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Wäre es nicht möglich, die GPU so modular zu machen wie CPU+RAM+MB?
Das heißt, man kauft sich ein GPU-MB, dazu den Chip(auf den Sockel) die Shader VRAM (auf RAM-Anschlüsse) etc.
Ich denke, die Entwicklungssprünge und Generationenwechsel bei Grafikkarten sind sehr viel kürzer als bei Mainboards und CPUs. Damit würde sich innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit das Design des Grafikkarten-Schaltungs-Layoutes und damit des "Grafikkarten-Mainboards" sowie auch des Sockel zum eigentlichem "GPU-Chip" ändern müssen. Vorteile eines modularen Konzeptes, wie die Weiterverwendung des "Grafikkarten-Mainboards" würden daher nicht zum Tragen kommen. Im Gegenteil die Sockel-Technik verteuert das Produkt und ist auch weniger robust und benötigt mehr Platz als festverlötete, unmodulare Lösungen.
Die Kühllösung muss für den Chip passen, die Menge des Speichers muss zu den Leitungen am Chip passen, die Geschwindigkeit muss zum Chip passen und am allerwichtigsten: die Spannungsversorgung muss passen.
bei deiner "idee" müsste die Spannungsversorgung auf 300Watt ausgelegt sein um ausreichend zu sein für unterschiedliche Chips. Für kleinere Chips würde das aber nur die Kosten erhöhen und die Effizienz verringern.
Gleichzeitig ist mit Kontakproblemen zu rechnen die durch gesockelte chips auftreten können, vor allem bei den enormen Datenübertragunsraten bei Grafikkarten. Und als letztes Problem: Die GPU müsste mehrere Speichercontroller integriert haben um die unterschiedlichen Speichertypen zu benutzen. Wenn nur der schnellste unterstützt wird, treibt das die Kosten viel zu hoch für low-mid Klasse karten.
also: Hirngespinst ohne Sinn
Erweiterbaren Speicher für Grafikkarten gab es vor langer Zeit mal, das war so um das Jahr 1995.
Zu den Zeiten hat sich deutlich weniger im Bereich Grafikkarte getan und obwohl die Teile keinerlei aktive oder passive Kühlung brauchten, waren die Erweiterungen sogar ziemlich einfach, aber dennoch wurde es kaum genutzt.
Ich vermute mal, das man sich aus dem Grunde auch davon distanziert hat.
Ansonsten hat rg88 das schon gut beschrieben, aktuelle Grafikkarten sind meist schon relativ groß und vollgestopft mit Chips, Controllern und dem ganzen Krempel, um das ganze dann noch modular zu machen, müsste irgendwo auch noch Platz für alles sein.
erweiterbarer speicher ist immer Langsam
Sockel kosten auch nur unnötig Geld und kann wenig Strom.
bei ner CPU sind inzwischen hunderte Pins nur für die Stromversorgung zuständig.
besser wäre es (und das wird so kommen) wenn CPU und RAM fest verlötet wären.
Das wiederum bezweifle ich. Es wandert immer mehr Technik in die CPU (bspl. SoC). Die Chips werden dadurch aber auch fehleranfälliger. Eher wird man Mainboards wieder über mehrere Generationen benutzen und die neuen Schnittstellen kommen durch eine neue CPU (wenn mechanisch kompatibel). Der Vorteil von großen Desktopboards ist ja gerade die Erweiterbarkeit und Austauschfähigkeit. Wenn festverlötet würde es bis auf die besseren Kühlmöglichkeiten keine Argumente mehr pro Desktop geben, nur noch Notebooks bzw. Notebooktechnik
Heute schon verwenden viele ITX Boards. Eine CPU wird doch auch schon eher weniger gewechselt. Also eigentlich gibt es keine Gründe, das Gros nicht mit verlöteter CPU herzustellen.
Die Möglichkeit der Anfangskonfiguration machts aus. Die Auswahl wäre dann bei 2-3 verschiedenen CPUs, da kein Hersteller auf gut Glück 50 verschiedene Versionen seiner Boards herstellen wird.
Also i3 Dual 2GHz mit 4GB, i5 Quad 2,5GHz mit 8GB, i7 QuadHT 3Ghz mit 16GB. Tolle Auswahl. Dann kann ich gleich zu Apple gehen, wenn ich nicht aufrüstbare verlötete Hardware haben will ohne sie an meine Bedürfnisse anzupassen.
Warum die niedrigen Taktraten: Weil sonst 1-2 Drittel der Dies in den Müll wandern würden, also braucht man eine Taktrate die möglichst viele Chips erreichen bei halbwegs anständiger Leistung.
Und ITX ist und bleibt eine Nische. OEMs lassen sich eigene Boards designen und für den Massenmarkt der ITX einsetzen würde reicht meist auch ein Notebook oder Notebooktechnik