die SSD wegen fehlenden TRIM je so langsam wird das sie selbst diese Schreibrate nicht mehr schafft, glaube ich kaum. Aber wenn doch, dann interne anschließen und ein Schnellformat machen, dabei trimmt Windows die ganze Partition.
 
Es handelt sich bei dem Gehäuse um ein Delock Externes Gehäuse 2 x M.2 Key B mit dem Chipsatz Asmedia ASM1352R.

Ich habe im Internet danach gesucht, aber keine wirkliche Aussage darüber gefunden, was den TRIM/UNMAP Support angeht. Schließlich habe ich die Firma Delock kontaktiert, und gefragt wie es denn aussieht. Laut Aussage des Supports unterstützt der Chipsatz kein TRIM. Ich habe dann weitere Versuche, an Informationen zu kommen, aufgegeben.

Aber den Hinweis auf TrimCheck werde ich mal nachgehen.
Wobei sich mir die Frage stellt, was dafür nehmen.?
Das vorhandene Win7x64 (SP1) oder besser Win10x64 (1909). Irgendwo habe ich noch eine übrige Festplatte, wo ich notfalls das Windows 10 draufbügeln könnte, sollte es dafür besser geeignet sein.
 
Der ASM1352R ist ein Dual-SATA Chip mit RAID Modus, da wundert es mich nicht, dass der kein TRIM unterstützt, da dies im RAID nochmal komplizierter ist. Ich haben eine Samsung T5 Portable 1TB, die unterstützt TRIM problemlos, wie ich mit Win 8.1 auch gerade erst getestet haben. Ob Win 7 dies auch tut, weiß ich nicht, aber im Januar endet der Support dafür sowieso, dann sollte man es auch nicht mehr nutzen, zumindest nicht auf Rechnern die mit dem Internet verbunden sind.
 
OK. Danke.
Ich werde mir den Versuch mit TrimCheck dann sparen, und die Sache dann einfach per Schnellformatierung lösen.



Ich habe damals beim Kauf des Gehäuses nicht an TRIM-Funktionalität gedacht. An alles hat man gedacht, nur nicht daran.

Die allermeisten externen SSDs und 2.5" Gehäuse haben leider keinen seperaten Stromanschluß. Und sie ziehen im Extremfall halt mehr, als die Spezifikation des Sat-Recievers mit 500mA für den USB2-Port hergibt. Bei einen Computer hätte ich mir da keine Gedanken gemacht. Aber bei anderen Elektrogeräten wie Fernseher oder Sat-Reciever war ich mir damals nicht sicher, und bin es auch heute nicht wirklich, ob diese dauerhaft mehr hergeben als die Spezifikation erlaubt. Und ein Risiko (Defekt) wollte ich vermeiden.

Da blieb damals nicht viel Auswahl übrig. Und so viel die Wahl auf das besagte Gehäuse. Es ist auch nicht schlecht, und funktioniert soweit ganz gut. Nur mit dem vernünftigen Löschen der Dateien da bin ich mit meinem Latein am Ende. Werde das Problem dann jetzt, wie vorgeschlagen, mit der Schnellformatierung lösen.


Nochmals Danke. Gruß
eklipse
 
Zuletzt bearbeitet:
eklipse schrieb:
Ich werde mir den Versuch mit TrimCheck dann sparen
Probiere es doch trotzdem mit Timcheck, kostet doch nichts und bringt Gewissheit. Wenn nur eine SSD drin ist und damit kein RAID, dann kann es ja trotzdem funktionieren. Das Test ist doch schnell gemacht, viel schneller als die SSD da auszubauen.
eklipse schrieb:
Die allermeisten externen SSDs und 2.5" Gehäuse haben leider keinen seperaten Stromanschluß. Und sie ziehen im Extremfall halt mehr, als die Spezifikation des Sat-Recievers mit 500mA für den USB2-Port hergibt.
Das ist ein Problem, aber bei einem Gehäuse für zwei SSD gedacht ist, muss es sowieso über ein Netzteil betrieben werden, dann dafür reicht der Strom den ein USB Port mindestens liefern können muss, nämlich 900mA (mehr ist immer nur optional), sowieso nie aus. Die Alternative wäre gewesen die SSD über einen aktiven USB Hub, also einen USB Hub mit eigenem Netzteil zu betreiben, die sind bzgl. der Leistungsaufnahme der Port i.d.R. extrem tolerant.
 
Ok. Dann werde ich TrimCheck bei Gelegenheit testen.

Bezüglich USB-Hub. Das habe ich damals auch in Erwägung gezogen. Wenn man dann aber bei der Suche nach passenden Hub auf Artikel wie "Rückspeisung" und "Beschädigung des Rechners/Ports" wegen fehlender Dioden/Schutzschaltungen bei den Hubs stößt...
Technische Daten/Aussagen zu den einzelnen Geräten sind sowieso Mangelware. Man muß die Hersteller also einzeln anschreiben, und hoffen, dass man eine kompetente Antwort bekommt...
Kurz gesagt: Wenn einem ständig nur Steine in den Weg gelegt werden, verliert man irgendwann die Lust, sich weiter darauf (aktive Hubs) einzulassen.
 
Rückspeisung kannst Du aber auch vom USB Gehäusen mit eigenem Netzteil erleben und ob man darüber mehr Informationen bekommt?
 
Zurück
Oben