News Viren und Malware: Wie schützt ihr euch, wart ihr betroffen und wie kam es dazu?

Harsiesis schrieb:
Wenn das nur reichen würde. Tut es leider nicht. Notepad++, Daeomon Tools, JDownloader, CPU-Z, HWMonitor, HWMonitor Pro, and PerfMonitor als Beispiel aus der kurzen Vergangenheit.
Bei Jdownloader war nur die Website infiziert der Auto Updater war clean wäre also aufgefallen durch einen Virustotal Scan. CPU-Z und HWMonitor haben keinen In App Auto Updater soweit ich weiß wäre also auch aufgefallen mit Virustotal. Das einzige wo der In App Auto Updater befallen war ist Notepad++ der ist mittlerweile aber Ende zu Ende geschützt. Beim Rest wäre man durch einen Virustotal Scan definitiv auf der sicheren Seite gewesen.
 
Ich hatte mir zu DOS Zeiten mal einen MBR Virus eingefangen über eine Diskette mit einer "Sicherheitskopie" von jemanden aus der Schule. War ein hartnäckiger Wurm, der selbst nach einem format c: noch da war, nur mit einer cleanen Bootdisk von einem anderen Rechner und fdisk /mbr war er weg.
Die Leute im PC-laden (ich war 12 oder so) meinten so viel Arbeit wie sie da in die Bereinigung rein streckten war die von meinen Eltern bezahlte Pauschalgebühr ein Schnäppchen :hammer_alt:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: konkretor
Der beste Schutz ist DNS-Blocker. Meine Eltern haben es Regelmäßig geschafft beim Internet Surfen trotz ESET Anti Viren Software ihre Notebooks mit Malware und Viren zu versäuschen.

Irgendwann habe ich bei mein Eltern auch ein PiHole eingerichtet mit ca. 9,5 Millionen IPs in den Blocklisten. Dann externen DNS Server gewechselt auf ein dieser auch nochmal Filtert. Und dann ESET Antiviren Programm runter geworfen und den normalen Windows Defender laufen lassen.

Seit dem keine Malware und Viren mehr. Das ist meiner Meinung der beste Schutz den man haben kann, gerade für Menschen die sich im Internet nicht so auskennen und oft auf falsche Links klicken.

Das letzte mal das ich selbst ein Virus hatte ist auch jahrzehnte her, aber das lag eher an der Software die man runtergeladen hat. Also da war man aktiv selbst schuld.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Corpus Delicti
Auf meiner Workstation mit Fedora sind die üblichen Verdächtigen aktiv:
  • UEFI SecureBoot
  • TPM
  • SELinux
WINE ist nur in Form von Proton installiert und wird sonst nicht genutzt.

Bisher hatte ich in dem Setup noch keine Probleme. Der User ist aber der beste Virenschutz.
 
Auf meiner OPNSense laufen diverse Maßnahmen. CrowdSec für die Portscans, Geoblocking, AdGuard Home und Zenarmor neben den üblichen Firewall Regeln. Nie wieder ohne. Für unterwegs kann ich mit Wireguard auf den Router und genieße dadurch auch AdBlock usw.

Neben den Microsoft Defender finde ich als einzigen separaten Schutz den von G Data sehr gut.
 
Da die Fragen nur für Windows sinnvolle Antworten zulassen, möchte ich noch einige ergänzen:
  • Systeme nutzen, die Installationen automatisch aktualisieren und dabei nur geprüfte Software verteilen (z.B. große Linux Distributionen)
  • Vorher überlegen, welche Software-Quellen vertrauenswürdig sind. Tipp: Suchmaschinen und AI sind es für mich nicht
  • Die Integrität und Authentizität von Software vor der Installation prüfen (mittels Signaturen und Prüfsummen)
  • Getrennte Installationen für Arbeit/Persönliches und Spiele nutzen

Einfallslos2023 schrieb:
Das Android Webview System oder was es da war das Browser und Apps nutzen wird ja trotzdem noch aktualisiert, und solange das aktuell ist, so meinte glaub mal jemand.
Weisst Du das oder vermutest Du das? Ich hätte da starke Zweifel dass webview nach dem Support-Ende einer Andoid Version noch automatisch aktualisiert wird.
Und es gibt dermaßen viele Schwachstellen in alten Android Systemen, dass auch eine aktualisierbare Webclient-Komponente da nicht mehr viel retten würde. Vor allem Treiber der Hardware-Komponenten (Qualcomm, ...) lassen sich auch mit viel Aufwand kaum noch aktualisieren, enthalte aber relevante Schwachstellen.

Gravlens schrieb:
Über 80% die hier abgestimmt haben sind anscheinend Hellseher, denn sie wissen wohl bereits vorher wann und welche seriösen Webseiten durch Hacks kompromittiert sein werden.

Harsiesis schrieb:
In der kurzen Vergangenheit wurden zu viele Dinge bekannt, bei denen offizielle Downloads kompromittiert wurden. Da reicht Hirn einschalten eben nicht mehr. Oder die NPM Supply Chain Attack....
Kann natürlich nicht für alle reden, aber ich sehe die Installation aus vertrauenswürdigen Quellen nur als die erste Schutzschicht. Dabei bleibt natürlich ein Restrisiko. Die Installation einer kompromittierten Software sollte eben nicht gleich alle Deine Systeme, Daten, Accounts gefährden, sondern nur eine kleine Unannehmlichkeit sein :)
Andersherum betrachtet kann ich dann feststellen, dass eine Antimalware-Software für mich einen unzureichenden Schutz darstellt, auf den ich mich keinesfalls verlassen würde.
 
Unter Windows läuft hier tatsächlich nur der integrierte Defender, dazu im Firefox uBlock. Ich bin allerdings mittlerweile komplett auf Linux umgezogen und starte Windows nur für genau ein Programm, das ich unter Linux noch nicht zum laufen bekommen habe.

An die letzte Infektion kann ich mich nur noch dunkel erinnern. Seither hatte ich unter Windows immer einen Virenscanner (Avira, dann Defender) und eine Firewall (lokal, dann Fritzbox) laufen.
Und natürlich: Backups! =)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wunnderbar
ev4x schrieb:
Beim Rest wäre man durch einen Virustotal Scan definitiv auf der sicheren Seite gewesen.
Aber was machst du, wenn wie letztens beim Bitwarden CLI eine mit Malware versehene Version in gängige Repositories eingeschleust wird? Die in der Regel ja, vor allem unter Linux, über Paketmanager im bulk mit allen anderen Paketen aktualisiert werden? Da jagst du ja nicht jedes einzelne Paket, was dir apt und co. herunterlädt, erstmal durch VirusTotal.
Oder integrierte Updatefunktion eines Browsers, die offiziell signierte Updates mit Malware verteilt, weil irgendwer es geschafft hat, beim Entwickler an die Keys zu kommen.

Es gibt leider einfach Fälle, wo du als Nutzer kaum was machen kannst, weil es einfach nicht in deiner Hand liegt. Es sei denn du schottest dich komplett nach außen ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Caffenicotiak, wunnderbar und ev4x
Ob ich jemals einen Virenbefall hatte, weiß ich nicht, aber ich nehme es nicht an. Erinnerlich ist mir aber die Infektion mit Malware, so ein-, zweimal und hin und wieder ein Trojaner. Malware ist aber auch schon etwas länger her. Trojaner kamen meistens als Beifang. Den Malwarebytes Scanner nutze ich seit zig Jahren als Putzkolonne.

Gab ja auch mal eine Zeit, wo selbst eine Firewall mehr oder weniger eine Bastellösung war. Erst als 2000 die Firewall von ZoneAlarm erhältlich war, wurde das sehr viel einfacher. Noch sehr viel einfacher wurde das erst mit der Windows Firewall, die zwar mit Windows XP SP2 (2004) erschien, aber meiner Meinung nach erst Jahre später (mit XP SP3, 2010) die Funktion von ZoneAlarm übernehmen konnte.

Den Windows Defender nutze ich erst seit Windows 10 (2015) auf dem PC, zuvor habe ich bestimmt ein Dutzend verschiedener Virenscanner verwendet. Meist sogar verschiedene was PC und Notebook betraf. Daher war auf dem Notebook ja auch der Defender seit dem Windows 8.1 in Verwendung.
 
Zuletzt bearbeitet:
typisch, Gatekeeper und XProtect tauchen nichtmal auf...
 
2 Mal in Windows XP-Zeiten... Einmal Virus eingeschleust durch Werbebanner (nicht angeklickt, es war einfach reingeschleust) auf PCGH-Forum und zweitens irgendwo auf irgendwelcher Website. Beides führte zur kompletter Neuinstallation von Windows XP und danach war Ruhe. Ist sehr lange her. Es war die Zeit, Adobe Flash existierte.

Dann kam AdBlock Plus, später uBlock Origin im Einsatz wo danach viele verwehrt wird. Und Mozilla Firefox 2.x/3.x Internetbrowser. Einfach zu lange her.

Da ich jetzt aktuell Linux verwende, habe ich kein Anti-Virus und was drauf. Die meisten Umfragen waren ja für Windows gedacht. :)
 
Blaster und Sasser haben mir als noch nicht mal Teenager jeden Nerv geraubt unter Windows xp.

Grüße gehen raus an Sven Jaschan!!!

Ab da hatte ich Antivir, später Avira, zum Schluss nur Defender und passte ganz, ganz gut auf
 
Virenscanner habe ich schon unter Windows zurückgefahren. Erst wurde Avira immer lästiger, hat zwar fehlalarme gefunden aber die einzige vermutliche Infektion lief völlig unter dem Radar.
Aber oh diese furchtbaren modding tools und demos und iirc auch mal ein DOS spiel in der dosbox die irgendwelche heuristik oder paranoiatrigger (laufzeitpacker) ausgelöst haben. Bei gefühlt 30 Fehlalarmen und einem Versager fragt man sich doch ob das die Performancekosten wert ist. Dann fing das ding an zu crashen und flog runter.
Der Windows Defender lief zumindest absturzfrei bei mir, aber hat genauso die SSD Performance gelegentlich auf 'hängt das an IDE?!' gedrückt. Man kann sich sicher drüber streiten ob man das gleiche archiv zum hundertsten mal scannen muss, aber ich hatte irgendwann die schnauze voll und hab den echtzeitscan deaktiviert.
Natürlich ist windows da etwas penetrant beim wieder einschalten :/

Unter Linux hab ich keinen AV Scanner mehr der sich selbst reaktiviert, oder beim update auch mal die einstellungen zurücksetzt und ein paar spieletools mit einer kurzen popup notiz in die quarantäne schiebt die vorher in den ausnahmen standen.
Sicherheitskonzept? Hoffnung, wie zuvor beim AV Scanner auch. Hoffentlich findet er die echte Gefahr wenn sie da ist vs. Hoffentlich sind die Sicherheitspatches schneller als die Malware.
Scheint mir ähnlich genug zu sein.
Backups gibts so ein bisschen, aber noch nicht so wie ich es gerne hätte und ich denke Scriptblocker im Browser und etwas Vorsicht beim runterladen und ausführen von fremdem Code, sowie Emails in Textansicht helfen auch. Ggf. helfen die sogar eine Menge, denn das sind wohl immer noch die häufigsten Einfallstore während der Virenscanner eher harmlose Dateien anpi... markiert.

Restrisiko gibts immer, aber der typische Fall vor dem man sich schützen will sind doch automatisierte Infektionen die praktisch die einfachsten Fälle abgrasen und nicht individualisierte Angriffe bei denen man sich um airgap und den piepser für die Bootcodes sorgen macht.

Als einziger 'OS integrierter Schutzmechanismus' kommt wohl TPM infrage, aber keine Ahnung ob das auch praktisch genutzt wird. Ein paar Anwendungsfälle gäbe es wohl. Aber bevor ich SSH Keys vom TPM schütze sollte ich mir wohl um ganz andere Dinge gedanken machen. Besseres Backup, Logs auf unregelmäßigkeiten prüfen, längeres Passwort, penetrationstests meiner eigenen infrastruktur, solche sachen.
Ein spaßiger Test ist es mal zu schauen ob man das eigene Passwort in unter einer Stunde knacken kann.

Adminrechte in Windows ... verstehe ich nicht ganz. Zählt die Benutzerkontensteuerung als 'Admin', oder 'User'?
Äquivalent zu Linux, User mit sudo. Alles andere wäre zu umständlich. Früher hatte ich mal striktere Trennung, aber der Aufwand lohnt aus meiner Sicht nicht so ohne weiteres für zuhause.
Sollte was ausfallen gibts den zweit-pc, bootstick, backup, drittpc, internet bei freunden. Aber beim basteln am PC ständig den Account wechseln? Kostet zu viele Nerven und gibt Hornhaut an den Fingern.

Zu Win98 Zeiten hieß es System neu installieren wenn ich versehentlich Internet am PC hatte bevor die Firewall (zone alarm) installiert und eingerichtet war. Ist mehr als einmal vorgekommen :D
Aber sicher ist sicher wenn Würmer umgehen und infektionen schon mal in Minuten ohne Nutzerinteraktion stattfinden können.
Die einzige mehr oder minder bestätigte Infektion war eine etwas gruselige 'selbstständige' Tastatur die leicht unsinniges, aber nicht zufälliges Zeug getippt hat. Bis auf den gruselfaktor einer im Texteditor sichtbaren Kontaktaufnahme harmlos, aber trotzdem vollständige neuinstallation. Hab damals einige Virenscanner probiert und keiner hat irgendwas gefunden. Dennoch war definitiv jemand 'an der Tastatur' wenn Internet am PC war. Die Tastatur hatte später dann Probleme mit scheinbar zufälligen Eingaben ohne tatsächliche Tastendrücke und flog dann in den Müll.
Zum Glück nur ein Scriptkiddie würde ich sagen. Oder vielleicht doch fremde Intelligenz in der 15 € Tastatur.
Ransomware oder dergleichen hatte ich nie.
 
Mordekai2009 schrieb:
Einmal Virus eingeschleust durch Werbebanner (nicht angeklickt, es war einfach reingeschleust)
erinnert mich an eine App auf dem Google Play Store so um 2013. anzeigen sollte sie alle CashGroup ATM's also Postbank, Deutsche Bank, Commerzbank. das tat sie auch aber plötzlich öffneten sich der Android Browser voll mit Werbung. erst als ich die vermeintliche App deinstallierte, war Ruhe.

Seit dem nutze ich die offizielle CashGroup Seite im Firefox für Android. ist etwas länger und langsamer der Weg.

Der Entwickler dazu, ob er Viren mitliefert...

1780227322226.png


und

1780227360057.png


und die App gibt es schon lange nicht mehr im Store. hat mich schon immer gewundert so ein App Store. da kann doch jeder was hochladen. ich kann Sideloading gut nachvollziehen, die Sperre dahinter auch. aber wenn man sich da auskennt, ist Sideloading ganz gut. Sideloading = apps außerhalb des App Stores beziehen. ich freue mich schon auf die diskussion mit f-droid.
 
Schütze mich mit Updates. Reicht^^

1780227431491.png
 
SimmiS schrieb:
Werbung und Viren sind doch zwei paar Schuhe, oder irre ich mich?

Jein. ;) Werbeblocker wie UBlock oder Scriptblocker wie NoScript dienen auch der Sicherheit, da beim Aufruf von Seiten über Werbeeinblendungen etc. ohne weiteres Zutun automatisch (z.B über JavaScript) verseuchte Inhalte gestartet werden können. Außerdem blockieren Werbeblocker auch gefährliche Seiten, die häufig als Virenschleudern fungieren.

Zum Virenbefall: Auf meinem ersten PC (386SX, 20 Mhz) fing ich mir gleich nach einigen Wochen einen Bootsektor-Virus (Stoned) ein. Das Ding war ziemlich aggressiv und täuschte Hardwaredefekte vor wie z.B solche des Diskettenlaufwerks. Damals entschloss ich mich, immer brain.exe ;) zu verwenden, auf Computersicherheit zu achten und Datenträgern von anderen Leuten zu misstrauen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: toudy2004
Da ich sehr sensibel bin mit allen, Toi, toi, toi, habe ich echt seit Windows 95 keinen Virus mehr aktiv auf dem PC gehabt. Mein einziger Virus war der Parity Boot B Virus zu DOS Zeiten, wo ich vom Kumpel Doom 2 bekam.

Sonst haben in meiner Laufbahn Adblocker, Scanner, Brain.exe, PiHole und eine gute Firewall geholfen mich von dem gedöö zu schützen.
 
Das ist der beste schutz
RYkA.jpg
 
Schade, dass G Data als AV-Entwickler immer noch nicht vertreten ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Scheitel
Die Zeiten des Downloaden ist ja irgendwie vorbei, zumal man ja auch im Gegensatz zu früher Geld verdient.
Aber die ganzen Keygen und Cracks waren ja durchaus öfter mal verseucht - zumindest die Keygens hab ich, als Virtuelle Maschinen populär wurden, darin dann ausgeführt^^

Früher Antivir mit Zonealarm, seit 18 Jahren läuft was von G Data bei mir. Dazu seit Ewigkeiten Adguard als DNS Blocker in ner Proxmox VM.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Elderian
Zurück
Oben