News Viele Studienplätze in der Informatik bleiben frei

Ich finde es schade, dass so viele aus Angst vor einem bestimmten Fach, sich dieser Aufgabe nicht stellen. Gerade als junger Mensch sollte man doch ungewisses Terrain mit Optimismus betreten.

Es liegt meiner Meinung nach immer an der Arbeitseinstellung. Wer etwas weniger begabt ist, muss eben etwas mehr Zeit investieren. Einen guten Abschluss kann aber jeder bekommen.

Vielleich liegt es auch genau daran, dass man an der Uni sehr viele Leute der arroganten Kategorie findet, die zurückhaltenderen und kamaradschaftlichen dagegen leider etwas missen muss.
 
Dese schrieb:
@denlgish:
in deiner ergänzung vom 13.06.2009 03:53 Uhr:

hast du ein zitat, das angeblich von mir sein soll. das ist nicht wahr. da ist dir beim zitieren wohl ein fehler unterlaufen.
Habe den Fehler korrigiert, denke aber du meintest eher Ergänzung vom "13.06.2009 03:36 Uhr", das Andere war soweit ich sehe dein Zitat.
 
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Der2 schrieb:
Vielleich liegt es auch genau daran, dass man an der Uni sehr viele Leute der arroganten Kategorie findet, die zurückhaltenderen und kamaradschaftlichen dagegen leider etwas missen muss.

nicht im bereich informatik. ganz ehrlich, das gibt's an der uni in informatik so gut wie gar nicht. im gegenteil, es werden jede menge hilfen, zusatzangebote etc. angeboten, aber in den letzten jahren sit das engagement der studenten extrem gesunken. mag sein, dass das nicht auf alle unis gleichermassen zu trifft, aber es ist allgemein zu beobachten.

ich hab kontakt zu anderen unis deutschlandweit und ich höre von über all ähnliche dinge.

es sitzen alle mehr oder weniger im gleichen bot.pro semester gibt es mal mit glück 2 studenten, denen es mehr oder weniger leicht fällt, der rest kann es sich nicht einmal leisten arrogant zu sein. und die lehrkräfte kämpfen um jeden studenten.

ich weiß nicht wie du zu dieser behauptung kommst.
 
Naja, ich habe ja auch nicht davon gesprochen, dass es sich jemand leisten kann arrogant zu sein. Im Gegenteil finde ich, dass sich das niemand leisten kann.

Vielleicht ist das Wort Arroganz auch falsch gewählt, da hast du vielleicht recht. Es ist eher das sich nicht eingestehen wollen, dass der Studieninhalt nicht vollständig verstanden wird.

Wenn alle behaupten, dass sie alles verstehen, dann ist gegenseitige Hilfe ja leider nicht möglich.

Du hast recht, dass von Seiten der uni in vielen Fällen alles getan wird, um zu verhindern, dass sich der Studierende allein gelassen fühlt. Das gilt aber leider tatsächlich nahezu ausschließlich für die Informatik. In der reinen Mathematik, oder anderen Naturwissenschaften steht man leider nur zu häufig wie vor einer Mauer die man alleine kaum erklimmen kann. Hier haben dann viele den Eindruck, dass alle anderen alles besser verstehen. Die Natürliche Reaktion ist dann meist, so zu tun, als verstünde man auch alles.

Eigentlich wollte ich auch nur mein Bedauern ausdrücken, dass sich viele von vornherein diesen Aufgaben (ob Informatik oder Naturwissenschaften) nicht mehr stellen, weil sie zu viel Respekt vor der Sache haben und glauben, dass nur Genies in diesen Fächern bestehen können.

Das gilt Insbesondere für die Frauen. Nicht umsonst ist der Frauenanteil so gering in all diesen Wissenschaften. Ich schätze, dass Frauen von Natur aus etwas zurückhaltender sind, wenn es draum geht die eigenen Fähigkeiten einzuschätzen. Männer neigen da wohl eher zur Überschätzung.

Ich finde dadurch gehen wertvolle Potzenziale verloren und auch eine bestimmte Form der Teamfähigkeit.

Das war es, was ich so in etwa ausdrücken wollte ;)
 
hmm, also Der2

zu meiner zeit haben sich die meisten studenten in informatik in lerngruppen zusammen geschloßen oder scih anders gegenseitig geholfen. das hat allerdings stark abgenommen, wobei ich nicht weiß warum.

ich muss dir aber widersprechen, dass das "nur" informatik so ist. davon abgesehen, dass jeder informatiker (z.m. früher) die ersten semester zusammen mit den mathematikern studiert hat, habe ich mathe im doppelstudium studiert (später aber nur als nebenfach beendet).

ich kann natürlich nicht für deine uni sprechen, aber bei uns war das und ist heute noch so, dass die mathematiker lerngruppen bilden, sei es auch nur zum lernen für eine prüfung. ich kann deine schilderungen nicht nachvolziehen.

hättest du von bwl oder jura gesprochen würd ich das sofort unterzeichnen. hier reißen jura studenten seiten aus den büchern der bibliohtek raus, oder stellen die bücher an den flaschen platz nur damit andere studenten den stoff nicht lernen können (das ist echt wahr).

aber mathematiker, informatiker und naturwissenschaflter sind in den mir bekannten uni äußert kollegial.

studenten die zu selbstsicher der meinung sind sie hätten den stoff verstanden wie du es beschreibst sehe ich so gut wie gar nicht.

du scheinst extrem andere erfahrungen gemacht zu haben als ich und bekannte von mir an anderen unis.
 
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Bin selbst Dipl.Inf und kann hier vielen nur widersprechen. Es ist definitiv so, dass die Mangelsituation nicht groß genug sein kann. Das zeigt sich mir vor allem daran, dass die Gehälter eben nicht so hoch sind, wie man das erwarten müsste, im Vergleich zu anderen Studienzweigen (BWL, Elektrotechnik, Maschinenbau) sogar verhältnismäßig niedrig, vor allem zu Beginn und das bei gleicher Studiendauer.

Zum anderen geb ich denen Recht, die sagen dass in Mangelsituationen auch solche Informatiker geeignet wären, die eben nicht zu den Top-Leuten gehören sondern nur Durchschnitt sind, an den Unis und FHs aber trotzdem ausgesiebt werden.

Darüber hinaus ist das Studium kein einfaches, sicherlich. Dennoch widerspreche ich auch denen, die hier behaupten dass prinzipiell diejenigen nicht dafür geeignet sind, die meinen nur weil sie einen PC bedienen können für das Studium geeignet zu sein. Wer Interesse hat, ist grundsätzlich geeignet, basta! Meine Erfahrung ist die, dass gerade die "Cracks" mit viel Vorwissen für ein Unistudium völlig ungeeignet sind, weil sie von vornherein meinen sie können alles und damit viele Probleme mitbringen. Im Studium lernt man alles was man benötigt um das auch zu schaffen, Vorkenntnisse sind imho nicht notwendig, zumindest nicht in Informatik.

Wäre der Mangel groß, müsste man ALLE einstellen, ob Durchschnittliche, Nicht-Anzug-Träger oder wen auch immer. Diese Oberflächlichkeiten spielen doch dabei keine Rolle. Aber wie gesagt: Der Mangel kann nicht groß genug sein bzw. ist es meiner Meinung nach nicht. Lieber stellt die Industrie Quereinsteiger mittleren Alters ein oder gutgekleidete Blender und Manager, die dann alles irgendwie machen, anstatt es von einem typischen Infocrack gelöst wird, und zwar richtig.
 
Denke, zur Zeit herrscht überhaupt kein Mangel an Fachkräften. Im Gegenteil: Aufgrund er schwierigen Lage während der Wirtschaftkrise wird sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt noch in den nächsten Monaten verschärfen. Projekte werden nicht mehr ausgeschrieben, Budgets eingefroren oder gekappt und bei vielen Unternehmen herrscht Einstellungsstopp.

Ich erfahre es gerade am eigenen Leib (bin jetzt fertig mit meinem Informatikstudium (Diplom, Uni mit Note 1.8)), dass offenbar nur noch über Zeitarbeit und diese Personalvermittlungsfirmen Leute "gesucht" werden. Da sind zwar dann die Gehälter niedriger ~30k für den Einstieg (bzw. spielt da Berufserfahrung kaum eine Rolle), aber eventuell bekommt man noch was.

Mal schauen...
 
Hmm ~30k ist fuer nen Berufseinstieg echt wenig. Ich fang nach der Uni mit knapp ~66k an fuer den Berufseinstieg. Und wer im eigenen Land nicht zufrieden ist, es gibt viele andere Laender die momentan haenderingend nach Informatikern suchen und auch besser bezahlen.
 
66k ist allerdings weeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiit über dem Durchschnitt. Normal für einen Uni-Absolventen ohne Berufserfahrung ist zwischen 40k und 50k.
 
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