Verzwicktes Heimnetzwerk per WLAN verbinden. Idee so machbar?

matzi1009

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Hallo liebe Community.

Ausgangssituation ist folgende:

Wohnzimmer: Fritzbox 6360 Kabel Deutschland, PC per LAN an Fritzbox und noch einige andere Geräte per LAN und WLAn aber die sind egal. konzentrieren will ich mich auf das wesentliche

Heimkino: Mediaplayer ( Qnap HS-251) mit Festplatte und einige anderen Geräte

Ich will zwischen dem PC und dem Mediaplayer Daten hin und her schieben. In der Regel von PC zu Mediaplayer und das möglichst mit hoher Transferrate und das ganz ohne Kabel durch die Wohnung zu verlegen.

Da die Fritzbox auch im 5 Ghz netz nur 300 Mbit/s schafft ( entspricht im aller idealsten Fall ca 37 MB/sek) und das Qnap absolut nicht mit dem empfohlenen USB-Wlan Stick richtig zusammen arbeiten will ( zieht sich erst eine IP, wenn man in MyNas auf dem Qnap geht und ich will ja ned immer Maus und Tastatur am NAS dran haben) bin ich auf folgenden Idee gekommen.

An der Fritzbox WLan ausschalten. Einen AVM Repeater 1750E per LAN Kabel an die Fritzbox dran. Dieser dient quasi als WLAN Empfänger an der Fritzbox. Einen 2. AVM 1750E in das Heimkino und dort per LAN-Kabel an das QNAP HS-251.

Und somit müsste ich doch die Geschwindigkeit voll umfänglich ausnutzen können, oder sehe ich das falsch?

Grüße
 
Steht im Heimkino als Mediaplayer. Sind ein langer Flur und 2 Türen dazwischen. Diese Türen schließen extrem dicht, da überlebt auch kein Flachkabel lange und durch Wand oder Tür oder Türrahmen bohren ist definitv keine Alternative. über all dies habe ich schon nachgedacht, daher kommt nur eine WLAN Lösung in Frage.

Und meine Frage bezieht sich eigentlich auch nur auf die technische Möglichkeit der Umsetzung. Das diese 1. überteuert und 2. unpraktikabel ist, ist mir durchaus bewusst

Grüße
 
WLAN ist Funk und wird durch die Umgebung stark beeinflusst. Dazu zählen Hindernisse wie Wände und Störquellen wie andere WLANs, Babyphone, etc. Darüberhinaus ist natürlich auch die Entfernung ein wichtiger Faktor. Abgesehen davon ist selbst unter Laborbedingungen die reale Übertragungsrate (netto) nur max ca. 50% vom Brutto. Will heißen, ein 300 Mbit/s WLAN kann maximal ca. 150 Mbit/s übertragen - im Labor.

Fazit: Du wirst niemals auch nur annähernd "die Geschwindigkeit voll umfänglich ausnutzen können".

Funk im 5 GHz Bereich wird zudem von physikalischen Hindernissen (Wänden, etc) deutlich stärker absorbiert, die Reichweite ist im Haus also in der Regel deutlich niedriger als im 2,4 GHz Frequenzband. Im Extremfall bedeutet das, dass WLAN nach 802.11n Standard auf 2,4 GHz mit 300 Mbit/s (brutto) im Haus schneller und stabiler sein kann als WLAN nach 802.11.ac auf 5 GHz mit 866 Mbit/s (brutto)


Willst du schnelle und stabile Verbindungen, kommst du de facto nicht um Kabel drumherum, keine Chance. Die Lösung, die dem wohl am nächsten käme, wäre je nach Stromnetz ein PowerLAN. Die Kabel liegen ja quasi schon. Allerdings ist auch das ein geteiltes Medium, da das Stromnetz ja nur als Datennetzwerk mißbraucht wird. Daher liegt auch da die Netto-Datenrate in etwa bei 50% vom Brutto. Ein 1200 Mbit/s PowerLAN schafft unterm Strich also maximal ca. 600 Mbit/s real, abzüglich Störquellen. Vorhersagen kann man das nicht, das muss jeder bei sich selbst ausprobieren, weil es zT auch von den Geräten im Haushalt abhängt, weil zB schlechte oder gar defekte Netzteile starke Störungen im Stromnetz verursachen können.
 
@ raijin. Vielen Dank für diese Belehrung. ja, das ist mir alles sehr klar. Aber ich kann kein Kabel hinzaubern, wo keines hingeht. Das leben ist halt nicht immer ein Idealfall.

Die Frage lautet ist meine Annahme und Umsetzung möglich. Wenn ich davon ausgehe, das im 5 Ghz netz der repeater bis zu 1300 Mbit/s schafft, abzüglich 50% wären es ja immernoch 650 Mbit/s. Lassen wir andere Störquellen mal kurz außen vor.

650 Mbit/s sind immernoch mehr als die Fritzbox von sich aus schafft ( 300 Mbit/s).

Die Frage lautet weiterhin, ist dieses technische Umsetzung so möglich. Sprich kann ich das WLAn des Routers ausschalten und stattdessen einen AVm Repeater 1750 E per LAn an die Fritzbox quasi als Empfänger der Signale anschließen?

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Repeater arbeitet dann als Access Point. Er verbindet das WLAN, das er selbst aussendet, mit seinem LAN-Port, der per Kabel zur Fritzbox (oder in einen Switch, eine Dose, etc) führt. Ja, das ist möglich. Dazu kann man prinzipiell jeden WLAN-Router benutzen und muss nicht explizit den FritzRepeater kaufen.

Statt LAN-Kabel kannst du es wie gesagt mit PowerLAN versuchen.



Du schließt LAN-Kabel zwar kategorisch aus, aber die Frage ist: Wieso? Ja, man müsste unter Umständen Löcher bohren. Und was ist da das Problem? Am Ende hättest du Netto ca. 900-950 Mbit/s per LAN statt gefühlt 100-400 Mbit/s netto per WLAN-ac. Kabel verlegen ist nicht so unmöglich wie sich viele das vorstellen. Selbst in Mietwohnungen ist das kein Thema, weil etwaige Klauseln im Mietvertrag nicht gültig sind. Bohrlöcher für Kabel sind Bestandteil einer üblichen Nutzung eines Mietobjekts.
 
Nur mit einem LAN-Kabel kannst Du problemlos und Deine hohen Transferraten erreichen, egal wie gut oder schlecht Dein WLAN ist.
LAN-Kabel ist einfach das A und O. Und einmal verlegt, Freude dran. Mit WLAN immer Ärger.
 
Der Lösungsweg ist doch ganz einfach:

Du hast drei Möglichkeiten, eine Verbindung herzustellen:
1. WLAN
2. Power-LAN
3. Kabel

Da WLAN deine erste Präferenz zu seien scheint, kaufe dir die beiden FritzBox Repeater, schließe sie an und schaue, ob die Übertragungsrate für deine Zwecke ausreicht.
Falls nicht, schicke sie zurück und kaufe dir stattdessen ein Power-LAN Set. Ich kann das von Netgear empfehlen: Netgear Powerline 1200 Kit. Schließe es an und schaue, ob die Geschwindigkeit nun ausreichend ist.
Falls nicht, weißt du nun, dass du nur mit Kabel eine ausreichende Geschwindigkeit bekommen wirsd.

Es nutzt nichts lange herumzudiskutieren, da WLAN und Power-LAN stark abhängig von den örtlichen Gegebenheiten sind. Heißt also, du musst es selbst ausprobieren.
 
@matzi

Du brauchst nicht die Repeater sondern zwei echte AccessPoints, oder die Repeater beherrschen den benötigten Bridge Modus.

In beiden APs den Bridge-Mode aktivieren und schon hast du eine exklusive Funkverbindung zwischen den beiden APs erstellt. Wenn du welche mit 5GHz nimmst, die dann auch noch Viel Durchsatz haben, kannst du eigentlich auch bestes Bild über die Verbindung anschauen.

Aber wieso nimmst du eigentlich nicht den DHCP Modus raus und vergibst dem Gerät eine feste IP?
 
So, erstmal vielen Dank für die ganzen Beratungen, Ideen und Vorschläge

@ gewehrleistung. Das mit der festen IP habe ich auch versucht, auch da verbindet es erst zum Wlan wenn ich auf MYQnap gehe. Bin da gestern Abend fast wahnsinnig geworden mit.

Ich habe mich jetzt aber nach all euren Hinweisen für den Weg des geringsten Widerstandes + geringsten Geldes entschieden.

Habe einen Repeater gekauft mit LAN Anschluss der "nur" im 2,4Ghz Netzwerk funkt. Mein WLAN bleibt auch somit im 2,4Ghz Netzwerk und wird ned auf 5 Ghz umgestellt. Die Geschwindigkeit reicht auf jeden Fall aus um den Player mit dem Smartphone zu bedienen und wenn ich Daten verschieben möchte, schmeiß ich, wie bisher, halt mal schnell das 10M lan Kabel durch die Wohnung, das ist nen Zeitaufwand von 2 Minuten und die mit Abstand günstigste Alternative.

Danke und Grüße
 
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