[Videoüberwachung] - euere Meinung?

Seid ihr generell für Videoüberwachung?

  • Ja

    Stimmen: 17 35,4%
  • Nein

    Stimmen: 29 60,4%
  • keine Ahnung

    Stimmen: 2 4,2%

  • Umfrageteilnehmer
    48
  • Umfrage geschlossen .

th3o

Admiral
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Aug. 2004
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9.056
moinsen

bevor der hakenkreuz-thread dich gemacht wird weils zu sehr off-topic wird mache ich mal einen entsprechenden thread auf.

meine meinung für den einstieg:
ich bin für videoüberwachung in bahnhöfen aller art, größeren busstationen und flughäfen.
in der stadt halte ich es hingegen für unangemessen.
 
Und wie hast Du mit Deiner Meinung bei dieser Umfrage dann abgestimmt? ;)

Videoüberwachung ist ein zweischneidiges Schwert:

Zum Einen natürlich positiv zu sehen, da sie eine gute Möglichkeit zur Aufklärung und zur Prävention von Verbrechen darstellt. Allerdings kann eine missbräuchliche Nutzung - wie immer - nicht ausgeschlossen werden. Ich bin zwar nicht paranoid, doch weiß ich nicht, ob ich mich mit dem Gedanken an permanente Beobachtung in der Öffentlichkeit anfreunden könnte. Ich glaube eher nicht. Du hast sicher Orwell gelesen... ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Zug ist doch längst abgefahren, denn Video-Überwachung an/in Bahnhöfen, Flughäfen, Tankstellen, Kaufhäusern, Straßenkreuzungen und so weiter dürfte wohl schon längst gängige Praxis sein!?
 
ich habe mit "ja" gestimmt weil ich die umfrage "generell" formuliert habe.
und wenn ich für die überwachung an den von mir genannten orten bin, kann ich schlecht "nein" sagen.

ich unterscheide bei meiner betrachtung zwischen orten wo die menschen sich nicht lange aufhalten und orten wo man gezwungenermaßen mehr zeit miteinander verbringt...und dies ist nun mal an flughäfen, bahnhöfen, u-bahn stationen eher der fall (zb durch das warten).
eine konfliktsituation entsteht kaum wenn ich einmal über die mönkebergstr. in hamburg laufe...sie würde aber vielleicht eher entstehen wenn ich 10 min in der u-bahn neben einer 10köpfigen gruppe skins warten müsste und aussehen würde wie ein typischer linker...
das ist so meine überlegung dabei.

natürlich habe ich orwell gelesen...
 
Also ich bin absolut gegen eine Überwachung von öffentlichen Plätzen. Ich sehe da keinen großen Sinn drin. Klar, wenn man alles überwachen würde, dann wäre die Welt viel sicherer. Warum bekommen wir dann keine Implantate verpasst, so dass man lückenlos unseren Aufenthaltsort überwachen kann. Und wenn man schon dabei ist...
Naja. Überwachung ist halt so ne Sache. Ich finde es eher gefährlich, wenn man den Menschen nicht mehr generell vertraut, sondern eher misstraut.

Mir wäre es lieber, wenn die Menschen etwas mehr Zivilcourage hätten und anderen, die in Not sind, helfen, anstatt wegzusehen. Das brächte meiner Meinung nach mehr. Aber das ist nur meine Meinung! ;)
 
Videoüberwachung ist ok. solange sie in Gebäuden stattfindet. Denn hier gibt es Besitzer der Gebäude, die ein Interesse haben ihr Eigentum zu schützen.
Der Spaß endet aber dort, wo ich auf öffentlichen Plätzen überwacht werde.

Wie paßt das überhaupt mit dem Grundgesetz?


Gruß
A C B
 
Es ist wirklich schwierig, aber letztendlich bin ich dagegen. Ich sehe es so wie sunny.
Wer setzt dann wo die Grenze? Jetzt lachen wir darüber wenn es heisst, irgendwann gibt es die totale Kontrolle. Aber so abwegig ist das dann gar nicht.
Klar wäre es schön, wenn man alles bewachen könnte, niemand mehr Angst haben muss. Aber um welchen Preis?
Ich weiß einfach nicht wo das dann hinführen würde!

Aber mal eine andere Frage dazu. Sollen die Kameras dazu da sein, HINTERHER Straftaten aufzuklären, oder bei direkter Ausführung einer Straftat?
Letzteres wäre eigentlich gar nicht richtig ausführbar oder?
 
Der präventive Charakter solcher Kameras sollte auch nicht außer Acht gelassen werden.


th3os Liste kann ich nur unterstützen.

Btw. sollte man sich die Aufzeichnung in der Zeitschleife vorstellen.

Aufzeichnungen, die älter als 2 Std. sind, werden automastisch überschrieben und werden ohne konkrete Straftat nicht gesichtet.

Deshalb würde ich unter diesem Aspekt auch Verbrechensschwerpunkte und öffentliche Plätze hinzuziehen wollen.

Ein aktives Eingreifen der Strafverfolgungsbehörden bei unmittelbarer Tatbegehung halte ich für illusorisch.

Gruß

olly3052
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin dafür, aus 4 Gründen:

1) Wenn eine Staatsgewalt jemanden überwachen will, schafft sie das so oder so.
2) Wenn eine private Gewalt jemanden überwachen will, schafft sie das auch. (Stalking wäre ein extrem Beispiel)
3) Werden wir eh schon an vielen Stellen überwacht (Kaufhäuser, Tankstellen, Parkhäuser, Flughäfen etc.)
4) Ist mein Gewissen noch rein genug, dass ich kein Problem damit habe, bei einem Gang über den Ernst-August-Platz in Hannover gefilmt zu werden.

Irgendwann wird es sowieso möglich sein, uns komplett aus dem All zu überwachen. (die Technik ist verdammt nah dran)

Ein aktives Eingreifen der Strafverfolgungsbehörden bei unmittelbarer Tatbegehung halte ich für illusorisch.
Ist z.B. in London üblich. Dort sind die schon "etwas weiter".

mfg Simon
 
Bestes Bsp. dafür, daß es in London nicht funktioniert hat und kann ist Dir noch im Gedächtnis?

Desweiteren steht dem mein Denkmodell eh im Wege;)

Gruß

olly3052
 
100% Überwachung ist realistisch gesehen nicht machbar.

Lücken gibt es immer und der Terror passt da durch. :rolleyes:

mfg Simon
 
Hi!
Ich bin absolut dagegen, dass alles unter dem Mantel der Terrorabwehr oder sonstiger Kriminalität immer mehr und härter überwacht wird!
Es gibt andere Lösungen für diese Probleme und isbesondere den (islamischen) Terrorismus!
cu
 
Simon schrieb:
Ich bin dafür, aus 4 Gründen:

4) Ist mein Gewissen noch rein genug, dass ich kein Problem damit habe, bei einem Gang über den Ernst-August-Platz in Hannover gefilmt zu werden.


Warum muss ich das gleich mit meinem Gewissen vereinbaren? Heißt das, wenn ich dagegen bin, daß man mich filmt auf Schritt und Tritt, das ich dann ein schlechtes Gewissen habe oder womöglich was verbrochen habe oder es vorhabe?

Ich habe nichts verbrochen, habe ein reines Gewissen und das mit 100%iger Sicherheit, und trotzdem bin ich dagegen. Oder ist das jetzt nach deiner These schwer vorstellbar?
 
Die Fortsetzung solcher Überwachung sieht man dann z.B. in "Minority Report"...
cu
 
Bin absolut dagegen, unter anderem weil dadurch keine einzige Straftat verhindert wird. Und die paar Straftaten die Weltweit durch Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen im Nachhinein aufgeklärt wurden, sind fast an einer Hand abzuzählen.

Mit dem Argument Sicherheit und Terrorvorbeugung wird zur Zeit eh viel zu viel an sinnlosen Sicherheitsmaßnahmen im Sinne von Überwachung und auf Kosten der Bewegungsfreiheit durch geboxt.

Totale Sicherheit gibt es nicht.
 
Ich bin für Kameraüberwachung, ich bin für Biometrische Daten in Ausweisen, ich bin für die Analyse des Erbgutes jedes einzelnen Menschen, ich bin für die Erfassung von genetischen Fingerabdrücken von jedem....

... das Problem ist:

1984 ist nicht über Nacht entstanden. Es ist eine Entwicklung. Die Ziele sind ehrenhaft, der Datenschutz geniesst oberste Priorität. Niemand wird morgen vom BND 24/7 elektronisch verfolgt. Aber es ist wie mit Hemmschwellen, sie sinkt langsam, aber stetig. Heute schränken wir hier etwas ein, morgen wird da ein Datensatz mehr erfasst, übermorgen bekommt dort eine weitere Instutition Befugnis zum Zugriff auf meine Daten. Was erdenklich ist, wird auch irgendwann eintreten. Atomreaktoren sind sicher, aber der Supergau wäre möglich. Flugzeuge sind sicher, aber Abstürze sind möglich. Mit 25 ist man noch jung und gesund, aber ein Schlaganfall ist möglich.

Die Frage ist nicht "Ob" sondern "Wann".
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war lezten monat für eine woche in england, oxford und london. Echt, so viele kameras habe ich nie im leben gesehen. fast jedes haus und jedes geschäft hatt eine kamera überm eingang. überall waren die dinger zu sehen. es war schon merkwürdig immer und überall gefilmt zu werden. dabei frage ich mich, wer die ganzen videomaterialien auswertet ?
 
BlackSavage schrieb:
Ich habe nichts verbrochen, habe ein reines Gewissen und das mit 100%iger Sicherheit, und trotzdem bin ich dagegen. Oder ist das jetzt nach deiner These schwer vorstellbar?
Und warum bist du dagegen?
Das wird irgendwie noch nicht so ganz deutlich.

mfg Simon
 
den thread hätte ich auch aufmachen können, aber dann wäre mir wohl wieder die paranoidität nah gelegt von dem einen oder anderen.

ich bin generell gegen videoüberwachung. mit kleinen einschränkungen.
zum einen bin ich doch n harter verfechter der grundrechte und der menschlichen würde wenn es um solche dinge geht. denn es hat nunmal hinz und kunz von irgendwo nicht zu interessieren was ich in meiner zeit tue, selbst wenn ich in der öffentlichkeit in der nase bohre oder ob ich im stehen oder sitzen pinkele um es mal deutlich zu sagen.

aber ich seh es mit einschränkungen.

an orten wie parkhäusern wo man schon oft genug von vergewaltigungen oder raubüberfällen gehört hat würde ich es für sinnvoll halten, wenn diese denn auch tatsächlich überwacht werden würden. jedoch sieht es wie man schon an hand von stichproben artigen tests rausgefunden hat in der tat eher so aus das zwar kameras in solchen parkhäusern stehen bzw hängen, diese aber nicht kontrolliert werden, oder so ungünstig hängen das sie unmöglich sämtliche bereiche einfangen, wodurch sie quasi nutzlos sind.
oder nachts an irgendwelchen haltestellen, oder so gesagt, an brennpunkten. welche auch schon auffielen.

die frage ist nur, wer kontrolliert die leute die durch die überwachung für unsere sicherheit sorgen soll(t)en.

was mir (um es mal harmlos auszudrücken) an der ganzen thematik nicht gefällt, ist die unübersichtlichkeit des ganzen, das im prinzip schon alles mögliche überwacht wird, und man keinerlei kontrolle darüber hat was über einen so an daten gesammelt wird.
das kann ja sonstwo landen. sei es in irgendwelchen einkaufsstrategischen marketing abteilungen die darüber diskutieren was der eine oder andere grade für shorts gekauft hat, bishin zu stasi ähnlichem verfahren das sogar gesprächsprotokolle geführt werden.
es hat doch keiner den absolut blassesten schimmer über möglichen missbrauch von so etwas. und wie wir alle wissen, neigen viele menschen nicht gerade dazu, an menschlichen werten festzuhalten, sondern eher alles für ein bisschen macht und/oder geld über bord zu werfen.
 
Dagegen, Dafür... Pro/Contra...
und während ihr diskutiert, hat uns die Realität schon längst eingeholt...

Ein ganz normaler Tag.

Fünf Uhr Morgens aufstehen ist echt nicht mein Ding, aber was soll's. Was muss, dass muss.
Schnell die Glotze an und zwischen Dusche und Frühstück den Wetterbericht abgreifen:"....und die Webcams auf dem Brocken kündigen einen stürmischen Tag an...." Na toll, also die dicke Jacke rausgekramt, während schon die Verkehrsnachrichten durchlaufen: "...im Moment sind alle Strassen frei, die Verkehrsmonitore zeigen keine Störungen an..." (Im Fernsehen macht die Verkehrsüberwachungskamera gerade einen Schwenk über die Elbbrücken).

Verdammt, wieder mal spät dran. Aber den Bus krieg ich noch. Und die sind schon seit längerer Zeit mit einer Videoüberwachungskamera ausgestattet. Es mag damit zusammenhängen, dass die Busse in dem hinteren Abteil bisher immer so aussahen, als wäre KingKong persönlich mitgefahren: Rausgerissene Sitze, zerkratze Fensterscheiben und mehr Bier in den Sitzpolstern als Jever im Jahr brauen kann.
Ein paar Stationen später muss ich umstiegen. Der U-Bahnhof wird selbstverständlich videoüberwacht. Zu Ihrer eigenen Sicherheit. Steht zumindest im Eingangsbereich auf einem netten Aufkleber. Auf jeden Fall konnte man den Vandalismus deutlich eindämmen. Ein ordentlicher U-Bahnhof wirkt auch gleich viel angenehmer. Die U-Bahn ist pünktlich und während ich mir schlaftrunken einen Sitzplatz sichere, fällt mein Bilck an die Decke: Eine Videokamera. Ja stimmt. Da war was. Ein neuer Volkssport, genannt „Scratching“, hat die Hochbahn jährlich mindestens eine halbe Million Euro gekostet. Unter Scratching versteht man eingeritzte „Kunstwerke“ in Fensterscheiben. Aber irgendwie scheint die Hochbahn GmbH kein Sinn für Kunst zu haben…

Egal, Hauptbahnhof. Ich muss umsteigen in die S-Bahn. Auf dem Weg dahin kann ich bestimmt fünf Schilder mit der Aufschrift: „Dieser Bahnhof wird zu Ihrer eigenen Sicherheit [B ]videoüberwacht[/B].“ zählen. Schliesslich möchte man die gerade verdrängte Drogenszene auch aus dem Bahnhof raushalten.
Es ist nun schon fast überflüssig zu erwähnen, dass die S-Bahn GmbH ebenfalls der Kunst am Fenster eher kritisch gegenübersteht und die Künstler zum Zwecke der Performance-Bewertung (böse Zungen reden von Schadensersatzansprüchen) dann lieber mit einer Videoüberwachungskamera in den Zügen aufzeichnet.

Feierabend. Und ich hab noch so einiges auf dem Zettel. Als erstes ab zur Post. Und während ich die Serviceleistungen der Post geniesse (sprich elend lange in der Schlange stehen, weil von 6 möglichen Schaltern 2 besetzt sind) kann ich auch gleich noch ein Blick auf die im Schalterbereich installierte Videoüberwachungskamera werfen.

Da Shoppen ohne Geld bekanntlich wenig von Erfolg gekrönt ist, geht es dann rüber zur Bank. Geld holen. Im Kassenbereich der Bank hängen mindestens drei (na? na? los, raten!) Videoüberwachungskameras. Logisch, denn es gibt Bankkunden, die lassen sich schon mal auf 9mm rausgeben.

Der Einzelhandel hat seit Jahren starke Probleme mit Ladendiebstählen. Und so verwundert es nicht, dass vom kleinen Tante Emma-Laden bis hin zu Saturn mit Videoüberwachungskameras gearbeitet wird. Ich kann mir beim Shoppen sicher sein: Irgendeine Videoüberwachingskamera wird meine Griffel schon im Blick haben.

Endlich zu Hause. Mir fällt der neue Conrad-Katalog aus dem Briefkasten entgegen. Titel: Sicherheit für Haus & Hof. Auf Seite 168 findet der geneigte Kunde alle möglichen Videoüberwachungskameras. Man kann sich sogar per MMS oder SMS benachrichtigen lassen, wenn etwas von Interesse aufgezeichnet wird.
It’s not a trick. It’s a Videoüberwachungskamera.

Ich will es mir gerade zum Fernsehabend gemütlich machen, da säuselt meine Frau neben mir: “ Wollen wir nicht noch tanken fahren? Die Spritpreise sind gerade gesunken.“ Faulheit vs. Haussegen. Ein ungleicher Kampf.
Der Kassenheini an der Tanke ist nicht richtig bei der Sache, ich muss mein Wechslegeld reklamieren. Kein Wunder, irgendwie hat die halbe Stadt beschlossen heute zu tanken. Der Hof ist also voll und die vier Videomonitore nehmen seine volle Aufmerksamkeit in Anspruch.
Schliesslich sollen sich die Videoüberwachungskameras in der Anschaffung gelohnt haben...

Hat noch jemand Fragen?

Ich hab dabei nicht einmal Parkhäuser, Flughäfen und Museen aufgezählt…
Halt ein ganz normaler Tag...
 
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